Kiek ma, n Specht! Beim Abendbrot.
Buntspecht, Mittelspecht, Kleinspecht, Abendspecht oder Flockenspecht, man weiß es nicht. Ein Multispecht. Typischer Rixdorfer. Ein Männchen ist es ganz bestimmt, - aber mit starken weiblichen Anteilen. Oder umgekehrt.
von oben:
Donnerstag, 6. August 2015
prächtig spechtig
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Jette
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Freitag, 27. März 2015
Im Zweifel...
...für den Angeklagten?
Eigentlich ist es verwunderlich, dass der Co-Pilot des zerschellten A230 nicht in pulverisierter Abwesenheit schon zum ... verurteilt wurde. Noch gibt es zwar nicht den geringsten Beweis, dass es sich um die gewissenlose Tat eines mörderisch veranlagten Selbstmörders gehandelt hat. Genau genommen ist noch nicht mal beweisbar, ob es sich dabei tatsächlich um den Co-Piloten gehandelt hat, der die Cockpit-Tür nicht mehr öffnen wollte...oder konnte? War vielleicht CO2 im Spiel?
Bis jetzt gibt es jedenfalls nur einen einzigen bröckeligen Hinweis: die angedetschte Sprach-Blackbox.
Also lediglich ein einziger HINweis und kein BEweis. Mehrere Hinweise könnten dann durchaus auch eine Beweislage ergeben, aber bis jetzt ist da noch nicht viel. Außer: er soll früher mal eine Depression gehabt haben. Die meisten Menschen haben irgendwann einmal in ihrem Leben eine depressive Phase und das sagt nichts darüber aus, ob man irgendwann einmal 149 Menschen umbringen wird.
Haben die Fluggesellschaften so große Angst, dass wieder ganz viele Reisefreudige vor alten kaputten Flugzeugen zurückschrecken, dass sie schnell einen anderen Schuldigen etablieren mussten? Und wenn, glauben die dann tatsächlich, dass die Touristen lieber in ein Flugzeug steigen, wenn sie mit gemeingefährlichen Piloten rechnen müssen? Na ja, das ist genauso graue Theorie, wie alles andere, solange die Untersuchungen nicht vollständig abgeschlossen sind.
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Jette
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Freitag, 13. Februar 2015
Ene mene...
Auf der Suche nach Abzählreimen, die mit "ene mene" anfangen, stieß ich recht zügig auf diese vier:
Ene mene mopel,
wer frisst Popel,
süß und saftig,
für eine Mark und achtzig,
für eine Mark und zehn
und du darfst gehn. Niedersachsen
Ene mene micken macken,
eene Fru, de kunn nich kacken,
nimmt ’n Stock,
bohrt ’n Loch,
schit ’n halben Heringskopp. Ostfriesland
Ene mene mink mank pink pank
ene mene acke backe eia peia weg. Berlin
Ene mene titschn tatschn
ene in die Fresse klatschn
ene noch dazu
und raus bist du. Sachsen
Für alle vier Variationen gab es Herkunftsangaben (ich hab sie versteckt hinter der jeweils letzten Zeile).
Beachte: Nur weil der "in die Fresse klatschen"-Reim den Sachsen zugeordnet wurde, darf man aber nicht davon ausgehen, das der Sachse ansich durch die frühe Sozialisation mit solch alten Kinderreimen ein natürlicheres Verhältnis zur Gewalt gegen Mitmenschen entwickelt hat, als die Einwohner anderer deutscher Gegenden.
Ah, und hier noch eine vermutlich bairische Variante:
Ene mene mackel
die Sau treibts mit dem Dackel
ene mene muh
und raus bist du.
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Jette
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Dienstag, 27. Januar 2015
Hitlers Gartenzwerge
Eigentlich ein langerwarteter Treffer für die ...Versprechen-Sammlung:
"...patriotische Europäer für die Befreiung des Abendlandes äh..."
aber irgendwie doch nicht wirklich schön, weil: auch ohne Verhaspelung unsinnig.
Kann denn jetzt tatsächlich jeder kleine Nazi-Hansel mit oder ohne Zipfelmütze seine eigene Pegida-Veranstaltung anmelden? Neu auf der Randale-Bühne ist ein Montags-Demo-Projekt, angemeldet von H. Müller, dem Chef der Brandenburger REPs:
BraMM-Pegida = "Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung - patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes."
Ich kenne auch eine schöne Abkürzung mit 11 Buchstaben: DBDDHKPUAKM*
Wer die auch kennt, weiß wovon ich rede.
*) im Internet nur ohne, bei uns in Neukölln immer mit a (= auch), schon allein wegen des besseren Sprechrhythmusses!
PS: Man glaubt es erst, wenn man es sieht. Ja, es gibt sie: Die Hitler Gartenzwerge-Kollektion, gestaltet von Ottmar Hörl, dem man deshalb auch eine Klage anhängen wollte, weil man Hörls kritischen Aspekt übersah. Aber wer, bitteschön, kauft sich (oder andern) einen kritisch gemeinten, schwarz angemalten Nazi-Zwerg?
PPS: "Hitlers Gartenzwerge" ist (bis jetzt noch) keine Folge in Guido Knopps History-Zyklus.
Quelle Originalsound: radioeins, Das Schönste aus dem Schönen Morgen vom 26. Januar
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Jette
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Donnerstag, 1. Januar 2015
Neujahrsbesuch
Habe eine Stippvisite beim zukünftigen "Asylantenheim" in Harvestehude (Sophienstraße 1a, Hamburg) absolviert. Standort ist prima. Schräg gegenüber steht allerdings ein denkmalgeschütztes Haus mit zweifelhaftem Geschichtshintergrund. Ein ehemals prunksüchtiger, hässlichgrauer Nazibau wurde totalentkernt, um ihn anschließend mit neuer Innerarchitektur und luxuriösen Apartments zu füllen. Ich würde ja sagen, nicht die sogenannten "Superreichen" sind unpassend in der Umgebung einer Flüchtlingsunterkunft, sondern die gruselig düsteren Nazi-Hinterlassenschaften und vielleicht auch die Menschen, die in sowas gerne einziehen mögen.
Es könnte möglicherweise was bringen, wenn man das aufdringliche Gebäude grün mit rosa Punkten anstreicht, da würden die Asylsuchenden wenigstens was Lustiges sehen, wenn sie dann aus dem Fenster schauten. Aber der Denkmalschutz erfordert mit Sicherheit nicht nur den Erhalt der architektonischen Formgebung sondern auch (und ganz besonders) der schmutziggrauen Düsternis.
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Jette
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Samstag, 29. November 2014
Salafistin vs Hooliganne

Na, da hat eine Überkorrekte ja was losgetreten...
Jetzt macht manin sich Gedanken, ob es politisch korrekt ist, dass es auch Frauen gibt, die dem Salafismus frönen könnten?
Erschreckenderweise tun sie das auch.
Und ja, es gibt auch Frauen mit einer Neigung zum Hooliganismus.
Den jeweiligen Vereinsstatuten entspechend sind beide, die Hooliganne und die Salafistin, wenn sie nicht gerade mit Straßenschlachten beschäftigt sind, brave Heimchen am Herd. Da konkurriert die salafistische Festtagsküche mit einem gestandenen hooliganischen Schweinebraten.
Geeignete Kandidatinnen sollten sich von ihren Vereinsvorständen für die nächste Küchenschlacht vorschlagen und anmelden lassen...
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Jette
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Sonntag, 9. November 2014
Dit dauert...
Vor 25 Jahren war ich bestürzt, wie schnell es ging, zu beschließen dass DDR und BRD sofort ein einziger Staat werden müssen und der Bevölkerung beider Teile keine Chance gegeben wurde, sich erst mal mit allen Perspektiven, Möglichkeiten aber auch Gefahren eines Zusammenschlusses auseinanderzusetzen.
Stattdessen wurde ganz schnell ein großer Saumagen zusammengematscht (wer die größten Fleischstückchen findet, hat gewonnen), mit dem allen das Maul gestopft wurde, egal, ob's ihnen schmeckt oder nicht.
Damals habe ich gesagt, dass das "Zusammenwachsen" MINDESTENS so lange dauern wird, wie die Trennung gedauert hat. Dafür wurde ich damals oft ungläubig angesehen und belächelt. Und? was ist draus geworden? Wir werden noch lange warten müssen, bis sich verschiedene Bevölkerungsgruppen miteinander arrangieren, aber ganz besonders, bis die Regierung unseres Gesamtstaates sich mal ernsthaft darum bemüht, die sogenannten neuen Länder wirklich als Teil des Ganzen zu respektieren und gleich zubehandeln. Und wenn's nur um gleichen Lohn für gleiche Arbeit geht oder z.B. sehr spezielle Rentenreglungen.
Was mir keine spontan befragte Person in meiner Umgebung mit Sicherheit beantworten kann: Gehört das ehemalige West-Berlin eigentlich zu den "neuen" oder den "alten" Ländern? Klar gehört's zu ganz Berlin, aber immer wieder hört man ja von wohn- oder arbeitsortabhängigen Bezahlungsweisen und wer weiß, was da noch alles fein säuberlich diesseits und jenseits des Mauerstreifens differenziert wird.
Manchmal habe ich allerdings auch das Gefühl, dass diesem ehemaligen alten Nicht-Bundesland die jeweils schlechteren Regelungen zugewiesen wurden: miesere Bezahlung, aber höhere Steuern und schnellere Kostensteigerungen...
Es ist nicht leicht, im Internet zuverlässige Aussagen zu finden, als Kostproben kommen hier
3x Wikipedia:
1. Ob West-Berlin zu den alten Ländern gezählt wird... (Absatz: Berlin)
2. Zu unterscheiden sind die Begriffe ostdeutsche Länder... (Anfang, 2. Absatz)
3. Berlin war bereits vor 1990 ein Land... (Absatz: Sonderfall Berlin)
1x Frau Lötsch:
Frau Lötsch (Die Linke) teilt uns mit, das 1998 Westberlin zum neuen Land erklärt wurde.
Und damit ja eigentlich auch den Regelungen der neuen Länder, oder?
Ich frage mich allerdings, warum weiß das außer Frau Lötsch keiner?
(...oder spricht man da nicht gerne drüber?)
Ergänzend noch dies:
Ist seit dem oder vorauswirkend das, was im Bundesstaatlichen Finanzausgleich, Kurzübersicht zu den Regelungen für die Jahre 2005 bis 2019 , Seite 7 unten steht, außer Kraft gesetzt?
Der Bund hat den bisherigen Fonds "Deutsche Einheit" zum 1. Januar 2005 übernommen und in die allgemeine Bundesschuld integriert. Für die Übernahme erhält der Bund eine jährliche Kompensation in Höhe von 2,22 Mrd. Euro von den Ländern. Unter Einrechnung von Entlastungen des Bundes bei den Bundesergänzungszuweisungen und Belastungen aus der Finanzhilfe des Bundes für die Hafenlasten im Zusammenhang mit der Neuregelung des LFA bekommt der Bund von den Ländern einen jährlichen Festbetrag in Höhe von 1,323 Mrd. Euro. Dieser wird neben anderen Festbetragselementen bis zum Jahr 2019 aus dem Umsatzsteueranteil der Länder getragen. Nach Ablauf des Jahres 2019 sind die alten Länder und West-Berlin verpflichtet einen Teil des Restschuldbetrags zu übernehmen, wenn dieser 6,5 Mrd. Euro übersteigt.
Wer genaueres weiß, darf sich hier gerne äußern!PS: Die symbolischen Luftballons (siehe oben), die symbolisch beleuchtetet an einem recht kurzen, touristenrelevanten, symbolischen Stückchen der früheren Mauerposition in den Nachthimmel entlassen werden, wurden so kostensparend wie möglich in einer Potsdamer Behindertenwerkstatt zusammengebaut...., das kostet wenigstens nicht soviel Steuergelder. Die emsigen ArbeiterInnen (behindert und Ostlohngebiet) erhalten auch nur ein symbolisches Zubrot.
PPS: Internationaler Tag der Ballonkünstler ist am 3. Oktober...
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Jette
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Donnerstag, 16. Oktober 2014
Die Schuldbehauptung
"Frauen sind eine Belastung für die Wirtschaft", ja - die Wirtschaft könnte sogar ernsthaft Schaden nehmen. Das sagt zwar nicht Schäuble, sondern eine Frau aus der CSU. Da sag ich:
Dann geh'n Sie doch mal gleich mit gutem Beispiel voran und fangen bei
sich selbst an, Frau Hasselfeldt! Wenn der Herr Schäuble seine "Schwarze Null" erreichen will, müssen zuerst die Frauen abgeschafft oder doch zumindest drastisch reduziert werden, denn die Konjunkturzahlen sinken im gerade noch hochgelobten Deutschen Wirtschaftsaufschwungwunder und die Schuldige ist Gottseidank! gefunden:
Die bis jetzt nur disukierte und noch gar nicht eingeführte Frauenquote in Führungsebenen.
Das ist richtig so, denn wir wissen doch schon lange:
Frauen sind schon immer an allem schuld!
Zum Beispiel:
... an der Scheidungsrate
... am Chaos auf Pekings Straßen
... an Amokläufen
... am Programm von RTL
... an Erdbeben
... am Fachkräftemangel
... an der Ukraine-Krise
... an hormoneller Umweltverschmutzung
... an Kriegen
... an Raubüberfällen
... am "übel thun" der Männer, womit der Herr von der Vogelweide wohl etwas anderes meinte, als Raubüberfälle.
Aber ist es denn ein Wunder?
Die Schuld wurde schließlich schon bei Adam und Eva festgeschrieben und was in der Bibel steht ist die absolute Wahrheit. (Das haben wir ja inzwischen verstanden...)
Hätte Gott die Welt allein den Männern überlassen, wäre das nicht passiert.
Wie konnte dieser brezelige alte Wuschelbartträger nur auf die Idee kommen, eine Frau zu erschaffen‽ Zum Spaß? Aus Langeweile, weil ihm am sechsten Schöpfungstag nichts Vernünftiges mehr einfiel?
Und völlig überflüssig: Er hat ihr ein funktionierendes Gehirn spendiert!
Die irrwitzige Folge: Frauen verlangen, dass Männer sich wie gleichberechtigte Partner benehmen. Nicht nur in der privaten Beziehung, sondern auch in der Öffentlichkeit und im Großen und Ganzen.
Aber das ist sehr schwierig.
Nicht nur für die Männer
- auch für die Frauen.
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Jette
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Mittwoch, 30. Juli 2014
Lach nicht!
Kapitel 1
Kürzlich wollte der erste Minister des türkischen Reiches seinen Töchtern eine lehrreiche Geschichte über den Gehorsam gegenüber einem Imam erzählen."Eine züchtige Magd kommt zum...", doch weiter kam er nicht, denn seine Töchter brachen in schallendes Gelächter aus. Er versuchte es noch einmal: "Eine züchtige Magd...", und wieder lachten die beiden aus vollem Herzen.
"Frau!", rief er nach der Mutter der ungeratenen Töchter, "Frau! Komm sofort hierher!" Da kam seine Frau aus der Küche gelaufen und weil sie dachte, sie hätte irgend etwas falsch gemacht, sah sie beschämt auf den Boden.
"Frau, setz dich zu deinen Töchtern und höre mir zu!" Dann hob er ein drittes Mal an, die erbauliche Geschichte zu erzählen. Doch kaum hatte er die ersten Worte
Und wer hören will, ob die drei immer noch lachen, lauscht hier:
Kapitel 2
Aus lauter Zorn über seine Töchter und ihre Mutter dachte sich der Minister ein neues Gesetz aus, dass das Lachen aller Frauen im Land verbieten sollte. Das neue Gesetz schrieb er auf handgewebte Seide und legte es in eine goldene Schatulle. Die versiegelte Schatulle schickte er mit ergebensten Wünschen und mitsamt zweiundsiebzig leicht erröteter Jungfrauen dem großen Herrscher der Türkei, Erdogan I. Unterwegs wurden die Jungfrauen aber so neugierig, bis sie es schließlich nicht mehr aushielten. Sie entfernten vorsichtig den Boden der Schatulle, so dass das Siegel unverletzt blieb und lasen das Gesetz.Erst waren die Jungfrauen so erschrocken, dass das Rosarot ihrer Wangen dem fahlen bleichen Weiß des Schreckens wich, doch dann musste die erste Lachen. Dann die zweite und bald lachten alle zweiundsiebzig Jungfrauen, dass man es bis zum Thron des Herrschers hören konnte. Der schickte eine Wache aus, nach dem Rechten zu sehen. Als die Jugfrauen den Boten herannahen sahen, setzen sie die Schatuelle schnell wieder zusammen.
"Hört auf zu Lachen," rief die Älteste besorgt.
Kapitel 3
(ist noch in Arbeit - dennnoch wissen wir nicht, ob der unfehlbare Erdogan das Geschenk annimmt und in seiner unendlichen Güte an sein Volk weitergibt....
Oder ob er auch lacht? Oder welche Strafe es bei Missachtung des Gesetzes wohl geben mag? Warten wir's ab.)
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Jette
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Samstag, 11. Januar 2014
Das gute Interview
Ein Fall für die Wurstärztin
Viele Menschen fragen sich gewiss: Was macht eigentlich eine Wurstärztin?
Wir haben für Sie einmal Frau Dr. Perle, in ihrer Praxis besucht.
"Frau Dr. Perle, Sie haben hier ja eine hübsche helle Praxis mitten in der City, - wieviele Patienten behandeln Sie denn täglich?"
"Ach das ist ganz verschieden, durchschnittlich sind es wohl so 10 bis 12 Würstchen am Tag."
"Ach, sind es doch eher die kleinen Patienten?"
"So war das nicht gemeint, aber es kommen durchaus auch kleine Würstchen zu mir. Für Cocktailwürstchen konnte ich jetzt auch endlich ein spezielles Dermatoskop für die Milcheiweißdiagnostik anschaffen. Die ganz großen Würste"
"Ach, das ist ja interessant! Sie behandeln auch Cocktailwürstchen. Ist das nicht besonders schwierig?"
"Eigentlich nicht. Aber neulich brachte so ein kleines Würstchen eine noch kleinere Cocktailtomate mit. Sie kamen direkt von einem Empfang und die Tomate war in einem Fettnäpfchen ausgerutscht und hatte sich dabei eine schwere Risswunde am Rücken zugezogen. Nun bin ich doch in meiner Praxis gar nicht auf Tomaten eingerichtet, aber eine fachgerechte Erstversorgung kriege ich dann schon hin..." Frau Dr. Perle lacht.
"Allerdings musste ich sie anschließend trotzdem noch zum nächsten Veggiekrankenhaus schicken, wo man entsprechendes Nahtmaterial aus Sojaeiweiß vorrätig hat. Bei mir hier in der Wurstpraxis wird ja klassisch mit Darm gearbeitet."
"Das hätte die Tomate wohl nicht so lustig gefunden?"
"Das wäre nicht das Problem gewesen, aber zoogene Materialien verbinden sich nicht so gut mit vegetablen."
"Und was wäre sozusagen ihr alltäglicher Standardpatienten?"
"Das sind eindeutig geplatzte Würste alle Art, ob sie nun zuheiß gebadet wurden oder zu lange am Feuer saßen. Bei letzteren treten oft Kombinationen mit Verbrennungen aller Grade auf, was die Behandlung natürlich erschwert. Manchmal muss ich dann auch amputieren."
"Vielen Dank, Frau Dr. Perle."
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Jette
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Samstag, 11. August 2012
Nachforschungen
Ab und zu versuche ich, herauszukriegen, ob sich in Sachen Frauenleiche am Kupfergraben schon was entwickelt hat. Wo ich nun schon mal quasi dabei war, interessiert mich das Schicksal der toten Frau doch irgendwie. Ein bisschen. Immerhin ist angeblich (laut BZ) kein Hinweis auf Gewalteinwirkung zu finden.
Aber - noch immer weiß keiner, wer da eigentlich von niemandem vermisst wird, doch die Polizei outet sich inzwischen ob ihrer bisherigen Erfolglosigkeit und bittet um Mithilfe...
Bei der Gelegenheit fiel mein Blick mal wieder auf der Polizeiticker, und siehe da, außer ein paar Unfällen und einer geretteten Selbstmörderin war offenbar in den letzten 10 Tagen in Neukölln nichts nennenswertes los...
Nichts nennenswertes? Kaum zu glauben! Da ist bestimmt alles mögliche im Gange...
Wer ansonsten seine Freizeit mit Prozessbeobachtung in Moabit (Turmstraße 91) füllen möchte, hier eine Auswahl von Fällen, die in Neukölln stattfanden:

Mo, 13.8.12, 13h, Saal 704: Versuchte Vergewaltigung
Di, 14.8.12, 9:30h, Saal 736: Schwerer Betrug
weitere Termine bei berlinkriminell.de
Angesichts dieses altehrwürdigen Moabiter Kriminalgerichtes fällt mir wieder eins meiner diesjährigen Geburtstagsgeschenke ein, das ich verschlungen habe, wie andere eine Tafel Schokolade: "Verbrechen" von Ferdinand von Schirach.
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Jette
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Donnerstag, 16. Februar 2012
Tussi tot
Pepita hat ein Röckchen an,
das geht ihr bis zum Knie
und wenn das Röckchen kürzer ist,
dann geht's ihr bis zum
Pepita hat ein Röckchen an,
dass geht ihr ... (usw. immer wieder von vorn)
Tussis habens nicht leicht, das lernen sie schon frühzeitig:
Mädchen die pfeifen und Hähnen die kräh'n
muss man beizeiten die Hälse umdreh'n.
Banane Zitrone
an der Ecke steht ein Mann
Banane Zitrone
der lockt die Weiber an
(... viele Strophen, u. a. mit Babys, platzenden Busen etc., die ich nicht mehr genau weiß)
Alles alte Sprüche.
Heutzutage klingt es bei den 8jährigen kurz und knackig:
Messer rein,
Messer raus,
Messer rot,
Tussi tot.
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Jette
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Dienstag, 31. Januar 2012
4. Fall
"...bis auf den letzten Mensch" peitschte es mir wieder aus dem Radio ins Hirn, nachdem ich schon in den letzten Tagen und Wochen (Monaten?) ständig bei der einen oder anderen akkusativen Fehlbeugung zusammengezuckt bin.
"Bis auf den letzten Mann, die letze Frau und das letzte Kind", wäre ja OK, aber "den letzten Mensch" schmerzt in meinen Ohren.
Manch einer mag mich für zu pingelig erklären, zumal mir selbst ja auch immer wieder Fehler unterlaufen. Aber ich gebe mir trotzdem Mühe und plädiere in keiner Weise für die inflationäre Vereinfachung unserer Sprache. Und: ich bin kein öffentliches Vorbild. Sprecher in Funk und Fernsehen sind das aber. Automatisch, ob sie nun wollen oder nicht.
Kleiner Überblick über die menschliche Formenbildung:
| Singular | Plural | |
| Nominativ | der Mensch | die Menschen |
| Genitiv | des Menschen | der Menschen |
| Dativ | dem Menschen | den Menschen |
| Akkusativ | den Menschen | die Menschen |
Gibt es eine feste Regel für die Akkusativbildung? Nein.
Bei männlichen und sächlichen Nomen geht's nach (mindestens) vier verschiedenen Modellen ziemlich durcheinander und muss quasi auswendig gelernt werden (wenn man es nicht "mit der Muttermilch aufgesogen" hat). Allein die weiblichen Substantive scheinen einem Gesetz zu folgen: Nominativ = Akkusativ. Immer. Außer vielleicht bei dem einen oder anderen Migrationswort? Mir fällt gerade nichts ein, aber das muss ja nichts heißen.
PS: Ehrenhaft ist es ja, wenn im Internet Übungsbögen zum Thema Akkusativ kostenlos angeboten werden, aber wer hat die geschrieben?????
Nein, er kauft kein zwei Flasche Bier, er kriegt sie umsonst:
Hol mir noch zwei Flasche Bier, Flasche Bier, Flasche Bier...
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Jette
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Bröckchen: aufgeschnappt, der kleine Unterschied?, lernen, Migrationshintergrund, neunmalklug, Sprache, Verdruss
Freitag, 21. Oktober 2011
Getrübter Blick
Wegen der "sich eintrübenden Weltkonjunktur" konnte Carla Bruni ganz entspannt ihr Kind alleine kriegen. Glück gehabt. Frau stelle sich vor: Lois de Funes zappelt ums Bett herum....
Ich denke über die "Eintrübung" nach.
Was soll uns die Wortwahl sagen?
Undurchsichtig, abgestanden oder einfach nur traurig?
"Eintrübende Wirtschaftsaussichten belasten Aktienmärkte".
Wolken ziehen auf? Kein Silberstreif am Horizont? Lieber trüb, als gar keine Aussicht?
PS: Der Vergleich von Nicolas Sarkozy und Louis de Funes hat sich ganz offenbar auch schon anderen aufgedrängt...
Mehr aus dem Aktualitätenkabinett:
Rösler: "Viele empfehlen in dieser Zeit Steuererhöhungen, wir machen aber etwas anderes."
Ich muss mal eben grinsen. Klar, was sonst:
"Wir senken die Steuern." Schäuble nickt zustimmend.
![]() |
| Geheimes dokumentarisches Material: Früh übt sich... |
Libyen: Der Träger der schönsten Phantasie-Designeruniformen ist plötzlich, aber nicht ganz unerwartet verstorben...
Was wird aus den Klamotten? (Alte Fotos und kryptische Textilbilder)
Was ist eigentlich aus der berühmten 1060 Paar Schuhen von Imelda Marcos geworden? - Ach so, die lebt ja noch...
Nachtrag: Im Geheimarchiv wurde was verwechselt: Das Foto stellt den jungen Saddam Hussein dar.
Noch'n Nachtrag: Beim Ähnlichkeitswettbewerb stehen für Sarcozy noch die beiden Zappler Stan Laurel und Hans Rosenthal, aber auch der etwas ruhigere "Monk" zur Auswahl.
Für Gadhafi ist das Vergleichsangebot bedeutend größer. Nur eins bleibt ihm ganz allein: Der Sonderpreis für "Bösegucken".
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Jette
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Bröckchen: aufgeschnappt, der kleine Unterschied?, Ecken + Kanten, Fundstück, Geschichte, hm., hoppsala, Jugend, wilde Natur
Freitag, 14. Oktober 2011
Schönheitsideal
| Ägyptische Prinzessin |
Angesichts der aktuellen Mode bei manchen jungen muslimischen Frauen denke ich immer: "ägyptisch" und sehe antike pyramidale Herrscherbilder vor meinem inneren Auge.
Im Internet finde ich zu diesem Thema nur den gebetsmühlenartig wiederholten Hinweis, dass es laut Koran verboten sei, das Kopftuch so zu binden, denn (kurzgefasst:) "wenn Frauen einen Kamelhöcker auf dem Kopf tragen, ist das Ende der Welt nahe!"
Was man relativ leicht herausfinden kann ist, dass es im Koran nicht ausdrücklich empfohlen wird, ein Kopftuch derartig zu binden.
Aber da wird auch nicht empfohlen, Dönergerichte mit der Mikrowelle aufzuwärmen und islamische Fernsehsender über Satellit zu empfangen.
Da ich weder Arabisch noch Türkisch kann, muss ich mich auf Informationen deutsch-schreibender Muslime beschränken und die sind nicht sehr offen mit dem "wie?" und "warum?"
Zu letzterem kommt gar nichts, aber ich gehe davon aus, das die jungen Damen nicht wirklich am "Ende der Welt" interessiert sind.
| Am lustigsten ist das inoffizielle Höcker-Hijab- Verbotsschild! |
Es scheint sich also um ein modisches Geheimnis zu handeln, ähnlich dem, was sich unterm Schottenrock befindet...
Zum Nachschlagen:
Eine hübsche Schädelsammlung aus aller Welt, allerdings unter dem Aspekt, dass es sich beim Deformationskult nicht um das Vortäuschen von mehr Grips (oder unterm Kopftuch von mehr Haaren), sondern um das Nachahmen außerirdischer Götter handeln könnte.
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Jette
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Bröckchen: Alltag, Berliner, der kleine Unterschied?, Form + Farbe, Glaubenssache, hm., hoppsala, Jugend, Migrationshintergrund, Neukölln-Rixdorf, schnieke, Überraschung, Wunder der Technik
Mittwoch, 17. August 2011
Geschafft!
Anderen bei der Arbeit zuschauen ist ein Hobby, dass eigentlich Rentnern und kleinen Kindern vorbehalten ist, aber heute hat's mich auch mal hingerissen. Und nachdem ich eine Weile beim Rumstehen zugeschaut hatte, machte ich ein Foto "Jetzt fang' wa gleich an!":
![]() |
| 10:53h |
![]() |
| 13:45h |
![]() |
| 14:45h |
Endlich Feierabend. Eine letzte Zigarette, Jacken anziehen, leere Flaschen verstauen und los.
Bis zum nächsten Mal.
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Mittwoch, 13. Juli 2011
Junge oder Mädchen?
| Zwei Bengels vorm Supermarkt: Is der niedlich. Wolln wirn mitnehmen? Is dis n Junge oder Mädchen? N Junge! Haste nachgesehen? Nee, aber dis sieht man doch - der hatn Bart! |
|
|
(auch bei Köter & Pöter)
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Jette
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Bröckchen: Alltag, aufgeschnappt, der kleine Unterschied?, hm., Jugend, Neukölln-Rixdorf, Überraschung, wilde Natur
Freitag, 8. Juli 2011
Junge Frauen
Mein Vorschlag: Hundertmal das komplette Regelwerk abschreiben. Vielleicht hilfts.
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Jette
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Donnerstag, 7. Juli 2011
Alte Männer
Alte Männer neigen dazu andere alte Männer in Schutz zu nehmen, wenn sie jungen Mädchen hinterherlaufen und deshalb Ärger kriegen.
Dazu gehört - nicht verwunderlich - auch Herr Scholl-Latour ("Angst ist ein menschliches Instinkt für jedes Tier"), der es einfach nur traurig findet, dass eine "große Politikerkarriere zerstört" wurde, und der beim besten Willen nicht versteht, warum sich ein 20jähriges Zimmermädchen ("die ist doch erwachsen!") nicht ausreichend gegen einen übergriffigen, auch körperlich recht mächtigen Mann wehren kann.
Ja, ich hab ferngesehen. M.Illner. Und war doch dezent erschüttert. Nicht nur über den ältesten Mann in der Runde, alle anderen anwesenden Männer fanden die Angelegenheit Strauss-Kahn auch ziemlich überzogen... (und sowieso: "...im 2. Weltkrieg war alles viel schlimmer.")
Wer gerne mit jammernden Menschen, die sich mit ihrem Schicksal als arme Künstler einfach nicht abfinden können, im Kreis sitzen möchte, dem empfehle ich die monatliche "große Runde"... (die Betroffenen wissen was ich meine).
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Jette
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Mittwoch, 15. Juni 2011
Bunte Welt
Als zukünftige Grafikerin habe ich schon mit zwölf Jahren versucht mir vorzustellen wie es wäre, wenn ich blind wäre und jemand anderem meine Bilder diktiere.
Wenn man will, geht alles, heißt es ja immer so schön und Beethoven hat ja schließlich auch komponiert obwohl er taub war!
Und blinde Fotografen gibts ja auch immer mehr. Taubstumme "Sänger", die mit Gestik und Rhythmus ihr musikalisches Talent äußern, gibt es mit Sicherheit auch schon reichlich.
Gut. Nun sind ja Frauen genetisch mit mehr differenzierter Farbsichtigkeit ausgestattet als Männer, aber manchmal denke ich,
dass sich mit den Jahren immer mehr Farbfehler und Schwankungen in der
Helligkeitswahrnehmung einschleichen...
Wem's ähnlich geht, kann sich hier was zum Testen der eigenen Farbwahrnehmung antun:
1) Feinste Farbschattierungen richtig sortieren
2) Klassischer Ishihara Farbtest (sehr lustig, weil katastrophal übersetzt)
3) Stroop-Farb-Wort-Interferenztest mit ganz anderer Intention...
4) Buchstabentafel zum Ausdrucken (für die, die Schwierigkeiten haben, überhaupt irgendwas zu erkennen...)
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