Samstag, 9. Oktober 2010

20 Euro

Viele Hartz4 Empfänger haben sich bestimmt schon darauf gefreut, dass sie - wie im Laufe des Jahres groß angekündigt - demnächst mehr dazuverdienen dürfen, ohne dass das meiste davon gleich verrechnet wird und sich die Arbeit eigentlich doch nicht lohnt.
Soll heißen, dass ihnen beispielsweise von 300 mehr als 140 oder von 800 Euro Verdienst nicht nur 240 Euro übrig bleiben.
Aber auch das hat sich auf elegante Weise erledigt, denn mehr behalten dürfen nur die, die sowie schon zwischen 800 und 1000 Euro verdienen und zwar ganz genau 20 Euro!
Ist das nicht genial?
Ich würde davon ausgehen, dass in dieser Einkommensgruppe die wenigsten "Aufstocker" zu finden sind, da der Aufwand der Antragstellung in keinem Verhältnis zum Mehrwert steht.
Aber wer weiß?
Man wird sich doch was dabei gedacht haben?
Außer "Geiz ist geil"?
Oder?

Freitag, 8. Oktober 2010

Welteitag

Wattet nich allet jibt...'n Weltei!
Ach ja - ein vorvergangenes nordisches (aber auch polynesisches) kosmografisches Weltbild, in dem sich das Universum im Inneren einer eiförmigen Welt befindet oder irgendwie so ähnlich. Praktizierende Brahmanen können das vielleicht erklären. Oder die gruselig übersetzte Seite von Worldlingo ...

Am Welt-Ei-Tag geht's nun allerdings mit größter Wahrscheinlichkeit nicht um Weltbilder und auch nicht um das Ei des Kolumbus, sondern um einen weltweiten Eiertag und zwar ganz unösterlich.

Was Jette nicht ermitteln konnte:

Geht es um die Verherrlichung der perfekten Form des Eis?
Um Überproduktion und maßlosen Verzehr?
Um den Schutz ungeborenen Lebens?
Um den Schutz der eierproduzierenden Henne?
Um weiße oder braune Eier?
Alte, junge, große, kleine, angebrütete, gekochte, rechtsdrehende oder linksdrehende Eier?
Ausschließlich Hühnereier oder auch Amsel-, Emu- und Wachteleier, Fabergé- und Schokoladeneier?

Geht es um die Unabhängigkeit des Eis vom Huhn, damit endlich die leidige Frage nach dem "Wer war zuerst da?" wegfällt?  Auch, was das Weltenei betrifft.

Oder geht es in Wahrheit um das "Magische Ei"?

Für letzteres - eine "Variante" des Tangram - hier die Bauanleitung.

PS: Gibt's eigentlich einen internationalen Getreidetag? Oder Milchtag? Warum gerade Eier?

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Sternenhimmel

Lag es am Wetter oder daran, dass sich Dolores ausreichend kränklich fühlte, jedenfalls kriegte sie Appetit auf Griesbrei.
Wie kocht man Griesbrei? Das steht nicht in Kochbüchern, das lernt man von Mutti.

Muttis äußerst präzise Angaben hat sie dann auch bis heute bei solchen Gelegenheiten befolgt:
1) Milch erhitzen, aber nicht kochen.
2) Soviel Gries in die heiße Milch rühren, dass es aussieht, wie ein Sternenhimmel.

Und wenn auch das Ergebnis anders aussieht, als in der Abbildung, so schmeckt der Brei doch immer wie ein Stückchen Himmel. Vor allem mit Blaubeerkompott!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Montag, 4. Oktober 2010

Vorvergangenes Nagelstudio

Seit Eisen-Kießling in der Karl-Marx-Straße geschlossen hat, fehlt ein brauchbarer Ersatz.
Obi, Bauhaus und Co sind keine Alternative, wenn es um ein einzelnes spezielles Nägelchen, Schräubchen, Häkchen oder Öschen geht. Oder einen robusten Fünfeinviertelzöller.
Zwar haben in letzter Zeit in Neukölln einige Nagelstudios eröffnet, aber Gelnägel sind nun mal einfach nicht in die Wand zu kriegen und zum Bilderaufhängen schlichtweg ungeeignet! Die Studiobetreiberinnen reagieren immer wieder verständnislos und strikt abweisend auf meine Frage nach robusterer Ware und sehen dabei auf meine Hände, als wäre ich nicht fähig mit Werkzeug umzugehen.

Vielleicht bin ich das aber auch wirklich nicht.
Letzte Woche hatte ich mir ein Set mit Stech- und Hohlbeiteln geleistet, die ich anschließend für unbrauchbar erklärte (irgendwas stimmte nicht mit dem Winkel der Fase zum Spiegel und der Dicke der Klinge) und zurück in die Supermarktfiliale getragen habe - denn zum Stemmen und Spalten eignet sich anderes Werkzeug auch besser als diese Beitel.

Apropos "hatte ... geleistet":
Liebe U.: Das Plusquamperfekt ist ein Tempus der deutschen Grammatik (wie in den meisten indogermanischen Sprachen), dem sich die Berliner (neben den Ruhrpöttlern) schon immer gerne pflegend angenommen haben. Der Rest der Nation hat diesen Sprachbaustein weitgehend ignoriert - das Leben ist auch so schon kompliziert genug -  und schimpft nun aber rum, dass die Verwendung des Plusquamperfekts grundsätzlich ein Ausdruck schlampigen Sprachgebrauchs sei und dass es ganz grauenhaft klänge und - überhaupt - falsch sei!
Bei der inflationären Unterbringung von "war jewesen" mag das auch so sein, aber ansonsten sagt Jette "nö" und plädiert für differenziertes Zeitgefühl.

Ergänzend hier ein netter Beitrag in der Zeit-Online.


Sonntag, 3. Oktober 2010

Quiiiietsch-quitsch-quiiietsch

Heute ist internationaler Tag der Ballonkünstler!
Aua!
Internationaler Tag des schlechten Geschmacks und untersten Niveaus wäre keine Alternative.
Wer aus bunten extra langen Kondomen lautstark lustige Tiere quietscht, muss irgendwie einen an der Waffel haben oder zu wenig in der Hose oder ...

Manch einer nennt es aber auch "Airigami - Die schöne Kunst der gefalteten Luft" und stellt aufklärende Galerien ins Netz...

So fing es (in Deutschland) ungefähr in den frühen in den 60er Jahren an:
 
Damals gehörte der Pudel noch zum normalen Straßenbild.

Und zu sowas kann das führen...

... da dachte ich doch, es kann nicht so schwer sein, ein nachgebildetes Brandenburger Tor zu finden, dann wäre der Bogen zum heutigen Feiertag flugs geschlossen - aber Pustekuchen!

Mit Gebäuden scheinen sich die Ballonartisten eher nicht zu beschäftigen. Also hab ich mich hingesetzt und mal einen Entwurf fabriziert:

Als ich fertig war, dachte ich, statt quietschender Ballons kann man bestimmt auch lange und kurze Schweinewürstchen nehmen und mit - an Schinken und Riesenschnitzel ausgiebig getesteter - Glutaminase nahtlos verleimen...

Egal - geschmacklos ist beides irgendwie.
Sowohl Gummi als Wurst.

PS: Hier noch wichtige Ergänzungsinformationen zum Verständnis eines Ballon-modellierten Hundes...

PPS: Und wie bei fast allen gewöhnlichen Materialien, gibt es auch hier einen Menschen, der aus der Reihe tanzt und mit den Ballons eher ungewöhnliches macht: Jason Hackenwerth

PPPS: Noch was: Guten Appetit!

Samstag, 2. Oktober 2010

Neue Rechenformel?

Was die Neuberechnung von Hartz 4 betrifft, hat Jette ja schon im Februar vorausschauend dargelegt...(hier auch noch ergänzend)
Dass sich die komplizierte Rechenformel allerdings als lapidares Umfrageergebnis an der Armutsgrenze entpuppt, scheint dann doch eher verblüffend. Das erklärt aber, warum z.B. für Bildung nur 1,39 Euro zur Verfügung gestellt werden, mehr können sich die Befragten eben auch nicht leisten!
So ist es nun mal.
Und Bücher muss man nicht selbst besitzen, die kann man sich ja schließlich in der Bücherei ausleihen.

Nun gut, das Ergebnis war zu erwarten und sollte niemanden überrascht haben.
Aber...
...wirklich nicht zu ertragen ist das Rechtfertigungsgelaber dieser 7fachen Mutter von der Leyen, die sich nicht entblödet hat, im Frühjahr noch freudige Hoffnung auf mehr Geld zu verbreiten und jetzt mit trotzigem "Wieso mehr Geld? -  Das war nicht die Aufgabe!" rumzuzicken.
Natürlich hat sie Recht, aber wo ist denn nun die durchsichtige, für Alle(!) nachvollziehbare Berechnungsgrundlage?
Meint sie das Umfrageergebnis??????
Abzüglich Tiernahrung, Zigaretten und Rotwein, zuzüglich Mineralwasser...

Freitag, 1. Oktober 2010

Hier stinkts, aber gewaltig!

Jette lässt sich ungern von eselswurstessenden Gören als stinkende Schweinefleischfresserin beschimpfen.
Deshalb feiert sie heute ausgiebig den internationalen Vegetariertag!
Ein halber Apfel muss aber reichen.