Die Füchse in den Gärten zwischen Kirchgasse und Kirchgasse haben sich, wie im Frühling berichtet, in diesem Jahr reichlich vermehrt. Ein Grundstück, dass an diesen Grünstreifen grenzt, ist das der Reformierten Bethlehemsgemeinde. Die wiederum haben einen Buddelkasten in ihrem Garten, bzw. hatten (wie man mir erzählte), denn er diente den Füchsen zum Toben, Kanten durchkauen und allerlei anderen fröhlichen, aber aus Sicht des Menschen zerstörerischen Freizeitbeschäftigungen. Nun ist der Buddelkasten für seinen ursprünglichen Verwendungszweck nicht mehr zu gebrauchen und flugs wurde das frisch gebackene QM-Ganghoferstraße eingeschaltet und gebeten, eine neue Sandkiste als Ersatz zu finanzieren.
Na, das war doch von den Füchsen ein perfektes Timing, sich nicht schon im letzten Jahr maßlos zu vermehren und den Gemeinde-Spielplatz zu verbeißen - da hätt's nämlich garantiert nix gegeben!
Was von diesem QM überhaupt zu erwarten sein wird, erfährt man (vielleicht) zum ersten Mal am Dienstag, also morgen in der Aula der St.Marienschule zur Auftaktveranstaltung der neu eingesetzten Manager.
Montag, 14. September 2009
Spielplatz für Füchse
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Jette
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Sonntag, 13. September 2009
Feldforschung...
...ist eine Möglichkeit zu ermitteln, was der Mensch so braucht, um sich in seiner Umgebung wohlzufühlen und Spaß zu haben.
Feldarbeit dagegen ist die Vorbedingung für ein gelungenes Strohballenfest.
Und das gestrige 176. Strohballenfest auf dem Richardplatz war mal wieder eine gelungene Veranstaltung zum Spaßhaben und Wohlfühlen im Kiez. Ein Straßenfest der besonderen Art, an dem ich in diesem Jahr auch wirklich teilnehmen konnte.
Über Gewinner und Verlierer der Mannschaften im Rollwettbewerb werden andere bestimmt hier oder hier oder hier oder an vielen anderen Orten in Nordneukölln schreiben.
Wahrscheinlich auch darüber, dass eine Partei erfolglos(!) versuchte Wahlwerbung zu machen, bei einer Rolle über eine Rolle ein Arm halb auskugelte, den Helfern von Bequit irgendwie der Aufräumauftrag nicht gegenwärtig war usw.
Nun aber ein paar meiner Impressionen:
Hier wird traditionell von den jüngsten
Dorfbewohnern das Stroh fachgerecht
vorgewärmt und zu Ballen gedreht...

Hier gerät das Blut in Wallung...


...und hier staunt man,
dass es sich tatsächlich um die Ziellinie handelt.
Hier wird ausgiebig gekuschelt...
....und als krönender Abschluss des Abends:
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Jette
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Freitag, 11. September 2009
11. September
Gerade überlegte ich, was ich mit "dem 11. September" verbinde und mir fiel schlagartig Graf Fredrik von P. ein.
Booaah. Das klingt dekadent!
Gönnt's mir.
Mit dem Grafen hatte ich damals ein Büro in der Friesenstraße geteilt, ich mit ner Grafik-Agentur und er als relativ frischgebackener Innenarchitekt. Ich bin schon lange nicht mehr da, er aber immernoch (und hat sich ganz schön gemausert!).
Damals rief mich am vormittag meine Kollegin an (irgendwo in der Stadtmitte herumsitzend, auf irgendwelche amerikanischen Gäste wartend und dabei auf einen riesigen Monitor starrend) und erzählte, was sie gerade gesehen und gehört hat und dass ich unbedingt einen Fernseher anstellen solle und dann bitte aktuelle News auf unsere Internetseite stellen sollte. Da bin ich erstmal mit Fredrik in seine Wohnung zum Fernsehen gegangen. Nachdem ich genug auf die Endlosschleife gestarrt hatte, bin ich wieder ins Büro, habe die Aufgabe, einen Nachrichtenticker zu füttern, dazu genutzt, Gefühl von Funktionstüchtigkeit trennen.
Fredrik hat noch lange auf den Bildschirm gestarrt und kam irgendwann recht verstört wieder. Und ich glaube, er hatte an dem Tag nicht mehr gearbeitet.
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Mittwoch, 9. September 2009
Danke Wetterfee!
Da hast du aber ganz schön gezaubert!
Ach ist das schön, wenn die negativen Prognosen (in Form von Cirrocumuluswolken) nicht zutreffen und man sich so über das schöne Wetter extra freuen kann!
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Jette
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Sehr hübsch!
Aber auch ein sehr deutlicher Hinweis, dass das Wetter in ein paar Stunden nicht mehr das sein wird, was wir eigentlich gerne hätten. Auf Deutsch: Schlechtwetterwolken!
Oder?
Hups, da war doch plötzlich das Bild verschwunden! Und jetzt ist es irgendwie anders wieder da.
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Dienstag, 8. September 2009
Fräulein Tongtong...
...mit der Klapperbüchs.
Ich hab mal wieder eine alte Redewendung ausgegraben, über die ich einzig in Erfahrung gebracht habe, dass es sich um eine typisch berliner Bezeichnung handele, aber nicht, was sie bedeute oder welchen Ursprung sie habe.
Heutzutage wird der Name "Frl. Tong Tong" (auch in Variation mit k: Tonktonk), zusammen oder getrennt geschrieben häufig als Alias-, Meerschwein- oder Kinderbuchfiguren-Name verwendet. Auch die Frage nach dem Ursprung wird gestellt, aber eher als phantasievolles Aufsatzthema (dessen Ergebnisse allerdings nicht veröffentlicht wurden), denn als ernsthafte Überlegung.
Also hab ich auch phantasievoll nachgedacht, ein paar Tage lang. Nicht durchgehend und pausenlos, aber immer mal wieder.
Und das ist das Ergebnis:
In meiner Kindheit wurden Mädchen bisweilen als Fräulein Tong Tong bezeichnet, in diesen oder ähnlichen Zusammenhängen:
"So, Fräulein Tong Tong, was soll das denn wieder heißen?"
"Das Fräulein Tong Tong braucht wieder ne halbe Stunde länger!"
oder "Nu mach mal hinne, Fräulein Tong Tong!"
und "Da kommt ja (endlich) das Fräulein Tong Tong mit der Klapperbüchs."
"Fräulein Tong Tong" scheint mir eine Anspielung auf asiatische Exotik zu sein. Die Verwendung der Anrede deutet aber in keiner Weise auf respektvollen Umgang mit dem Anderssein hin, sondern ganz im Gegenteil: Ein so angesprochenes Mädchen soll sich gefälligst auf keinen Fall einbilden, dass es etwas Besonderes sei!
Kommen wir nun zur Klapperbüchs. Zunächst denkt man hier vielleicht an eine Kinderklapper oder eine Geldsammelbüchse.
Eine andere Richtung erfahren wir im Deutschen Sprichwörter-Lexikon. Demnach könnte es sich um ein Mädchen handeln, das das Plappermaul nicht halten kann.
Im norddeutschen Raum steht der Ausdruck "Büchs" auch für Hose.
Deshalb könnte es sich möglicherweise um einen sehr dünnen Menschen handeln, dem die Hose um die Knie schlottert, während im klapperkalt ist...
Aber das ist nicht wirklich passend zum Fräulein Tongtong.
Deshalb fürchte ich, dass es bei der Klapperbüchs um eine "Unnerbüchs" geht. Wenn dieselbe eine Weile nicht gewechselt wurde und vor Dreck erstarrt ist - damit ist nicht vorrangig das gemeint, was ins Klo gehört, sondern beispielsweise das, was hängen bleibt, wenn man zum Spielen in modderigen Pfützen hockt! - dann, ja dann kann man sie nach einem gewissen Trocknungsprozess gut und gerne als Klapperbüchs bezeichen.
Und damit wird dann noch einmal dick unterstrichen, dass das, als "Fräulein Tong Tong mit der Klapperbüchs" bezeichnete Mädchen mit Sicherheit nichts besonderes ist, sich nichts auf irgendwas einbilden soll, sondern ein ganz gewöhnliches (nicht sonderlich beachtenswertes) Mädchen ist, dass auch schon mal im Dreck spielt...
Soweit meine Ideen. Fällt jemanden noch was dazu ein?
Die obige Zeichnung ist von Meister Zille, der einiges zu diesem Thema verfasst hat...
Nachtrag Oktober 2010: Für alle Interessierten geht's zum Thema "Fräulein Tong Tong" an anderer Stelle weiter...
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Samstag, 5. September 2009
Sporting Potsdam
Jette war mal wieder unterwegs und hat mit dem Fahrrad in Potsdam eine Entdeckung gemacht:
Wofür, bitteschön, braucht man eine Radschiebestrecke? Handelt es sich hier um eine neue Sportart? Radschiebening? - sorry: Bikesliding! Oder vielleicht auch Extrem-Bikesliding.
Auf speziellen Parcours, die von der 'Stiftung Preußischen Schlösser und Gärten' eingerichtet und zur Verfügung gestellt wurden?
Genau! Nur tumbe Bürgerinitiativler verkennen das hartnäckig seit 2007 und behaupten immer noch, dass man auf schildbürgerische Weise das Volk mit überflüssigen Regeln gängeln und traktieren wolle.
Los Leute, raus ins Grüne und Räder geschoben! Bikesliding ist hip, macht Spaß und schont den Sattel!
Ich freu mich schon auf die Wintersaison, Blitzeis im Schneetreiben sind auch für geübte Bikeslider eine echte Herausforderung!
Bikeslider-Parcours in Berlin sind zwar quasi nicht vorhanden und soweit ich in Erfahrung gebracht habe, auch nicht in Planung, denn in Berlin darf man überall sein Rad schieben, wenn man es möchte (außer...), - gute Extrem-Trainingsmöglichkeiten in Neukölln bieten z.B. aber auch Treppen aller Art: ob nun am S-Bahnhof Neukölln (Eingang Saalestraße), vor dem Rathaus Neukölln oder in einem x-beliebigen Treppenhaus ist Geschmackssache und Frage des persöhnlichen Trainingslevels.
Bitte achten Sie auf ihr Handgepäck und vergessen Sie nicht, Ihre Antenne zu erden!
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Jette
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Dienstag, 1. September 2009
Hühnerglück
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Jette
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