...hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren.
1986 lernten wir ziemlich schnell die Halbwertzeiten verschiedener flüchtiger radioaktiver Isotope:
Jeder kannte Cäsium-137 (30 Jahre), Strontium-90 (28 jahre) und Iod-131 (8 Tage).
"Flüchtig" heißt: sie verbreiten sich schnell überall.
Und der Verfall der drei genannten ist gerade noch überschaubar.
Andere radioaktive Aus- und Abfälle werden, um Menschen in der Verfallszeit nicht einer gesundheitsschädigenden Bestrahlung auszusetzen, "zwischengelagert". "Endlager" gibt es nicht und wird es auch nie geben.
Bei Plutonium sind es schon 24tausend Jahre und wer weiß, ob dann der Planet Erde überhaupt noch existiert, wenn die erste Halbwertzeit erreicht ist.
Damit Flüchtige, Flüchtlinge oder auch neuerdings "Flüchtende" genannte Menschen sich nicht unkontrolliert leicht und überall verbreiten, werden sie an den EU-Außengrenzen zwischengelagert. In der Hoffnung auf eine möglichst baldige Halbwert- oder gar Verfallszeit?
Flüchtende Menschen sind aber kein nukleares Abfallprodukt. Das scheint vielen noch nicht ganz klar zu sein. Und doch würden wahrscheinlich ihrer einige eher ein Fässchen Atommüll im Vorgarten endlagern, als sich um eine Flüchtlingsfamilie kümmern zu wollen oder sie wenigstens in ihrer Nähe zu dulden.
Ich hab gut reden, denn ich besitze keinen Vorgarten, nur ein kleines Balkönchen, und da geht kein Fass rauf. Also hab ich keine Wahlmöglichkeit. Um so mehr freue ich mich, dass um die Ecke viele Flüchtlinge im ehemaligen C&A-Gebäude eine Unterkunft gefunden haben!
Dienstag, 26. April 2016
Caesium-137
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Montag, 3. August 2015
Null-Acht-Fuffzehn-Hinweise
08/15 ist die ordentlich durchnummerierte Bezeichnung des diesjährigen Augusts und auch wenn's dieser Tage wieder ungewohnt hochsommerlich ist, so kommt uns die Weihnachtsgeschenkplanung unaufhaltsam entgegen.
Nehmen Sie Ihren kompletten Jahresurlaub auf einmal, das entspannt.
Gehen Sie Beeren pflücken.
Legen Sie eine alte Platte auf und tanzen Sie in der Küche oder auf dem Balkon.
Wenn sie Sie irgendwann ein Einschreiben (gegen Unterschrift!) aus China bekommen, wundern Sie sich nicht. Die Chinesen versenden die gewöhnlichsten Dinge per Einschreiben. Wahrscheinlich würden die Sachen sonst auch nicht erst nach zwei Monaten, sondern vermutlich niemals hier ankommen.
Basteln Sie sich ein schwarzes Loch und werfen Sie alles hinein, was Sie nie wieder sehen wollen. Nur nicht das chinesische Einschreiben.
Falls die Hitze noch mehr steigt, halten Sie feuchte Umschläge (keine Eispakete!) für Nacken, Hand- und Fußgelenke bereit. Verdunstungskälte kann Wunder wirken.
Gönnen Sie sich einen spaßigen Abend in der wiedererwachten Kultur der Autokinos.
Der Film ist egal.
Achten Sie auf Ihre Nachbarn!
Erklären Sie einem Kind das Prinzip der Verdunstungskälte.
Sehen Sie sich ein paar lustige Katzenvideos an und dann treffen Sie sich gutgelaunt mit jemandem, den Sie schon längst mal besser kennenlernen wollten.
Viel Spaß!
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Dienstag, 21. April 2015
Mauerpicker
Bei den Sperlings im Mauerloch ist schon wieder mächtig was los. Drei hungrige Mäuler hab ich schemenhaft im Hintergrund gesehen. Pappa Spatz hat gerade einen dicken Wurm angeliefert.
In diesem Jahr scheint auch der Wetterschutz aus Plastikfolie nicht nötig zu sein. Nebenan entsteht jetzt auch noch ein Erweiterungsbau, der erste kleine Durchbruch ist schon gelungen. Mal sehen, wie lange die Bauzeit dauert!
Die Nachbarn auf der anderen Seite, im hinterhöfischen Einfamilienhaus haben sich inzwischen mit undurchsichtigen hohen Zäunen samt Thujahecke abgeschottet.
Das lässt natürlich auch Pappa Spatz staunen, weshalb er in ausreichender Höhe Ausschau hält, ob es ratsam ist, die ersten Flugstunden der Spatzenkinder über jenes Sperrgebiet zu lenken. Man weiß ja nie, mit welchen Überraschungen man rechnen muss!
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Samstag, 4. April 2015
KAR-
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Samstag, 28. Februar 2015
isch ower
"Am achtntschwazischstn um viernzwanzisch Uhr isch ower." (...sagt das Schäuble zu den Griechen)
Und ich sag:
Genau.
Nach dem 28. würde ich mein schönes Überraschungspaket aus Hamburg zwar immer noch gerne in Empfang nehmen, aber da die DHL einen neuen Ferienkalender hat, dessen Existenz mir (und dem Absender) bis jetzt nicht bekannt war, ist natürlich völlig unklar, wann und wo dieses Paket überhaupt jemals ankommt.
Status vom Do, 26.02.2015 11:36
Die Sendung wird vorübergehend wegen Ferien, Betriebsferien oder Feiertagen in der Zustellbasis gelagert.Nächster Schritt
Die Sendung wird dem Empfänger nach Ablauf der vereinbarten Lagerfrist zugestellt.Niemand kann mir sagen, wer mit der DHL im Namen des Absenders/Empfängers eine Vereinbarung über eine Lagerfrist getroffen hat, wo die entsprechenden Vertragsklauseln öffentlich ausgehängt sind, wie lange die Frist mindestens oder längstens dauert und wo sich das Lager befindet.
In diesem Fall vermutlich in Rüdersdorf.
Eine Beschwerdestelle hat die DHL natürlich nicht und vor der (natürlich gebührenpflichtigen) "Hotline" bin ich gewarnt worden, weil die Callcenter-Damen und Herren noch weniger wissen, als meine im Paketempfang weitgehend ungeübte Nachbarin.
Die Damen und Herren am örtlichen DHL-Schalter auf dem Postamt (ja, sowas gibt es an manchen Orten!) haben heute ganz besonders viel Glück gehabt, denn ich bin zu spät gekommen. Und ich hatte mich auf dem Weg dorthin einigermaßen dämonisch auf Krawall gebürstet....
Glück gehabt.
Jetscht isch ower.
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Donnerstag, 1. Januar 2015
Neujahrsbesuch
Habe eine Stippvisite beim zukünftigen "Asylantenheim" in Harvestehude (Sophienstraße 1a, Hamburg) absolviert. Standort ist prima. Schräg gegenüber steht allerdings ein denkmalgeschütztes Haus mit zweifelhaftem Geschichtshintergrund. Ein ehemals prunksüchtiger, hässlichgrauer Nazibau wurde totalentkernt, um ihn anschließend mit neuer Innerarchitektur und luxuriösen Apartments zu füllen. Ich würde ja sagen, nicht die sogenannten "Superreichen" sind unpassend in der Umgebung einer Flüchtlingsunterkunft, sondern die gruselig düsteren Nazi-Hinterlassenschaften und vielleicht auch die Menschen, die in sowas gerne einziehen mögen.
Es könnte möglicherweise was bringen, wenn man das aufdringliche Gebäude grün mit rosa Punkten anstreicht, da würden die Asylsuchenden wenigstens was Lustiges sehen, wenn sie dann aus dem Fenster schauten. Aber der Denkmalschutz erfordert mit Sicherheit nicht nur den Erhalt der architektonischen Formgebung sondern auch (und ganz besonders) der schmutziggrauen Düsternis.
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Mittwoch, 17. Dezember 2014
Ein Satz mit x
Gerechtigkeit hin, Gerechtigkeit her: Der Vorschlag mit dem X wird ja wohl nix....
Mitsamt allen angepassten Artikeln könnten wir uns sonst auf solch herrliche Sätze freuen:
X Bäckx ist ganz perplex.
X Potsdamx Postkutschx putzt x Postkutschkasten...
Gebt x Kaisx was x Kaisx ist!
Nach etwas Übung (mit Verpflichtung für alle Deutschen auch in den eigenen vier Wänden) fiele es uns dann ganz leicht, die eine oder andere Khoisansprache (Xhosa) besser auszusprechen. Sprachen lernen kann im Übrigen auch gegen möglicherweise aufkeimende Fremden-Phobie hilfreich sein...
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Freitag, 7. November 2014
Winterspielplatz

Unbedingt empfehlenswert: Der neueröffnete Rixdorfer Indoor-Spielplatz für Winzlinge in Begleitung Erwachsener. Immer Donnerstags und immer zwischen 15 und 18 Uhr. Immer im Gemeindesaal hinter der St. Richardkirche in der Schudomastraße. Zur Premiere kamen mehr als 25 Kids verschiedener Nationen und Religionen zwischen 0 und 5 Jahren und hatten viel Gaudi, als über 100 Luftballons auf sie nieder purzelten.
Wenn sich noch mehr ehrenamtliche Helfer finden, kann in Zukunft vielleicht sogar noch an einem weiteren
Tag geöffnet werden?
Die Einrichtung wurde initiiert von sämtlichen Rixdorfer Kirchengemeinden (Evangelische, Katholische, Freie, Brüder und Reformierte) und für die Grundausstattung unterstützt vom QM und einigen anderen.
Sehr schön!
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Freitag, 26. September 2014
Respekt!
Ich ärgere mich mal
wieder über die Menschen, die ständig von anderen "Respekt!" einfordern
aber selbst ganz offenbar nicht wissen, was das ist und Respekt! mit
Selbstherrlichkeit und Befehlsmacht verwechseln. Von Kindern mit Migrationshinter- oder
vordergrund mal ganz abgesehen, sind es eher die Erwachsenen (auch ganz
ohne -grund), die sich den Teufel darum scheren, womit ihre Kinder z.B.
gerade auf der Bühne glänzen, weil ihnen der lautstarke Smaltalk am
Kuchenstand einfach wichtiger ist. Oder die, die sich habgierig an Sachen vergreifen, die nicht für sie gedacht sind. Oder auch
die, die einen aus dem BMW als ...otze beschimpfen (wie schon gestern beiläufig erwähnt), weil man
fahrradfahrend den dafür nötigen Teil der Straße in Anspruch nimmt.
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Donnerstag, 25. September 2014
O Ungläubige aller Welt...
(...mit was für einem Scheiß man sich heutzutage so beschäftigen muss...)
... nehmt euch in Acht!
Wer nicht zur eigenen Glaubenswelt gehört ist Heide, Kuffar oder Goj - je nachdem, welcher der großen monotheistischen Weltreligionen man angehört.
Nur dass alle drei Bezeichnungen etwas völlig anderes bedeuten.
Am harmlosesten ist die jüdische Variante: Goj heißt einfach nur und völlig neutral "nicht dem jüdischen Glauben angehörig", dem Glauben an den einzigen, allmächtigen Gott, der keine anderen Götter neben sich duldet, so wie es in den 10 Geboten des Alten Testaments der Bibel niedergeschrieben ist.
Die christlich-katholische Variante geht da einige Schritte weiter:
Heide ist in der christlich-katholischen Welt jeder, der neben jenem biblischen Gott nicht auch an das Neue Testtament, an Jesus nebst Maria und den heiligen Geist (Monotheismus adieu!) glaubt. Für viele, sehr orthodox-katholische Menschen bedeutet das: jeder Heide muss bekehrt werden und auch die evangelischen, evangelikalen oder sonstewie-freikirchlichen Christen gehören dann wahrscheinlich zu den Heiden.
Als Kuffar wird man von muslimischen Gesellschaft bezeichnet, wenn man nicht ihrer Religionsgemeinschaft angehört. Dabei stehen die Lehren des Propheten Mohammed allerdings häufig noch vor dem, was Allah sich möglicherweise so gedacht hat. Wenn man nun dem, was dieser Mohammed im frühen Mittelalter so dachte, keine ernstzunehmende Bedeutung beimisst, bedeutet das für die immer größer werdende Anzahl von Islamisten, Salafisten und Co, dass man (nicht nur) gegen die Lehren Mohameds sei, sondern außerdem, wenn schon nicht bekehrbar, auf jeden Fall bekämpft werden muss. Schlimmstenfalls getötet.
Die zunächst wenigen Kuffarjäger
haben unser Leben in den letzten zehn, zwanzig Jahren rund um die Welt immer mehr beeinflusst und verändert. Egal, ob es sich dabei um das Aushalten von Beschimpfungen blonder Frauen weit unter der Gürtellinie oder die komplizierten Vorbereitungen für Flugreisen handelt.Wir sollen zwischen "guten" und "bösen" Muslimen unterscheiden und dabei keinesfalls Vorurteile haben. Zauselbärte mit langen Kleidern müssen nichts Schlimmes bedeuten (siehe rechts) und "brave Deutsche" namens Sven und Volker mutieren plötzlich zu Selbstmordattentätern bei der Eroberung neuer Lebensräume für den islamistischen Fanatismus.
Das macht das Leben mal wieder um einiges komplizierter.
Ich habe da - ganz vorurteilsfrei - eigentlich keinen Bock drauf...
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
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Jette
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Montag, 15. September 2014
Rixdorf Ahoi!
Wetter: bedeckt und warm.
Der wiederholt, noch bis kurz vor der Aufführung angedrohte unwetterartige Regen hat sich, wie sich's bei solchen Gelegenheiten gehört, spätestens vor Neukölln geteilt und ist gepflegt seitlich vorbeigepladdert, so dass die voll besuchte Aufführung störungsfrei vonstattengehen konnte! Die Rixdorfer segeln nun in die Zukunft und erwarten Teil 3 der Rixdorfsaga im nächsten Jahr um die gleiche Zeit.
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Mittwoch, 10. September 2014
Rixdorf-Saga Teil 2

Endlich ist es wieder soweit!
Die Rixdorfer Festwoche schreitet mit langen Schritten dem Höhepunkt zu: am Samstag das Popraci-Strohballenrollen am Richardplatz und Sonntag spielt sich das Dorf wieder selbst. Beim zweiten Teil der Rixdorf-Saga schippert Rixdorf fröhlich durch die letzten hundert Jahre. Ahoi um 15 Uhr auf dem Böhmischen Platz!
Alles umsonst und draußen!
Nur das Wetter....?
Kräftig Daumen drücken!
Bitte, bitte!
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Samstag, 6. September 2014
Neue Generation?
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Freitag, 15. August 2014
Mal mal - gleich noch mal!
Weil das erste Mal so großartig war geht's morgen gleich noch mal los!
Malen was Zeug hält! Ran an die Pinsel und mitgemalt!
Mal so, mal so im Café mal so - mal so.
Wem das zu verwirrend ist, kommt einfach hin, dann geht plötzlich alles wie von selbst.
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Donnerstag, 22. Mai 2014
Endlich, endlich, endlich!
König Buschi live auf dem Platz der Stadt Hof Alfred-Scholz-Platz (der Platz vor der Sparkasse, Quelle, Sinleffers, gegenüber von Hertie, ihr wisst schon), am Freitag zum "Europafest".
Und dann regelmäßig:
Der Saubermänner SuperGAU.
Durch's Dorf gejagt wird jede Sau -
Die Rixdorfer Nachrichtenschau.
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Mittwoch, 1. Januar 2014
Dem Wahnsinn nahe
könnte man sein, wenn es letzte Nacht wirklich so zugegangen wäre, wie das Foto locker flockig illusioniert:
Entstanden ist das Bild etwa 15 Minuten nach Mitternacht auf der Karl-Marx-Straße mit einer ganzen halben Minute Belichtungszeit. Und da kommt in der Nähe und Ferne schon einiges zusammen, was man sonst alles schön sauber voneinander getrennt und nacheinander zu sehen bekommt.
Dieses Mal weigere ich mich, aus dem feurigen Foto ein Orakel für das frisch angelandete Jahr zu stellen, denn ich sehe gerade nur was wirr-wild-buntes, wie vermutlich jede andere auch, doch wer weiß ...
Es hat aber schon mal gut angefangen, beim erstaunlicherweise absolut gefahrlosem Nachhauseradeln (kurz nach dem Foto) verfolgten mich statt nerviger Böller viele gute Wünsche fürs neue Jahr, die ich hiermit vertrauensvoll an alle Bedürftigen weiterreiche!
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Montag, 30. Dezember 2013
Zurück zu Tagesordnung!
...und ich weiß, ich bin nicht die einzige, der es so geht:
Freitag, Wochenende, Montag, Weihnachten, Freitag, Wochenende, Montag, Jahreswechsel, Freitag, Wochenende, Montag...
Ist heute Montag? Ist heute Freitag? Oder verkaufsoffenes Wochenende?
Ich hab in den letzten zehn Tagen ein bisschen den Anschluss verloren.
Immerhin schien heute die Sonne auf diesen Montag/Freitag. Das trägt zwar nicht zur wochenbezogenen Tagesanordnung bei, aber stimmt das verwirrte Gemüt etwas milder.
Um die zeitliche Orientierung größerer Zeiträume als Tag und Nacht, im Zweifelsfall wiederherzustellen, bin ich dazu übergegangen, den Kalender mit dem laufenden Fernsehprogramm abzugleichen, eine Methode, die - abgesehen von zunehmenden Kriegsgeräuschkulissen auf den prekären Neuköllner Hinterhöfen - recht gut funktioniert.
Aber auch nur, solange es keine Sondersendungen gibt, weil sich ein ehemaliger Weltmeister mit übersteigertem Ego in Eigenregie das Hirn wegschießt oder Selbsmordattentäter, die sich selbst und andere in Wolgograd auf Teufel komm raus komplett wegschießen.
So geht das Jahr zu Ende.
Mit Wumms.
Ich wünsche euch allen einen schönen Start ins neue Jahr, vielleicht mit etwas weniger Wumms.
Ach und fast hätt' ich vergessen, die weihnachtliche Rätsellösung lautet: Sarg. Das ist doch wirklich anheimelnd, oder?
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Samstag, 30. November 2013
Alle Jahre wieder
Wie wäre es denn mal mit glitzernden Boraxsternchen?
Entzückender Kristallschmuck aus der heimischen Chemieküche.
Nur leider, leider, leider gibt es hierzulande kein Borax mehr zu kaufen.
Vielleicht befindet sich ja noch ein Rest in (Ur-)Omas Erbmasse?
Die Kisten aus der Küche stehen noch unsortiert im Keller?
Na dann: schnell ran!
Ansonsten könnte man versuchen, das Zeug illegal aus den USA zu importieren, von dort stammen zumindest die hübschen Bastelanleitungen. Bestimmt kriegt man's auch in näher liegenden, nicht zur EU gehörigen Staaten. Verboten wurde der Handel mit Borax in der EU, weil der Verzehr erbgutschädigend sei und die Giftigkeit mit Borsäure gleichgesetzt wurde. Absurderweise gibt es aber für echten Kaviar eine Ausnahmeregelung (E285).Also, liebe neureiche Nachbarn, kauft Kaviar, kratzt das Borax raus (ca. 4 g pro Kilo Störrogen) und schon geht's ran ans Sternebasteln!
Aber zackig!
Hier nun die Boraxsternchen-Bastelanleitung (natürlich auf amerikanisch).
PS: Borax kaufen kann man in größeren Mengen als Industrieprodukt! (Entsprechendes Gewerbe anmelden!)
PPS: Ich fordere das Verbot von allem, was nicht essbar ist! Auf ins Schlaraffenland!
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Dienstag, 1. Oktober 2013
Tag des Kaffees
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Freitag, 27. September 2013
Bauabschnitt 3
Wenn dich der Presslufthammer aus dem Bette schmeißt
heißt es, dass da jemand deine Straße aufreißt.
Die Erde bebt und wackelt bis zum Hinterhaus
und man hört den Hammer bis nach hinten raus.
Alles wackelt, Alles zittert
ruckelt, rattert, bubbert, bibbert,
und in einem halben Jahr (schneller wird's wohl nichts)
ist die neue Straße da. (Zumindest der Bauabschnitt 3)
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Jette
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