"Machst Du auch SM?"
"Hä?"
"Na SM?"
"Spinnst du?!"
"Man ey, soziale Medien!"
Wenn das letzte Wort dann auch noch wie "Mädchen" klingt, ist wirklich alles klar...
PS: Heute ist internationaler Tag der Übersetzung
Mittwoch, 30. September 2015
SM-Dialog
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Jette
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Freitag, 13. Februar 2015
Ene mene...
Auf der Suche nach Abzählreimen, die mit "ene mene" anfangen, stieß ich recht zügig auf diese vier:
Ene mene mopel,
wer frisst Popel,
süß und saftig,
für eine Mark und achtzig,
für eine Mark und zehn
und du darfst gehn. Niedersachsen
Ene mene micken macken,
eene Fru, de kunn nich kacken,
nimmt ’n Stock,
bohrt ’n Loch,
schit ’n halben Heringskopp. Ostfriesland
Ene mene mink mank pink pank
ene mene acke backe eia peia weg. Berlin
Ene mene titschn tatschn
ene in die Fresse klatschn
ene noch dazu
und raus bist du. Sachsen
Für alle vier Variationen gab es Herkunftsangaben (ich hab sie versteckt hinter der jeweils letzten Zeile).
Beachte: Nur weil der "in die Fresse klatschen"-Reim den Sachsen zugeordnet wurde, darf man aber nicht davon ausgehen, das der Sachse ansich durch die frühe Sozialisation mit solch alten Kinderreimen ein natürlicheres Verhältnis zur Gewalt gegen Mitmenschen entwickelt hat, als die Einwohner anderer deutscher Gegenden.
Ah, und hier noch eine vermutlich bairische Variante:
Ene mene mackel
die Sau treibts mit dem Dackel
ene mene muh
und raus bist du.
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Jette
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Mittwoch, 7. Januar 2015
Juggelmuggel
Dieser Tage lernte ich das Wort "Juggelmuggel". Das käme, laut Armin Müller-Stahl, aus dem Ostpreußischen und bedeutet "Zuckerei". Wie ich inzwischen aber auch weiß, handelt es sich dabei um die ostpreußische Aussprache des jiddischen Wortes Kogel-Mogel (גוגל מוגל)
.
Die Vorvorderen meiner einen Großmutter kamen - soweit ich weiß - auch aus Ostpreußen und deshalb durfte ich bei ihr wohl auch regelmäßig Zuckerei genießen: Rohes Eigelb mit Zucker und etwas Milch; die unalkoholische Form von Eierlikör. Lecker! Das habe ich mir auch später gerne selbst gemacht.
Bis die ersten Warnungen kamen, dass man von rohen Eiern grundsätzlich Abstand nehmen solle. Wegen der Salmonellen. Das ist ziemlich blöd, denn Eierlikör (die desinfizierte(?) Variante) mag und mochte ich dagegen überhaupt nicht und nie .... brrrrr! Andere können sich nicht vorstellen, dass man rohe Eier überhaupt (auch garantiert salmonellenfrei) verzehren kann und ekeln sich vor Zuckerei - aber erstaunlicherweise nicht vor Eierlikör!
PS: Goggelmoggel auf italienisch
PPS: "Humpty Dumpty" (oben rechts) hat eigentlich gar nichts mit Zuckerei zu tun, außer dass es sich um was eierartiges handelt und in der deutschen Version von "Through the Looking-Glass, and What Alice Found There" (Alice hinter den Spiegeln) von Lewis Caroll als "Goggelmoggel" übersetzt wurde.
PPPS: hat "Goggel" was mit Gockel oder Hühnern/Federvieh im allgemeinen zu tun? Und "Moggel" was mit kullern, Murmel, Kugel, Muggelstein? (Woher haben "Muggelsteine" eigentlich ihren Namen?) Zusammengefasst wäre das dann was kleines, rundliches von einem Hühnervogel...
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Jette
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Freitag, 28. November 2014
Terror Toby
Da wird aus Geburtstagswürdigungsgründen ein Name im Radio erwähnt und - zack! - erinnere ich mich an ein Lieblingsbuch früherer Zeiten.
Diesmal "Kein Kuss für Mutter" von Tomi Ungerer. In der Geschichte sorgt Katzenkind Toby Tatze für reichlich anarchischen Terror in den heimischen vier Wänden und seine Mutter für nervige Küssereien.
Der Herr Ungerer gehörte auch mal zu Geschichten-erzähl-und- illustrier- / Kinderbuch-Favoriten, geriet mir aber irgendwie in Vergessenheit. Woran lags?
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Jette
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Sonntag, 23. November 2014
ohne Titel
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Jette
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Freitag, 7. November 2014
Winterspielplatz

Unbedingt empfehlenswert: Der neueröffnete Rixdorfer Indoor-Spielplatz für Winzlinge in Begleitung Erwachsener. Immer Donnerstags und immer zwischen 15 und 18 Uhr. Immer im Gemeindesaal hinter der St. Richardkirche in der Schudomastraße. Zur Premiere kamen mehr als 25 Kids verschiedener Nationen und Religionen zwischen 0 und 5 Jahren und hatten viel Gaudi, als über 100 Luftballons auf sie nieder purzelten.
Wenn sich noch mehr ehrenamtliche Helfer finden, kann in Zukunft vielleicht sogar noch an einem weiteren
Tag geöffnet werden?
Die Einrichtung wurde initiiert von sämtlichen Rixdorfer Kirchengemeinden (Evangelische, Katholische, Freie, Brüder und Reformierte) und für die Grundausstattung unterstützt vom QM und einigen anderen.
Sehr schön!
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Jette
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Mittwoch, 22. Oktober 2014
Schöne Berufe VII
Manche Kinder haben sehr besondere Vorstellungen von ihrem zukünftigen Berufsleben.
Ich meine aber nicht die eigentlich schon ziemlich überholten Standards, wie Pilot, Feuerwehrmann, Pferdezüchterin oder Kinderärztin. Nein, ich meine die besonderen, die außergewöhnlich schrägen, in keiner Weise realisierbaren, wie zum Beispiel:
"Hypnotiseur vom kleinen dicken Ritter"
Großartig!
Das Kind, das einst auf die Frage "Was willst du denn mal werden?" diese schöne Antwort formulierte, ist inzwischen selbst erwachsen und ich wäre schon recht neugierig, zu erfahren, was tatsächlich aus ihm geworden ist. Da ich aber diesem weit außerhalb meines Bekanntenkreises befindlichen Knaben beim Fernsehquiz "die Montagsmaler" lauschte, ist die Chance verhältnismäßig gering. Es sei denn, jemand entsinnt sich. Nach einigem Nachdenken oder genauso plötzlich, wie mir dieser hervorragende Berufswunsch gerade eben durch die weit geöffnete Tür meiner Erinnerungsabteilung stolperte.
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Samstag, 18. Oktober 2014
Alex & Dörte
Bald werden ja auch die letzten freundlich-wärmenden Glühbirnen aus dem Verkehr gezogen und gegen sogenannte "Energiesparbirnen" ausgetauscht. Und wohin mit den schönen alten Glasballonsballönchen?
Ratlos?
Die schmucken Stückchen sollen nicht achtlos im Müll landen, und da sie auch kein Sondermüll sind, wie die neumodischen Geräte, kann man sie doch auch prima verbasteln.
Das haben sich zumindest Alex und Dörte gedacht.
Und einen Film gemacht (leider ist das der einzige Film mit Alex und Dörte!) :
Toll!
Glühbirnen aus den Lampen drehen und gleich losbasteln!
Und wo bekommt man diese Drahtbügel mit so hübsch zerplatzender Kunststoffbeschichtung?
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Jette
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Samstag, 11. Oktober 2014
Fußfesseln im Vormarsch
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Sonntag, 10. August 2014
Orange Day
(noch ne Giftgeschichte)
In Vietnam ist seit 2009 am 10. August der Orange Day offizieller Gedenktag für die Opfer von Agent Orange. Einmal hätte ich beinahe selbst Agent Orange in Händen gehalten, wenn...
Ja, ich geriet in die sehr spezielle Situation, mich im
Chemieunterricht mit der Herstellung von "Agent Orange" zu beschäftigen. Der Chemielehrer reichte mir für meine Projektarbeit ein Buch mit dem prickelnden Titel "Herbizide in Vietnam".
Darin fand ich neben vielen notwendigen politschen Ausführungen auch verschiedene Formeln für verschiedene Gifte. Hei! Da kommt gute Laune auf! Beim Entwirren der Formeln in ein durchführbares Experiment nahm ich die Hilfe meines chemiebaukastenerfahrenen kleinen Bruders in Anspruch, was allerdings nicht für die Herstellung von Agent Orange reichte. Wir entschieden uns dann für ein übersichtlicheres Gift, das aber gar kein extra fieses Herbizid sondern "nur" ein Insektizid werden sollte.

Vermutlich hätte man das Gift auflösen und durch die Gegend sprühen müssen, aber da erklärte der Lehrer die Arbeit für beendet, vielleicht wurde es ihm jetzt doch auch etwas zu ausufernd...
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Jette
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Mittwoch, 16. Juli 2014
Die politisch korrekte Wand
(Nochmal WM.
Aber dann reicht's auch wirklich.)
Übermut tut selten gut, sagten unsere Vorvorderen immer wieder und nicht ohne Grund.
Denn - zack, schon ist's passiert - man singt und führt ein Kindertänzchen auf und hat in Nullkommanix eine Ohrfeige Goucho-Affäre an der Backe.
Text des improvisierten Liedes:
So gehn die Gouchos, die Gouchos, die gehn so. (Gebeugt)
Und so gehn die Deutschen, die Deutschen, die gehn so. (Aufrecht)

Auf der Suche nach einem zweisilbigen Wort, das schnellverständlich einen Argentinier bezeichnet, kombiniert mit einer gebeugten Körperhaltung und einer Portion Spott sind die (überwiegend) jungen Männer gegen die Wand gefahren. Gegen die Wand der political Correctness.
Man, man, man! Musste das denn sein?
Können diese hirnlosen Fußballer nicht ein bisschen demütiger fröhlich sein? Und erst alle, wirklich alle Möglichkeiten bis ins allerletzte samt aller möglichen Reaktion komplett durchdenken, - und dann erst feiern? Auch wenn's drei Wochen dauert. Oder Jahre.
Klarstellung: Wie man auf der Abbildung rechts deutlich erkennen kann, geht ein Gaucho keineswegs in buckliger oder gebeugter Haltung. Sondern steht (Standbein, Spielbein) aufrecht, trägt mindestens zwei Buxen (6 + 12) und stets ein Lasso (5) bei sich (mehr Informationen (spanisch) zum Bild bei Klick auf ebendieses).
Nachtrag:
Politisch korrekte Politikmachende, Twitternde und Journalierende!
Behandelt einfach mal Menschen aller Länder, Geschlechter, sexuellen Ausrichtung, Altersgruppen oder/und Genpools zur Abwechslung korrekt. Sowas färbt nämlich vorbildlich ab und dann ergibt sich der Rest von ganz alleine. Im Moment färbt sich leider nur Aggression, Korruption und Unehrlichkeit ab.
Eure Jette
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Jette
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Sonntag, 29. Juni 2014
Meine erste WM
17.06.1970, 16.00 Anpfiff in Mexico City, Estadio Azteca. 50°.
In Deutschland mitten in der Nacht und für Kinder verboten. Trotzdem kletterte ich aus dem Fenster und traf mich mit einer Freundin im Gartenhäuschen ihrer Nachbarn. Die Nachbarn waren noch recht jung und unterstützten unsere mutige Expedition indem sie mit Unmengen von Erdnussflips und Cola aufwarteten.
Es war köstlich und so wunderbar geheim.
Am meisten beeindruckte mich der gefoulte Beckenbauer, der mit ausgekugeltem und wieder festgebundenem Arm einfach weiterspielte! Sowas gibt es nicht mehr. Heute wird schon geweint, wenn nur einer schief guckt. Oder gebissen.
Wer das sogenannte Jahrhundertspiel noch mal nachverfolgen will, kann das hier tun, allerdings mit italienischen Kommentar:
Nachtrag: Ich nehme meine dumme Bemerkung bezüglich des Spielens mit Verletzungen sofort zurück, soviel Kopfverletzungen, Nasenbeinbrüche, angerissene Sehnen und was nicht noch alles da dieser Tage auf den Wiesen der Stadien in Brasilien unterwegs sind...
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Jette
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Donnerstag, 12. Juni 2014
Liebe werdende Mütter!
Wenn ihr nach einem wirklich schönen Namen für euer (noch) Ungeborenes sucht, bietet euch das Internet viele Möglichkeiten. Fündig und und pfundig bespaßt wird man in den Namenslisten auch, und deshalb kann ich hier und heute speziell für euch mein aktuelles Fundstück präsentieren:
Viel Glück und Verstand(!) wünsche ich euch bei euern Entscheidungen,
eure Jette
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Jette
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Montag, 19. Mai 2014
Endlich, endlich, endlich...
... war ich gestern nach Jahren der Verschusselung auch mal bei KASPER KAFFEE KUCHEN im Central Rixdorf.
Tränen hab ich gelacht. Den Schluss der aktuellen Episode hab ich akustisch nicht mehr mitgekriegt, er ging - zumindest für mich - im allgemeinen Kommentar-Tumult der Zwei- bis Vierjährigen unter. Das ist aber nicht so schlimm, denn zu beobachten, wie sich die Kinder über den Wirbel da oben auf der Kasperbühne echauffieren ist mindestens so unterhaltsam, wie die Geschichte selbst.
1. Kasper lüftet seine Stinkesocke und muss mal eben mit dem Ei-Phone nach Prenzlauer Berg telefonieren.
2. Die Hexe hat sich in eine hübsche Sekretärin verzaubert und biedert sich beim Kasper wahlweise als Sängerin oder Putzfrau an.
3. Kasper führt der Hexe seine neu gebastelte Pritsche vor.
Die Geschichte zwischen den den Bildern müssen sich die geneigten Leser/innen nun aber bitte selbst zusammenreimen, oder: die nächste Geschichte genießen, wenn es wieder heißt KASPER KAFFEE KUCHEN.
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Jette
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Freitag, 7. März 2014
Vor dem Fenster
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Ein Spatz lernt langsam
aber gnadenlos.
Ein Stottern beim tschib,
ein Zögern vorm tschiiiiiiiiih!,
doch dann geht's weiter,
- Spatzseidank! -
immer leichter, denn ohne
tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
wird er heut abend beim
Spatzenvorfrühlingsball
gewiss nicht eingelassen.
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
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Jette
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Bröckchen: Frühling, Gereimtes, Jugend, Kommunikation, Neukölln-Rixdorf, Sprache, wilde Natur
Dienstag, 18. Februar 2014
Café-Gespäch
"Wie findste das denn mit dem..."
Ich verstand den Namen nicht, denn die Kaffeemaschine hinter mir zischte plötzlich los.
"Wem?"
"Na der Kinderpornotyp im Bundestach, haste nich mitgekriegt?"
Doch hab ich, war ja kaum möglich, das Gefetze nicht mitzukriegen.
"Interessiert mich nicht, wenn immer wieder nur einzelne Leute gevierteilt werden, am besten noch von genau denen, die damit von sich selbst ablenken wollen und in einem halben Jahr selbst nach Ausreden suchen."
Es macht mich zornig, dass gerade bei dem Thema sexueller Kindesmissbrauch irgendwelche verirrten "Einzelfälle" wutschnaubend in der Luft zerrissen werden, die ganze restliche Bande sich auffallend künstlich empört oder unauffällig zurückhält, in der Hoffnung selbst nicht ins Rampenlicht geschubst zu werden.
Wenn es im Bundestag ansehnliche Belohnungen für alle die gäbe, die (natürlich garantiert vertraulich) zugeben, dass sie schon mit Minderjährigen zu Gange waren, - na, was käme wohl dabei raus?
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Montag, 13. Januar 2014
Ursel schnattert mal wieder
Schnatterinchen hat zwar keine Ahnung von Waffen- und Kriegstechnik, aber dass Kasernen Kitas brauchen, war ihr schon lange klar. Deshalb hat sie sich ja auch schon so sehr auf ihren neuen Job gefreut! Bald gibt es dann für alleinerziehende Soldaten im Einsatz auch Kitas am Hindukush. Kindersitze in Panzern werden Pflicht, damit Papi jederzeit seinen Kindern den Arbeitsplatz zeigen kann. Prospekte für schussfeste Babytragetücher, Allwetterkinderwagen und 36-Std.-Fläschchenwärmer in verschiedenen Camouflagemustern von Kiddies Lagershop liegen an allen Casinos aus und können über den zuständigen Kommandeur ihrer Truppe bestellt werden.
Diese Maßnahmen tragen auch auf's vortrefflichste zu frühkindlichen Erfahrungen bei, die eine spätere Berufswahl zugunsten der Bundeswehr positiv beeinflussen dürften. Nachwuchs zu rekrutieren gehört schließlich auch zu Schnatterinchens Aufgabengebiet und da sollte man klugerweise immer bei den Jüngsten anfangen.
Viele Tipps zum Umgang mit Kindern bei der Armee gibt es bestimmt auch in Kreisen ehemaliger Kindersoldaten, aber die wird Urselchen sicherlich schon alle eingeladen haben.
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Mittwoch, 1. Januar 2014
Dem Wahnsinn nahe
könnte man sein, wenn es letzte Nacht wirklich so zugegangen wäre, wie das Foto locker flockig illusioniert:
Entstanden ist das Bild etwa 15 Minuten nach Mitternacht auf der Karl-Marx-Straße mit einer ganzen halben Minute Belichtungszeit. Und da kommt in der Nähe und Ferne schon einiges zusammen, was man sonst alles schön sauber voneinander getrennt und nacheinander zu sehen bekommt.
Dieses Mal weigere ich mich, aus dem feurigen Foto ein Orakel für das frisch angelandete Jahr zu stellen, denn ich sehe gerade nur was wirr-wild-buntes, wie vermutlich jede andere auch, doch wer weiß ...
Es hat aber schon mal gut angefangen, beim erstaunlicherweise absolut gefahrlosem Nachhauseradeln (kurz nach dem Foto) verfolgten mich statt nerviger Böller viele gute Wünsche fürs neue Jahr, die ich hiermit vertrauensvoll an alle Bedürftigen weiterreiche!
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Jette
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Sonntag, 22. Dezember 2013
Besinnungslos
Bei der Hatz nach Weihnachttrubel gerät schon mal das eine oder andere ins Wanken. Plötzlich steckt der Kopf eines kleinen dicken Mannes in der selbsttätig schließenden U-Bahntür, dann verliert ein hochgewachsener schwedischer Herr die Balance und trudelt schlenkernd durch sieben Achtel des Zugabteils, im achten Achtel gelingt es ihm endlich, mit Hilfe anderer Passagiere, den Halt wiederzuerlangen. Allüberall schlägt einem zu jeglicher Tageszeit warmsüßer Alkoholgeruch die Nase blau, und plötzlich und unvermittelt in der Fasanenstraße angekommen, erinnert sich mein Hirn ebenso plötzlich und unvermittelt an winterliche Erbsensuppe bei Aschinger am Zoo.
Ich war noch zu klein für Erbsensuppe und außerdem mochte ich den Speck darin nicht, ich bekam schaumige süße Mixmilch. Draußen regnete es trostlos vor sich hin, wie zu oft im Dezember, drinnen war es warm und voller plappernder Menschen, die sich alle sehr wichtige Informationen mitteilten, denn es gab noch kein Handy, sms, twitter oder sonstewas.
Ein paar wenige verbrachten hier ihre Wartezeit für einen Fernzug nach irgendwo im fernen Westdeutschland.
Beim Weihnachtsbaum hatte man noch die Wahl zwischen Fichte, einfacher Tanne, Blautanne und was nicht noch alles. Heute gibt's ja nur noch kostspielige Nordmannstannen und für ein paar knorrige Exoten werden ein paar knorrige Kiefern angeboten.
Im Kindergarten hingen süße Kringel und Sterne im Baum, die wir uns an dunklen, aber recht gemütlichen vorweihnachtlichen Nachmittagen mit einem langen Haken herunterangeln durften. Um in den Besitz des Hakens zu kommen musste man jedoch zuvor Eine Aufgabe lösen. Etwas aufsagen, vorsingen oder ein Rätsel lösen, z.B. ein solch stimmungsvoll-romantisches:
wer es kauft, der will es nicht;
wer es braucht, der weiß es nicht.
Die Antwort gibt's beim nächsten Mal.
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Jette
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Dienstag, 17. September 2013
Stroh? Wo?
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Jette
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