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Freitag, 26. September 2014

Respekt!


Ich ärgere mich mal wieder über die Menschen, die ständig von anderen "Respekt!" einfordern aber selbst ganz offenbar nicht wissen, was das ist und Respekt! mit Selbstherrlichkeit und Befehlsmacht verwechseln. Von Kindern mit Migrationshinter- oder vordergrund mal ganz abgesehen, sind es eher die Erwachsenen (auch ganz ohne -grund), die sich den Teufel darum scheren, womit ihre Kinder z.B. gerade auf der Bühne glänzen, weil ihnen der lautstarke Smaltalk am Kuchenstand einfach wichtiger ist. Oder die, die sich habgierig an Sachen vergreifen, die nicht für sie gedacht sind. Oder auch die, die einen aus dem BMW als ...otze beschimpfen (wie schon gestern beiläufig erwähnt), weil man fahrradfahrend den dafür nötigen Teil der Straße in Anspruch nimmt.

Samstag, 21. Juni 2014

Tag der Verkehrssicherheit


Hab mich mal getraut, ein Beweisfoto zu machen....
Hab mich dabei gefühlt, wie ein hässlicher, hinterhältiger, gemeiner Denunziant und gehofft, dass der Wagenbesitzer nicht angegelaufen kommt, um mir die Kamera wegzureißen...
Furchtbar.
Dabei ist es doch so schön, dass die Karl-Marx-Straße endlich einen Radweg, respektive "Schutzstreifen" hat. Wenigstens teilweise. Und glücklicherweise nicht überall zugeparkt. Meistens aber an gefährlichen oder engen Stellen, so dass das Ausweichen zu einem riskanten Manöver werden kann.

Was man auf dem Foto nicht sieht: An dieser Stelle befindet sich auf der Mitte der Straße die Insel eines Fußgängerüberwegs (rechts sieht man die dazugehörige abgesenkte Bordsteinkante).

Ach und übrigens, liebe meist junge männliche, aber auch weibliche, allesamt innerlich blonde, trödelnde und eilige "Radfahrende" auf Fahrrad- und Schutzstreifen (und anderen Radwegen):

Und nicht erst dann, wenn Falschparker auftauchen...

Mittwoch, 1. Januar 2014

Dem Wahnsinn nahe

könnte man sein, wenn es letzte Nacht wirklich so zugegangen wäre, wie das Foto locker flockig illusioniert:


Entstanden ist das Bild etwa 15 Minuten nach Mitternacht auf der Karl-Marx-Straße mit einer ganzen halben Minute Belichtungszeit. Und da kommt in der Nähe und Ferne schon einiges zusammen, was man sonst alles schön sauber voneinander getrennt und nacheinander zu sehen bekommt.
Dieses Mal weigere ich mich, aus dem feurigen Foto ein Orakel für das frisch angelandete Jahr zu stellen, denn ich sehe gerade nur was wirr-wild-buntes, wie vermutlich jede andere auch, doch wer weiß ...

Es hat aber schon mal gut angefangen, beim erstaunlicherweise absolut gefahrlosem Nachhauseradeln (kurz nach dem Foto) verfolgten mich statt nerviger Böller viele gute Wünsche fürs neue Jahr, die ich hiermit vertrauensvoll an alle Bedürftigen weiterreiche!

Dienstag, 10. Dezember 2013

Mach dir nichts draus


Ein Lied für alle Winterradler mit Badewanne


Ist es draußen allzu naß,
Regen peitscht dich von Nordost,
macht das Radeln keinen Spaß,
doch es gibt noch einen Trost:

    Mach dir nichts draus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    du hast ne warme Badewanne!

Bläst Sturm, wird zum Taifun,
wehts eiskalt dir durch jede Naht,
frierst du wie des Schneiders Huhn
bei null und noch viel wen'ger Grad.

    Mach dir nichts draus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    du hast ne warme Badewanne!

Kommen Eis und Schnee geflogen,
klirrt Frost gar bitterkalt oweh,
Glatteis zieht in steilem Bogen
dich zu Boden in den Schnee.

    Mach dir nichts draus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    dir macht das gar nichts aus,
    du hast ne Wanne zuhaus,
    du hast ne heiße Badewanne!

Dienstag, 10. September 2013

Distanzierungshilfe oder Abstandhalter


Ich bin mal wieder zornig und vielleicht wird das folgende hier auch mal von den richtigen Kandidaten gelesen....

Ich fahre gerne Rad und ich führe  noch viel lieber, gäb es weniger Fahrradhasser in Berlin (ich betone BERLIN, denn ich war gerade mit dem Rad z.B. in Hamburg unterwegs und habe dort nichts vergleichbares erlebt!)...

Heute: Der Abstandhalter

Für viele Autofahrer sind Sicherheitsabstände grundsätzlich was ganz grässliches und ganz besonders, wenn es darum geht, Verkehrsteilnehmern in Form von Radfahrern ausreichend Platz einzuräumen. Für einen Radfahrer bedarf eines ziemlich dicken Fells und gesunden Selbstbewusstseins, sich weit genug links auf einem Fahrstreifen aufzuhalten, wo einen plötzlich aufklappende Türen garantiert nicht erwischen können. Es wird gehupt, geschrien, dämliche Handzeichen ereichen den Radler und manchmal muss man froh sein, wenn der Beifahrer eines zu dicht vorbeifahrenden Autos nicht aus dem Fenster heraus handgreiflich wird.
Diese Abbildung soll denen helfen, die in der
Fahrschule das Kapitel: "Vom Umgang mit anderen
Verkehrsteilnehmern" geschwänzt oder nicht
verstanden haben.
Und vor allem: Um ein Fahrrad so zu überholen, wie es sich den Verkehrsregeln gemäß gehört, muss man (sich nämlich NICHT dicht vorbeiquetschen, sondern) den Blinker anschalten und einen, zumindest teilweisiger Spurwechsel vornehmen! Aber um auf diese Weise zu überholen, müsste man ja wissen, wo der Blinker ist. Doch aus irgendeinem seltsamen Grund treten unglaubliche viele Autofahrer in den undurchschaubaren Urwald des Vergessens, wenn Radfahrer im Spiel sind, wie beispielsweise auch beim rechtzeitigen Anzeigen einer Rechtsabbiegeabsicht.

Wenn Radfahrer auf Radwegen fahren und von rechts aussteigenden Beifahrern zu Fall gebracht werden, und die Radfahrer im Unfallfall eine Teilschuld kriegen sollen, wenn sie keinen Helm aufhaben macht mich zornig, denn auch das ist wieder eine Maßnahme, mit der Autofahrer vor den Radlern und deren Unfallfolgekosten geschützt werden sollen und die nicht für ein besseres Miteinander sorgt.

Ich erinnere mich an die Zeit, in der sich Autofahrer, die auch schon vor 30 Jahren keinen Sinn darin sahen, Rücksicht auf Radfahrer zu nehmen, so lange künstlich darüber aufregten, dass die eigentlich recht sinnvollen Abstandskellen völlig irritierend und so UNGEWOHNT seien und deshalb angeblich zur VerkehrsUNsicherheit beitrügen, - bis die Dinger tatsächlich verboten wurden. 

Das einzige, was aus immer mehr Airbags, Sicherheitsgurten und Helmen folgt, ist immer mehr Ignoranz und Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen und immer mehr lebensgefährliche Ausweichaktionen in vermeintlicher Sicherheit.

Merke: Es gibt keine Versicherung GEGEN Unfälle außer die eigene Aufmerksamkeit ALLER Beteiligten.

PS: Liebe Fahrlehrer!
Könntet ihr bitte euern Schülern deutlicher vermitteln, dass auch eine autofahrende Gesellschaft nur als Miteinander funktionieren kann? Könntet ihr vielleicht den radfahrenden Verkehrsteilnehmer nicht nur am Rande erwähnen, sondern bewusst den Umgang mit ihm üben, üben, üben...Und immer wieder deutlich betonen, dass das Bestehen der Fahrprüfung nicht der Aushändigung einer Lizenz zum Töten entspricht?

Donnerstag, 18. Juli 2013

Tour de Frosch(fr)esser

bergauf in Gluthitze
Zur gerade laufenden Tour de France muss ich unbedingt noch eine Filmempfehlung loswerden:
"Das große Rennen von Belleville" von 2003. Der Originaltitel "Les Triplettes de Belleville" weist darauf hin, dass da neben dem radfahrenden Champion und seiner ehrgeizigen Großmutter ein Kleeblatt durchgeknallter Drillingsschwestern eine Rolle spielen, die dem Film nicht nur musikalisch wunderbare Dienste leisten, sondern auch zeigen, was man so alles mit Fröschen anstellen kann, damit sie ein leckeres Abendessen hergeben.
gefrorener Frosch am Stiel


Ich bin ja eigentlich kein Zeichentrickfilmfan, aber das liegt hauptsächlich am Disney-Einheitsdesign in Form, Farbe, Sound und Schlag-drauf-Humor, das ich unendlich langweilig finde.

Wie man nun zu recht ahnt: Belleville kommt ganz anders und stachelbeerbeinig komisch daher. Dazu ist der größte Teil der Hauptdarsteller in dieser Geschichte älter als 60 Jahre (oder sieht zumindest so aus), was auch zu einem recht speziellen Charakter beiträgt.

Vielleicht läuft der Film ja irgendwann mal wieder bei ARTE oder man muss sich das Video/DVD besorgen.
Unbedingt!

PS: "La Vieille Dame Et Les Pigeons" ist ein kürzerer Film des Autors Sylvain Chomet (englisch mit französischen Untertiteln) bei YouTube.

Samstag, 7. Juli 2012

15 Euro, bitteschön!

Seit einigen Tagen sind sie wieder unterwegs, die kleinen verhinderten Dorfpolizisten. Aber um sich den Traumberuf in grüner Uniform zu erfüllen, muss man eben mehr können, als BZ lesen...
Dass (Nord-)Neukölln zu den fahrradunfreundlichsten Gegenden Berlins gehört, habe ich ja schon mehrfach erwähnt: keine Radwege und viel großes Kopfsteinpflaster, das nicht nur die Gelenke zermürbt, sondern auch zur Falle für Reifen, Felge und nicht zuletzt den alle-Verkehrsregeln-einhaltenden Radfahrer werden kann, wenn man in zu breit geratenen Fugen zwischen den Wackersteinen stecken bleibt, während hinter einem ein LKW mit überhöhter Geschwindigkeit herandonnert ...*

Nun gut - zurück zu den BZ-Bildungsbürgern.
Sie haben irgendwann am Anfang der vergangenen Woche gelernt, dass für den Kontakt eines Fahrrads mit dem Bürgersteig 15 Euro kassiert werden können. Und so begegne ich nun täglich kleinen älteren Herren, die - sonst keiner sinnvollen Beschäftigung nachgehend - mit bösem Blick und aufgehaltener Hand herumstehen um von (sogar schiebenden) Radfahrern ihr Taschengeld einzufordern.

So sind sie, die Neuköllner.
Tapfer, amtsanmaßend und irgendwie putzig.

*) Selbst erlebt in der Kirchhofstraße, 10km-Zone...

PS: Es gibt hier auch selbsternannte Dorfpolizisten beiderlei Geschlechts, die sogar vor gefährlicher Körperverletzung nicht zurückschrecken und sich völlig im Recht fühlen, wenn sie versuchen, einen auserwählten Radfahrer mal eben mit Anlauf und einem gut gezielten Faustschlag mitsamt dem Rad in den fließenden Straßenverkehr schubsen...


Anmerkung: Die Illustration wurde mal wieder mit wordle erstellt (funktioniert nur, wenn Java für Onlineanwendungen installiert ist).

Samstag, 23. Juni 2012

Baustelle Richardstraße


Eineinhalb Jahre soll die Rekonstruktion der Richardstraße dauern. Was genau unter "Rekonstruktion" zu verstehen ist, verraten die Konzeptoren in einer 32-seitigen Broschüre.
Wer nun denkt, dass das Dorf wieder Sandwege bekommt, liegt schwer im Irrtum. Stattdessen soll es wohl ein fröhlicher Wechsel aus "Großsteinpflaster" (hallo Radfahrer!) und Asphalt werden. Ergänzt wird das Ensemble durch ein Vorgärtlein für eine kleine Kirche, neue Einbahnstraßen und weitere Fahrbahnverengungen. Da staunt man doch ein wenig über soviel kühne Rekonstruktionsphantasie!


Wenn Maßnahmen solcher Art so lange dauern sollen, muss man sich als Anwohner irgendwie damit arrangieren. Das heißt nicht nur, dass man mehrmals täglich Einzelgeleit von Bauarbeitern erhält, die mal eben die Zäune exklusiv öffnen, es heißt auch, den täglichen Anblick von Stein- und Sandhaufen, Dreck, Rost, und sonstigem Baugelumpe auch ein bisschen positiv zu empfinden. Auch Baustellen mit ihrem vielfältigen Zubehör entbehren nicht einer gewissen Ästhetik, und so habe ich mal wieder den Fotoapparat aus der Tasche gezogen...


Empfindsamen Gemütern kann man im übrigen nur davon abraten, solche Fotos zu machen, denn es gibt Passanten, die sich schnell verpflichtet fühlen, einem per mehrfachem und eindeutigem Handzeichen einen kolossalen Dachschaden zu bescheinigen. So geschehen bei der Entstehung des links stehenden Bildes am 23.6.12, 14:23 Uhr Ecke Jan-Hus-Weg.

Mittwoch, 30. November 2011

Sicherheit


Neue Moden erfordern mitunter auch die Anpassung von Sicherheitsmaßnahmen. Und so sah ich dieser Tage ein junges muslimisches Fräulein mit verhüllter Turmfrisur auf dem Fahrrad flott vorbeiradeln. Und da sie schon zur Generation Fahrradhelm gehörte, hatte sie eben diesen ordentlich am Ende der Turmfrisur plaziert.

Was ich beim schnellen Vorbeihuschen nicht erkennen konnte, war die Befestigungstechnik.... aber eins ist klar: Ich fordere hiermit ein sofortiges Höcker-Hijab-Fahrradhelm-Kombinationsverbot!

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Putzmaschinenralley

Ich höre sie schon von weitem, ahne aber nicht, mit welchem Tempo zwei wildgewordene Jungojetfahrer die Böhmische Straße runterfegen.
Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und kann mich im letzten Moment auf den Bürgersteig retten, während die beiden bei ihrer Ralley das äußerste aus den Putzmaschinen rausholen. Dass sich diese Straße in einer verkehrsberuhigten Zone mit einer Begrenzung auf 30 Stundenkilometer*) befindet, scheint wurscht zu sein. Und "beruhigt" sind die Dinger sowieso nicht. Warum die derartig laut **) sein müssen, wenn weder gesaugt noch gefegt wird, ist nicht nur mir schleierhaft.
Das Jungojetrennen findet saisonabhängig mehrmals wöchentlich statt, gerne irgendwann zwischen 18 und 20 Uhr in Richtung Norden und wird natürlich und erst recht auf der Donaustraße fortgeführt. Bitte halten Sie zu dieser Zeit Kinder, Hunde und Fahrräder fest oder besser fern, um den ordnungsgemäßen Ablauf des Rennens nicht zu stören!


Ein Nest der orangefarbenen Flitzer befindet sich am Ende der Nobelstraße.
Es gab auch mal Zeiten, da war der kindliche Wunsch "ich will Müllfahrer werden" durchaus was ehrbares. Heutzutage könnte der Reiz im Herumrasen liegen.

*) In der 10km-Zone fahren sie dann nur 30km/h. Einer von ihnen, den ich am Richardplatz wagte, auf diese Geschwindigkeitsbegrenzung hinzuweisen, wollte mir ziemlich pampig weismachen, dass er 30 fahren dürfe und ich die Klappe halten solle. (Der war übrigens keine "Berliner Schnautze", sondern eindeutig süddeutsch.)

**) Laut Angabe: 78db. Die Dezibelangabe alleine reicht aber nicht für eine klare Bestimmung, denn sie wird je nach Tonhöhe sehr verschieden wahrgenommen. Die Geräuschmischung der Maschinen enthält sowohl tiefe als auch sehr hohe Töne, die bei knapp 80db sehr verschieden auf- und eindringlich sind.
Zum Vergleich auch dies: ein Rasenmäher hat ca. 70 db, ein Presslufthammer ca. 80db. Bei der Stiftung Warentest ist der Hammer noch lauter, aber da gibt's ja auch verschiedene Modelle...

PS: Wer private Ralleys veranstalten will: man kann die Dinger auch gebraucht kaufen (für ca. 50.000 Euro) und mit einem geschickten Tuning bestimmt noch um einiges schneller (und lauter) machen! Aber Achtung in der Kurve: ob die Jets den "Elchtest" bestehen, halte ich für fraglich.


Samstag, 25. Juni 2011

Neuköllner Baustellen

...glänzen auch schon mal durch ein ausgeprägtes Pfeilchaos.

Donnerstag, 16. Juni 2011

...des andern Freud'

Dass Radwege gerne mit Flaschencontainern verwechselt werden ist nichts neues, dass aber jemand sorgfältig seine Glasplatte um die Wegbegrenzung faltet ist neu:

Kleinkunst in der Karl-Marx-Straße

Freitag, 25. März 2011

Toter Winkel

Irgendwer behauptete mal vor Jahren, dass der 25. März der "Tag des toten Winkels" sei.
Man sollte ja meinen, dass der mit zusätzlicher Spiegelpflicht inzwischen beerdigt sein könnte. Wer aber häufig mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß, dass viele Autofahrer (und nicht nur die -Hersteller) sich strikt dagegen wehren. Sie pflegen und kultivieren die toten Winkel, sehen selbst da welche, wo keine sind und ich sehe ihnen in ihren eigenen Rückspiegeln dabei zu.
Zack!!! - schon wieder abgeklemmt, die Vorfahrt, Durchfahrt - oder welche Rechte im öffentlichen Straßenverkehr auch immer - genommen.

"Ach tut mir leid, hab ich nicht gesehen, muss wohl der tote Winkel gewesen sein", wäre noch die harmloseste Reaktion, normalerweise muss man sich aber in der Situation, in der man gerade noch um sein Leben gezittert hat, auch noch zusätzlich zusammensch... lassen.

Dass Neukölln nicht gerade radfahrerfreundlich ist, hatte ich meines Erachtens schon an dieser Stelle beklagt. Dass man in bestimmten Gegenden und/oder zu bestimmten Uhrzeiten lieber auf den Fußweg ausweicht, weil es auf der Straße lebensgefährlich ist, ist natürlich gegenüber Polizeibeamten und Ordnungsamtsangestellten kein zugkräftiges Argument. Da ich hier nicht zu Ordnungswiedrigkeiten aufrufen will, während ich an den Schutz des Leben vieler Neuköllner Radfahrer denke, halte ich jetzt vor dem weiteren Verlauf des laut Denkens lieber die Klappe...

PS: Ich hab gerade einen toten Winkel in meiner Wohnung entdeckt, da wohnen drei dicke Staubmäuse. Die kuscheln sich schön warm aneinander, als gäbs keinen Frühling. Ich glaub ich schick sie mal nach draußen!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Berliner Wintersport

Bike Sliding erfreut in diesem Jahr ein immer größeres Publikum, Schneeradeln wird zum neuen innerstädtischen Breitensport!
Außerdem finden immer mehr Skisportler den Weg zum ehemaligen Flughafengelände, dort werden regelmäßig die Langlaufloipen nachgezogen. Aber auf dem Wege dorthin ist - die Bretter auf dem Rücken festgeschnallt - eine Fahrradrutschpartie die ideale sportliche Ergänzung!

Zurück vom Einkauf
PS: Für Neueinsteiger:
Hauptverkehrsstraßen sind zwar geräumt oder gesalzen, werden aber in den oft nur schmalen Furten von meist unberechenbaren Autofahrern in Beschlag genommen. Auf den Nebenstraßen ist das Fahren aus anderen Gründen fast unmöglich, denn was wie Zuckersand aussieht, verhält sich auch so ähnlich, um so beigefarbener desto schlimmer. Deshalb sucht nach schwarzen, weißen oder schwarz-weiß-gepunkteten Wegen. Fast ideal in diesem Jahr sind die meisten Bürgersteige!
Extra dicke Handschuhe und Kniewärmer nicht vergessen!
Viel Spaß.

Freitag, 20. August 2010

Ey Alder!

Isch weiß, wo dein Haus wohnt!
Google auch.
Und warum willst Du nicht, dass es auch andere sehen?
Ist das Haus hässlich?
Fehlt die Baugenehmigung?
Sollen andere nicht neidisch werden, z.B. in Burkina Faso?

Google hat mich vor zwei (oder drei?) Jahren vor fremden Gärten abgelichtet, als ich gerade von Friedrichshain nach Hause radelte. Da bin ich mal gespannt, ob ich mich wiedererkenne.

Was ist, wenn der Gartenbesitzer Widerspruch einlegt, ich aber nicht?

So.
Spaß beiseite. Natürlich wird nach neuen Gesetzen gerufen, um Öffentlichkeit und Privatheit klarer von einander abzugrenzen.
Mehr lesen hier.

Aber was nun schon seit dem Ende des letzten Jahrtausends von den jeweiligen Regierenden blauäugig und sinnlos verschleppt wurde, wird jetzt auch nicht schneller (und vor allem gut überlegt und nicht nur für die nächsten Wahlen hingehuschelt) über die Bühne gehen, so dass unser aller Datenschutzpeter da wohl nicht mehr viel mitreden wird, da seine 2x5-jährige Amtszeit 2013 jäh zu Ende ist...


Montag, 16. August 2010

Meiner ist echt!

Jette hat zwar ihren Führerschein an einem 1. April gemacht, was viele auch für etwas grenzwertig halten, aber er ist trotzdem echt.
An vielen anderen Tagen in den letzten Jahren hat offenbar (laut Meldungen in Presse und Funk) eine ungezählte Menge von nicht deutschsprachigen "Fahrschülern" in Berlin sogenannte Fahrerlaubnisse erhalten, ohne dass ihnen jemals auch nur andeutungsweise - und jetzt kommen wir auf den Punkt -  mitgeteilt wurde, dass Radfahrer gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind! Und nicht nur die.
Und nicht nur das.

Ein anderer Punkt erklärt sich nun auch: Warum können Araber, Türken und Vietnamesen nicht einparken, auch wenn die Lücke 10 Meter lang ist? Weil sie das Lenkrad und die Gangschaltung nicht bedienen können.
Das muss man doch wissen, dann kann man auch ganz anders damit umgehen! Nun wird aber endlich auch deutlich, warum es so peinlich ist, wenn dann jemand helfen will...


Der Text auf dem Plakat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung müsste in diesem speziellen Fall noch mal überarbeitet werden. Z.B. "Du kannst noch weniger Denken als ...."

Sonntag, 9. Mai 2010

Raus auf's Feld

Ich steh ja nicht so auf Massenveranstaltungen, aber heute Nachmittag bin ich dann auch mal raus auf's Tempelhofer Feld zur Parkeröffnung geradelt.
Und trotz der relativen Fülle - 10.000 sollen dagewesen sein - finden sich halbwegs stille Ecken für klärende Gespräche.


Nur "halbwegs still" deswegen, weil gleich nebenan ein eingezäuntes Vogelschutzgebiet ist, auf dem recht chaotisch rumgefiepst wird!
Dahinter schließt sich eins der beiden Hundeauslaufareale an (ich dachte, das Gelände soll hundefrei sein???), das aber geschlossen ist, weil ein Fuchs dort brütet.
Die werden sich noch wundern, wie schnell aus einem Fuchs 40 werden....


Und die Hunde werden auch sehr viel Freude an diesem schönen Stück Wiese haben, so völlig frei von Bäumen und Büschen, dass es einem schwindelig werden kann. Dass Hunde zum Kacken auch lieber hinter'n Busch gehen, wo keiner zusieht, scheint sich bis hierher noch nicht rumgesprochen zu haben.

Und was ist mit der Rixdorfer Rosa -Linie?


Sie markiert einen Weg für Radfahrer, Skater und Läufer einschließlich Meter-Angaben, damit man weiß, wie weit man auf der Landebahn schon vorwärts gekommen ist. Und weil der Weg lang, kein Mülleimer auf der Strecke und keine Tasche in der Sporthose ist, liegt der erste Schokoriegelverpackungsmüll auch schon da.

Na, dann sind wir mal gespannt, wie's weiter geht.

PS: Wer die rosa Linie gerne noch mal größer und fetter hat, schaut hier!

Mittwoch, 10. Februar 2010

Bike Sliding

und Extrem Bike Sliding - zwei Sportarten, auf die ich mich schon im September gefreut hatte, über die ich aber bis jetzt vergaß zu berichten. Der Winter war und ist immer noch ideal für diesen Winterspaß! Wer sein Fahrrad überhaupt nach draußen gekriegt hat (ich erinnere an eingefrohrene Schlösser), der hatte seine wahre Freude.
Wurden noch im letzten Jahr vom Streusplit sämtliche Reifen wieder und wieder zerschnitten, so war in dieser Saison weitgehend Ruhe, denn die Splitvorräte wurden offenbar inzwischen nicht wieder aufgefüllt, was den Sliding-Sport zu einem uneingeschränkten Vergnügen macht!
Kleiner Tipp: Die Straßen sind zum Fahren da, die Sliding-Parcours befinden sich auf Gehwegen und in Parkanlagen!
Das freut auch den Fußgänger, der den Bike-Sportler nun hautnah erleben kann.

Freitag, 5. Februar 2010

Das Gute am Winter


(13 Argumente für alle, die ihn satt haben)

Die sogenannten Winterdienste werden an ihre Existenzberechtigung erinnert (nur leider fühlen sie sich mangels Training handlungsunfähig und völlig überfordert).

Hausbesitzer stellen fest: Kohleöfen hatten auch Vorteile: Asche!

Jetzt ist die beste Zeit, um Cremevorräte auf rauhen Häuten aufzubrauchen.

Man kann die Schlittschuhe mal wieder entmotten und zum Spaß auf der inzwischen über 10 cm-dicken Eisschicht auf dem Balkon ausprobieren.

Man erfreut sich an selteneren Schönheiten der Natur, wie z.B. 40 cm lange Eiszapfen.

Man erinnert sich, dass man vieles auch zu Fuß erledigen kann (wenn die Autobatterie leer ist oder das Fahrradschloss eingefroren).

Man trainiert beim Gehen auf Eis und Schnee Muskelpartien in den Beinen, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt.

Man erfährt beim Radfahren auf Eis und Schnee Rücksichtnahmen anderer Verkehrsteilnehmer, die eigentlich zu jeder Jahreszeit vorhanden sein sollten.

Tiefgekühlte Lebensmittel aus dem Supermarkt bleiben auch bei längeren Wegen unbeschadet.

Man kann mehr als sonst von Tiefkühlware leben, denn Kühlschrank und das Eisfach können durch den Balkon erweitert werden.

Bei viel Schnee ist es selbst in der Stadt verhältnismäßig leise.

Heerscharen von Insekten werden mal wieder dezimiert. Hoffentlich.

Und für Allergiker: Der Pollenflug fängt noch nicht im Januar an.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Zwei Flocken aus Schnee

falln herab aus größer Höh...

Na klar, kaum schneit's, bleiben radfahrende Männer lieber zuhause oder - die diesjährige Variante - die wenigen Herren, die noch am Straßenverkehr teilnehmen, fahren wie die Henker (die meisten der wenigen) und frau wundert sich, dass sie sich nicht von einer Fresse auf die andere legen!
Warum ich eigentlich, obwohl im Besitz einer Monatskarte, bei Minusgraden und Schneefall mit dem Rad zwischen Neukölln und Tiergarten pendele, weiß ich gerade auch nicht so genau.
Ich vermute, das könnte auch am Profil der schönen neuen Reifenmäntel liegen. Auf diese Weise bestens wetter-(und hoffentlich auch zu gegebener Zeit streusplit-)fest eingepackt, fährt das Rad fast von alleine und hat richtig Spaß daran, hübsche Muster in den Schnee zu stempeln.