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Sonntag, 28. September 2014

Hat's geschmeckt?


"Ist das Kunst oder kann das weg?" - noch'ne Variante...

...denn da hat im vergangenen Mai angeblich einer zugefasst und einen kleinen Teller samt der darauf befindlichen, etwas eklig durchgekauten Oliven stibitzt!
Aber ist es nicht wahrscheinlicher, dass ein ordnungsliebender Mensch das stehengelassene Tellerchen einfach nur weggeräumt und die aufgeklebten, kunstvoll drapierten Essensreste runtergekratzt hat.
Wenn ihm oder ihr doch noch auffiel, dass an der Sache vielleicht irgendwas nicht stimmt, sag ich nur: Psssssst. Klappe halten. Nix deutsch sprechen.


Montag, 17. Juni 2013

"This is red, seeing red"


... erklärte jemand seiner englischsprachigen Begleiterin.
... und da sind ja noch mehr rote Bilder!
... und da auch!
... sogar noch bis zum 28. Juli!
Besucher haben den Bildern Titel gegeben, mal mehr, mal weniger.
So ist das mit den verschiedenen Perspektiven in diesem Jahr bei "48 Stunden Neukölln".
Schön war's natürlich auch z.B. bei Line Claudius im "Zebrapony". Wiederentdecken kann man dort die brennende Dame aus dem Jahre 2010!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Nah, näher, am nächsten


Jetzt lese ich die Seite 17 und dann die nächste Seite.
Das ist im allgemeinen Verständnis die Seite 18. Oder?
Der nächste Tisch ist haargenau der, der hinter/neben dem steht, an dem wir gerade sitzen.
Wenn heute Donnerstag ist, dann ist der nächste Tag der? Richtig. Freitag.
Und das nächste Jahr ist nicht 2015.

Der/die/das nächste ist folglich das, was direkt an das hier und jetzt angrenzt.

Wenn uns das doch alles so klar und selbstverständlich ist, frage und wundere ich mich immer wieder, warum so unglaublich viele Menschen fest davon überzeugt sind, die "nächste Woche" bezeichne jene Woche, die erst nach der kommenden dran ist???!!!
Der Mensch, der es geschafft hat, diesen Unfug erfolgreich zu verbreiten und damit ständige Fehlverabredungen zu provozieren, gehört .... ich wage es nicht zu denken!
Hier eine kleine Flexions-Übersicht zu nah, nahe

Nah, näher, am nächsten

ist auch schon wieder das Festival "48 Stunden Neukölln" und eine Ausstellungseröffnung mit dem schönen Titel "ROT SEHEN statt rot sehen" im "Café Grreenstuff", morgen, Freitag, also von heute aus gesehen, am nächsten Tag um 19 Uhr. Die Bilder sollen dann auch noch 6 Wochen lang hängen bleiben - stehen also für eine entspannte Nah- und Nachbetrachtung zur Verfügung.





PS: Die Woche nach der kommenden/nächsten hieß schon immer "übernächste", genauso wie beim übernächsten Geburtstag und dem übernächsten Festival "48 Stunden Neukölln". Das wird dann das 17. sein.

Montag, 24. Oktober 2011

Glas

Nachtrag zu den Dingen, die nicht ins Essen gehören:

Glasscherben ins Essen zu streuen, ist keine gänzlich neue Idee. Um das Thema ranken sich Kriminal-Kurzgeschichten oder -Serienepisoden. "Episode" ist dabei ein rechte verharmlosende Vokabel für einen recht schmerzvollen Tod. Angeblich gehört diese Mordmethode eher zu den weiblichen Vorgehensweisen.

Man kann mit Glasscherben aber auch ansehnliche Dinge fabrizieren. Ich erinnere mich da zum Beispiel an einen sehr schön glitzernden Esel von Erik Tannhäuser auf dem Hof der alten Post vor drei Jahren...

Anfänger versuchen erstmal Muttis Lieblingsvase wieder zusammenzukleben. Die Reste reichen bestimmt noch für ein erstes hübsches Mosaik.

PS: Keine Angst bei Schnittwunden, sowas sollte beim Umgang mit Glas keine Überraschung sein. Halten Sie Verbandmaterial bereit. Eine Tetanusimpfung vor Bastelbeginn kann auch von Nutzen sein.


Sonntag, 19. Juni 2011

Das war's

48 Stunden Neukölln haben fertig.
Bei Regen und Sturmböen und so wenig Besuchern, wie selten.
Vermutlich waren die alle im völlig überfüllen Café Schönstedt stecken geblieben.
Und der Rest ist auf so vielen Fahrrädern - wie sonst nur bei der alljährlichen Sternfahrt zu sehen - einfach vorbeigeradelt...
Aber trotzdem hielten noch eine Menge an.
Trotzigster Kommentar am Fenster: "Schönheitspflaster? Ach, dit is ja nur wat für Frauen!"
Überzeugenster Kommentar: "Is das geiiiil!!!!!"

Nahseher und Fernseher

und immer wieder dazwischen:
       Helmkinder                        Blumenkinder         und        unsichtbare Kinder


Freitag, 17. Juni 2011

48 Stunden Neukölln 2011

... steht in den Startlöchern.
In diesem Jahr hat sich das Kunst- und Kulturfestival dem Luxus verschrieben und bringt so wunderbare Projekttitel aufs Tapet wie z.B.:

LUXUS - EINMAL IN GELD BADEN
Der Glanz von Neukölln
LUXURIA
Der Luxus des Wesentlichen
E175 - Gold für Alle
extraVAGANT'2011
Freiheit, der vergessene Luxus
Goldene Zeiten im Ungeheuer
Hope & Glory à la carte
ÜBERFLUSS - Denkmal für den unbekannten Flaschensammler
Kunst ist Arbeit. Arbeit ist Luxus.
Liquid Luxus
LUX - us...
bettelarm aber reich an Tönen...
LUXus PURus
Weißes Gold
Luxusklebung Neukölln
Neukölln deLuxe
Prachtwerke - zwischen Verfall und Dekadenz
Tabu Luxus
UPCYCLING ist LUXUS
Besuch bei der Königin
Luxus Lokus Pokus
Kunst ist der einzige notwendige Luxus
Naßzelle Luxxus 13

und so weiter und so fort .....

Wer Sehnsucht nach Schönheitspflaster(n) hat, schaut in der Schudomastraße 50 vorbei.

Samstag, 26. Februar 2011

Flurkunst

in öffentlichen Gebäuden.
Diesmal: Charité Mitte

Was so aussieht wie ein vergessenes elektrisches Kabel, und von 95% der Flurdurchschreiter auch dafür gehalten wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als leicht angeknackste und reichlich angestaubte dekorative Kunst.

Ohne Titel?, Künstler unbekannt?
Oder künstliche Dekoration.
Wie auch immer.


Samstag, 6. November 2010

Devernissage

oder als Franceismus auch Finnissage genannt, - heute bei "Nacht und Nebel" im Purzelbaum, Schudomastraße 50, ab 20 Uhr. Mit Kulturprogramm (Martin Betz) und der letzten Betrachtungsmöglichkeit (in diesem Jahr) der TIER ART(en) von A.Dufft.

 Viel Spaß!


Donnerstag, 9. September 2010

Mach doch mal...

...Tape-Art!

Wie, was soll das denn sein?
Klebeband auf der Straße, wie vor der Galerie im Saalbau?
Hm. Ja. Nee.
So bunte Streifen auf der Straße rumkleben?
Ja auch. Nee.
'n Truthahn mit Paketband an die Wand tackern?
(Kicher) Nee anders.
Wie denn?

Später ist mir was eingefallen, was ich schon mal woanders gesehen habe und am nächsten Tag wanderte Kunststoffobjekt "Handreichung" ins KGB, Herzbergstraße 1.
Bitteschön, ich hab da mal was anderes gemacht:


PS: Die Tier Art -Vernissage gestern abend war sehr schön - nur schade, das manch eine/r viel zu spät gekommen ist, um der (wieder einmal) sehr gelungenen "Laudatio" von Martin Betz zu lauschen!



Donnerstag, 2. September 2010

Iiiiijaaaaaa!

Bilder!

"Tier Art" nun endlich auch am Entstehungsort in Rixdorf!

Am Mittwoch, 8. September um 20 Uhr geht's los im Purzelbaum e.V., Schudomastraße 50, Berlin-Neukölln. Wer das nicht schafft, hat knapp zwei Monate Zeit, täglich von 10 - 18 Uhr bis zur Definissage bei "Nacht und Nebel" am 6. November 2010 um 20 Uhr.

Und  ab 17.September jeden Freitagabend: Offene Galerie ab 20 Uhr.

Dienstag, 30. März 2010

Neuköllner Wiewörter

Vor dem Laden steht eine Tafel, auf der steht, dass hier "neuköllner Designer" ihre Produkte feilbieten.
Das adjektivierte Substantiv "neuköllner" natürlich klein geschrieben.
Und schon geht der Streit los: Das Wort sei kein Adjektiv und müsse unbedingt groß geschrieben werden, es sei denn, man würde "neuköllnische Designer" schreiben! Aber "Neukölln" sei kein Eigenschaftswort.
Nö. Das ist wohl wahr, hat auch niemand behauptet, "Neukölln" ist kein Eigenschaftwort. Und "der Neuköllner" auch nicht. Aber seit wann heißt es denn "der neuköllnische Einwohner" oder "in den neuköllnischen Straßen"? Das Argument und der Umstand, dass es eine hier "Köllnische Heide" gibt, erklärt gar nichts, denn die ist nicht neu und wird als Eigenname groß geschrieben.

Der Gedanke hinter der vehementen Ablehnung der Kleinschreibung rührt möglicherweise daher, dass es sich hier nicht um eine Eigenschaft wie rot, laut oder gruselig handelt, sondern um eine Zugehörigkeit.
Die Designer leben in Neukölln, sind also zu Neukölln gehörig und deshalb wird es groß geschrieben.

Die Argumentation, man könne "neukölln" als Eigenschaft nicht steigern und deshalb sei es kein Eigenschaftswort, ist nicht stabil, weil es auch andere absolute Eigenschaften gibt, die nicht steigerbar sind, wie z.B. schwanger oder tot.

Wenn man sich mit der Frage nach dem "Wie?" weiterhelfen will, so wie es viele in der Grundschule gelernt haben, kommt man allerdings auch nicht weiter, denn viele Eigenschaften werden nicht mit "wie" sondern mit "was" abgefragt.
Wie ist Hilde in der Schule? Gut.
Was ist Hilde ansonsten? Schwanger.

Nochmal anders:
Was ist Hilde? Eine schwangeres Mädchen.
Was ist der Designer? Ein neuköllner Ureinwohner.

Nach diesen vielen Überlegungen haben sich dann aber doch noch die nötigen Rechtschreibregeln zur Problematik angefunden:

Von Eigennamen abgeleitete Adjektive schreibt man im Allgemeinen klein (§62).
Von geographischen Namen, zum Beispiel:
österreichisch
schweizerisch
ungarisch
guatemaltekisch

Von geographischen Namen abgeleitete, unveränderliche Adjektive auf -er werden großgeschrieben (§61). Zum Beispiel:
der Berliner Bürgermeister
Elsässer Weine
die Innsbrucker Innenstadt
ihre Osloer Amtskollegin
die Thüringer Industrie
Und so hat am Ende jeder ein bisschen Recht: der "Neuköllner" Designer wird zwar tatsächlich groß geschrieben, ist aber trotzdem ein Adjektiv!

Genial!

PS: Jedoch, liebe U., "so schlimm, dass es in den Augen weh tut" finde ich’s nach wie vor nicht!

Montag, 11. Januar 2010

Mini-Museum Part 4

Weiter gehts. (Part 3 noch mal ansehen)
Die nächste Abteilung in meinem Mini-Museum, diesmal:

Rund um die Maus-Maus
Zugegeben, die Maus-Maus ist nicht besonders alt, aber sie stellt einen nicht unwichtigen Teil aus der Phase Kindheit und Jugend dar.

Dazu gehören dann auch die beiden Helden darüber: Pittyplatsch und der Unkerich. Hinter der Maus steckt ein Brief aus Japan, auch noch nicht uralt, aber ich schätze, es wird der einzige bleiben. Hinter dem Brief zwei typische 80ger-Jahre Holzspiele, rechts ein Fischpuzzle, links ein selbstgesägtes Steck-Halma.
Rechts neben der Maus von hinten nach vorne: Das Foto einer mir fremden Dame mit Dackel steht auf einer alten, schwarz-gold-karierten Pappschachtel. Davor ein gläserner Briefbeschwerer auf einem noch älteren Rommé-Spiel. Rechts auf der schicken Lederfettdose sitzt ein Porzellanfrosch, der zum Anbieten von Streichhölzern diente. Auf dem Rücken hat er eine Reibefläche!
Neben dem Frosch liegt ein Landkarten-Ei, das wie eine Matroschka noch weitere Eier enthält. Auf jedem Ei ist jeweils ein Kontinent dargestellt. Vor dem Ei steht ein volles, zugekorktes Tintenfass und davor ein Landschaftslegespiel.
Der Lutscher im Vordergrund ist auch ziemlich neu, aber nach altem Vorbild hergestellt.

Und nun die linke Seite von vorne nach hinten:
Ganz links vorne schaut der Griff einer kleinen Fotoschneidemaschine hervor und daneben eine Schale meiner (Ur-?)Großmutter mit der Aufschrift "Auch in der Ferne hab ich dich gerne". Die stammt aus den Zeiten des ersten Weltkrieges, genauso wie ihr Inhalt: Eine schwarze Madaille von 1916 mit der Aufschrift "Gold gab ich zur Wehr - Eisen nahm ich zur Ehr". Na ja - wer auch immer einem das Gold mehr oder weniger hinterhältig abzockt, am Ende wird man sich ärgern. Der Schale mitsamt Medaille habe ich den kleinen fußlosen Bleisoldaten zur Seite gestellt. Er lehnt an einer Marmorschatulle, unter deren Deckel sich zwei runde Löcher befinden. Ob diese Löcher einst kleine runde Tintenfässchen beherbergten oder doch irgendwas anderes, habe ich bis jetzt nicht mit Sicherheit herausgefunden. Auf der Marmorschatulle steht ein kleines Glaspyramidchen, dass manches mal, wenn die Sonne scheint, lustige kleine Regenbogen an die Wände malt.
Hinter der Pyramide steht ein seltsames Gerät, dessen Funtion völlig im Dunkeln verborgen ist. Einerseits sieht es aus wie eine große Klammer, andererseits drückt die eingebaute Feder aber die beiden Seiten auseinander. Auf diese Weise könnte man das Gerät gut zur Stärkung der Finger- und Handmuskulatur benutzen. Allerdings versuchen die Gebrauchsspuren mir eine ganz und gar andere Geschichte zu erzählen - aber ich verstehe die Sprache nicht!!!

Montag, 14. Dezember 2009

Mini-Museum Part 3

Die Weihnachtssonderausstellung meines Minimuseums (Letzte Folge noch mal ansehen) enthält in der Hauptsache eine kleine Nikolaussammlung:

Rund um die Schneekugel
Schneekugeln oder in diesem Fall besser SchneeHALBkugeln aus taiwanesischer Kunststoffproduktion finden in Wohnungen wie Kakerlaken in Restaurants. Wie es mir unter diesen Voraussetzungen gelungen ist, nur eine einzige zu besitzen, ist mir unerklärlich.

Samstag, 7. November 2009

NuN

Bei Nacht und Nebel 2009 wird auch mal wieder gesägt. Frauen und Werkzeug wird ja von vielen als eine Kombination betrachtet, die nicht gut zusammen geht. Es gibt aber auch Frauen, die sich gerne in Baumärkten aufhalten. Ich gehöre dazu, bin allerdings auch da weniger an den Krachmacherregalen zufinden, als bei den feinmotorischeren Instrumenten und den vielfältigsten Materialien, die man gegebenenfalls auch gut zweckentfremden kann.
So auch die Säge.
Also: heute um 19:00 Uhr im Purzelbaum (Schudomastr. 50) zur Vernissage bei Nacht und Nebel: Sägefischchens Damensägen in Begleitung des trommelnden Zeitgenossen Tibor.

PS: Wer bei dem Namen Tibor unvermeidlich an Urwaldtrommeln und Comics von Hansrudi Wäscher denken muss und an andere Heftchenhelden wie Sigurd und Akim, hat keine Fehlschaltung im Hirn, gehört aber garantiert nicht mehr zur Generation der bis 30jährigen...

Freitag, 6. November 2009

Mini-Museum Part 2

Weiter gehts. (Part 1 noch mal ansehen)
Die nächste Runde durch meine Museumecke, diesmal:

Rund um die Brennschere
Mit einer Brennschere macht man Locken in die Haare und mit dieser hier ganz winzig kleine Afrolocken. Sie ist aus der Zeit, wo man das Brenneisen noch im Feuer heiß machte und hat ein paar hübsche schwarze Holzgriffe.
Links unten schlängelt sich eine hölzerne Gelenkschlange vorbei. Die ist eigentlich nicht meine, sondern eine Leihgabe meines Patenkindes.
Dahinter befinden sich zwei Mikadospiele, eins mit Schachtel und eins ohne, gefolgt von einem (kaum erkennbaren) Dominospiel.
Auf eben diesem steht ein hübscher alter Rasierpinsel, dem die echten Borsten immer noch nicht ausgehen.
Links hinter dem Pinsel ein Mini-Labyrinth-Kugelspiel und rechts davon der Nachdruck eines weit über 100 Jahre alten Figuren-Legespiel-Puzzels "Petit Metamorphoses", in dem man sehen kann, welche Arbeiten und Berufe damals für Frauen vorgesehen waren.
Darüber schaut noch ein Paar Diabolostäbe mit aufgewickelter Schnur hervor. Das Diabolospiel macht Spaß, aber ich bin in Sachen Koordination nicht gut genug, als dass es über Grundübungen hinaus gehen könnte.
Das große rote Runde ist die Stirnfläche mit Guckloch eines Kaleidoskopes aus chinesischer Produktion mit chinesischem Blumendekor und daneben steht eine ziemlich alte berliner Treppenhauskachel mit Löwenzahn-Design.
Als letztes darunter sehen wir eine schöne hölzerne Wasserwaage. Die kann man immer gebrauchen und sie funktioniert nach wie vor einwandfrei.

Ich hoffe, der kleine Rundgang hat Spaß gemacht, die nächste Ecke folgt bald.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Mini-Museum Part 1

Meine Museumsecke wächst und wächst.
Gebrauchtes, altes oder kurioses Gepröll und was sich sonst noch im Laufe des Lebens zusammenfindet.
Und deshalb dachte ich, ich stell hier mal ein paar Exponate vor, diesmal:

Rund um die Matroschka
Die Matroschka ist noch relativ jung, ich habe sie mir vor zwei Jahren aus Moskau mitbringen lassen. Es sei nicht einfach gewesen, eine klassisch aussehende zu bekommen. Im normalen Angebot befänden sich fast ausschließlich irgendwelche Witzfiguren und/oder Politiker...
Dahinter sehen wir ein 3D-Puzzle aus geleinöltem Holz, so wie es in den 80ern die Kunstmärkte überflutete.
Links neben der Matroschka steht ein Gummihirsch, der mal als Vorbild für ein verschenktes großes über-dem-Sofa-Ölbild-mit-Goldrahmen herhalten musste. Dargestellt wurde ein Hirsch, der des nächtens einen Vollmond anheult. Das Heulen hab ich mir dann ausgedacht und ist ganz schön geworden.
Hinter dem Hirschen schaut eine hübsche alte Strickliesel hervor. Auf ihr wurde der aller erste Kulli-Pulli gestrickt. Viermaschige Pullis sind aber entschieden zu eng und deshalb werden Kuli-Pullis heutzutage wie die Finger eines Handschuhs mit dem Nadelspiel gestrickt. Die Strickliesel ist seit dem arbeitslos.
Im Vordergrund auf der linken Seite sehen wir ein altes Legespiel, wie es in früheren Jahrzenhnten in jedem Kindergarten zu finden war. Mit einfachsten Mitteln wurden hier Grundzüge für mathematisch-geometrisches Verständnis spielerisch vermittelt.
Rechts daneben am unteren Rand lächelt ein dickbackiges Bonbonmädchen hervor. Es stammt auch aus Moskau, ist aber auf einem anderen Wege zu mir gekommen als die Matroschka.
Rechts neben eben dieser ist das Foto eines unbekannten jungen Mannes umgekippt, das ich neulich schon mal vorgestellt habe. Es wurde gemacht im Studio bei H. Joseph & Co, Rixdorf.
Neben der umgekippten Photographie befindet sich eine handgearbeitete Schale aus gut verleimtem Packpapier und darin eine vertrockneter Zierkürbis, der als Rassel etwas zu leise - also nicht zu gebrauchen ist.
Vor dem Kürbis liegt ein kleines Messer in der Schale, dass mir als original italienisches Parmesanmesser verkauft wurde. Ich hab den Flohmarkthändler amüsiert angegrinst, weil ich nicht wusste, dass es soetwas tatsächlich gibt. Immerhin wollte er nicht mehr Geld dafür, als für ein nagelneues...
Als letztes für dies mal nun noch die Rolle in der Mitte: sie ist aus Linden-ähnlichen Blättern geformt und enthält Räucherstäbchen "Bali Flowers" mit Bast zusammengebunden und der Nummer 7120030 versehen. Ich hab sie noch nie angezündet, keine Ahnung, woher ich die habe, vielleicht geschenkt gekriegt?
Das muss schon etwas länger her sein....

Dienstag, 21. Juli 2009

Umzug

Ja, auch zwei gefleckte (=macchiato,-a) Latten, respektive "Stehbilder" ziehen heute um an das schöne Autobahnkreuz weit im Westen, um dortselbst einen Garten aufzuhübschen. Dies zum Anlass und zum Abschied habe ich noch mal schnell ein schönes Gruppenfoto einschließlich Rixdorfer Knubbel gemacht.

Dienstag, 30. Juni 2009

Kritik

Frei nach Roger M. Buergel oder
Was die Buergelmaschine vielleicht dazu sagen würde:

"Im Spannungsfeld zwischen blumiger Popart und impressionistischer Bauernmalerei ermutigt Angelika Dufft die gehobelte Latte mit den Erinnerungen an die großväterlichen Blumenbeete zu vergolden und ein fröhlich verträumtes Stehbildensemble als Resonanzraum auf die Wiese zu stellen. Ausgangspunkt der abstaktornamentalen Arbeit 'Macchiato!' scheint der verunglückte Versuch zu seien, ein Regal zu bauen."

Montag, 29. Juni 2009

Das war's

Später sah's dann (an zwei regenfreien Tagen!!!!) in etwa so aus...




















Meine Fotos sind ärgerlicher Weise alle unscharf, wenn mir jemand eine etwas schärfere Erinnerung hinterlassen kann, würde ich mich sehr freuen!

Die häufigsten Antworten:
Nein, das Nachbargrundstück ist nicht zu vermieten.
Ja, es gibt in Neukölln mehr als Rütlischule und Karl-Marx-Straße.
Nein, ich weiß nicht, für wieviel ich eine Latte verkaufen möchte.
Ja, den wunderschönen Garten meines Großvaters gab es tatsächlich.
Nein, das Grundstück auf der anderen Seite (Garten der Poesie) ist auch kein freies Bauland.
Ja, der Malgrund besteht tatsächlich aus gewöhnlichen Holzlatten.
Nein, noch sind sie nicht witterungsbeständig präpariert***.

Die Besucher:
NeuköllnerInnen,viel nahe und fernere Nachbarschaft, die den Garten auch noch nie gesehen hatte, dazu u.a. Spandauer, Lichtenrader und eine Clique weddinger Halbstarker, die traurig waren, weil es so eine schöne Gegend, wie rund um den Richardplatz im Wedding nirgends gäbe.

Vielen Dank übrigens noch an Antonia, die fleißig beim Abbau der Latten geholfen hat!

***) Zwei Wochen später: Jetzt sind sie noch mal mit Outdoor-Acryl-Klarlack überzogen und haben Metallstifte (statt Holzstäben), um sie in den Boden zu stecken.