Montag, 30. Dezember 2013

Zurück zu Tagesordnung!


...und ich weiß, ich bin nicht die einzige, der es so geht:

Freitag, Wochenende, Montag, Weihnachten, Freitag, Wochenende, Montag, Jahreswechsel, Freitag, Wochenende, Montag...
Ist heute Montag? Ist heute Freitag? Oder verkaufsoffenes Wochenende?
Ich hab in den letzten zehn Tagen ein bisschen den Anschluss verloren.
Immerhin schien heute die Sonne auf diesen Montag/Freitag. Das trägt zwar nicht zur wochenbezogenen Tagesanordnung bei, aber stimmt das verwirrte Gemüt etwas milder.
Um die zeitliche Orientierung größerer Zeiträume als Tag und Nacht, im Zweifelsfall wiederherzustellen, bin ich dazu übergegangen, den Kalender mit dem laufenden Fernsehprogramm abzugleichen, eine Methode, die - abgesehen von zunehmenden Kriegsgeräuschkulissen auf den prekären Neuköllner Hinterhöfen - recht gut funktioniert.
 Aber auch nur, solange es keine Sondersendungen gibt, weil sich ein ehemaliger Weltmeister mit übersteigertem Ego in Eigenregie das Hirn wegschießt oder Selbsmordattentäter, die sich selbst und andere in Wolgograd auf Teufel komm raus komplett wegschießen.

So geht das Jahr zu Ende.
Mit Wumms.

Ich wünsche euch allen einen schönen Start ins neue Jahr, vielleicht mit etwas weniger Wumms.


Ach und fast hätt' ich vergessen, die weihnachtliche Rätsellösung lautet: Sarg. Das ist doch wirklich anheimelnd, oder?

Sonntag, 22. Dezember 2013

Besinnungslos


Bei der Hatz nach Weihnachttrubel gerät schon mal das eine oder andere ins Wanken. Plötzlich steckt der Kopf eines kleinen dicken Mannes in der selbsttätig schließenden U-Bahntür, dann verliert ein hochgewachsener schwedischer Herr die Balance und trudelt schlenkernd durch sieben Achtel des Zugabteils, im achten Achtel gelingt es ihm endlich, mit Hilfe anderer Passagiere, den Halt wiederzuerlangen. Allüberall schlägt einem zu jeglicher Tageszeit warmsüßer Alkoholgeruch die Nase blau, und plötzlich und unvermittelt in der Fasanenstraße angekommen, erinnert sich mein Hirn ebenso plötzlich und unvermittelt an winterliche Erbsensuppe bei Aschinger am Zoo.

Ich war noch zu klein für Erbsensuppe und außerdem mochte ich den Speck darin nicht, ich bekam schaumige süße Mixmilch. Draußen regnete es trostlos vor sich hin, wie zu oft im Dezember, drinnen war es warm und voller plappernder Menschen, die sich alle sehr wichtige Informationen mitteilten, denn es gab noch kein Handy, sms, twitter oder sonstewas. Ein paar wenige verbrachten hier ihre Wartezeit für einen Fernzug nach irgendwo im fernen Westdeutschland.

Beim Weihnachtsbaum hatte man noch die Wahl zwischen Fichte, einfacher Tanne, Blautanne und was nicht noch alles. Heute gibt's ja nur noch kostspielige Nordmannstannen und für ein paar knorrige Exoten werden ein paar knorrige Kiefern angeboten.
Im Kindergarten hingen süße Kringel und Sterne im Baum, die wir uns an dunklen, aber recht gemütlichen vorweihnachtlichen Nachmittagen mit einem langen Haken herunterangeln durften. Um in den Besitz des Hakens zu kommen musste man jedoch zuvor Eine Aufgabe lösen. Etwas aufsagen, vorsingen oder ein Rätsel lösen, z.B. ein solch stimmungsvoll-romantisches:

Wer es macht, der braucht es nicht,
wer es kauft, der will es nicht;
wer es braucht, der weiß es nicht.

Die Antwort gibt's beim nächsten Mal.

Samstag, 21. Dezember 2013

Fast termingerecht!


Mein Weihnachtskaktus hat sich in diesem Jahr sehr, sehr angestrengt, pünktlich zu blühen und er ist seiner Verpflichtung immerhin sehr, sehr nahe gekommen. Vielleicht, aber nur vielleicht, hält seine allerletzte Blüte tatsächlich bis zum ersten Feiertag (das wäre schon sehr viel präziser als Ostern, Pfingsten oder Herbstferien) bevor sie leicht matschig der Schwerkraft nachgibt und auf den Boden klatscht.


Montag, 16. Dezember 2013

Selleriesorbet


Geboren mit zwei linken Füßen wird man kein Sportfan.
Und schon gar kein Laufsportler.
Trotzdem oder gerade deshalb lausche ich gerne der morgendlichen Kolumne von "Achim Achilles" bei radioeins. Und heute servierte er uns eine besondere Freude, das ideale Weihnachtsbratenausgleichsmenü: Selleriesorbet.
Gefrorene Selleriescheibchen verbrauchen beim Kauen und gleichzeitigen Auftauen im Mund derart viel mehr Kalorien, wie sie selbst nicht liefern können, so dass der Verzehr dieser einzigartigen Nahrung (angeblich) eine Negativbilanz mit sich bringt! Beim Essen abnehmen, wer will das nicht?
Ich.

Ich mag kein Sellerie.
Auch nicht als Sorbet.

Ich habe noch eingefrorene Erdbeeren.
Und darüber geschmolzene Schokolade.
Mmmmmmmh.
Scheiß auf Kalorien.
Und Sport kommt mir nicht ins Haus.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Mach dir nichts draus


Ein Lied für alle Winterradler mit Badewanne


Ist es draußen allzu naß,
Regen peitscht dich von Nordost,
macht das Radeln keinen Spaß,
doch es gibt noch einen Trost:

    Mach dir nichts draus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    du hast ne warme Badewanne!

Bläst Sturm, wird zum Taifun,
wehts eiskalt dir durch jede Naht,
frierst du wie des Schneiders Huhn
bei null und noch viel wen'ger Grad.

    Mach dir nichts draus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    du hast ne warme Badewanne!

Kommen Eis und Schnee geflogen,
klirrt Frost gar bitterkalt oweh,
Glatteis zieht in steilem Bogen
dich zu Boden in den Schnee.

    Mach dir nichts draus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    dir macht das gar nichts aus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    du hast ne heiße Badewanne!

Sonntag, 8. Dezember 2013

Alzheimer lässt grüßen!


Zwei Tage lang war mein Bad blockiert, weil verschiedene Handwerker sich an meinem Badewannenabfluss zu schaffen machten. Das hatte zur Folge, dass sich die überfällige Wäsche meiner Haare weiter verzögerte. Aber dann endlich war es soweit und ich hielt den Kopf unter die Dusche.

Sozialistisches Zündholz-Schachtel-Design
Anschließend mit dem Handtuch kräftig durchgerubbelt und gestriegelt, wartete ich eine angemessene Zeit der Lufttrocknung ab, die ich mir mit der Gestaltung eines hübschen Plakates vertrieb.
Dann schüttelte ich mein kniekehlenlanges goldgelocktes Haar für mich und mein Spiegelbild und stutzte. Wieso sah der Pony so strähnig aus? Ich fuhr mit den Fingern hindurch. Das fasste sich aber gar nicht gut an. Zwar glänzend , aber absolut nicht frisch. Ich fassste mir an der Hinterkopf. Hatte das Shampoo versagt?
Welches Shampoo hatte ich heute überhaupt benutzt?
Ich starrte auf die bunten Plastikflaschen am Badewannenrand.

Leise stieg in mir eine dunkle Ahnung auf und bei nochmaliger Betrachtung des Elends, das von meinem Kopf herunterhing, fühlte ich meinen Verdacht bestätigt: Der Vorgang des Haarewaschens beginnt zwar mit dem Nassmachen und später kommt das Abtrocknen. Aber was macht man dazwischen, was war das noch mal? Ja, richtig! WASCHEN! Ich hatte den Hauptwaschgang vergessen!

So fängt's an. Variationen: Rechnen ohne Ergebnis, Kaffee kochen ohne Kaffee, Nudeln abgießen ohne Sieb, Wäsche waschen ohne Wäsche.

Freitag, 6. Dezember 2013

Zwangsverpufft

Puffbeleuchtung selber basteln

Was wird das denn nun wieder für eine seltsame Gesetzeseskapade: "Freier, die wissentlich zu Zwangsprostituierten gehen, sollen bestraft werden".
Nicht etwa, dass ich was dagegen hätte, aber: Wenn der Polizei nachweislich bekannt ist, dass da jemand bei einer Zwangsprostituierten war, was ja die Basis für eine Bestrafung wäre, wieso schließt sie dann nicht das jeweilige Etablissement, bevor es der später zu bestrafende Freier überhaupt betreten kann? Wie will man denn herausfinden, ob der Freier tatsächlich von einer Zwangssituation wissen musste?
Ist das nicht ein bisschen verkehrte Welt?
Ich kapier's nicht.

Ist die Situation etwa tatsächlich so, dass die Polizei genau weiß, wo überall Zwangsprostitution stattfindet, aber - aus welchen Gründen auch immer - unfähig ist, diese Örtlichkeiten zu schließen und die Betreiber festzusetzen? Stattdessen liegen sie draußen vor der Tür auf der Lauer und fangen alle ab, die wieder rauskommen! Warum warnen sie nicht die, die da reingehen wollen? Das würde den Mädels drinnen vielleicht was ersparen. Dem Staat erspart es dann allerdings auch diese geradezu genialistisch, neu erfundene Einnahmequelle...
Und darum geht's bei dieser Gesetzesidee doch wohl eigentlich, und nicht um die Einschränkung oder gar Abschaffung von Zwangsprostitution! Man muss halt nur sehen, wie man daran mitverdienen kann. Wie beim Alkohol und dem Tabak (bei gleichzeitiger Todesandrohung)... Ich wundere mich auch, dass ich bislang keine/n Kommentator/in gesehen, gehört oder gelesen habe, der/die eben diesen Gedanken mal thematisiert hätte.

Vielleicht sollte man mal alle Prostituiertenbesuche mit 'ner richtig fetten Freier-Steuer belegen. Alle Prostitutionsbetriebe werden zur ordentlicher Buchhaltung verpflichtet, alle Besuche werden quittiert. Die auf der Lauer liegenden Polizisten werden für die Steuerfahndung umgeschult und dann geht's ab, heidiwitzka! Nun können sie mit Recht registrieren, wer die Institutionen verlässt und ihnen die Steuerbescheide gleich hinterherschicken. Und wer schlampert kriegt 'ne Zwangsvollstreckung.

Nun ja, man merkt wahrscheinlich, dass ich von diesem Gewerbe nicht den blassesten Schimmer habe.
Apropos: Bei meinem letzen Hamburgbesuch (bei vorhergehenden hatte es mich nie interessiert) war ich  einigermaßen enttäuscht von der reichlichen Mickrigkeit der "Großen Freiheit". In Film und Fernsehen vermittelte sich mir der Eindruck kompletter Überdimensioniertheit, die Realität dagegen ist ja fast lächerlich.


PS: Mir ist ganz und gar unnikoläusisch, hab noch nicht mal Schokolade im Haus!

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Etwas Windig


Der Richardplatz rüstet sich für den Rixdorfer Weihnachtsmarkt am Wochenende, heute wurden die ersten Lichter in den Bäumen platziert. Gleichzeitig wird Nordeuropa mit einem Orkan von Grönland her gedroht. Orkanig wird's aber wohl vor allem an den Küsten, und da Berlin ja nach wie vor nicht am Meer liegt, müssen wir uns mit Sturm begnügen. Vielleicht schafft er Stärke 7-8. Und mit ihm kommt wohl fieser Eisregen, der bei etwa 0° eine wunderbar glitschige Schicht auf dem rumpeligen historischen Straßenpflaster ergibt.

Nun kann man mit Blick auf den Weihnachtsmarkt zweierlei wahlweise empfehlen.
Entweder: Bleibt bloß alle zuhause, euch fliegen die Buden und Lichterketten um die Ohren!
Oder: Geht unbedingt alle hin, dicht an dicht, dann erreicht der Eisregen den Boden gar nicht erst und ihr könnt euch außerdem alle schön aneinander wärmen. Außerdem seid ihr genug, um abwechselnd die Buden festzuhalten und alles wird schön!

Und als Extratipp nicht nur für die, denen es auf dem Weihnachtsmarkt zu eng und voll wird: Schaut mal um die Ecke (1 Minute Weg) zum Böhmischen Platz. Da gibt's leckeres, hübsches, lustiges und hie und da auch Plätze zum Aufwärmen.


Nachtrag: am 5. 12. um ½6: Wie es aussieht, wird's ja wohl die Dänen komplett mitsamt dem ganzen schönen Buddelkastensand in die Ostsee wehen. Dann gibt's auch keine kleinen Fredriks mehr, keine dänische Koch samt römpömpömpöm und natürlich auch kein Rigshospitalet i København.

Noch'n Nachtrag am 6.12:
So reimt der Cuxhavener im Wind:

DER DEICH
WIRD WEICH

Samstag, 30. November 2013

Alle Jahre wieder



Sterne basteln zur Weihnachtszeit.
Wie wäre es denn mal mit glitzernden Boraxsternchen?
Entzückender Kristallschmuck aus der heimischen Chemieküche.
Nur leider, leider, leider gibt es hierzulande kein Borax mehr zu kaufen.
Vielleicht befindet sich ja noch ein Rest in (Ur-)Omas Erbmasse?
Die Kisten aus der Küche stehen noch unsortiert im Keller?
Na dann: schnell ran!
Ansonsten könnte man versuchen, das Zeug illegal aus den USA zu importieren, von dort stammen zumindest die hübschen Bastelanleitungen. Bestimmt kriegt man's auch in näher liegenden, nicht zur EU gehörigen Staaten. Verboten wurde der Handel mit Borax in der EU, weil der Verzehr erbgutschädigend sei und die Giftigkeit mit Borsäure gleichgesetzt wurde. Absurderweise gibt es aber für echten Kaviar eine Ausnahmeregelung (E285).
Also, liebe neureiche Nachbarn, kauft Kaviar, kratzt das Borax raus (ca. 4 g pro Kilo Störrogen) und schon geht's ran ans Sternebasteln!
Aber zackig!

Hier nun die Boraxsternchen-Bastelanleitung (natürlich auf amerikanisch).

PS: Borax kaufen kann man in größeren Mengen als Industrieprodukt! (Entsprechendes Gewerbe anmelden!)
PPS: Ich fordere das Verbot von allem, was nicht essbar ist! Auf ins Schlaraffenland!

Donnerstag, 21. November 2013

OK

Es gibt Meldungen, deren Bestätigung nicht immer leicht fällt.


Heute dies:

Gestern das:

Und morgen?



Dienstag, 19. November 2013

Schöne Berufe VI



Anlässlich des heutigen Welttoilettentags: Die Tellerbewacherin

Der Beruf der Tellerbewacherin ist einer der modernsten und leichtesten der heutigen Zeit. Leicht verdientes Geld durch einfaches Sitzen und Gucken. Selbstverständlich kann der Beruf auch im Stehen ausgeführt werden. In den Pausen, die Ihnen genauso wie in anderen Berufen (unbezahlt) zusteht, können sie sich als interessante Abwechslung der Reinigung der Toilettenbecken, dem Entfernen von Pinkelpfützen und Wichsflecken widmen. Damit tun sie sich und ihrer Umwelt etwas gutes und halten Ihre Augen in Bewegung und Übung, um sich in den anschließenden Stunden wieder ausschließlich der Bewachung des Tellers zu widmen.
Bewerbungen mit Nachweis über den Abschluss einer mindestens dreijährigen Ausbildung oder eines Hochschulstudiums, polizeilichem Führungszeugnis, Passfoto und einschlägigen Erfahrungen senden Sie bitte an alle bekannten großen Reinigungsfirmen (siehe Telefonbuch)

Die Zeit, 2005
Berliner Jusitzticker 2012
Frankfurter Rundschau 2013  (letzter Absatz)


Montag, 18. November 2013

Lauf, lauf, lauf!

Die einen machen Dauerlauf, die andern Nordic Walking und noch andere widmen sich dem Sicherheitslauf.
Eine Bekannte erzählt mir, dass sie neulich mit Schrecken auf ihrem Computer pornografischen Inhalt fand.
"Auf deinem Rechner? Oder im Internet?"
"Na auf dem Computer!"
Sie zeigt aufgeregt auf den Bildschirm, "ich hab gleich alles gelöscht."
"Das Internet?"
"Wo hast du denn die Dateien gefunden?"

"Na, sag ich doch. Auf dem Monitor! Das hat sich irgendwie... "
"Im Internetexplorer oder im Windowsexplorer?"
"Ist doch egal, ich hab dann gleich mal 'n Sicherheitslauf gemacht und nach zweieinhalb Stunden war endlich alles wieder in Ordnung.
Jetzt isses weg."

Was, das Internet? Hoffentlich nicht.
Das hört sich ein bisschen so an, als hätte sie den Stöpsel aus dem Pazifik gezogen oder die Luft aus der Erde gelassen.

Mein Internet ist - wie nicht anders zu erwarten - noch da.
Ich bin beruhigt. Und laufen werde ich auch in Zukunft nicht. Jedenfalls weder Dauer-, noch Nordic-, noch Aqua-Nordic-, noch zur Sicherheit...

Wer sich aber noch mal 'ne Kopie vom Internet runterladen will, bitteschön:



Donnerstag, 14. November 2013

zu Hause

Da weiß jemand, wo er hingehört:

Dienstag, 12. November 2013

Sozusagen

...ist sozusagen das neue relative Füllwort der Nation.
Kaum einer kommt sozusagen ohne das Wort aus, um so wichtiger der Sprecher und um so unwichtiger das Ausgesprochene, desto häufiger taucht sozusagen sozusagen auf.
Die Mutti sagt's,  Pressesprecher, Moderatoren, Minister und andere Politiker, Konzerninhaber, Firmenvorstände, teure Berater und Prominente aller Couleur scheinen ohne das Wort nicht mehr auszukommen.
Mit sozusagen legt man sich nicht fest, aber häufig einigt man sich mit Hilfe des Wortes irgendwie auf irgendwas scheinbar Vergleichbares.
Also: der Sprecher einigt sich.
Mit sich selbst.
Er ist sozusagen mit sich selbst im Konsens.
Und teilt uns das mit, als wäre es eine allgemein bekannte Erkenntnis.
Mit fast unsichtbarem Hintertürchen.
Und er kann bei einigem Geschick gedankliche Inhalte manipulieren, ohne selbst sonderlich viel Inhalt zu produzieren. Und schon gar keine Festlegung.
Bezeichnet ein Politpromi eine gelockertere Flüchtlingspolitik mit sozusagen einer "faulen Pflaume am Baum", haben alle nur noch das Bild der faulen Pflaume vor Augen.
Und mehr braucht's bei vielen nicht.
Manche benutzen auch noch die leicht veraltete Formel "wie gesagt", selbst wenn nie was gesagt wurde. Sozusagen hat's da leichter, es braucht keinen Vorausgänger.
Weder einen wirklichen, noch einen behaupteten.
Aber irgendwie ist das am Ende irgendwo auch egal.

Samstag, 9. November 2013

24 Jahre ist's nun her...


...als auch die DDRsche Neuererbewegung mit der Öffnung der der Mauer und der anschließenden Wiedervereinigung in die Mülltonne gestampft wurde, aber ein paar fröhliche Erfindungen aus alten Zeiten tauchen hie und da im Internet auf, keine Ahnung, ob sie noch in der realen Welt wertgeschätzt werden, wie zum Beispiel der Hupomat; die BH-Kamera; die Vorschaltung eines außer Dienst gestellten Walzenstuhls als Brechstuhl, zur Entlastung des Körnerstuhls; die Buchstabenzählertabelle; viele schöne Spiegelschilder und so einiges mehr.

In f ist der Brechstuhl m angeordnet
 
 PS: Ein Brechstuhl hat nichts mit Brechdurchfall oder gar Mundstuhl (Kopremesis/Miserere) zu tun! Letztere gehören unter die Aufsicht eines Arztes, ersteres unter Aufsicht eines Müllers.

Und Spiegelschilder spiegeln nichts, sondern machen aus der Rückseite eines Außenspiegels einen nützlichen Informationsträger.



Montag, 4. November 2013

(K)alter Hund


Er fraß nicht mehr seit ein paar Tagen,
schon lange schmerzte ihn der Magen.
Selten wedelte der Schweif
noch, die Gelenke wurden steif.

Das Fell zerzaust, die Augen trüb,
ein Traum war alles, was ihm blieb.
Sorgfältig legt' er Pfot auf Pfot
und ward am nächsten Tage tot.



Samstag, 2. November 2013

Galoppierende Inflation

Schade, eine neue Badewanne (in der alten platzt das Email immer mehr ab) wäre mal was, aber die Badewannenpreise steigen mit jeder Minute seit Frape Teebarts zu zahlender Rechnung über angebliche 13tausend € für seine neue Wanne. Der entrüstete Volksmund redet inzwischen sogat schon von 33 Millionen allein für dieses keramische Hygienemöbel. Von den vier Wänden drumherum und dem Partnerklo mal ganz zu schweigen.

video

Und die vorgeschlagene Alternative? 33 Millionen für ein Altersheim? Für EIN einziges?
Würde der Volksunmut da nicht auch wieder aufschäumen? Diesmal für mindestens 35 Milliarden, um die fehlenden Kitas in katholischen Landkreisen zu finanzieren? Schwubsdiwubs fällt dann vermutlich auf, dass die ganz ursprünglichen ca. 3000 (für die Wanne) für kaum irgendwas sinnvolles reichen würden, für kein Altenheim und für die Kitas schon gar nicht.

Was würde ich mit 3000 machen?
Mal wieder schön verreisen?
Fensterputzer über mein vollverglastes Dach jagen? (Hmmmmm, wär das schön!)
Für den nächsten Nullergeburtstag sparen?
Oder doch nur 'ne neue Badewanne kaufen?




Dienstag, 29. Oktober 2013

Geheimdienste aller Welt...

... vereinigt euch!

Dann könntet ihr alle Daten schön miteinander abgleichen, das leidige digitale Wettrüsten hätte ein Ende und die Staaten, die ihr ausspäht, müssen nicht mehr die Supererstaunten spielen.
Um alle Infos zu synchronisieren, müsstet ihr allerdings allesamt Doppelagenten sein, aber das dürfte für euch Cracks ja kein Problem sein.
Und wenn Mutti weiterhin meine Hinweise nicht liest, darf sie sich nicht wundern, wenn nicht nur mitgehört und mitgelesen wird, denn ihr habt ja weitere Pläne in den Startlöchern: Als erstes wollt ihr Muttis Simsereien einfach mal umformulieren und schon steht sie zur falschen Zeit an der falschen Currybude... und als zweites habt ihr für ein Text-to-Speech-System schon längst ausreichend umfangreiches Wortmaterial aus ihren Reden und Kommentaren geschickt zusammengesammelt, damit ihr auch bei den Telefonaten mitmachen könnt.
Woher ich das weiß? Dreimal dürft ihr raten!

In Erwartung des Tages, wo einer dem andern per Fernbedienung den Strom abschaltet,
wünsche ich bis dahin noch viel Spaß beim Tüfteln.

Eure Jette

Klassiker des Spitzellebens
PS: Wer sich ganz romantisch in alte Agentenzeiten zurückversetzen will, sollte sich unbedingt hintereinanderweg mindestens fünf Folgen der ersten Staffel (29 Folgen) von Mini-Max ansehen.

PPS: Ach ja, und der extrem geheime russische Sender UVB-76 funkt auch immernoch geheimnisvolle Dauergeräusche durch die Gegend, ein schönes Angebot fürs Entschlüsselungstraining aller Geheimdienstschüler.


PPPS: Für die, die lieber mit den Augen als mit der Ohren trainieren: die nach wie vor unentschlüsselten, vielleicht aber auch gar nicht entschlüsselbaren Voynich-Manuskripte.


Zur gleichen Zeit zugestellt:

Liebe betroffene, auftraggebenden Staatoberhäupter,
seid nicht so beleidigt, wenn zwischendurch auch mal einer keine Lust mehr auf das Spiel hat und petzt, was in den Lauschzentralen den ganzen Tag getrieben wird!
Und auch wenn ihr tatsächlich im Detail nichts davon wusstet, - habt ihr schon mal den Spruch "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe" gehört? 
Und - ich wiederhole mich nur ungern - Ihr habt die Verantwortung für ein Volk in einem Land übernommen und damit auch für das, was dort in mehr oder minder großem Stil und von euch, der Regierung, organisiert getrieben wird.
Schreibt euch das gefälligst endlich mal hinter die Ohren!
Und dann haltet entweder eure pseudoüberraschten Klappen oder steht dazu.

Etwas genervt, eure Jette


Liebe Titanic,
sorry, dass ich mich heute erneut eines Deiner Stilmittel bedient habe, es kommt gewiss auch mal wieder vor...
Eure vormals über lange Jahre regelmäßig, heute nur noch sporadische (liegt's am Alter?) Leserin
Jette

Montag, 28. Oktober 2013

Liebe Spiriterroristen!


Wenn ihr misstrauisch gefragt werdet, ob dass, was ihr da anbietet, etwa esotherischer Natur sei, dann seid nicht dumm! Lügt statt dessen den neugierigen Fragern ruhig in die Tasche, prahlt mit seriösen Kunden aus Kreisen von Rechtsanwälten, Professoren oder gar Firmenchefs und mit allerneuesten aussagekräftigen Studien. Behauptet nachgewiesene Fähigkeiten seit fünf Generationen und die regelmäßige Prüfung durch amerikanische Wissenschaftler. Aber erzählt bitte nichts von
körperlosen "Wesenheiten", gefühlter Aura oder schlecht riechendem Chi. Die Angabe eines Berufs als "Reiki-" oder "Feng Shui-Meister", Tiermedium, Geistheiler oder gar Shamane löst bei manchen Menschen unweigerlich schallende Lachanfälle aus, - und das wollt ihr doch nicht, das wäre doch wirklich peinlich!

Bis zur nächsten außerstofflichen Begegnung,
Eure Jette

Sonntag, 27. Oktober 2013

ohne Titel



PS.
Wonach manch eine(r) gerade laut ruft, ist ein sperriger neuer Zungenbrecher:
Startschuss für Staatsschutz

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Inspirationslos

Zwischen Große Koalitionsverhandlungen, bischhöflicher Verschwendungssucht und der Umbenennung des NSA-Abhörskandals zur Ausspähaffäre fällt mir nichts ein. Die Nachrichten gehen mir auf die Nerven.
In Neukölln ist das Hauptthema Gentrifizierung und ich werde mit hochgezogener Augenbraue als Gentrifiziererin angesprochen.
Im Ernst.

Betrachten wir uns dagegen das kleine Kuhkofferfischlein links, das daherkommt, wie ein fröhlicher Mix aus Einhorn, Nautilus, Zeitmaschine und natürlich, weil namensgebend, auch Kuh und Koffer. Dieses Tierchen ist frei von hochziehbaren Augenbrauen und trägt - ähnlich einem Hummer, Käfer oder einer Schnirkelschnecke - seine Knochen außen, was einen adretten Panzer hergibt, samt seitlicher Propeller-Flossen und vorderer feingezähnter Ladeklappe.
Im wahren Leben tragen Kuhkofferfische kein Einhorn auf dem Hinterkopf, sondern nur die an der Stirn angebrachten Zweihörner. Dem Zeichner der Abbildung aus einem vorvergangenen Jahrhundert ist auch nicht höchst inspiriert die Phantasie durchgegangen, sondern hier handelt es sich um die Frontalansicht einer stocksteifen Rückenflosse. Jules Verne und H.G. Wells waren vielleicht von diesem possierlichen Tierchen inspiriert.
Ich nicht, zumindest nicht ausreichend für meine momentanen Ansprüche.

(Ich schraub jetzt letztere runter.)

Montag, 14. Oktober 2013

Bruchpilot


Ja, da schaut er dumm, der kleine Marienkäfer mit Migrationshintergrund (erinnert ein bisschen an Willi, Abb.links). Nach einer missglückten Landung hat unser gepunkteter Pilot ziemlich viel zu reparieren. Ganz offensichtlich hatte sich auch der Notfallschirm nicht geöffnet.
Entsprechend der Verlautbarungen der für gewöhnlich einigermaßen zuverlässigen Quellen, kann man davon ausgehen, dass es sich hier um einen asiatischen Importarbeiter handelt, der über die USA zur ökologischen Blattlausvernichtung eingeschleust wurde. Auch in der Futter-Branche, vor allem den Konsum schmackhafter Insekten betreffend, sind die Asiaten ganz offenbar effektiver, als ihre europäischen Kollegen!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Ey, du Zücho!

Es ist ein Kreuz mit der psychischen Gesundheit, der ja der heutige Tag gewitmet ist. Der Titel klingt ein bisschen so, als müsse man nur ein wenig Hirnjoggen und Vitamine essen und dann ist man vor psychischen Krankheiten gefeit. Deshalb wollte ich dazu eine hübsche und natürlich auch lehrreiche Illustration herstellen. Aber auf der Suche nach einer brainigen Grundstruktur  geriet ich an den "Vektor des Gehirns". Das klingt ein bisschen wie "Wächter des Gehirns" und brachte mich von meinem ursprünglichen Plan ab.
Der Wächter des Gehirns verbietet unerwünschte Gedanken, verstaut sie unter einem alten verlausten und verkrusteten Teppich im Keller und lässt sie nur hervorlinsen, wenn keiner damit rechnet.
Der "Vektor des Gehirns" gibt hingegen die Denkrichtung an. Die Richtung sagt noch nichts über den späteren Inhalt, sondern eröffnet einfach nur eine Möglichkeit. Ich bin froh, das mein Gehirn nicht auf einen einzigen Vektor beschränkt ist (man stelle sich vor: Es gibt nur eine einzige Richtung und dann kommt der Wächter und sagt: Nö, hier geht's aber nicht lang!), sondern eine Unzahl derselbigen beherbergt, von ihnen geformt und erweitert wird. Viele Gedanken rutschen am Wächter vorbei. Oder überzeugen ihn gegebenenfalls von ihrer Notwendigkeit, damit er sie durchlässt. Das klappt nicht immer und fordert auf der Stelle andere Hirnwindungen zur kreativen Bildung neuer Strategien heraus...
Und das ist gesund.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Reich-lich fade

Hatte ich schon mal irgendwann erwähnt, dass ich weiß, was ein Kino ist, wie man es benutzt und was man da erleben kann? Nee? Auch diesmal habe ich nichts besonderes erlebt, und deshalb lohnt es auch kaum der Erwähnung. Ich hab mir "Der Fall Wilhelm Reich" angesehen, vorher und bis jetzt immer noch keine einzige Kritik dazu gelesen oder angehört,  - hier also meine ganz und gar unbeeinflusste Kurzkritik:

Von Geigengesäusel begleitetes, dahinschmelzendes butterweiches Familiendrama, in dem Brandauer in einer Rolle als "großväterlicher Freund, der die Welt retten will" mal etwas entspannter rüberkommt...
Ansonsten frage mich allerdings,  ob die europäische esoterische Gesellschaft einen Fördertopf für den Orgonakkumulator* eingerichtet hat und für die Finanzierung des Films verantwortlich ist. Wenn ja, erwarte ich nächstes Mal ein deutlich erkennbareres Label!

* Nicht zu verwechseln mit dem "Hildegard Orgonakkumulator", einem gänzlich anderen esoterischen, aber ebenfalls Lebensenergie-Akkumulierer.....  (und ein bisschen preisgünstiger).

Sonntag, 6. Oktober 2013

Umlenkung

Berge von Papier, Kraut und Rüben, das unterste zu oberst, verlaufende Meter, klammernde Büros, konsequente Besserungsngsresistenz, niveauloses Jammern, niederschwelliges Gnadenbrot, getrennter MÜ-LL und der ungebrochene Wille, aber komplett irrationale Traum, alles zu verstehen und zu bewältigen.

Doch zwischendurch kommt Kater Pelle, der mich mit einem blauen und einem grünen Auge prompt an "Die kahle Sängerin" von Ionesco erinnert und von all den scheinbar großen, zumindest jedoch umfangreichen Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, zwar keine Ahnung hat aber erfolgreich ablenkt...
...um mir beispielsweise möglichst viele Schlangensätze aus dem Hirn zu melken, ohne dabei den roten Faden, respektive das angesteuerte Ziel samt verständlicher Formulierung aus dem blauen oder grünen Auge zu verlieren, denn dafür braucht es auch eine gehörige Portion Unfugsvermögen und dann noch jede Menge Optimismus, vor allem, was die Lust der Angeschriebenen betrifft, ein solches Wortwurstgebilde bis zum Ende zu verfolgen und gegebenenfalls auch noch zu genießen, anstatt...


An letzterem hapert's vermutlich.
Und womit? Mit Recht.

Und jetzt entlasse ich die kahle Sängerin (Pelle schläft auch schon) und mache aus der Ablenkung eine Umlenkung, - also da weiter, wo ich ich vorhin aufgehört habe.

PS: Der Link oben im Text führt leider nicht zum Text des Theaterstücks, sondern zur einzigen gefundenen Komplettabfilmung einer Aufführung. Der Ton ist ein bisschen mau bei diesem Volkshochschulabend und macht so den Inhalt eines wirklich absurden Theaterstücks noch schwerer verständlich, als er ohnhin schon ist - aber einen Versuch ist es durchaus wert.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Tag des Kaffees


 
Ich geh mal wieder ins  mal so - mal so, da schmeckt mir der Kaffee lecker. Jetzt ist ja zwar noch nicht die Zeit, um am Kaminfeuer zu hocken, und die  Tapferen werden im groß angekündigten "Goldenen Oktober" sowieso draußen sitzen wollen, aber in drei Monaten ist ja auch schon wieder Neujahr, und bis dahin...

Sonntag, 29. September 2013

Vergessen

Oje, - Jette hat's vergessen: 's war ja Alzheimerwoche!
Oder war's schon vorletzte Woche?
Ich weiß es nicht mehr.
Ich sach nur, Leute:

... aber auch Alzheimer hat hübsche Seiten
Sorgt für niedrige Blutfettwerte und dass euer Blutdruck nicht zu hoch ist, dass ihr keine Diabetis habt, nicht weiblichen Geschlechts seid und das Rauchen so weit wie möglich einschränkt. Dann kann es euch nur noch passieren, dass ihr zu den 20% der Bevölkerung gehört, die Träger des APOE4-Allels sind, - tja - da ist euch dann auch nicht mehr zu helfen... 
Frauen! Seid nicht traurig, immerhin dürft ihr dann die Ungerechtigkeiten, die euch euer Leben lang schon erwischt haben, zügig wieder vergessen. Ob man die berüchtigten Allele hat, erfährt man ja sowieso erst hinterher. Vorher kann sich so einen Test ja kaum jemand leisten...

Freitag, 27. September 2013

Bauabschnitt 3



Wenn dich der Presslufthammer aus dem Bette schmeißt
heißt es, dass da jemand deine Straße aufreißt.
Die Erde bebt und wackelt bis zum Hinterhaus
und man hört den Hammer bis nach hinten raus.

Alles wackelt, Alles zittert
ruckelt, rattert, bubbert, bibbert,
und in einem halben Jahr (schneller wird's wohl nichts)
ist die neue Straße da. (Zumindest der Bauabschnitt 3)

Montag, 23. September 2013

Naturschauspiel


Die Darsteller
Gnatschende Eichelhäher       -  Enten 1 -5 
Wind + Tannen                          -  raschelndes Schilf
Wind + Walnussbaum/Eichen - Regen
Krähen + Elstern                        -  Rautenfreunde-Enten

Ort: Vor meinem Balkon An einem See

1. Akt

Wir befinden uns an einem lauschigen See. Die Enten diskutieren aufgeregt den gestrigen Wahlsonntag:
Ente 1: Haste das gesehen!
Ente 5: Was?
Ente 1: Na, die meisten Enten haben ja wohl die Rauten-Ente selbst gewählt und nicht das, was sie mit uns vorhat!
Ente 2: Wie kommstn dadrauf?
Ente 3: Ja, sag mal!
Ente 1: Hat die Reporterente gesagt: 'Umfragen haben ergeben, dass 70 % nicht die Pläne und Ideen von der Chefpartei gewählt habe, sondern die Rauten-Ente.'
Ente 4: Wieso das denn? So hübsch ist die ja nun auch nicht.
Ente 5: Viele sagen, sie kann unsern Teich so schön repräsentieren.
Ente 3: Und sie kann die schönste Raute.
Ente 2: Die schönste was?

Vorhang, Kleine Pause


2. Akt


Die Enten sitzen im Schilf
Ente 1: Es fängt an zu regnen.
Ente 5: Hoffentlich nur eine kurze Husche.
Ente 2: Kommt wir gehen ins Schilf.
Es ist einen Moment leise bis am Horizont Geschrei aufkommt
Ente 4: Was ist denn da los?
Ente 3: Die Rautenfreunde!
Ente 5: Und so viele!
Die Rautenfreunde überrennen das Schilf und die fünf Enten.
Rautenfreunde-Enten (zum Publikum) : Wir sind Raute! Wir sind Raute! Wir sind Raute! Wir sind Raute!!!!! 

Vorhang, Ende


PS: Das momentane Hoch (!) mit dem schönen Namen Jette (!) soll morgen Sprrrrrrüüüühhhregen bringen. Dazu relativ hohe Temperaturen. Also: fröhliches Freiluft-Duschen allerseits!

Dienstag, 17. September 2013

Stroh? Wo?


Ahoi! Bis zu den Rixdorfer Festspielen 2014

Montag, 16. September 2013

Samstag, 14. September 2013

Stroh am Kopf

Artur der Großartige
Das Ende der Rixdorfer Festspiele naht, heute ab 14 Uhr mit dem 180. Strohballenrollen und morgen am Sonntag ab 15 Uhr mit der "Rixdorf-Saga". Selbige wird aufgeführt mitten auf dem noch völlig vom Vortag verstrohten Richardplatz. Wobei mit "mitten" eher westlich gemeint ist. "Westlich?" höre ich mal wieder unken: "Wo ist denn westlich? Hab ich etwa 'n Kompass dabei?" Ja, sagt Jette dann, haste sowat nich als Applikation auf deinem Damit-kann man-auch-telefonieren-Gerät?!
Also westlich ist da, wo der Curry-Pilz steht und die Wiese kürzlich gepflastert wurde. Die gepflasterte Wiese ist allerdings die Bühne und das hochverehrte Publikum darf sich zunächst mal auf die Straße stellen. Ausgedacht hat sich das musikalische Schauspielspektakel Artur Albrecht, in dem der Untertitel "Ein Dorf spielt sich selbst" quasi Programm ist...

Dienstag, 10. September 2013

Distanzierungshilfe oder Abstandhalter


Ich bin mal wieder zornig und vielleicht wird das folgende hier auch mal von den richtigen Kandidaten gelesen....

Ich fahre gerne Rad und ich führe  noch viel lieber, gäb es weniger Fahrradhasser in Berlin (ich betone BERLIN, denn ich war gerade mit dem Rad z.B. in Hamburg unterwegs und habe dort nichts vergleichbares erlebt!)...

Heute: Der Abstandhalter

Für viele Autofahrer sind Sicherheitsabstände grundsätzlich was ganz grässliches und ganz besonders, wenn es darum geht, Verkehrsteilnehmern in Form von Radfahrern ausreichend Platz einzuräumen. Für einen Radfahrer bedarf eines ziemlich dicken Fells und gesunden Selbstbewusstseins, sich weit genug links auf einem Fahrstreifen aufzuhalten, wo einen plötzlich aufklappende Türen garantiert nicht erwischen können. Es wird gehupt, geschrien, dämliche Handzeichen ereichen den Radler und manchmal muss man froh sein, wenn der Beifahrer eines zu dicht vorbeifahrenden Autos nicht aus dem Fenster heraus handgreiflich wird.
Diese Abbildung soll denen helfen, die in der
Fahrschule das Kapitel: "Vom Umgang mit anderen
Verkehrsteilnehmern" geschwänzt oder nicht
verstanden haben.
Und vor allem: Um ein Fahrrad so zu überholen, wie es sich den Verkehrsregeln gemäß gehört, muss man (sich nämlich NICHT dicht vorbeiquetschen, sondern) den Blinker anschalten und einen, zumindest teilweisiger Spurwechsel vornehmen! Aber um auf diese Weise zu überholen, müsste man ja wissen, wo der Blinker ist. Doch aus irgendeinem seltsamen Grund treten unglaubliche viele Autofahrer in den undurchschaubaren Urwald des Vergessens, wenn Radfahrer im Spiel sind, wie beispielsweise auch beim rechtzeitigen Anzeigen einer Rechtsabbiegeabsicht.

Wenn Radfahrer auf Radwegen fahren und von rechts aussteigenden Beifahrern zu Fall gebracht werden, und die Radfahrer im Unfallfall eine Teilschuld kriegen sollen, wenn sie keinen Helm aufhaben macht mich zornig, denn auch das ist wieder eine Maßnahme, mit der Autofahrer vor den Radlern und deren Unfallfolgekosten geschützt werden sollen und die nicht für ein besseres Miteinander sorgt.

Ich erinnere mich an die Zeit, in der sich Autofahrer, die auch schon vor 30 Jahren keinen Sinn darin sahen, Rücksicht auf Radfahrer zu nehmen, so lange künstlich darüber aufregten, dass die eigentlich recht sinnvollen Abstandskellen völlig irritierend und so UNGEWOHNT seien und deshalb angeblich zur VerkehrsUNsicherheit beitrügen, - bis die Dinger tatsächlich verboten wurden. 

Das einzige, was aus immer mehr Airbags, Sicherheitsgurten und Helmen folgt, ist immer mehr Ignoranz und Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen und immer mehr lebensgefährliche Ausweichaktionen in vermeintlicher Sicherheit.

Merke: Es gibt keine Versicherung GEGEN Unfälle außer die eigene Aufmerksamkeit ALLER Beteiligten.

PS: Liebe Fahrlehrer!
Könntet ihr bitte euern Schülern deutlicher vermitteln, dass auch eine autofahrende Gesellschaft nur als Miteinander funktionieren kann? Könntet ihr vielleicht den radfahrenden Verkehrsteilnehmer nicht nur am Rande erwähnen, sondern bewusst den Umgang mit ihm üben, üben, üben...Und immer wieder deutlich betonen, dass das Bestehen der Fahrprüfung nicht der Aushändigung einer Lizenz zum Töten entspricht?

Sonntag, 8. September 2013

Olympiaboykott?

Das erinnert mich an was:

Was bringt ein Boykott der Olympischen Winterspiele 2014 in Russland? Zum Beispiel manch lustige Szene - wie beim  Boykott vor 33 Jahren.
Die damaligen olympischen Sommerspiele brachten zum Beispiel beim Springreiten / Alternativlink (ich habe es selbst gesehen) auch solchen Teilnehmern Ehrungen, die mit dem Pferd unter der Hürde durchrutschten...
Vielleicht gewönnen ja diesmal welche, die beim Skispringen das Sportgerät verlieren, dem 4er-Bob hinterherlaufen oder beim Freestyle im Schnee versacken, wer weiß?

Der Situation russischer Homosexueller bringt das allerdings nichts. Also, lieber nach jahrelangem mühe- und sehnsuchtsvollem Training hin und ran an die Medaillen und ansonsten tapfer und fröhlich demonstrieren!



Samstag, 7. September 2013

Dachlatten

Beim Aufräumen im Fotoarchiv hab ich einen hübschen Neuköllner Dachausbau von 2007 wiedergefunden:
Ob wohl die heutigen Bewohner die baustellige Außenhülle ihres Domizils auf dem Foto wiedererkennen?
Die Gegenüberwohnenden gewiss. Die Hausbesitzer eventuell. Und die damals tätigen Handwerker? Flanierende Passanten? Eilige Nachbarn? Aufmerksame Schulkinder?

Montag, 2. September 2013

Verschlingung

Wenn man was über Knotentechnik lernen will, begibt man sich in die Nähe von Bondage-Freunden oder in die von erfahrenen Seemännern. Ich wählte letzteres und war mal wieder in Hamburg. Und in Nullkommanix fand ich Knotenknüpftechnik der sehr speziellen Art.
Leider wusste man über den kreativen Urheber dieses ausgefallenen Knotenexemplars nichts näheres zu berichten und so werde auch ich mich wieder auf meine eigenen Erfindungsqualtäten in Verschlingungstechnik besinnen.
Apropos Verschlingung: Ich werde jetzt mal einen leckeren, warmen Kirsch-Schoko-Streusel-Kuchen verschlingen...

PS: Den Knoten findet man zur öffentlichen Bestaunung im Gewürzmuseum in der Speicherstadt, Block L.

Sonntag, 25. August 2013

Wartenummer


Was man auf Neuköllner Bürgerämtern erleben kann:
z.B. Dancepoetry
oder  "Warte-TV".
Ich hab gar nichts erlebt, außer dass es ratzifatzi schnell ging, weil außer mir niemand da war. Täglich auszuprobieren kurz vor Ende der öffentlichen Sprechstunde.

Ansonsten fühle ich mich zur Zeit ein bisschen, wie eine abgelegte Wartenummer. Abwarten, was als nächstes passiert. Egal wo. Noch höhere Mieten? Noch schlechter bezahlte Arbeit? Noch ein Politskandal? Noch ein auslaufendes Atomkraftwerk? Noch ein paar unterschätzte Nazivereine? Noch mehr volkssportliche Vergewaltigungen? Noch ein Lebensmittelbetrug? Noch mehr Homosexuellenhatz? Noch mehr Geheimdienstaffären, von denen niemand was wissen will? Eigentlich klar, dass niemand was gewusst haben will, wovon auch immer, denn dann müsste man ja zugeben, dass man entweder es versäumte, nichts dagegen unternommen zu haben oder dass man bis vor kurzem noch irgendwelchen "wirren Verschwörungstheorien" angehangen hat - und das will sich doch niemand nachsagen lassen!

Ich warte, dass die Wahlen endlich vorbei sind, dass sich die Amis in immer nähere "Naher Osten"-Gebiete kriegstechnisch einmischen (wie es ja jetzt wohl für Syrien geplant wird), dann fliegt uns "unsere eigene" (nicht meine) exportierte Waffentechnik vielleicht auch bald um die eigenen (meine, deine, Ihre, eure) Ohren - und ich warte, was danach vielleicht noch so kommt.
Klingt deprimiert?
Ist auch so. Mir fehlen seit ein paar Wochen einfach mal wieder die Worte.

Mittwoch, 14. August 2013

Donnerstag, 8. August 2013

Weltkatze

Nun auch noch das: Heute ist Weltkatzentag.
Die Weltkatze dreht sich am liebsten um sich selbst. Um sie herum drehen sich Futterdosen, Katzenwürstchen, Knabbereien, Hummeln, Bällchen, Mäuse, Kuscheldecke, Knabbersocken...
Damit ist das Sommerloch dann aber auch mal langsam voll ...

Mittwoch, 7. August 2013

Noch mehr Dopingfälle

geheime Laboraufnahmen
Was bis jetzt niemand ahnte: Nicht nur Hoch- leistungskatzen im Objektschutz, auch Laufstegmodels, soge- nannte Freigänger oder auch fusselnde Streichel- einheiten wurden und werden systematisch gedopt!
Ohne Wissen der Katzenbesitzer beteiligen sich fast alle Katzenfutter- konzerne am Tarnen und Täuschen bei der Herstellung völlig normal erscheinenden Futters. In Wahrheit aber bestehen die vermeindlichen Fleischbreibröckchen nicht wie angenommen, aus beliebigen Tierabfällen, die mit beliebigen Sojaabfällen verklebt wurden, sondern aus reinen Kaffeebohnen!
Geheime Aufnahmen aus einem Catfood-Testlabor zeigen die noch ungetarnten Dopingbohnen, an die sich die Testkatzen in kürzester Zeit nicht nur gewöhnt, sondern diese auch in völlige Abhängigkeit gebracht haben.
Hoffentlich weist bald jemand der skrupellosen Dopingmafia die Schranken, damit sie sich weiterhin auf erwachsene Sportler beschränkt und nicht auch noch willenlose Haustiere zu ihren Opfern macht!


Sonntag, 4. August 2013

Sommerloch

Da sich mein Hirn immer noch in den Ferien befindet, müssen die chillenden Mietzekatzen das Sommerloch füllen:


Mehr entspannte Katzen...

Freitag, 2. August 2013

Take off


Kohlweißlings Minzvergnügen

Donnerstag, 1. August 2013

Wespen!

Immer wieder schön und vor allem ernst gemeint war ein kurzer Beitrag in der Titanic 2009. Leider lesen nur wenige Wespen die Titanic. Deshalb habe ich mich entschlossen, jenen Aufruf nicht nur zu "verlinken" (verrechten, geradeausen, rück- und seitwärtsen), sondern auch in unverzerrtem Zusammenhang lückenlos zu zitieren:

Wespen!

In dringender Sache, die uns, aber ebenso Euch betrifft, möchten wir Euch hiermit friedlich ermahnen, auf daß es nächsten Sommer besser werde:
Euer angesichts von Rührei mit Speck, Croissants, Obstsalat und
Kirschschorle hysterisches Hin- und Her- und Vor- und Zurück- und insbesondere Ins-Gesicht-Gefliege sieht nicht nur anstrengend aus, es ist auch sinnlos und gefährlich und gereicht außerdem weder Euch noch uns zum Vorteil. Setzt Euch, Wespen, doch mal in Ruhe hin und eßt und trinkt wie andere Leute auch. Schon wären alle zufrieden. Na?
Eure Utilitaristen von der
Titanic
Jette und Dolores, die gesamte Redaktion einschließlich Laufburschen, Praktikanten und Auszubildenden schließen sich diesem Aufruf mit allem Nachdruck an und forden:
Wespen, - hört auf zu zappeln, gebt Ruhe! Sonst gibt's Ritalin in Zuckerlösung.