"Die Berliner haben nun mal so abgestimmt, das ist zu akzeptieren. Sie wollen keine behutsame Bebauung."
Nee, die Berliner wollen ein brachiale, brutale, radikale "Tempelhofer Freiheit" nach Hau-drauf-Manier.
Und wer bezahlt jetzt die ganzen teuren Architekten mit ihren schönen Entwürfen?
Da ist der Katzenjammer groß. Ein paar Tränchen tropfen auf das schöne, mühevoll gebastelte 3D-Modell. "Müssen wir das jetzt alles wegwerfen?"
Nee, Ihr könnt damit die zehn-Meter-breiten Flure eurer Ateliers aufhübschen, vielleicht interessieren sich ja die Chinesen dafür, die Amis oder ein tapferer Bauherr irgendwo in Afrika. Olle Flugplätze und Mangel an billigen Wohnungen gibt es auch an anderen Orten der Welt.
Was uns erspart blieb: oder auch das:
PS: Wie ich heute (27.5.) höre, ist Wowereit tatsächlich gleich ins Flugzeug und ab nach Peking ...
Montag, 26. Mai 2014
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Sonntag, 25. Mai 2014
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Samstag, 24. Mai 2014
Kriegserinnerungen
Ich bin froh, dass ich keine eigenen Kriegserinnerungen habe und ich möchte auch in Zukunft nie welche haben müssen. Aber da zur Zeit so sehr viel an den Auftakt des Ersten Weltkriegs und alle möglichen anderen Kriege, einschließlich zukünftiger erinnert oder gar beschworen wird, fand ich es sehr passend, dass sich das Thema in meiner Erinnerung fest mit George Tabori verknüpft hat, der theoretisch heute seinen 100. Geburtstag feiern würde.
Praktisch hat er nur bis zu seinem 93. durchgehalten.
Tabori habe ich persönlich kennengelernt, als ich noch sehr jung war und mich so oft wie möglich zu den Proben einer der extrem seltenen Inszenierungen von "Pinkville" geschlichen hatte.
Noch immer schallt in meinem Erinnerungsohr der rhythmische Chor der Soldaten:
Schultern zurück!
Hand hoch zum Gruß!
Der Oberarm bildet zum Unterarm
einen Winkel von fünfundvierzig Grad.
"Pinkville" ist ein recht gruseliges Theaterstück, in dem Tabori die Greuel des Vietnamkrieges am Beispiel des Massakers von Mỹ Lai anklagte und hat (zusammen mit Peter Weiß' "Die Ermittlung") bestimmt mehr zu meiner politischen Bildung beigetragen, als es der Schulunterricht oder die mehr als mangelhaften Auseinandersetzungen mit meinen Eltern vermochten.
Hier ein Ausschnitt aus einem Spiegel-Artikel von 1971, der den Inhalt kurz und knapp beschreibt:
Das geht ganz einfach, demonstriert Tabori in zwölf "Lektionen". Es geht mit Zynismus, Brutalität und der Ausbildungsordnung jener US-Marinesoldaten, die sich gern als "beste Kampf- Organisation der Welt" bezeichnen.
Nach diesem Reglement wird Taboris Held, ein Jerry O'Carey, gedemütigt, geprügelt, eingesperrt, verhöhnt; er desertiert, er versucht sich umzubringen, erliegt am Ende doch der Seelen- und Gehirnwäsche sadistischer Driller und gibt den Befehl: "Nichts darf übrigbleiben, was lebt!"
Für seine "Lektionen", die durch Songs in der Art von Brecht verbunden werden, hat Tabori Material aus Dienstvorschriften, Ausbildungs-Reports aus dem Calley-Prozeß und GI-Underground-Zeitschriften ausgewertet. Das Resultat: eine grausige Groteske über die Obszönitäten des Krieges."
PS: Inspiriert wurde Tabori zu seinem Theaterstück unter anderem dadurch, dass die veröffentlichten Kriegsreporter-Fotos erschreckend ästhetisch anzusehen waren. Mit der Kritik der "Ästhetisierung" musste er sich dann nicht nur selbst, sondern natürlich auch beispielsweise schon vorher Peter Weiß oder später F.F. Coppola (Apokalypse Now) wegen ihrer jeweils recht speziellen Darstellung von Krieg, Massaker und den dazugehörigen Kollateralschäden auseinandersetzten.
PPS: Wer "Die Ermittlung" nicht kennt, kann auf der oben verlinkten Seite weiter nach unten scrollen und findet dort einige Ausschnitte.
PPPS: Ich finde, Pinkville ist ein ideales Theaterstück für Schüleraufführungen. Wer Interesse am Text hat, wendet sich an den Kiepenheuer Bühnenvertrieb.
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Freitag, 23. Mai 2014
König Buschi...
...war schön jewesen!
Wer wen am liebsten in den Europarat oder als Ablösung von Mehdorn zum BBI schicken will, oder was auch immer sonst noch ansteht diskutieren Baustadtrat Blase und der Polizeipräsident, König Buschi und Party-Wowi, der Kasper und Prinzessin Franzi am 7. Juni um 17 Uhr weiter, wenn es wieder heißt: Die Rixdorfer Nachrichtenschau...
PS : Apropos "war schön jewesen": Lea Streisand liest neuerdings auch für die, die nicht vor die Tür kommen, jeden Montag frisch auf radioeins.
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Tag des Grunzgesetzes
Ja, heute wäre er, der weitgehend unter den Tisch geschlidderte Tag unseres bunderepublikanischen Grundgesetzes. Kein Fest am Brandenburger Tor oder auf der Reichstagswiese oder die Einweihung eines Platzes zu Ehren des Grundgesetzes.* Kommerziell uninteressant? Bis jetzt. Vielleicht sollte man mal überlegen, ob das Heftchen von ausgesuchten US-amerikanischen Wirtschaftsmanagern umgeschrieben werden könnte - als Grunzgesetz. Für geordnete Zustände auf dem Weg zum Schlachthaus.
Dann käme auch endlich dieser völlig verwirrende und komplett
überflüssige Schlussartikel (146) weg:
"Dieses Grundgesetz (...) verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine
Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier
Entscheidung beschlossen worden ist."
*) Sattdessen wird neuköllnweit "Europafest" gefeiert. Auch auf dem neu eingeweihten Alfred-Scholz-Platz (der Platz vor der Sparkasse, Quelle, Sinleffers, gegenüber von Hertie, ihr wisst schon).
PS: König Buschi nicht vergessen!
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Donnerstag, 22. Mai 2014
Endlich, endlich, endlich!
König Buschi live auf dem Platz der Stadt Hof Alfred-Scholz-Platz (der Platz vor der Sparkasse, Quelle, Sinleffers, gegenüber von Hertie, ihr wisst schon), am Freitag zum "Europafest".
Und dann regelmäßig:
Der Saubermänner SuperGAU.
Durch's Dorf gejagt wird jede Sau -
Die Rixdorfer Nachrichtenschau.
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Dienstag, 20. Mai 2014
Aufrüsten!
Ursel in Not:
"Da wir auf Grund der aktuellen politischen Lage gezwungen sind aufzurüsten, können die aktuell angekündigten und auch für die Zukunft geplanten Erhöhungen des HartzIV- und Grundsicherungssatzes für Menschen im Rentenalter und anderweitig eingeschränkte Bürger auf unbestimmte Zeit nicht stattfinden. Gegebenenfalls müssen außerdem zusätzliche Kürzungen in diesen Bereichen hingenommen werden. Für die Maßnahmen muss die Bevölkerung Verständnis haben, zumal es ja nur eine verhältnismäßig kleine Gruppe betrifft. Es bleibt aber jeder und jedem Betroffenen unbenommen, ihr finanzielles Auskommen aufzubessern, in dem sie sich für zusätzlich anfallende Arbeiten in der Rüstungsindustrie unaufgefordert zur Verfügung stellen."
Je nach Wohnort können interessierte Bewerber sich an den ausgewiesenen Standorten vorstellen:
Rüstungsindustrie
Spreng- und Kampfstoffproduktion
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Montag, 19. Mai 2014
Endlich, endlich, endlich...
... war ich gestern nach Jahren der Verschusselung auch mal bei KASPER KAFFEE KUCHEN im Central Rixdorf.
Tränen hab ich gelacht. Den Schluss der aktuellen Episode hab ich akustisch nicht mehr mitgekriegt, er ging - zumindest für mich - im allgemeinen Kommentar-Tumult der Zwei- bis Vierjährigen unter. Das ist aber nicht so schlimm, denn zu beobachten, wie sich die Kinder über den Wirbel da oben auf der Kasperbühne echauffieren ist mindestens so unterhaltsam, wie die Geschichte selbst.
1. Kasper lüftet seine Stinkesocke und muss mal eben mit dem Ei-Phone nach Prenzlauer Berg telefonieren.
2. Die Hexe hat sich in eine hübsche Sekretärin verzaubert und biedert sich beim Kasper wahlweise als Sängerin oder Putzfrau an.
3. Kasper führt der Hexe seine neu gebastelte Pritsche vor.
Die Geschichte zwischen den den Bildern müssen sich die geneigten Leser/innen nun aber bitte selbst zusammenreimen, oder: die nächste Geschichte genießen, wenn es wieder heißt KASPER KAFFEE KUCHEN.
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Jette
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