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Freitag, 29. April 2016

Nach dem Essen


im Sonnenschein die Beine überm Wasser baumeln lassen...



z.B. am Unterhafen.

Sonntag, 22. November 2015

Fernwärme


Gerade eben: Ich öffne die Balkontür und sehe als erstes fünf rauchende Kraftwerks-Schornsteine.
Ich habe das Gefühl, das werden jedes Jahr mehr. Warum wird denn da so heftig geheizt? Haben wir plötzlich 20° minus? Ich atme ein. Nö. Dann fällt mein Blick auf's naheliegende, die düsteren Konturen auf dem Balkon. Die sind ja gar nicht so düster wie sonst - es hat geschneit! Oder gematscht.



Wegen der langen Belichtungszeit und meinem chronischem Stativmangel ist das Bild natürlich einigermaßen verwackelt...

Für die Flüchtlinge am "LaGeSo", die morgen einen Termin haben, heißt es: durchhalten und im Schneematsch übernachten. Die Wärme bleibt fern.
Ich wünsche ihnen allen viel Kraft und Hilfe und Glück für eine friedliche Zukunft!


Donnerstag, 13. August 2015

Schwitzen wie ein Schwein




Und da ist er mal wieder, der Satz des Tages:
"Das Meer hat keine Probleme mit Achselnässe."

Die Pappel und der Ziegelstein auch nicht.
Ich dagegen bin dieser Tage so dauernass, wie schon lange nicht mehr. Die Haut an den Fingerspitzen wellt sich auf wie nach zu langem Baden.

Schweiß, Schweiz, schwitz, swisse, Schwyz...  Wieso heißt die Schweiz wie sie heißt?
Zitat von tell.ch:

Wo der Name Schwyz herkommt,(...) Die Ortschaft wurde erstmals 972 unter dem Namen "Suittes" erwähnt. Der Sage nach, war „Suit", oder „Suito" der Führer einer allemanischen Sippe, die sich in der Gegend niedergelassen hatte.

Und woher kommt der Schweiß - außer aus Achsel, Stirn und ...?

Schweiß
der Ausdruck lässt sich über mhd. sweiz, ahd. sweiz auf westgerm. *swaita– „Schweiß“ zurückführen; Quelle ist die idg. Wurzel *swoid– „schwitzen“, die sich auch in lat. sudor „Schweiß“ und griech. hĩdos „Schweiß“ nachweisen lässt; gehört zum Verbstamm von → schwitzen; seit mittelhochdeutscher Zeit wird Schweiß auch im Sinne von „Tierblut“ in der deutschen Weidmannssprache verwendet.

Nun liebäugle ich besonders mit zwei Möglichkeiten, auf die der Name des Sippenchefs zurückgehen könnte. Die eine hat was mit Jägersprache (s.o.) und dem dazugehörigen Schweiß bei erfolgreichen Jagden (auch auf Wildschweine) zu tun und die andere was mit Schwaben/Suebi (Alemannen) und der erforschten Herkunft aus Elbgermanien samt dem dort befindlichen Fluss Swine... - am Ende liefe es vielleicht aufs Selbe hinaus:

Schwein
die Bezeichnung des Tieres geht über mhd. swin, ahd. swin auf germ. *swina– „Schwein“ zurück, das sich auch in altengl. swin und altfrz. swin bezeugen lässt 
Zurück zu den Wurzeln!
So erklärt sich vielleicht auch ein möglicher Grund, warum die Schwaben so gerne nach Berlin ziehen (neben dem sprichwörtlichen Sparsamkeitswahn).


Man weiß es nicht.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Juggelmuggel


Dieser Tage lernte ich das Wort "Juggelmuggel". Das käme, laut Armin Müller-Stahl, aus dem Ostpreußischen und bedeutet "Zuckerei". Wie ich inzwischen aber auch weiß, handelt es sich dabei um die ostpreußische Aussprache des jiddischen Wortes Kogel-Mogel (גוגל מוגל) .
Die Vorvorderen meiner einen Großmutter kamen - soweit ich weiß - auch aus Ostpreußen und deshalb durfte ich bei ihr wohl auch regelmäßig Zuckerei genießen: Rohes Eigelb mit Zucker und etwas Milch; die unalkoholische Form von Eierlikör. Lecker! Das habe ich mir auch später gerne selbst gemacht.

Bis die ersten Warnungen kamen, dass man von rohen Eiern grundsätzlich Abstand nehmen solle. Wegen der Salmonellen. Das ist ziemlich blöd, denn Eierlikör (die desinfizierte(?) Variante) mag und mochte ich dagegen überhaupt nicht und nie .... brrrrr! Andere können sich nicht vorstellen, dass man rohe Eier überhaupt (auch garantiert salmonellenfrei) verzehren kann und ekeln sich vor Zuckerei - aber erstaunlicherweise nicht vor Eierlikör!

PS: Goggelmoggel auf italienisch
PPS: "Humpty Dumpty" (oben rechts) hat eigentlich gar nichts mit Zuckerei zu tun, außer dass es sich um was eierartiges handelt und in der deutschen Version von "Through the Looking-Glass, and What Alice Found There" (Alice hinter den Spiegeln) von Lewis Caroll als "Goggelmoggel" übersetzt wurde.
PPPS: hat "Goggel" was mit Gockel oder Hühnern/Federvieh im allgemeinen zu tun? Und "Moggel" was mit kullern, Murmel, Kugel, Muggelstein? (Woher haben "Muggelsteine" eigentlich ihren Namen?) Zusammengefasst wäre das dann was kleines, rundliches von einem Hühnervogel...


Dienstag, 23. Dezember 2014

Schleimmonster


Ja es ist wieder die Zeit der schuldigen Schleimmonster. Später im neuen Jahr folgt der wahrlich fließende Übergang von der winterlichen Erkältungszeit zum Heuschnupfensaison und die Schleimmonster müssen - wenn nicht anders verjagt, gestraft, ja ausgetilgt -  bald wegen Burnout einpacken.

Aber zur Zeit werden sie noch tagtäglich vielfach schuldig gesprochen. Wofür kann man diesen niedlichen kleinen Möpschen nur böse sein?

Alles andere zur Schuld der Schleimmonster gibts hier zu lesen

Damit sie uns auch noch im Sommer beglücken, wollte ich ein lustiges jetterianische Schleimmonsterspiel klarmachen, in dem die kleinen Schleimer in jedem Fall die Gewinner sind und nicht diese charakterlosen orangfarbenen Kugeln, die auf die grünen Hüpfer herunterpurzeln. Sorry, irgendwie habe ich zur Zeit keine Zeit für solchen Quatsch - vielleicht macht's ja jemand anderes. Aber dann würde ich mich freuen, eine Nachricht zu erhalten um das Ergebnis auch mal auszuprobieren!


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Thermo (Tag des Kaffees)

111 Jahre Erfindung der doppelwandigen Glas-Thermoskanne
In Pankow erfunden von Herrn Burger. *

Wie praktisch am Tag des Kaffees.
Na denn ma rin mit die braune Brühe inne Kanne!

*) Genau genommen - so liest man - hat der Herr Burger die Erfindung aber geklaut, eine sogenannte Weiterentwicklung vorgenommen und dann das Patent schnell auf seinen Namen eintragen lassen...

Montag, 18. November 2013

Lauf, lauf, lauf!

Die einen machen Dauerlauf, die andern Nordic Walking und noch andere widmen sich dem Sicherheitslauf.
Eine Bekannte erzählt mir, dass sie neulich mit Schrecken auf ihrem Computer pornografischen Inhalt fand.
"Auf deinem Rechner? Oder im Internet?"
"Na auf dem Computer!"
Sie zeigt aufgeregt auf den Bildschirm, "ich hab gleich alles gelöscht."
"Das Internet?"
"Wo hast du denn die Dateien gefunden?"

"Na, sag ich doch. Auf dem Monitor! Das hat sich irgendwie... "
"Im Internetexplorer oder im Windowsexplorer?"
"Ist doch egal, ich hab dann gleich mal 'n Sicherheitslauf gemacht und nach zweieinhalb Stunden war endlich alles wieder in Ordnung.
Jetzt isses weg."

Was, das Internet? Hoffentlich nicht.
Das hört sich ein bisschen so an, als hätte sie den Stöpsel aus dem Pazifik gezogen oder die Luft aus der Erde gelassen.

Mein Internet ist - wie nicht anders zu erwarten - noch da.
Ich bin beruhigt. Und laufen werde ich auch in Zukunft nicht. Jedenfalls weder Dauer-, noch Nordic-, noch Aqua-Nordic-, noch zur Sicherheit...

Wer sich aber noch mal 'ne Kopie vom Internet runterladen will, bitteschön:



Montag, 16. September 2013

Samstag, 29. Juni 2013

Zu Besuch in einer Rixdorfer Läusefarm

Auf meinem Balkon versuchen unentwegt und immer wieder sowohl Blattläuse als auch Ameisen ihr Zelt aufzuschlagen. Was das für Konsequenzen haben wird, kann man in der Läusefarm in einem Garten an der Karl-Marx-Straße gut erkennen (Bilder bitte zum Vergrößern anklicken.) :

Links sehen wir eine Farmer-Ameise, die den lausigen Mitgliedern ihrer HPG (Honigtau-Produktions-Genossenschaft) den Leistungsplan für die kommende Woche darstellt. Auf dem rechten Foto kann man gut erkennen, wie mehrere HPG- Kleinbetriebe friedlich nebeinander und auf mehreren Etagen einer Rosenblüte ihrem Tagewerk nachgehen.

Eine HPG- Arbeitsgruppe besteht im allgemeinen aus einer Ameise, die für Schutz, Ungestörtheit und die Streicheleinheiten ihrer Arbeiter, der ca. 18 schwarzen Läuse verantwortlich ist, während die Blattläuse beim Verzehr verschiedener Pflanzenteile pausenlos Honigtau produzieren, der dann am Ende eines Produktionstages wiederum von den Ameisen gut im Bauch verpackt und abtransportiert wird.
In unserem Beispiel wird Honigtau mit einem besonders beliebten Heckenrosen-Aroma produziert. Erst wenn eine Blüte komplett verdaut wurde, zieht auch die letzte Arbeitgruppe an einen anderen Produktionsort.

Nicht alle honigtauproduzierenden Schnabelkerfen sind für ein Leben auf der Läusefarm geeignet, wie z.B. die wollige Buchen-Zierlaus, die den Honigtau in ihre Wolle schmiert, aus der das edle Produkt, das wir beispielsweise auch aus dem herben "Waldhonig" kennen, nur sehr mühselig wieder herauszufiltern ist.



Sonntag, 23. Juni 2013

Zum Regenwurmtag


Der Regenwurm, der Regenwurm
hält tapfer sich bei Sonn' und Sturm.
Doch was ihn aus der Fassung bringt
ist, wenn das Land im Meer versinkt.

Wenn die Fluten sich ergießen,
wo noch vor Tagen Feld und Wiesen,
wo der Fuchs die Elster fing,
spielten Katz' und Schmetterling.

Dort fließen Hektotonnen Wasser,
das ganze Land wird immer nasser
und dem Regenwurm im Schlamm
wird's eng im Hals und ziemlich klamm.

"Ach, wenn doch jemand käme
......und mich mitnähme!"
Da kam ein winzig Mäuselein
dem ging's nicht besser, nein o nein!

Der Wurm hängt sich an Feldmaus' Schwanz.
Und später auch noch eine Wanz'.
Doch wehe-wehe, wehe-wehe,
wenn ich auf das Ende sehe!

Die Maus ist bald das Schwimmen leid,
das Ufer ist doch gar so weit.
Schnell sinkt der dreien Lebensmut
und sie ergeben sich der Flut.

Leise blubst ein letzter Hauch
aus dem Regenwürmerbauch,
das Trio sinkt, wir sehn sie nimmer.
Ein bisschen Schwund ist immer...


PS:
Flutkatastrophen sofort verbieten!
Solidarität mit den Regenwürmern aller Welt!

Quelle: "Süddeutsche"

Mittwoch, 25. Juli 2012

Hertha

Hertha hat vor zehn Jahren ihre Wiedergeburt erlebt, pünktlich zum damaligen 110ten Geburtstag des Berliner Fußballvereins erhielt sie ihren alten Namen zurück. Herthas Schwesterschiff hieß Concordia... (ob Concordia wohl untergegangen ist?). Heute schippert die Hertha - jajaja, sie ist noch nicht auf Rente oder gar beerdigt! - nicht mehr in Berliner Gewässern, sondern auf der Kyritzer Seenkette.

PS: Der Name Hertha/Herta (den ja auch eine Berliner Wurstfabrik trägt) ist ja ansonsten ein bisschen aus, bzw. noch nicht wieder in Mode gekommen. Nach all den Gustavs, Emils, Annas und Johannas kommt bestimmt auch wieder eine Zeit für Herta, oder?  Das Problem ist: "Herta" hat keine Geschichte, sondern ist ein künstliches modisches Produkt vom Ende des 19. Jahrhundert, das die 30er Jahre des 20. Jh. nicht überlebte.


Freitag, 27. April 2012

Plätscher

Den heutigen Tag habe ich der offiziellen Brunnenbewunderung gewidmet:




Dienstag, 20. März 2012

Immer schneller

Hopp, hopp, hopp, von einer ungesunden Lebensmittelproduktionsschandmeldung zur nächsten.

Katastrophe mag ich's nicht mehr nennen, weil dann bleibt als Steigerung ja kaum noch was, außer beispielsweise ein Supergau...

Woran die Beigabe von Uran zum Trinkwasser aber irgendwie unangenehmerinnert. Auch wenn das Uran nicht von einem Kernkraftwerk stammt sondern aus Dünger.

Wenn mehr Uran als üblich im Trinkwasser ist, dann ist es doch auch in allem, was mit diesem Wasser versorgt wird, oder?

Ich denke, ich nehme heute Abend zur Ganzkörperimmunisierung ein ausgiebiges Uranbad....

Wie ist das eigentlich mit der Urangewinnung aus Trinkwasser?

Sonntag, 12. Februar 2012

Ein Lob der Kaffeetasse

(gerne auch zur Melodie "Eine Insel mit zwei Bergen")

Eine Tasse hat 'n Henkel
und 'n Boden unten dran,
nur damit der heiße Kaffee
unten nicht rauslaufen kann.

Hätt die Tasse keinen Boden
und der Henkel wär nicht dran,
wär's ein Rohr und kein Gran Kaffee
hielte sich in seinem Bann.

: Darum merkt euch liebe Leute,
schöne Frau und starker Mann:
an 'ner guten Tasse Kaffee
ist weit mehr als Milchschaum dran! :

Dienstag, 2. August 2011

Voraussage

"Der Sommer in Deutschland wird noch recht schön, findet aber vorwiegend am Dienstag statt."

Also heute.
Hm.
Was für Aussichten.
Und nächsten Dienstag?

PS: Vor 2 Jahren war's auch nicht besser...

Samstag, 11. Juni 2011

Wandvasen

sind wieder auf dem Vormarsch. Der klassische Wandvasensammler wird überrascht sein, dass eine neue Generation diese wunderlichen Objekte aus der 50jahre-Nische heraushievt und aufs neue deutsche Wohnzimmer besiedelt.


Dienstag, 22. März 2011

Wasser, Wasser, Wasser

es schwappt, schlürft, blubbert, plätschert, siedet, sickert, sprudelt, schwillt,  läuft, schießt, brandet, fließt, quellt, quillt, rauscht, flutet, stömt, rinnt, zischt, schwemmt, rieselt, tropft, träufelt, drippelt, brodelt, gluckert, schluppert, planscht, plitscht und platscht, pitscht und patscht, quitscht und quatscht.

Dieses Element, ohne das Leben auf der Erde nicht denkbar ist, wird immer mehr zur Ware für Profitgangster. Hat eigentlich schon ein Lebensmittelkonzern versucht, auf Wasser ein Patent anzumelden?
"Wer hat's erfunden?" würde ein gewisser Herr Gott dann sicherlich protestieren, denn Patente können eigentlich nur vom Erfinder eingereicht werden. Und Wasserhändler sind bestenfalls Finder ohne "Er".

Ja, dafür sind Vorsilben da, um eindeutige Unterschiede anzuzeigen.
Mut und Demut, Verschämtheit und Unverschämtheit sind zwei nicht ganz zufällige Beispiele, die mir heute dazu einfallen.

Montag, 31. Januar 2011

Donnerstag, 20. Januar 2011

Sparen und (er)trinken

Und wer zu viel Wasser spart, dem steigt das Grundwasser irgendwann bis zum Halse.
So wie jetzt wieder im Süden Neuköllns, in Rudow. Schuld daran sei angeblich das nebenstehend abgestellte Wasserwerk, das gerade restauriert wird. Deshalb wird das "zu viele" Trinkwasser in den Teltowkanal abgepumpt...
Muss man dazu noch was sagen?
Habe ich mich nicht schon mal an anderer Stelle über diese Form der künstlichen Verknappung von Grundlebensmitteln ausgelassen?
Jedenfalls können nach wie vor auf diese Weise die Preise hoch und höher gehalten werden und deshalb wird noch mehr gespart und weiter in die Kanäle gepumt und weiter gespart....

zum Vergrößern Bild anklicken
Jedes Jahr steht hie und da das Grundwasser in Berliner Kellern, - klar, die Bedingungen der Urstromtallage beschränken sich nicht auf einen Stadtbezirk.

Ich weiß nicht, ob diese Problematik eine Rolle in der Arbeit des "Berliner Wassertischs" spielt, aber ich gehe mal davon aus.


Welt online 2008
Der Tagesspiegel 2009


Donnerstag, 23. Dezember 2010

Flop

Gerade noch für Wintersport geworben und schon taut es wie besemmelt! Nun, auch Tauwetter kann hübsch aussehen, aber nicht auf den Straßen. Dort verwandelt sich alles in schwarze Pampe - genau das, was sich alle zum Weihnachtsfest wünschen.

Keine schwarze Pampe