Donnerstag, 30. Januar 2014

icke mal wieder...AUA!


Wenn ich mich so im Bekanntenkreis rumhorche, scheine ich ein sonderbares Talent zu haben, auf sonderbare Internetseiten zu geraten. Diesmal:  .....ich möcht's eigentlich gar nicht vorher verraten, schaut selber, Zartbeseitete bitte mit Vorsicht, es geht um medizinische Modelle und Krankheitssimulationen. Was ich eigentlich suche, wenn ich auf solche tolle Sachen stoße? Egal. Wenn ich irgendwelche Beispiele für bildliche Darstellungen von diesem und jenem zu allen möglichen und unmöglichen Themen suche, ist es ziemlich egal, welches Stichwort ich eingebe, bei den Ergebnissen schummelt sich immer irgendwas dazwischen, was da nicht hineingehört...

Donnerstag, 23. Januar 2014

Kapuzen


Mindestens einmal pro Woche begegnet mir ein Kapuzenträger der besonderen Art.
Komplett in schwarz, Frühling, Sommer, Herbst, immer die gleiche Kleidung. Nur im Winter ist er mir noch nicht begegnet. Ansonsten trägt er immer die gleiche zu weite dicke Hose, die gleiche zu große dicke Jacke, das Gesicht weitgehend vom Schatten eines Basecapschirms und der darübergezogenen großen Kapuze verdunkelt, den Rest des Gesichts versteckt ein krauser Rauschebart. Bis auf die Nasenspitze.
Den Blick gesenkt, der Schritt leicht federnd, die Hände in den Taschen.
Schwere Depressionen? Sonnenallergie?
Nur manchmal sehe ich ein kleines Blitzen in seinen Augen, dann schickt er kurze,  taxierende Seitenblicke durch die leicht zusammengekniffenen Augen in seine Umgebung.

Nach mehrfacher innerer Überprüfung und Hinterfragung meiner eigenen Gesinnung kann ich mich nicht dagegen wehren, dass ich ihn weder für depressiv noch für sonnenallergisch (also möglicherweise schutz- und mitgefühlsbedürftig) halte, sondern für einen Menschen mit nicht ganz koscherer Gesinnung, vielleicht ein Salafist "in Zivil" oder jemand der sich als Salafist in Zivil verkleidet hat. Beides würde Begründungen erfordern, die ich mit großer Sicherheit nicht akzeptabel fände.
Wobei - in einem Punkt könnte ich mich voreilig geirrt haben - vielleicht ist er ja erst zu dem geworden, was er ist (egal ob echt oder verkleidet, militarstisch oder zivil) nachdem er weder mit seiner Lichtallergie, noch den darauf folgenden Depressionen zurande kam....

So oder so, die verdunkelnde Kapuze, die ein Gesicht quasi verschwinden lässt und seit altersher auch als Symbol für den Tod verwendet wird, arbeitet sich als neuzeitliches Symbol für kriminelle Verhaltensweisen hoch und löst nach und nach das Standardsymbol ab, das - bisweilen recht lustig anmutendes - Diebsgesindel mit Waschbärenbrille auf der Nase und Weihnachtsmannsack auf dem Rücken darstellte. Ihr erinnert euch?

Illustration zum aktuell stattgefundenen
Datendiebstahl...


PS: Ah, - wie ich gerade hörte, sind nun - endlich auch nachweislich - die ersten neueren deutschen Waffensysteme bei der al-Qaida im Gebrauch... . Im August hätte mich Muttis Diener, der für Waffenhandelsbeziehungen zuständig ist, vom Gegenteil zu überzeugen versucht.

Freitag, 17. Januar 2014

Haarscharf vorbeigeschliddert


Wem von Würsten und anderen Schweinefleischprodukten nicht sowieso schon schlecht ist, dem wird's spätestens bei der aktuellen Werbung für ein gewisses Mühlen-Produkt. Jedenfalls beim Zuhören. "Deftig, lecker, fressig!" - bei dieser wirklich gelungenen Formulierung sehe ich ein feistes Gesicht, überquellende Augen, fettige, zermatschte, in den viel zu großen Mund gestopfte Würste, triefendes, aus den Mundwinkeln laufendes Fett und grau-rosa Brei - alles in allem kann ich mir nichts appetitanregenderes vorstellen als Hackfressenfraß...

video

Eigentlich esse ich Leberwurst auch schon mal ganz gerne. Am liebsten eine mit möglichst großen Leberstücken darin, da weiß man wenigsten zu einem erkennbaren Prozentteil, aus was die Wurst besteht. Gibt's aber nur noch recht selten. Leberwurst MIT Leber schmeckt nur eben sehr viel besser, als die, die nur so heißt, vielleicht auch mal durch Leberwurstaroma durchgeschliddert ist, aber ausschließlich aus Fett, Knorpel, Getreide- und Sojaabfällen, Gewürzen, Würze, Stabilisatoren etc. und Farbstoff besteht.

PS: Wie ich jetzt hörte, gibt es Menschen, die behaupten, dass es doch gar nicht "fressig" sondern "fress ich" heißen würde.
Und wenn schon? Macht's das etwa besser?


Montag, 13. Januar 2014

Ursel schnattert mal wieder

Schnatterinchen hat zwar keine Ahnung von Waffen- und Kriegstechnik, aber dass Kasernen Kitas brauchen, war ihr schon lange klar. Deshalb hat sie sich ja auch schon so sehr auf ihren neuen Job gefreut! Bald gibt es dann für alleinerziehende Soldaten im Einsatz auch Kitas am Hindukush. Kindersitze in Panzern werden Pflicht, damit Papi jederzeit seinen Kindern den Arbeitsplatz zeigen kann. Prospekte für schussfeste Babytragetücher, Allwetterkinderwagen und 36-Std.-Fläschchenwärmer in verschiedenen Camouflagemustern von Kiddies Lagershop liegen an allen Casinos aus und können über den zuständigen Kommandeur ihrer Truppe bestellt werden.

Diese Maßnahmen tragen auch auf's vortrefflichste zu frühkindlichen Erfahrungen bei, die eine spätere Berufswahl zugunsten der Bundeswehr positiv beeinflussen dürften. Nachwuchs zu rekrutieren gehört schließlich auch zu Schnatterinchens Aufgabengebiet und da sollte man klugerweise immer bei den Jüngsten anfangen.

Viele Tipps zum Umgang mit Kindern bei der Armee gibt es bestimmt auch in Kreisen ehemaliger Kindersoldaten, aber die wird Urselchen sicherlich schon alle eingeladen haben.

Samstag, 11. Januar 2014

Das gute Interview


Ein Fall für die Wurstärztin


Viele Menschen fragen sich gewiss: Was macht eigentlich eine Wurstärztin?
Wir haben für Sie einmal Frau Dr. Perle, in ihrer Praxis besucht.

"Frau Dr. Perle, Sie haben hier ja eine hübsche helle Praxis mitten in der City, - wieviele Patienten behandeln Sie denn täglich?"

"Ach das ist ganz verschieden, durchschnittlich sind es wohl so 10 bis 12 Würstchen am Tag."

"Ach, sind es doch eher die kleinen Patienten?"

"So war das nicht gemeint, aber es kommen durchaus auch kleine Würstchen zu mir. Für Cocktailwürstchen konnte ich jetzt auch endlich ein spezielles Dermatoskop für die Milcheiweißdiagnostik anschaffen. Die ganz großen Würste"

"Ach, das ist ja interessant! Sie behandeln auch Cocktailwürstchen. Ist das nicht besonders schwierig?"

"Eigentlich nicht. Aber neulich brachte so ein kleines Würstchen eine noch kleinere Cocktailtomate mit. Sie kamen direkt von einem Empfang und die Tomate war in einem Fettnäpfchen ausgerutscht und hatte sich dabei eine schwere Risswunde am Rücken zugezogen. Nun bin ich doch in meiner Praxis gar nicht auf Tomaten eingerichtet, aber eine fachgerechte Erstversorgung kriege ich dann schon hin..." Frau Dr. Perle lacht.
"Allerdings musste ich sie anschließend trotzdem noch zum nächsten Veggiekrankenhaus schicken, wo man entsprechendes Nahtmaterial aus Sojaeiweiß vorrätig hat. Bei mir hier in der Wurstpraxis wird ja klassisch mit Darm gearbeitet."

"Das hätte die Tomate wohl nicht so lustig gefunden?"

"Das wäre nicht das Problem gewesen, aber zoogene Materialien verbinden sich nicht so gut mit vegetablen."

"Und was wäre sozusagen ihr alltäglicher Standardpatienten?"

"Das sind eindeutig geplatzte Würste alle Art, ob sie nun zuheiß gebadet wurden oder zu lange am Feuer saßen. Bei letzteren treten oft Kombinationen mit Verbrennungen aller Grade auf, was die Behandlung natürlich erschwert. Manchmal muss ich dann auch amputieren."

"Vielen Dank, Frau Dr. Perle."


Freitag, 3. Januar 2014

Mehdorn droht mit Rücktritt!

Die Ankündigungen zur Ankündigung der Eröffnung der Flughafens verzögern sich -  Onkel Wowi ist sauer und der Opa Meh will sich vom Onkel nicht anschimpfen lassen.
"Mach doch den Scheiß alleine!"
Da muss der olle Platze vielleicht noch mal zum Vermitteln vorbeikommen, oder wird der Onkel Wowi das arme verkrüppelte BERchen jetzt etwa ganz alleine großziehen?
"Beeeeeeeeeer!"
Fläschchen, füttern, Windeln, Stein auf Stein und ständig neue Diagnosen und Therapien - ob das wohl was wird?
Fragen wir die Mutti, ob sie wenigstens ab und zu einspringt.
"Ich warte mal ab und dann beauftrage ich Tante Ursel."
Die soll ihre Kinderfrau vorbei schicken, besser noch: lieber selber kommen, denn wer Verteidigung und sieben Kinder kann muss Flughafen sowieso können.

Ach, ich freu mich schon auf die nächsten Ankündigungen der Ankündigungen!


PS: Oder springt Pofalla ein, wenn das mit den Bahn-Plänen alles zu heikel wird.....

Mittwoch, 1. Januar 2014

Dem Wahnsinn nahe

könnte man sein, wenn es letzte Nacht wirklich so zugegangen wäre, wie das Foto locker flockig illusioniert:


Entstanden ist das Bild etwa 15 Minuten nach Mitternacht auf der Karl-Marx-Straße mit einer ganzen halben Minute Belichtungszeit. Und da kommt in der Nähe und Ferne schon einiges zusammen, was man sonst alles schön sauber voneinander getrennt und nacheinander zu sehen bekommt.
Dieses Mal weigere ich mich, aus dem feurigen Foto ein Orakel für das frisch angelandete Jahr zu stellen, denn ich sehe gerade nur was wirr-wild-buntes, wie vermutlich jede andere auch, doch wer weiß ...

Es hat aber schon mal gut angefangen, beim erstaunlicherweise absolut gefahrlosem Nachhauseradeln (kurz nach dem Foto) verfolgten mich statt nerviger Böller viele gute Wünsche fürs neue Jahr, die ich hiermit vertrauensvoll an alle Bedürftigen weiterreiche!