Die nächste Glühbirne wird wegen unmäßiger Produktion "nutzloser Wärme" aus dem Verkehr gezogen.
Dass es keine nutzlose Wärme gibt, weiß jede Katze, die gerne unter einer wärmenden Glühbirne sitzt.
Aber nun wird nach der 100Watt- auch keine 75Watt-Birne mehr verkauft. Dafür müssen wir jetzt langsam eine neue Maßeinheit lernen: Lumen.
1400 Lumen entsprächen so ungefähr einer Helligkeit der guten alten 100Watt-Birne, heißt es.
Und hier der Rest:
Alte Glühbirne Energiesparlampe
15 Watt 3-5 Watt, 90 Lumen
40 Watt 7-9 Watt, 400 Lumen
60 Watt 11-13 Watt, 700 Lumen
75 Watt 15-18 Watt, 900 Lumen
100 Watt 20-25 Watt, 1.400 Lumen
PS: Wichtig: Wie bei der Atomkraft ist die Nutzung (z.Zt.) zwar fast unumgänglich, aber die Entsorgung der Energiesparer (und Gefährlicher-Müll -Vermehrer) in keiner Weise geregelt. Lampen, auf deren Verpackung "HG" = Quecksilber steht gehören in jedem Fall in den Sondermüll, werden aber (z.Zt.) nicht von den Händlern zurückgenommen!
Aber: Alle BSR-Recyclinghöfe nehmen bis zu 20 Energiesparlampen je Berliner
Haushalt kostenlos entgegen.
Dienstag, 31. August 2010
Nutzlose Wärme
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Montag, 30. August 2010
Schneiderei
"Wie, Du hast Dir die Hose selbst genäht?"
Die Frage, die hinter den großen Augen stand, lautete eigentlich: Was heißt 'selbstgenäht'? Was ist das? Was macht man da?
In der Zeit der asiatischen Billigstbekleidung geht auch die Kenntnis zum Themenkreis Nähen & Handarbeiten immer mehr verloren. Die Mädchen verlernen langsam aber sicher ihre feinmotorischen Spezialfähigkeiten, so wie die Jungs ihre grobmotorischen Spezialgebiete vergessen müssen. Alles wird mehr und mehr von elektronischem Gerät übernommen, bei dem einzig die richtigen Tasten gedrückt werden sollen. Grobmotorik findet am Joystick statt und Feinmotorik beim SMS-Schreiben.
Was waren das für Zeiten, als Mutter Schneider noch alles für den Sohnemann selbstgenäht hat:
Schönet Jeburztägchen, Helge Schneider!
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Jette
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Samstag, 28. August 2010
Start
Und die Hauptfrage ist: Was befindet sich am Grunde der Schultüte?
Knüllpapier oder Bonbons?
Mit dem Leben ist es dann oft nicht anders.
Wohl dem, der nicht mit Knüllpapier getäuscht wurde und auch ganz unten noch was tolles findet!
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Jette
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Donnerstag, 26. August 2010
Neue Besetzung
"Kann ich ihnen helfen?"
Die neue junge Obst- und Gemüsehändlerin am Richardplatz kommt eifrig herbeigelaufen.
"Ich wollte gerne Feigen kaufen, aber ..."
"Feigen?" und etwas leiser "was ist das?"
"???"
"Na, wir sind doch neu hier!" entschuldigt sich und will damit ihre Unkenntnis erklären.
Ich kann's mir nicht verkneifen und halte ihr eine kleine und freundliche Standpauke zum Thema Warenkunde und dass man sich vor Eröffnung eines Geschäftes informieren sollte, was zur Produktpalette gehört und wie es gelagert wird... (Neulich hatte ich schon mal eine Bemerkung zu den in der Sonne liegenden Kartoffeln fallengelassen.)
"Ich mag doch kein Obst und Gemüse."
Was isst sie? Fleisch, Kefir, Fladen und Schoki?
"Man muss nicht alles mögen, womit man handelt, aber man sollte es zumindest kennen."
Schade. Selbst der Niedergang der türkischen Obsthändlerkultur scheint nun auch absehbar...
A. und A. träumen: "Ach, waren das noch Zeiten, als man zu Kartoffel-Krohn in den Keller ging".
Da gab es allerdings auch keine frischen Feigen.
PS: Ich habe ein preisgünstiges antiquarisches Frucht- und Gemüsehandel-Warenkundebuch aufgetrieben, bestellt und werde es ihr demnächst vorbeibringen.
PPS: Die hübsche Feige stammt von Kochbuchfotos.de
PPPS: Die echte Feige (Ficus carica) wurde nach dem alten Namen (Karien) einer Gegend und ehemaligem Königreich im Südwesten der Türkei (heute so ungefähr die Gegend zwischen Denizli, Bodrum und Maramis) benannt. Die Türkei ist wohl nach wie vor das Hauptanbaugebiet für Feigen.
Das, was wir als Frucht bezeichnen ist eine Art Beutel, in dessen Innerem sich (für uns unsichtbar) zunächst viele kleine Blüten entwickeln, aus denen dann später viele winzige Steinfrüchte werden. Das macht die Feige so einzigartig!
Nachtrag: Die Inhaber kommen möglicherweise doch nicht aus der Türkei, aber irgendwas anderes zwischen Bosnien und der Arabischen Halbinsel...?
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Mittwoch, 25. August 2010
Ausgelaubt
In den Nachbargärten werden lautstark die Lauben zusammengefaltet. Offenbar ist der letzte Kleingärtner ausgezogen. Erst jetzt wird mir bewusst, was mir früher im Jahr auch schon mal aufgefallen war: nämlich, dass ich schon lange kein Hundegebell mehr gehört habe. Auch die Tulpen leuchteten in diesem Jahr nicht so, wie in den vergangenen. Der Garten, in dem vor sechs Jahren neben einem Schuppen auch noch ein Frettchenkäfig stand, wird ja schon schon lange nicht mehr bewirtschaftet, dort hatten sich anschließend - bis zu ihrem Verschwinden in diesem Frühjahr - die Füchse eingerichtet.
Und was wird nun?
- Umgehungssschnellstraße (nötig, weil Rixdorf ja für den Autoverkehr irgendwann geschlossen werden soll)
- Parkanlagen für Dealer (Erweiterung des Spielplatzes)
- Neubau exklusiver Wohnanlagen im Rahmen der Neuköllner Gentrifizierungsmaßnahmen
- Eigener Vorschlag: ...................................................................
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Jette
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Dienstag, 24. August 2010
Lichtspiele
Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, die Sonne geht früher unter, die Leoniden Perseiden sind auch schon vorbeigeschnuppt, kaputte Glühbirnen werden endlich ersetzt und der Vollmond kann sich wieder besser in Szene setzen:
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Montag, 23. August 2010
Heiler allüberall
Nicht nur, dass man mir jetzt auch mitten in Neukölln einen Geistsanierer (lat. sanare ‚heilen‘) - hilft angeblich immer, egal was man hat.... aufschwatzen will, auch hat es, wie ich hörte, der Lärm so nötig, das der Bund viel, viel Geld dafür beiseite gelegt hat.
Das Lärmsanierungsprogramm hilft dem kränkelnden Schall wieder auf die Beine. Es sorgt dafür, dass man bei Fahrten auf Autobahnen und Gleisen zwischen hohen Wänden, in einer Art oben offenen Tunnel fährt, in dem man außer Wänden und Mauern nichts sieht, auf diese Weise auch nicht auf dem Weg von A nach B von störender Landschaft abgelenkt wird und den voll sanierten Schall und Lärm in seiner Vielfältigkeit genießen kann. Für Nichtautobesitzer gibt es ein paar Sonderzugänge, die aber nur mit speziellen Passierscheinen betreten werden dürfen. Mauergewohnte Westberliner früherer Zeiten kennen sich bestens damit aus...
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Sonntag, 22. August 2010
Wo isses? - da isses!
Steckt es zwischen Berliner Ring und Nuthetal? In den Taschen lebensmüder verwirrter Menschen? Menschen, die auf der Autobahn herumspazieren, einen Unfall vortäuschen und dann überraschend - nein, keine Waffe(!!!) sondern - Goldschmuck und Geschmeide aus der Hosentasche ziehen, um es dir zu verkaufen!
Hamma, wa?
Echtes Autobahngold.
Total billig, - sagt man in den Kommentaren zu den Verkehrsmeldungen und kichert.
Wo ist eigentlich Kobra11?
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