Posts mit dem Label Kokolores werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kokolores werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 13. August 2015

Schwitzen wie ein Schwein




Und da ist er mal wieder, der Satz des Tages:
"Das Meer hat keine Probleme mit Achselnässe."

Die Pappel und der Ziegelstein auch nicht.
Ich dagegen bin dieser Tage so dauernass, wie schon lange nicht mehr. Die Haut an den Fingerspitzen wellt sich auf wie nach zu langem Baden.

Schweiß, Schweiz, schwitz, swisse, Schwyz...  Wieso heißt die Schweiz wie sie heißt?
Zitat von tell.ch:

Wo der Name Schwyz herkommt,(...) Die Ortschaft wurde erstmals 972 unter dem Namen "Suittes" erwähnt. Der Sage nach, war „Suit", oder „Suito" der Führer einer allemanischen Sippe, die sich in der Gegend niedergelassen hatte.

Und woher kommt der Schweiß - außer aus Achsel, Stirn und ...?

Schweiß
der Ausdruck lässt sich über mhd. sweiz, ahd. sweiz auf westgerm. *swaita– „Schweiß“ zurückführen; Quelle ist die idg. Wurzel *swoid– „schwitzen“, die sich auch in lat. sudor „Schweiß“ und griech. hĩdos „Schweiß“ nachweisen lässt; gehört zum Verbstamm von → schwitzen; seit mittelhochdeutscher Zeit wird Schweiß auch im Sinne von „Tierblut“ in der deutschen Weidmannssprache verwendet.

Nun liebäugle ich besonders mit zwei Möglichkeiten, auf die der Name des Sippenchefs zurückgehen könnte. Die eine hat was mit Jägersprache (s.o.) und dem dazugehörigen Schweiß bei erfolgreichen Jagden (auch auf Wildschweine) zu tun und die andere was mit Schwaben/Suebi (Alemannen) und der erforschten Herkunft aus Elbgermanien samt dem dort befindlichen Fluss Swine... - am Ende liefe es vielleicht aufs Selbe hinaus:

Schwein
die Bezeichnung des Tieres geht über mhd. swin, ahd. swin auf germ. *swina– „Schwein“ zurück, das sich auch in altengl. swin und altfrz. swin bezeugen lässt 
Zurück zu den Wurzeln!
So erklärt sich vielleicht auch ein möglicher Grund, warum die Schwaben so gerne nach Berlin ziehen (neben dem sprichwörtlichen Sparsamkeitswahn).


Man weiß es nicht.

Montag, 3. August 2015

Null-Acht-Fuffzehn-Hinweise


08/15 ist die ordentlich durchnummerierte Bezeichnung des diesjährigen Augusts und auch wenn's dieser Tage wieder ungewohnt hochsommerlich ist, so kommt uns die Weihnachtsgeschenkplanung unaufhaltsam entgegen.

Nehmen Sie Ihren kompletten Jahresurlaub auf einmal, das entspannt.

Gehen Sie Beeren pflücken.

Legen Sie eine alte Platte auf und tanzen Sie in der Küche oder auf dem Balkon.

Wenn sie Sie irgendwann ein Einschreiben (gegen Unterschrift!) aus China bekommen, wundern Sie sich nicht. Die Chinesen versenden die gewöhnlichsten Dinge per Einschreiben. Wahrscheinlich würden die Sachen sonst auch nicht erst nach zwei Monaten, sondern vermutlich niemals hier ankommen.

Basteln Sie sich ein schwarzes Loch und werfen Sie alles hinein, was Sie nie wieder sehen wollen. Nur nicht das chinesische Einschreiben.

Falls die Hitze noch mehr steigt, halten Sie feuchte Umschläge (keine Eispakete!) für Nacken, Hand- und Fußgelenke bereit. Verdunstungskälte kann Wunder wirken.

Gönnen Sie sich einen spaßigen Abend in der wiedererwachten Kultur der Autokinos.
Der Film ist egal.

Achten Sie auf Ihre Nachbarn!

Erklären Sie einem Kind das Prinzip der Verdunstungskälte.

Sehen Sie sich ein paar lustige Katzenvideos an und dann treffen Sie sich gutgelaunt mit jemandem, den Sie schon längst mal besser kennenlernen wollten.


Viel Spaß!

Montag, 27. Juli 2015

Serviervorschläge


Der Vermerk "Serviervorschlag" auf Lebensmittelverpackungen könnte auf leckere Ideen verweisen (wie von alters her auf fast jeder Packung von Backzutaten). Vor allem soll er aber den Produzenten vor eventuellen Klagen schützen, weil sich nicht exakt das in der Tüte befindet, was draußen abgebildet wurde, egal ob es sich dabei um das lustige Mädel neben dem Käsestück handelt oder den hübschen Teller unter der Buchstabensuppe.
Der oft aber nur versehentlich vermerkte "Serviervorschlag" kann aber natürlich auch elegant über den tatsächlichen Inhalt hinwegtäuschen oder aber völlig gaga sein. Nämlich dann, wenn man ihn besser mit "freie Illustration" oder "eine Zutat" bezeichnen sollte.
Menschen, die aus eigener Appetit- oder Fantasielosigkeit gerne den Serviervorschlägen folgen möchten, könnten sonst sehr bald in Schwierigkeiten kommen.
Denn wie man zum Servieren laut Vorschlag das Tomatenmark wieder zu ganzen Tomaten zusammensetzt und wieviel Joghurt man kaufen muss, damit man die darin enthaltenen Fitzelchen zu ganzen Früchten verpuzzeln kann, verraten die Hersteller nicht. Auch würde ich gerne mein Heringsfilet in Tomatensoße gerne auch makellos weiß neben derselben servieren, aber es will einfach nicht gelingen...

Den interessantesten Serviervorschlag dieser Woche fand ich auf einem Fläschchen: drei Pistazien an fünf Tropfen Öl. Ich werde ein paar Gäste einladen und dann bin ich mal gespannt, wie's schmeckt!

Viele Hersteller scheinen aber auch (noch) keine Angst vor irgendwelchen hirnrissigen Klagen (american style?) zu haben. Bei den in meiner Küche aktuell anwesenden Artikeln mit Abbildung hält es sich ungefähr die Waage. Also besteht vielleicht noch Hoffnung.


PS: Meine lieben Kätzchen werden hoffentlich nicht demnächst die Petersilie bemängeln, die auf der Dose so appetitlich zum Futter drapiert, aber nicht als Vorschlag gekennzeichnet wurde!

Donnerstag, 5. März 2015

Die Wahrheit gefunden!


Was vernehmen meine tapferen Ohren heute morgen im Radio? Google will jetzt doch lieber auf Qualität statt Masse setzen. Fakten statt Klickzahlen oder kurz gesagt: Wahrheit.
Angeblich wird ein neuer Algorithmus dafür sorgen, dass unqualifizierte Meinungsäußerungen und Verschwörungtheorien auf den hinteren Plätzen der Suchergebnisse landen und Tricks für ein hohes Google-Ranking keinen Sinn mehr machen, wenn man sich nicht gleichzeitig der Wahrheit verschreibt.
Google will also ausgerechnet im braven evangelikal-kreationistischen Amiland mit einer neu errechneten Wahrheit in Konkurrenz zur Bibel gehen? Na dann viel Spaß!
Abgesehen davon, dass ich es stark bezweifle, dass die neue Wahrscheinlichkeitsrechenformel tatsächlich die Wahrheiten dieser Welt errechnen kann, zumal "Wahrheit" viel zu häufig eine Frage des Blickwinkels ist und das Streben nach Objektivität leicht an die real existierenden Grenzen stößt - nur mal angenommen - wenn es Google tatsächlich gelingen sollte, dann wären wir ja mit einem Hops der wahren Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ganz nahe.
"42" kann ja dann wohl kaum noch als Antwort bestehen bleiben. Oder kommt Google auf die                     Deep Thought denkt noch ein bisschen nach...
selbe Wahrheit? Oder war doch die Frage falsch gestellt?

Dieser Beitrag landet mit Sicherheit auf den hinteren Plätzen, weil er die neue Google-Wahrheit und ein Welt-Wahrheitsmonopol für äußerst zweifelhaft und/aber geeignet für neue Verschwörungstheorien hält.

Mehr dazu z.B. bei der Faz, RP-online oder bei heise.

Donnerstag, 27. November 2014

Vogelgrippe


...und was wird aus der Weihnachtsgans? Dem Putenbraten (der wieder größer als die Backröhre sein wird), den Rebhühnchen und den Wachtelbrüsten in Gelee mit Eintagskükenschaum??? Können wir ja dann alles nicht mehr essen!
Ey Leute, dat Ding heißt VOGELgrippe, nicht Vogelwahn, Vogelpest und auch nicht Vogel-Ebola. Jetzt lasst euch doch von den Nachrichten und dummen Gerüchten nicht ständig von einer Panik in die nächste treiben! Auf das Federviehmenü kann man ja trotzdem aus anderen Gründen mal verzichten, aber nicht wegen Grippe - apropos:

Hast du Grippe oder Schnupfen
musst du dir ein Hühnchen rupfen!

...Suppenkaspers Antigrippe-Hühnersuppe am letzten Samstag war auch wieder ziemlich lecker!




Montag, 17. November 2014

Mal was ausprobieren...


...und - oh, Überraschung! - was kommt dabei raus?
Kryptische Lichtspiele unter meinem Schreibtisch:



Mal was ausprobieren!

Montag, 19. Mai 2014

Endlich, endlich, endlich...


... war ich gestern nach Jahren der Verschusselung auch mal bei KASPER KAFFEE KUCHEN im Central Rixdorf.
Tränen hab ich gelacht. Den Schluss der aktuellen Episode hab ich akustisch nicht mehr mitgekriegt, er ging - zumindest für mich - im allgemeinen Kommentar-Tumult der Zwei- bis Vierjährigen unter. Das ist aber nicht so schlimm, denn zu beobachten, wie sich die Kinder über den Wirbel da oben auf der Kasperbühne echauffieren ist mindestens so unterhaltsam, wie die Geschichte selbst.



1. Kasper lüftet seine Stinkesocke und muss mal eben mit dem Ei-Phone nach Prenzlauer Berg telefonieren.
2. Die Hexe hat sich in eine hübsche Sekretärin verzaubert und biedert sich beim Kasper wahlweise als Sängerin oder Putzfrau an.
3. Kasper führt der Hexe seine neu gebastelte Pritsche vor.

Die Geschichte zwischen den den Bildern müssen sich die geneigten Leser/innen nun aber bitte selbst zusammenreimen, oder: die nächste Geschichte genießen, wenn es wieder heißt KASPER KAFFEE KUCHEN.


Samstag, 11. Januar 2014

Das gute Interview


Ein Fall für die Wurstärztin


Viele Menschen fragen sich gewiss: Was macht eigentlich eine Wurstärztin?
Wir haben für Sie einmal Frau Dr. Perle, in ihrer Praxis besucht.

"Frau Dr. Perle, Sie haben hier ja eine hübsche helle Praxis mitten in der City, - wieviele Patienten behandeln Sie denn täglich?"

"Ach das ist ganz verschieden, durchschnittlich sind es wohl so 10 bis 12 Würstchen am Tag."

"Ach, sind es doch eher die kleinen Patienten?"

"So war das nicht gemeint, aber es kommen durchaus auch kleine Würstchen zu mir. Für Cocktailwürstchen konnte ich jetzt auch endlich ein spezielles Dermatoskop für die Milcheiweißdiagnostik anschaffen. Die ganz großen Würste"

"Ach, das ist ja interessant! Sie behandeln auch Cocktailwürstchen. Ist das nicht besonders schwierig?"

"Eigentlich nicht. Aber neulich brachte so ein kleines Würstchen eine noch kleinere Cocktailtomate mit. Sie kamen direkt von einem Empfang und die Tomate war in einem Fettnäpfchen ausgerutscht und hatte sich dabei eine schwere Risswunde am Rücken zugezogen. Nun bin ich doch in meiner Praxis gar nicht auf Tomaten eingerichtet, aber eine fachgerechte Erstversorgung kriege ich dann schon hin..." Frau Dr. Perle lacht.
"Allerdings musste ich sie anschließend trotzdem noch zum nächsten Veggiekrankenhaus schicken, wo man entsprechendes Nahtmaterial aus Sojaeiweiß vorrätig hat. Bei mir hier in der Wurstpraxis wird ja klassisch mit Darm gearbeitet."

"Das hätte die Tomate wohl nicht so lustig gefunden?"

"Das wäre nicht das Problem gewesen, aber zoogene Materialien verbinden sich nicht so gut mit vegetablen."

"Und was wäre sozusagen ihr alltäglicher Standardpatienten?"

"Das sind eindeutig geplatzte Würste alle Art, ob sie nun zuheiß gebadet wurden oder zu lange am Feuer saßen. Bei letzteren treten oft Kombinationen mit Verbrennungen aller Grade auf, was die Behandlung natürlich erschwert. Manchmal muss ich dann auch amputieren."

"Vielen Dank, Frau Dr. Perle."


Montag, 18. November 2013

Lauf, lauf, lauf!

Die einen machen Dauerlauf, die andern Nordic Walking und noch andere widmen sich dem Sicherheitslauf.
Eine Bekannte erzählt mir, dass sie neulich mit Schrecken auf ihrem Computer pornografischen Inhalt fand.
"Auf deinem Rechner? Oder im Internet?"
"Na auf dem Computer!"
Sie zeigt aufgeregt auf den Bildschirm, "ich hab gleich alles gelöscht."
"Das Internet?"
"Wo hast du denn die Dateien gefunden?"

"Na, sag ich doch. Auf dem Monitor! Das hat sich irgendwie... "
"Im Internetexplorer oder im Windowsexplorer?"
"Ist doch egal, ich hab dann gleich mal 'n Sicherheitslauf gemacht und nach zweieinhalb Stunden war endlich alles wieder in Ordnung.
Jetzt isses weg."

Was, das Internet? Hoffentlich nicht.
Das hört sich ein bisschen so an, als hätte sie den Stöpsel aus dem Pazifik gezogen oder die Luft aus der Erde gelassen.

Mein Internet ist - wie nicht anders zu erwarten - noch da.
Ich bin beruhigt. Und laufen werde ich auch in Zukunft nicht. Jedenfalls weder Dauer-, noch Nordic-, noch Aqua-Nordic-, noch zur Sicherheit...

Wer sich aber noch mal 'ne Kopie vom Internet runterladen will, bitteschön:



Samstag, 24. November 2012

meatfan bei feelman


Ein Beitrag für Brillen- und Wurstliebhaber.

Ja, Wurst kann man auch lieb haben. Irgendwann wird es nicht nur Bärchenwurst sondern auch Wurstbärchen zum nebenbei Wegknabbern geben, anstelle von oder als Ergänzung zu Gummibärchen und Pombärchen. Und so wie es Pombärchen mit Sauerrahm oder Paprika und Gummibärchen in allen Farben gibt, so wird es Salami- oder Mortadellabärchen geben. Bis jetzt scheint es mit den Maschinen zur Formgebung noch nicht so richtig zu klappen, aber ich bin sicher, sie experimentieren schon seit einiger Zeit daran... Und das alles nur, um die Kinder von Veganern wieder auf die andere Seite zu locken!

Aber am Ende ist dann eh alles Wurst: "...die Brille von meiner Frau ist auch da in einem Laden ... und das ist letztendlich das Gleiche."

PS: Nicht neu, aber frisch entdeckt und sehr dekorativ: chinesische Wassermelonenwurst

Dienstag, 6. November 2012

Urstromtal

Ich rede ja normalerweise nicht viel (merkt aber keiner, denn...), wenn ich dann aber schon mal unter Leute komme, fließt das Berliner Urstromtal meist direktemang durch mich hindurch. Dann schwappe ich über und manch einer glaubt, in meinem munteren Redefluss ersaufen zu müssen, dabei ist es doch ganz einfach: mitschwimmen. Dumm natürlich, wer kein Seepferdchen hat. Die Original-Stickvorlage gibt's deshalb gleich mitgeliefert - oder Abbildung ausschneiden und auf ein Kleidungsstück freier Wahl kleben. Achtung: Es kann immer nur einmal ausgeschnitten werden, danach muss möglicherweise erst mal ein neuer Bildschirm besorgt werden!

Sonntag, 29. April 2012

Nochmal Fisch


Damit ich weiß, was gestern wichtig gewesen wäre, um den Tag gut hinter mich zu bringen, hat man mir heute mein gestriges Horoskop zugespielt. Allerdings hat sich der Generator offenbar verschluckt, verknotet oder ist völlig kaputt gegangen, oder gibt es hier einen geprüften Astrologen, der mir den Kauderwelsch auseinanderklamüsern, respektive in seiner offenliegenden Widersprüchlichkeit interpretieren und meinem gestrigen Tagesablauf fachgerecht anpassen kann?


Mittwoch, 14. März 2012

Pi-Kantine

Heute: Zahlensuppe für alle! 3.14159265358979323846264338327950288419716939937510582097494459230781640628620899862803482534211706798214808651328230664709384460955058223172535940812848111745028410270193852110555964462294895493038196442881097566593344612847564823378678316527120190914564856692346034861045432664821339360726024914127372458700660631558817488152092096282925409171536436789259036001133053054882046652138414695194151160943305727036575959195309218611738193261179310511854807446237996274956735188575272489122793818301194912983367336244065664308602139494639522473719070217986094370277053921717629317675238467481846766940513200056812714526356082778577134275778960917363717872146844090122495343014654958537105079227968925892354201995611212902196086403441815981362977477130996051870721134999999837297804995105973173281609631859502445945534690830264252230825334468503526193118817101000313783875288658753320838142061717766914730359825349042875546873115956286388235378759375195778185778053217122680661300192787661119590921642019893809525720106548586327886593615338182796823030195203530185296899577362259941389124972177528347913151557485724245415069595082953311686172785588907509838175463746493931925506040092770167113900984882401285836160356370766010471018194295559619894676783744944825537977472684710404734646208046684259069491293313677028989152104752162056966024058038150193511253382430035587640247496473263914199272604269922796782354781636009341721641219924586315030286182974555706749838505494588586926995690927210797509302955 usw.

Freitag, 24. Februar 2012

Poop!

Das hat lange gedauert, bis sich endlich eine würdige Ergänzung zur Feenglitzerkackseife gefunden hat! Diesmal ist es was essbares, mit Anleitung (engl.) zum selber machen: regenbogenfarbener Einhornkot. Lecker!

Sonntag, 12. Februar 2012

Ein Lob der Kaffeetasse

(gerne auch zur Melodie "Eine Insel mit zwei Bergen")

Eine Tasse hat 'n Henkel
und 'n Boden unten dran,
nur damit der heiße Kaffee
unten nicht rauslaufen kann.

Hätt die Tasse keinen Boden
und der Henkel wär nicht dran,
wär's ein Rohr und kein Gran Kaffee
hielte sich in seinem Bann.

: Darum merkt euch liebe Leute,
schöne Frau und starker Mann:
an 'ner guten Tasse Kaffee
ist weit mehr als Milchschaum dran! :

Dienstag, 3. Januar 2012

Funkenorakel für 2012

Zum Jahresanfang meldet sich Dolores mal wieder. Auf verschlungenen Wegen wurde ihr eine Momentaufnahme der ersten Sekunden des neuen Jahres zugespielt, die sie freundlicherweise für die nächsten zwölf Monate interpretierte.

Zunächst die Fakten:
Als erstes deutlich zu erkennen ist ein starker Seitenwind. Es ist allerdings weder die exakte Richtung bestimmbar, noch ob die seitliche Verwehung nicht möglicherweise durch andere Einflüsse herbeigeführt wurde, z.B. starke Achsbewegung des Orakels selbst.

Die Konstellation der einzelnen davonstrebenden Funken von links nach rechts:
1. Eine kleine Gruppe sternloser Strichfunken gefolgt von 2. einer Gruppierung aufragender Dornfunken mit kleinen Sternköpfen. 3. Der sich anschließende Abschnitt sternloser und kleinsterniger Funken enhält erste Lichtverwehungen, die sich durch eine zarte Bogenform darstellen. 4. Abschnitt mit auffälligen bogenförmigen Verwehungen, die sich vom Hauptorakel deulich abgelöst haben 5. Größter Abschnitt mit dichter Anordnung gerade ausgerichteter Nadelfunken. Hier sind die Lichtverwehungen gradlinig, die Köpfe ähneln Pfeilspitzen.

Außerdem befindet sich
a. ganz links unten ein leicht grün schimmernder fünf-siebtel-Mond
b. eine auffällige Lücke zwischen 3. und 4.
c. gleich anschließend im Hintergrund ein leicht rückwärts gewandter Nadelfächer
d. kleinere Schnuppen und Krümelfunken
e. Im äußeren Bereich befindet sich ein ausgedehntes Funkloch, dass durch ausgeprägte Dunkelheit dargestellt ist.

Nun, was will uns das Orakel damit sagen?
Zunächsteinmal kann man ganz klar sagen, dass erwartete Kontakte mit Außeridischen  - kein einziges Element reicht weit genug in die Peripherie (e), bzw. von draußen herein.
Die Basis (f) hat eine beachtenswerte Schieflage, was zunächst der ersten Jahreshäfte mehr Gewichtigkeit zuschreibt.
Zu den einzelnen Monatsabschnitten:
Der Januar beginnt zunächst mit einer fremdartigem Lichterscheinung (a). Hier könnte es sich um eine erweiterte Form des "arabischen Halbmondes" handeln, der sich vom schmalen Grat einer Sichel hin zu neuer Prallheit wendet. Vorsicht bei kopflosem (1) Entscheidungen!
Februar: Zum Ende des Januars und weit in den Februar hinein drängen viele (2) interessante Fragen und Problemstellungen auf einmal nach Antworten und Lösungen, dass es schwer fallen wird, die richtige Reihenfolge einzuhalten. Mitte des Monats gibt es dann Gelegenheiten zur Entspannung.
März: Nach einer kurzen Erholungspause müssen die ersten Brücken in die Zukunft geschlagen werden, jetzt wird die Basis gelegt für Ereignisse (3), die noch bis in den Juni reichen können. Möglicherweise handelt es sich um die erste, der zu erwartenden Naturkatastrophen des Jahres, vielleicht aber auch nur um neuerliche politische Fehlfunktionen, die dann die entsprechenden Folgen nach sich ziehen.
Im April heißt es abwarten, geguldig sein, aber ohne die Zielrichtung (Jahresende) aus den Augen zu verlieren.
Der Mai beginnt mit einem überraschenden Großereignis (ohne Markierung). Ob es sich hier aber um den Umfall des Fernsehturms oder eine einmalige, aber großzügige Sonderzahlung für alle Neuköllner Arbeitslosen ist noch unentschieden. Möglicher Weise werden auch noch weitere Alternativen in Betracht gezogen.
Der Juni geht sehr ruhig (b) vorbei, auch "48 Stunden Neukölln" und "275 Jahre Böhmisches Dorf" könnten recht unspektakulär, wenn nicht sogar unbemerkt vorübergehen, bzw. in einem vorgefühlten Sommerloch verschwinden. Auch das Wetter ist gleichmäßig und milde bis sommerlich warm.

Genug gelabert, jetzt mal ein bisschen schneller, sonst werden wir hier ja nie fertig!
Die Details kann sich dann jeder selbst zusammenreimen:

Juli wird stürmisch auf allen Ebenen.
August lässt die Hunde von der Leine.
September  - alles nur Peanuts!
Oktober bis Dezember  fliegen der Zukunft entgegen...


Puh! Geschafft.
Dolores weiß nun wieder, was Orakelei für eine schwere Arbeit ist und ist froh, dass es noch fertig geworden ist, bevor das Jahr plötzlich schon wieder vorbei ist...

PS: Die Welt geht in den Tagen vor Weihnachten 2012 nicht unter. Rechtzeitig wurden Kalender gefunden, die weiterreichen als die der Maya. Gottseidank!
Kopien in verschiedenen Qualitäten kann man im Fachhandel kaufen oder kostenlos aus dem Internet herunterladen.


Samstag, 26. November 2011

Sparwörter VI

Wieder ein paar echte Aufschnapper aus Funk und Fernsehen:

Berücksigung
Bucher
Karambage
Kratte
Universit

Und hier die gesparten Reste zum Einbasteln:
chti, es,ol, tä, va



Mittwoch, 23. November 2011

Drei Mahner

Drei junge Menschen in uniformähnlicher schwarzer Bekleidung und großen Taschen stehen auf dem S-Bahnhof schwatzend beieinander. Meine erste Assoziation: Kontrolletti-Azubis nach der Sportstunde.
"Also ich will die Brandordnung loswerden."
Ah, interessant, denke ich, der junge Mann hat keine Lust mehr auf eine Zusatzaufgabe. Mal sehen, wie es weiter geht.
"Ich übernehme die drei Mahner, was soll ich da noch mit nem Brandordner?!"
Hä? Die Sache scheint etwas komplizierter zu sein, als ich ahnte.
"Was soll ich dir nächstes Mal mitbringen?" fragt der Zweite die Dritte im Bunde.
"Elfen."
Jetzt schwant mir was und ich schaue hinüber, anstatt nur zu lauschen, und just in diesem Moment holt der mit dem ungeliebten Brandordner einen Stapel bunter Spielkarten aus der großen Tasche.

Später am Abend habe ich mich aufklären lassen: Es muss sich um einen Oger, einen Brandoger gehandelt haben und keinen Ordner oder gar eine Ordnung...
Oger? Sowas wie Shreck?
"Im Prinzip ja, aber auch wieder nicht."
Eigentlich haben die verschiedenen Ogerwelten nichts miteinander zu tun. Gemeinsam ist ihnen nur ihr riesig fettes und schwerfälliges Äußeres.

Waren in den großen Taschen Kostüme, Masken und andere Requisiten? Und handelt es sich bei den Mahnern eigentlich um die Wanen?
Haaaaaach ...... dis tut mich jetzt doch gar nich bocken.


Mittwoch, 26. Oktober 2011

Volli Kauder-Welsch

Heute im Parlament:

Wir wollen und wir würden heute abend beim Gipfel, das beschließen wir. Wir können doch nicht, und da fehlt die ausdrückliche Zustimmung unter bestimmten Voraussetzungen ist die Aufgabe des Rettungsschirms und das muss klargestellt werden. Die Menschen stellen Fragen und machen sich Sorgen und dass sie gar nicht verstehen, dafür ist dieser Tag ein guter Tag. Und ich würde mir wünschen, dass wir unsere Verhandlungsführer richtig ausgestattet haben. Ich würde mir wünschen, dass mit den Gesetzen, die wir verabschiedet haben, auch richtig umgegangen wird. Wir wollen, dass der Haushaltsausschuss entscheidet! Dabei haben wir uns doch was gedacht! Wenn der Bundestag die Entscheidung, da bauen Sie doch keinen Popanz auf und deshalb entscheiden wir jetzt im Parlament!


kauderwelsch Adj. ‘wirr, fehlerhaft oder fremdartig im sprachlichen Ausdruck und daher schwer verständlich’. Die seit der 1. Hälfte des 16. Jhs. bezeugte Bildung (frühnhd. auch kuderwelsch) enthält als zweiten Bestandteil das Adjektiv welsch ‘romanisch, bes. italienisch’ (s. d. sowie Wallach, Walnuß), das oft ganz allgemein eine unverständliche Sprache kennzeichnet (vgl. rotwelsch). Schwierigkeiten bereitet die Erklärung des ersten Kompositionsglieds. Häufig wird in ihm eine lautliche Umgestaltung des schweiz. Ortsnamens Chur (obd. auch Kauer) gesehen; danach wäre kauderwelsch identisch mit der seit dem Frühnhd. üblichen Bezeichnung Churwelsch (vgl. die Sprachbezeichnung Kurwalchen bei Hermann v. Sachsenheim, Mitte 15. Jh.) für die rätoroman. Sprache Graubündens. Zwischen beiden Formen wird im 16. Jh. (bei Mathesius) tatsächlich mehrfach ein enger Zusammenhang hergestellt, doch ist hierbei nachträgliche wortspielerische Gleichsetzung nicht auszuschließen. Eine andere Anknüpfungsmöglichkeit bietet obd. Kauderer ‘Zwischenhändler, wucherischer Kleinhändler’, Nomen agentis zu obd. kaudern ‘Kleinhandel treiben’, das vielleicht als Iterativum zu frühnhd. kauten, käuten, mnd. kūten ‘tauschen’ zu stellen ist. Obd. Kauderer ist daneben in der Bedeutung ‘Werg-, Flachshändler’ bezeugt; vgl. frühnhd. Kuder, Kauder ‘Abfall beim Hecheln des Flachses’, md. kawte ‘Flachs in bestimmter Form und Menge’ (Ende 14. Jh.), wofür von Knobloch in: Lingua 26 (1970/71) 305 Anschluß an die slaw. Wortgruppe von russ. kudél’кудель) ‘zum Spinnen vorbereiteter Flachs’ vorgeschlagen wird. Dann bezöge sich kauderwelsch ursprünglich auf die Redeweise wandernder Händler (oder zugewanderter Flachshechler ?) aus Italien oder der Schweiz. Diese Auffassung wird dadurch gestützt, daß Fischart Kuderwelsche in einer Aufzählung verschiedener Gewerbetreibender nennt und daß bereits im 13. bzw. 14. Jh. Kudirwale (Köln), Khawderwalch (Rain in Schwaben) als Beiname von Bürgern belegt ist. Sehr einleuchtend erscheint auch Zusammenhang mit oder Beeinflussung durch obd. kudern, kaudern ‘undeutlich sprechen’, ein zunächst (wohl lautmalend) das Kollern des Truthahns bezeichnendes Verb. An das Adjektiv schließen sich an Kauderwelsch n. ‘wirre, schwerverständliche Sprache’ (16. Jh.), kauderwelschen Vb. ‘wirr, in schwerverständlicher Ausdrucksweise reden’ (18. Jh.).
(DWDS)

Freitag, 30. September 2011

Hah Schnitt gefällig?


Da ist, wie bei so vielem heutzutage, wieder Selbermachen angesagt und deshalb hält ein bekannter Parfümeriekonzern ein traumhaft schönes Angebot  für traumhaft schöne Haare bereit...






PS: exklusiv für alle, die des Übersetzens nicht so mächtig sind und deshalb nicht verstehen, was "traumhaft schöne Haare" sein könnten: es handelt sich hier um "drimlike bjuty her"!