...hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren.
1986 lernten wir ziemlich schnell die Halbwertzeiten verschiedener flüchtiger radioaktiver Isotope:
Jeder kannte Cäsium-137 (30 Jahre), Strontium-90 (28 jahre) und Iod-131 (8 Tage).
"Flüchtig" heißt: sie verbreiten sich schnell überall.
Und der Verfall der drei genannten ist gerade noch überschaubar.
Andere radioaktive Aus- und Abfälle werden, um Menschen in der Verfallszeit nicht einer gesundheitsschädigenden Bestrahlung auszusetzen, "zwischengelagert". "Endlager" gibt es nicht und wird es auch nie geben.
Bei Plutonium sind es schon 24tausend Jahre und wer weiß, ob dann der Planet Erde überhaupt noch existiert, wenn die erste Halbwertzeit erreicht ist.
Damit Flüchtige, Flüchtlinge oder auch neuerdings "Flüchtende" genannte Menschen sich nicht unkontrolliert leicht und überall verbreiten, werden sie an den EU-Außengrenzen zwischengelagert. In der Hoffnung auf eine möglichst baldige Halbwert- oder gar Verfallszeit?
Flüchtende Menschen sind aber kein nukleares Abfallprodukt. Das scheint vielen noch nicht ganz klar zu sein. Und doch würden wahrscheinlich ihrer einige eher ein Fässchen Atommüll im Vorgarten endlagern, als sich um eine Flüchtlingsfamilie kümmern zu wollen oder sie wenigstens in ihrer Nähe zu dulden.
Ich hab gut reden, denn ich besitze keinen Vorgarten, nur ein kleines Balkönchen, und da geht kein Fass rauf. Also hab ich keine Wahlmöglichkeit. Um so mehr freue ich mich, dass um die Ecke viele Flüchtlinge im ehemaligen C&A-Gebäude eine Unterkunft gefunden haben!
Dienstag, 26. April 2016
Caesium-137
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Mittwoch, 21. Oktober 2015
Back to the Gegenwart
Habe versucht, nach dem Zeitunglesen Fischreste in ein Tablet einzuwickeln und bin kläglich gescheitert.
Ich tausch's wieder um.
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Sonntag, 5. Juli 2015
Elbphilharmonie wird abgerissen
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Donnerstag, 26. März 2015
Von der Sehnsucht nach Gefahr
"Warum finden so viele Menschen Krimis toll?" fragt M.
"Unser Leben kennt kaum noch Gefahren", sage ich spontan, "und so ein Krimi vermittelt zumindest theoretisch eine gewisse Ahnung davon. Manche gehen weiter. Hausfrauen lassen sich heimlich
mit Bondage traktieren. Jugendliche stechen mit Messern auf einander ein oder opfern sich dem Gott des Cristal meth. 15jährige Mädchen ziehen nach Syrien in die Schlachten des IS. Und der Rest guckt eben Krimis. - Nicht mal Autofahren ist mehr gefährlich, wenn die Dinger rundum mit Sensoren ausgestattet sind."
"Meinst Du, wir hätten hier zu lange keinen Krieg gehabt?"
Kaum bemerkbar schwingt in dem Satz die Befürchtung mit, dass ein solcher schon direkt an die Tür klopft.
Ich weiß es nicht. Und schon gar nicht ahne ich auch nur, aus welcher Richtung und in welcher Form die Bedrohung kommen wird. Vielleicht müssen wir, wie die Litauer, wieder die Wehrpflicht einführen und auch im zivilen Bereich "Krieg üben"? Die Angst vor Krieg gärt an vielen Enden und aus verschiedenen Gründen. Vielleicht haben die "Putinversteher" sogar die größte Angst. Paris ist auch nicht gerade weit weg. Viele bauen wieder wie in den Zeiten des kalten Krieges Bunker in den Garten und sammeln Vorräte für Monate. Das ist in einer städtischen Mietwohnung natürlich nicht möglich, da muss man fatalistischer denken. Aber der Westberliner ansich hat ja Übung aus Mauerzeiten, wo man hier ja noch nicht mal Waffen besitzen durfte. Jetzt decken sich viele vielleicht mit recht fragwürdigen Gerätschaften zur Selbstverteidigung ein und wenn dann doch keine Not kommt? Ballern sie aus lauter Frust in der Gegend herum?
Bis an die Zähne bewaffnete "Prepper" decken sich mit allem ein, was man angeblich zum Überleben bei Cyberangriffen, Ebola, Blackout, konventionellem Krieg, Atomkraftwerksunfällen oder der Landung von Außerirdischen braucht und rudern zum Teil gefährlich nah an den sumpfigen Gewässern der einen oder anderen Verschwörungstheorie. Die Prepper glauben, dass man sich für ALLE Eventualitäten vorbereiten muss und: Sie haben genug Geld, um ihre Ängste als Überlebensstrategie zu kultivieren. UND: viele von ihnen erwarten den "Doomsday", den Tag der Rache, das jüngste Gericht. Womit haben die sich denn das wohl eingehandelt?
PS: Ich decke mich schon mal mit Trockenwasser ein.
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Donnerstag, 5. März 2015
Die Wahrheit gefunden!
Was vernehmen meine tapferen Ohren heute morgen im Radio? Google will jetzt doch lieber auf Qualität statt Masse setzen. Fakten statt Klickzahlen oder kurz gesagt: Wahrheit.
Angeblich wird ein neuer Algorithmus dafür sorgen, dass unqualifizierte Meinungsäußerungen und Verschwörungtheorien auf den hinteren Plätzen der Suchergebnisse landen und Tricks für ein hohes Google-Ranking keinen Sinn mehr machen, wenn man sich nicht gleichzeitig der Wahrheit verschreibt.
Google will also ausgerechnet im braven evangelikal-kreationistischen Amiland mit einer neu errechneten Wahrheit in Konkurrenz zur Bibel gehen? Na dann viel Spaß!
Abgesehen davon, dass ich es stark bezweifle, dass die neue Wahrscheinlichkeitsrechenformel tatsächlich die Wahrheiten dieser Welt errechnen kann, zumal "Wahrheit" viel zu häufig eine Frage des Blickwinkels ist und das Streben nach Objektivität leicht an die real existierenden Grenzen stößt - nur mal angenommen - wenn es Google tatsächlich gelingen sollte, dann wären wir ja mit einem Hops der wahren Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ganz nahe.
"42" kann ja dann wohl kaum noch als Antwort bestehen bleiben. Oder kommt Google auf die Deep Thought denkt noch ein bisschen nach...
selbe Wahrheit? Oder war doch die Frage falsch gestellt?
Dieser Beitrag landet mit Sicherheit auf den hinteren Plätzen, weil er die neue Google-Wahrheit und ein Welt-Wahrheitsmonopol für äußerst zweifelhaft und/aber geeignet für neue Verschwörungstheorien hält.
Mehr dazu z.B. bei der Faz, RP-online oder bei heise.
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Mittwoch, 28. Januar 2015
Prinzessin Franzi
Kein frühzeitig angekündigter Aprilscherz, sondern ein Quartalstermin: König Buschi dankt ab und überreicht seiner Prinzessin zum 1. April die Neuköllner Krone. König Buschi kränkelt dann doch ein wenig ob seines Alters und so ist die, im letzten Jahr schon stark vermutete (für Rixdorfer nicht allzu überraschende) Zeit gekommen.
Respekt!
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Freitag, 19. Dezember 2014
Die neue Rentnermaut
Ab 1. Februar 2015 soll in ausgesuchten Kleinstädten (s.u.) unabhängig von der Planung einer allgemeinen PKW-Maut eine Rentner-Maut getestet werden.
Rentner halten zunehmend den fließenden Verkehr auf. Dieser Erkenntnis liegt u.a. der demografische Wandel zugrunde, der sich besonders in Kleinstädten mit idyllischer Lage und in den Vorstadtgebieten größerer Metropolen nachweisen lässt.
Rentner als Verkehrsteilnehmer welcher Art auch immer haben die Neigung, den durch ausgeklügelte Ampelschaltungssysteme erzeugten gleichmäßigen Verkehrsfluss nachhaltig zu stören oder sogar aufzuhalten. Das liegt zum Teil an häufiger auftretender Demenz, wie auch der ganz bewussten Ignoranz gegenüber dem zunehmenden Tempo des allgemeinen Weltgeschehens.
Verminderte körperliche Fähigkeiten spielen auch eine nicht unerhebliche Rolle, da sich nach wie vor nur ein kleiner Teil der betroffenen Bevölkerungsgruppe nachweislich ausreichend sportlichen Betätigungen widmet, um bis zum Ende des zu erwartenden Lebensalters fit genug für die täglichen Herausforderungen zu sein.
So kommt es immer wieder zu unerträglichen Störungen des Straßenverkehrs, weil die raffiniert programmierten Lichtanlagen zu häufig sinnlos erscheinen. Nun soll durch die neue zukünftige Zwangsabgabe ab dem Tag des Altersrenteneintritts dazu beitragen, Möglichkeiten zu erforschen und Techniken zu entwickeln, Rentner zuverlässig von der Straße fernzuhalten.
"Damit schlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klatsche", äußerte der Sprecher einer von Dobrinth, Gröhe und Schwesig extra ins Leben gerufenen Arbeitsgemeinschaft, Hans Schneiderlein in einem Interview, "einerseits machen dann die Verkehrssteuerungsanlagen wieder erkennbaren Sinn, des weiteren stören senil herumtatternde Greise nicht mehr die jung-dynamische Ausstrahlung unsere Stadtbilder und nicht zuletzt: fitte Rentner werden so lange als irgend möglich produktive Wirtschaftsfaktoren darstellen, statt den Rentenkassen auf der Tasche zu liegen."
Möglicherweise erübrigt die Rentner-Maut sogar die stark in Kritik geratene Ausländer-Maut (neu: "Infrastrukturabgabe"), da die Zahl verkehrsunfähiger Greise schon in wenigen Jahren so immens ansteigen wird, dass die Gruppe der zu taxierenden Ausländer dagegen "einen Klacks" darstellt. Bairische und thüringische Vertreter in der Arbeitsgruppe diskutieren außerdem, ob ausländische Rentner und vor allem Flüchtlingsrentner möglicherweise eine höhere Maut zahlen sollten, wenn sie das Wort "Infrastrukturabgabe" nicht akzentfrei aussprechen können.
Wo und wie lange wird die Rentner-Maut getestet? Für den Rentner-Maut-Test, der sechs Monate bis zum 31. Juli dauern soll, wurden per Losverfahren alle deutschen Kleinstädte mit Lu am Anfang und einer Einwohnerzahl zwischen 18000 und 20000 bestimmt.
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Donnerstag, 6. November 2014
Jeden Herbst aufs Neue...
...wenn sich die gemeinen Drosophila-Fliegen sinnlos vermehren und über herumliegendes Obst und den Mülleimer hermachen, erinnere ich mich an eine uralte Folge einer uralten deutschen Fernsehserie: Das blaue Palais.
Seit diesem Jahr bevorzugen sie (jedenfalls in meiner Küche) Reste von Katzenfutter (!) bevor sie sich nach Obst oder - wenn's denn sein muss - auch nach Gemüse umsehen.
Habe ich fleischfressende Mutationen?
Wird Katzenfutter durch Obstessig gezogen, bevor es in die Dosen kommt?
Das Leben (für die staunenden Salafisten: Allah) hat noch viele Überraschungen in petto!
Den ganzen Film konnte man mal bei einem bekannten Videokanal ansehen, aber - vermutlich, weil die Serie relativ frisch auf DVD gebrannt wurde - ist sie dort wieder rausgeflogen.
Hier jedoch (wenn auch in katastrophaler Qualität) die entscheidenen letzten drei Minuten der Folge "Unsterblichkeit", so eine Art Pointe, die sich tief in mein damals noch junges Herz gebrannt hat...
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Samstag, 25. Oktober 2014
Morgen ausschlafen?
Oder Stricken!
Die GTCM (German Time Code Management) GmbH zahlt morgen früh jedem Bürger Deutschlands von dem wieder einmal "völlig unerwartet" erwirtschafteten Überschuss eine ganze Stunde aus. Unabhängige Sachverständige raten allerdings dringend dazu, die Stunde nicht gleich zu verbrauchen.
"Wie man aus den Erfahrungen der vergangenen Jahren weiß, ist davon auszugehen, dass die Zeitbedarfe der Wirtschaft und der sogenannten Märkte über die Wintermonate so stark anwachsen, dass die privaten kleinen Zeitverbraucher vermutlich spätesten Ende März wieder zur Kasse gebeten werden", vermutet Dr. Marc Clockwise und rät allerdings nicht dazu, die Stunden zur Zeitsparkasse zu bringen, weil auch dort die hochaktuelle Negativzinspolitik betrieben wird, die den Kunden am Ende draufzahlen lässt.
Na dann - Strickzeug raus und fleißig mit den Nadeln klappern.
PS: Zeitsparstrümpfe sind leicht zu stricken, denn Zeit hat keine Fersen, Hühneraugen oder Hammerzehen!
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Donnerstag, 23. Oktober 2014
Gefährliche Photovoltaik!
Landesweite Rückrufaktion der Photovoltaikindustrie: Aus Brandschutzgründen müssen alle bisher auf Dächern installierten Photovoltaikanlagen innerhalb der nächsten drei Wochen abgebaut werden. Nicht nur die Bauämter haben Alarm geschlagen, nachdem wieder einmal schwerste Behinderungen der
Feuerwehreinsatzkräfte festgestellt werden mussten. Besonders beklagt werden herumfliegende Scherben und Splitter vom Dach stürzender Anlagen, die erfolgreiche Löscharbeiten auf schwerste behindern, so der Sprecher der Feuerwehr Oberhirnfeld-Kniebach. Dazu kommen die Gefahren durch sogenannte Lichtbögen. "Diese Lichtbögen sind unberechenbar, wenn man die PV-Module aus den Anlagen herausnehmen will, um das Dach darunter zu löschen", beklagt Feuerwehrmann Werner S., nur in der Nacht bräuchte man sich keine Sorgen machen, weil dann kein Strom mehr produziert wird, "aber wir können doch nicht immer warten, bis es dunkel ist und dann erst mit dem Löschen anfangen!"
Damit dürfte der Energiewende entgültig das Genick gebrochen sein, bedauert auch Umweltminister Altmeier und zieht in Erwägung sein Amt aufzugeben, weil er nicht mehr bereit sei, die Folgen dieses Desasters zu verantworten. Die konventionellen Stromkonzerne reiben sich dagegen schon die Händchen und überarbeiten zur Seite gelegte Kohleabbaupläne.
Hier nun ein praktischer Tipp für die Feuerwehr: Weiterbildung!
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Donnerstag, 16. Oktober 2014
Die Schuldbehauptung
"Frauen sind eine Belastung für die Wirtschaft", ja - die Wirtschaft könnte sogar ernsthaft Schaden nehmen. Das sagt zwar nicht Schäuble, sondern eine Frau aus der CSU. Da sag ich:
Dann geh'n Sie doch mal gleich mit gutem Beispiel voran und fangen bei
sich selbst an, Frau Hasselfeldt! Wenn der Herr Schäuble seine "Schwarze Null" erreichen will, müssen zuerst die Frauen abgeschafft oder doch zumindest drastisch reduziert werden, denn die Konjunkturzahlen sinken im gerade noch hochgelobten Deutschen Wirtschaftsaufschwungwunder und die Schuldige ist Gottseidank! gefunden:
Die bis jetzt nur disukierte und noch gar nicht eingeführte Frauenquote in Führungsebenen.
Das ist richtig so, denn wir wissen doch schon lange:
Frauen sind schon immer an allem schuld!
Zum Beispiel:
... an der Scheidungsrate
... am Chaos auf Pekings Straßen
... an Amokläufen
... am Programm von RTL
... an Erdbeben
... am Fachkräftemangel
... an der Ukraine-Krise
... an hormoneller Umweltverschmutzung
... an Kriegen
... an Raubüberfällen
... am "übel thun" der Männer, womit der Herr von der Vogelweide wohl etwas anderes meinte, als Raubüberfälle.
Aber ist es denn ein Wunder?
Die Schuld wurde schließlich schon bei Adam und Eva festgeschrieben und was in der Bibel steht ist die absolute Wahrheit. (Das haben wir ja inzwischen verstanden...)
Hätte Gott die Welt allein den Männern überlassen, wäre das nicht passiert.
Wie konnte dieser brezelige alte Wuschelbartträger nur auf die Idee kommen, eine Frau zu erschaffen‽ Zum Spaß? Aus Langeweile, weil ihm am sechsten Schöpfungstag nichts Vernünftiges mehr einfiel?
Und völlig überflüssig: Er hat ihr ein funktionierendes Gehirn spendiert!
Die irrwitzige Folge: Frauen verlangen, dass Männer sich wie gleichberechtigte Partner benehmen. Nicht nur in der privaten Beziehung, sondern auch in der Öffentlichkeit und im Großen und Ganzen.
Aber das ist sehr schwierig.
Nicht nur für die Männer
- auch für die Frauen.
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Donnerstag, 4. September 2014
Organisierter Unter Urlaubsgrund
Zur Freude russischer Urlauber bieten Moskauer Reiseorganisatoren nicht erst seit Anfang des Jahres Actionurlaub im ukrainischen Grenzgebiet und ostukrainischen Feldlagern
an. Wie mehrere, von einander unabhängige durch Putin in Auftrag gegebenen Umfragen ergeben haben, reisen 16 - 48jährige russische Männer sehr gerne in Manöverübungsgelände, besuchen Schießclubs, amüsieren sich bei Unterwassergepäckmärschen und lieben militärisch anmutende Kriegsspiele in den Wäldern am Siwerskyj Donez.
Ab sofort können sich russische Urlauber nun auch aktiv beim Tunnelbau unter der zukünftigen ukrainischen
Grenzmauer
beteiligen.
Alle notwendigen Werkzeuge und sonstige Gerätschaften
werden in einem Konvoi von voraussichtlich 250 zitonengelb lackierten LKW direkt vor Ort
gebracht und dort zur Verfügung gestellt.
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Dienstag, 13. Mai 2014
Sag mal eon...
"Sag mal eon, habt ihr dafür eine Lösung?"
"Ja, wir gründen eine Stiftung und lassen euch den Dreck wegräumen."
Hemmungs- und schamlos.
Schämen sollte sich aber auch Mutti, die mal wieder abwartet, anstatt sofort laut und deutlich und keinen Widerspruch duldend ...
Oder ist das etwa schon wieder mal was für die "alternativlos"-Abteilung?
Jedem sein Fässchen Atommüll für zu Hause?
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Samstag, 12. April 2014
Was ich nicht verstehe, niemals...
(Nachrichtensendungen gehen mir immermehr und mehr auf die Nerven)
...egal, ob's um die EEG-Umlage oder was weiß ich, Hauptsache es ist eine "Entlastung" für Industrie und Wirtschaft. Letztere drohen ständig damit, dass wenn diese oder jene Vergünstigungen gekürzt würden, dann gingen Hunderttausende oder gar Millionen Arbeitsplätze verloren. Da sag ich mal SCHEISS DRAUF und würde es gerne darauf ankommen lassen.
Werden die Arbeiter tatsächlich auf einen Schlag nicht mehr gebraucht?
Stehen die Roboter schon viel zu lange angestaubt in Startposition?
Werden die Arbeitsplätze zur Zeit nur aus beschäftigungstherapeutischen Gründen zur Verfügung gestellt?
Wird mit einem Hops die komplette deutsche Industrie und Wirtschaft ins (noch) günstigere nah- und fernöstliche Ausland verlegt?
Hab ich eine Möglichkeit vergessen?
Ich bin wirklich neugierig, ob die sich das trauen würden.
Aber das werde ich wohl nicht erleben.
Der Deutschen Motto ist nach wie vor: Spätestens wenn gedroht wird, machen alle folgsam was verlangt wird.
Und sie nennen es weiterhin "sparen". Beim Sparen kommt am Ende aber normalerweise für den Sparer was Schönes raus. Bei dieser staatsverordneten Sparideologie erkenne ich bis jetzt nur, dass die Manschette immer weiter zugedreht wird. Und das was dabei rauskommt, erhält und vergrößert der Wenigen Macht und Profit.
Hatte ich nicht neulich schon mal festgestellt, das wir Menschen, die wir nicht zu dieser kleinen beherrschsüchtigen Elite gehören, längst komplett überflüssig sind?
Auch als Arbeitskräfte braucht uns niemand, denn eigentlich stellen wir uns ja nur noch gegenseitig Nahrung und Kleidung her. Für die Bratzen gibt es Elite-Frisöre und ansonsten ausreichend Maschinen, die sich um alles kümmern könnten. Wie sagte Mutti dieser Tage so schön: Industrie 4.0. Weiß sie, was sie redet und als erstrebenswert darstellt?
Ja.
Bedauerlicher Weise.
Jette ist entsetzt über soviel Menschenverachtung.
PS: "Die Spargelpreise steigen wegen des geplanten Mindestlohns." Na prima.
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Montag, 13. Januar 2014
Ursel schnattert mal wieder
Schnatterinchen hat zwar keine Ahnung von Waffen- und Kriegstechnik, aber dass Kasernen Kitas brauchen, war ihr schon lange klar. Deshalb hat sie sich ja auch schon so sehr auf ihren neuen Job gefreut! Bald gibt es dann für alleinerziehende Soldaten im Einsatz auch Kitas am Hindukush. Kindersitze in Panzern werden Pflicht, damit Papi jederzeit seinen Kindern den Arbeitsplatz zeigen kann. Prospekte für schussfeste Babytragetücher, Allwetterkinderwagen und 36-Std.-Fläschchenwärmer in verschiedenen Camouflagemustern von Kiddies Lagershop liegen an allen Casinos aus und können über den zuständigen Kommandeur ihrer Truppe bestellt werden.
Diese Maßnahmen tragen auch auf's vortrefflichste zu frühkindlichen Erfahrungen bei, die eine spätere Berufswahl zugunsten der Bundeswehr positiv beeinflussen dürften. Nachwuchs zu rekrutieren gehört schließlich auch zu Schnatterinchens Aufgabengebiet und da sollte man klugerweise immer bei den Jüngsten anfangen.
Viele Tipps zum Umgang mit Kindern bei der Armee gibt es bestimmt auch in Kreisen ehemaliger Kindersoldaten, aber die wird Urselchen sicherlich schon alle eingeladen haben.
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Jette
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Freitag, 3. Januar 2014
Mehdorn droht mit Rücktritt!
Die Ankündigungen zur Ankündigung der Eröffnung der Flughafens verzögern sich - Onkel Wowi ist sauer und der Opa Meh will sich vom Onkel nicht anschimpfen lassen.
"Mach doch den Scheiß alleine!"
Da muss der olle Platze vielleicht noch mal zum Vermitteln vorbeikommen, oder wird der Onkel Wowi das arme verkrüppelte BERchen jetzt etwa ganz alleine großziehen?
"Beeeeeeeeeer!"
Fläschchen, füttern, Windeln, Stein auf Stein und ständig neue Diagnosen und Therapien - ob das wohl was wird?
Fragen wir die Mutti, ob sie wenigstens ab und zu einspringt.
"Ich warte mal ab und dann beauftrage ich Tante Ursel."
Die soll ihre Kinderfrau vorbei schicken, besser noch: lieber selber kommen, denn wer Verteidigung und sieben Kinder kann muss Flughafen sowieso können.
Ach, ich freu mich schon auf die nächsten Ankündigungen der Ankündigungen!
PS: Oder springt Pofalla ein, wenn das mit den Bahn-Plänen alles zu heikel wird.....
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Jette
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Donnerstag, 24. Oktober 2013
Inspirationslos
In Neukölln ist das Hauptthema Gentrifizierung und ich werde mit hochgezogener Augenbraue als Gentrifiziererin angesprochen.
Im Ernst.
Betrachten wir uns dagegen das kleine Kuhkofferfischlein links, das daherkommt, wie ein fröhlicher Mix aus Einhorn, Nautilus, Zeitmaschine und natürlich, weil namensgebend, auch Kuh und Koffer. Dieses Tierchen ist frei von hochziehbaren Augenbrauen und trägt - ähnlich einem Hummer, Käfer oder einer Schnirkelschnecke - seine Knochen außen, was einen adretten Panzer hergibt, samt seitlicher Propeller-Flossen und vorderer feingezähnter Ladeklappe.
Im wahren Leben tragen Kuhkofferfische kein Einhorn auf dem Hinterkopf, sondern nur die an der Stirn angebrachten Zweihörner. Dem Zeichner der Abbildung aus einem vorvergangenen Jahrhundert ist auch nicht höchst inspiriert die Phantasie durchgegangen, sondern hier handelt es sich um die Frontalansicht einer stocksteifen Rückenflosse. Jules Verne und H.G. Wells waren vielleicht von diesem possierlichen Tierchen inspiriert.
Ich nicht, zumindest nicht ausreichend für meine momentanen Ansprüche.
(Ich schraub jetzt letztere runter.)
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Sonntag, 29. September 2013
Vergessen
Oje, - Jette hat's vergessen: 's war ja Alzheimerwoche!
Oder war's schon vorletzte Woche?
Ich weiß es nicht mehr.
Ich sach nur, Leute:
![]() |
| ... aber auch Alzheimer hat hübsche Seiten |
Frauen! Seid nicht traurig, immerhin dürft ihr dann die Ungerechtigkeiten, die euch euer Leben lang schon erwischt haben, zügig wieder vergessen. Ob man die berüchtigten Allele hat, erfährt man ja sowieso erst hinterher. Vorher kann sich so einen Test ja kaum jemand leisten...
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Jette
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Freitag, 27. September 2013
Bauabschnitt 3
Wenn dich der Presslufthammer aus dem Bette schmeißt
heißt es, dass da jemand deine Straße aufreißt.
Die Erde bebt und wackelt bis zum Hinterhaus
und man hört den Hammer bis nach hinten raus.
Alles wackelt, Alles zittert
ruckelt, rattert, bubbert, bibbert,
und in einem halben Jahr (schneller wird's wohl nichts)
ist die neue Straße da. (Zumindest der Bauabschnitt 3)
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Jette
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Montag, 23. September 2013
Naturschauspiel
Die Darsteller
Gnatschende Eichelhäher - Enten 1 -5
Wind + Tannen - raschelndes Schilf
Wind + Walnussbaum/Eichen - Regen
Krähen + Elstern - Rautenfreunde-Enten
Ort: Vor meinem Balkon An einem See
1. Akt
Wir befinden uns an einem lauschigen See. Die Enten diskutieren aufgeregt den gestrigen Wahlsonntag:Ente 1: Haste das gesehen!
Ente 5: Was?
Ente 1: Na, die meisten Enten haben ja wohl die Rauten-Ente selbst gewählt und nicht das, was sie mit uns vorhat!
Ente 2: Wie kommstn dadrauf?
Ente 3: Ja, sag mal!
Ente 1: Hat die Reporterente gesagt: 'Umfragen haben ergeben, dass 70 % nicht die Pläne und Ideen von der Chefpartei gewählt habe, sondern die Rauten-Ente.'
Ente 4: Wieso das denn? So hübsch ist die ja nun auch nicht.
Ente 5: Viele sagen, sie kann unsern Teich so schön repräsentieren.
Ente 3: Und sie kann die schönste Raute.
Ente 2: Die schönste was?
2. Akt
Die Enten sitzen im Schilf
Ente 1: Es fängt an zu regnen.
Ente 5: Hoffentlich nur eine kurze Husche.
Ente 2: Kommt wir gehen ins Schilf.
Es ist einen Moment leise bis am Horizont Geschrei aufkommt
Ente 4: Was ist denn da los?
Ente 3: Die Rautenfreunde!
Ente 5: Und so viele!
Die Rautenfreunde überrennen das Schilf und die fünf Enten.
Rautenfreunde-Enten (zum Publikum) : Wir sind Raute! Wir sind Raute! Wir sind Raute! Wir sind Raute!!!!!
PS: Das momentane Hoch (!) mit dem schönen Namen Jette (!) soll morgen Sprrrrrrüüüühhhregen bringen. Dazu relativ hohe Temperaturen. Also: fröhliches Freiluft-Duschen allerseits!
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Jette
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