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Mittwoch, 1. Juni 2016

Mai vorbei




Mein Blumenkasten-Maiglöckchen ist ein bisschen spät dran, blüht allerdings auch zum allerersten Mal,  und macht jetzt den Juni flott!

Montag, 23. Mai 2016

Qualitätskontrolle


In unserem Zucht- und Pflegebetrieb werden die Erdbeeren von der Blüte bis zur Ernte durch ein spezielles Qualitätskontrollprogramm überwacht. Für jede Staude wird eigens ausgebildetes Personal angestellt. So werden durch intensive Einzelbetreuung die besten Bedingungen für vollsüße, saftige und große Früchtchen gewährleistet.



Im Moment sieht's allerdings noch ziemlich mau aus...

Samstag, 7. Mai 2016

Bienen sterben


Gestern lag auf dem Balkon eine kleine Bienenleiche.
Was hat sie nur dahingerafft?
Mit ihren vollen, dicken gelben Pollenhosen scheint sie abgestürzt zu sein.
Einfach so?
Hat sie sich verflogen?
Und der Heimweg wurde lang und länger, die Pollen schwer und schwerer?




Erstmal setzen, hat sie vielleicht gedacht.
Und dann schaun wir mal.



Dienstag, 26. April 2016

Caesium-137


...hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren.
1986 lernten wir ziemlich schnell die Halbwertzeiten verschiedener flüchtiger radioaktiver Isotope:
Jeder kannte  Cäsium-137 (30 Jahre), Strontium-90 (28 jahre) und Iod-131 (8 Tage).
"Flüchtig" heißt: sie verbreiten sich schnell überall.
Und der Verfall der drei genannten ist gerade noch überschaubar.
Andere radioaktive Aus- und Abfälle werden, um Menschen in der Verfallszeit nicht einer gesundheitsschädigenden Bestrahlung auszusetzen, "zwischengelagert". "Endlager" gibt es nicht und wird es auch nie geben.
Bei Plutonium sind es schon 24tausend Jahre und wer weiß, ob dann der Planet Erde überhaupt noch existiert, wenn die erste Halbwertzeit erreicht ist.

Damit Flüchtige, Flüchtlinge oder auch neuerdings "Flüchtende" genannte Menschen sich nicht unkontrolliert leicht und überall verbreiten, werden sie an den EU-Außengrenzen zwischengelagert. In der Hoffnung auf eine möglichst baldige Halbwert- oder gar Verfallszeit?

Flüchtende Menschen sind aber kein nukleares Abfallprodukt. Das scheint vielen noch nicht ganz klar zu sein. Und doch würden wahrscheinlich ihrer einige eher ein Fässchen Atommüll im Vorgarten endlagern, als sich um eine Flüchtlingsfamilie kümmern zu wollen oder sie wenigstens in ihrer Nähe zu dulden.

Ich hab gut reden, denn ich besitze keinen Vorgarten, nur ein kleines Balkönchen, und da geht kein Fass rauf. Also hab ich keine Wahlmöglichkeit. Um so mehr freue ich mich, dass um die Ecke viele Flüchtlinge im ehemaligen C&A-Gebäude eine Unterkunft gefunden haben!

Donnerstag, 21. April 2016

Frische Fuchskinder


gibt's natürlich trotzdem:

    

Sonntag, 22. November 2015

Fernwärme


Gerade eben: Ich öffne die Balkontür und sehe als erstes fünf rauchende Kraftwerks-Schornsteine.
Ich habe das Gefühl, das werden jedes Jahr mehr. Warum wird denn da so heftig geheizt? Haben wir plötzlich 20° minus? Ich atme ein. Nö. Dann fällt mein Blick auf's naheliegende, die düsteren Konturen auf dem Balkon. Die sind ja gar nicht so düster wie sonst - es hat geschneit! Oder gematscht.



Wegen der langen Belichtungszeit und meinem chronischem Stativmangel ist das Bild natürlich einigermaßen verwackelt...

Für die Flüchtlinge am "LaGeSo", die morgen einen Termin haben, heißt es: durchhalten und im Schneematsch übernachten. Die Wärme bleibt fern.
Ich wünsche ihnen allen viel Kraft und Hilfe und Glück für eine friedliche Zukunft!


Donnerstag, 6. August 2015

prächtig spechtig


Kiek ma, n Specht! Beim Abendbrot.

Buntspecht, Mittelspecht, Kleinspecht, Abendspecht oder Flockenspecht, man weiß es nicht. Ein Multispecht. Typischer Rixdorfer. Ein Männchen ist es ganz bestimmt, - aber mit starken weiblichen Anteilen. Oder umgekehrt.

von oben:

Mittwoch, 1. Juli 2015

Dienstag, 21. April 2015

Mauerpicker




Bei den Sperlings im Mauerloch ist schon wieder mächtig was los. Drei hungrige Mäuler hab ich schemenhaft im Hintergrund gesehen. Pappa Spatz hat gerade einen dicken Wurm angeliefert.
In diesem Jahr scheint auch der Wetterschutz aus Plastikfolie nicht nötig zu sein. Nebenan entsteht jetzt auch noch ein  Erweiterungsbau, der erste kleine Durchbruch ist schon gelungen. Mal sehen, wie lange die Bauzeit dauert!
Die Nachbarn auf der anderen Seite, im hinterhöfischen Einfamilienhaus haben sich inzwischen mit undurchsichtigen hohen Zäunen samt Thujahecke abgeschottet.
Das lässt natürlich auch Pappa Spatz staunen, weshalb er in ausreichender Höhe Ausschau hält, ob es ratsam ist, die ersten Flugstunden der Spatzenkinder über jenes Sperrgebiet zu lenken. Man weiß ja nie, mit welchen Überraschungen man rechnen muss!


Sonntag, 22. Februar 2015

Sonntagsrede


Heute spricht zu uns aus der Republik der Rixdorfer Balkonmöbel -
König Korbus Flechtus I.



Balkonier!
Lasst euch nicht unterkriegen. Seid nicht so schlapp wie der diesjährige Winter und nicht so düster wie der gestrige Himmel am Nachmittag! Macht euch keine Sorgen wegen der terroristischen Ameisenangriffe der letzten Jahren. Auch die bandenmäßigen Einschleppung von Blattlaussklaven wird konzentriert beobachtet und intensiv bekämpft. 

Zwar handelt es sich hier nur um wenige Extremisten die mit ihren Machenschaften und Angriffen versuchen, unsere Lebensgewohnheiten zu erschüttern, aber bedauerlicher Weise werden diese nicht nur von skrupelosen Waffenhändlern immer wieder bestens ausgerüstet. Eine gute Nachricht kann ich in diesem Zusammenhang jedoch erfreulicher Weise vermelden: die Zehn Weisen der balkonischen Welten konnten ihre Abwehrkonzepte ebenfalls erfolgreich weiterentwickeln.

Lassen wir uns also nicht von fanatistischen Einzeltätern unsere Lebensräume ruinieren, selbst wenn diese sich zu Gruppen zusammenschließen.
Sklaverei wurde und wird auch in Zukunft bei uns nicht geduldet und steht im eindeutigen Widerspruch zu unserem verbrieften Recht! In unserem balkonischen blütenreinen Rechtsstaat darf es keine dunkle und unrechtsstaatlich mafiöse Organisation geben!

Deshalb haben wir unsere dreiköpfige Marienkäferarmee zum Termin der Beendigung des Winterschlafs bestens für eine erfolgreiche Abwehr gerüstet, auch wenn immer wieder unqualifizierte Unkenrufe einer selbstherrlichen Gurkentruppe aus den unteren Etagen versucht, sie als unterbesetzten Pennerverein zu diskreditieren. 

Möge nun recht schnell jener Frühling kommen, der euern Geist belebt, eure Herzen in Wärme tunkt und Farbe in euer Leben malt, ohne dass es ständig jemandem zu bunt wird!
Lasst uns feiern, - hoch die Gießkännchen am heutigen internationalen Tag gegen Einfarbigkeit und Uniformität!

Freitag, 26. Dezember 2014

Weihnachtsstern


Fast zu spät und eigentlich auch völlig unerwartet überraschte mich heute ein kleiner Schneestern. Ein sehr kleiner zugegeben, aber hübsch aufgehängt in einer winzigen Kathedrale aus verschneitem Gras:


Inzwischen hat ein einziger dünner Sonnenstrahl die ganze Pracht dahingeschmolzen.

Mittwoch, 5. November 2014

Kartoffelernte


Welkt das Kraut, sind die Kartoffeln fertig:



Eine hatte schon angefangen sich selbst auszubuddeln und als sie sah, auf welch schönem Balkon sie ans Tageslicht kam ist sie vor Freude ganz grün geworden.
Naja.
Wird abgeschnitten.

Freitag, 19. September 2014

Murmelhalter im Gespräch


Selten zu beobachten: Smaltalk zwischen zwei Murmelhaltern.

"Hallo, sind Sie neu hier?"
"Sozusagen. Ich bin zum ersten Mal im Grünen. Ganz früher lag an einem feuchten Strand, wo ich mir vermutlich diese fürchterliche Arthritis geholt habe, die mich jahrzehntelang zum Liegen auf einer Holzpritsche zwang. Aber heute sagte eine Stimme in mir «steh auf, du alter krustiger Feuerstein und schau dich um in der Welt!»"
"Wie - und das geht einfach so?"
"Eine zeitlang werde ich wohl noch einen Stock zur Stütze brauchen, aber wer weiß? Vielleicht lernt ja sogar ein alter Stein noch was dazu. So drahtig wie Sie werde ich wohl aber nicht mehr werden."
"Vermutlich. Na, dann wünsche ich Ihnen noch eine schöne Zukunft!"



Samstag, 6. September 2014

Neue Generation?

oder: Wie alt werden Eichelhäher eigentlich?




Donnerstag, 28. August 2014

Distelfink

Heute kam ein Grüppchen zirpender, trillernder und vor allem wild herumflatternder Stieglitze auf ein kurzes "Hallo!" vorbei. Da es mir an der nötigen Schnappschussfähigkeit mangelt, fallen die Erinnerungsfotos auch etwas mickrig aus, - aber gerade noch erkennbar:



Montag, 11. August 2014

Nullpunkt


(gleich noch ne Läusegeschichte)

Der diesjährige* wochenlange Kampf gegen die Ameisen auf meinem Balkon könnte jetzt ein Ende haben. Was habe ich mich über das Gewusel geärgert, das gegen giftfreie Hausmittel immun war. Täglich sorgten sie sich um ihre honigtauproduzierenden Läusesklaven und wenn ich die eine oder andere Farm zwischen meinen Fingern zerquetscht habe schleppten sie neue Läuse an, woher auch immer. Habe ich in der Not die Cosmeen abgeschnitten, sind sie umgezogen zum Lavendel. Wo die Ameisen ungestört die Läusenachkommen aufzogen, habe ich nicht herausgefunden.

"Sie müssen zuerst die Läuse loswerden", belehrt mich die Fachberaterin für Ungezieferbekämpfung bei Obi. Ich denke, das wird nicht viel nutzen. Die Sklaven vergiften, damit es keine Sklaverei mehr gibt, kann nicht der richtige Weg sein. Man muss die Sklavenhalter bekämpfen. Und daran bin ich gescheitert, sie waren zu schnell, kennen alle Verstecke samt Hintertüren, die ich mit meinen dicken Fingern nicht erreiche und scheinen im Laufe vieler Versuche meine Angriffslust schon von weitem wahrzunehmen.
Und - noch viel ärgerlicher: Sie haben großen Appetit auf Kater Pelles nächtliche Kotzerein und wagen sich immer weiter in die Wohnung hinein! Und da hilft es ganz gewiss nicht, wenn ich mich auf die hilflosen Läuse konzentriere.

"Nee", sage ich, die Läuse habe ich im Griff, erzähle ihr nichts von den Unappetitlichkeiten und verlange ein Gift, das die Katzen nicht gleich mit in den Orkus schickt. Hat sie.



Jetzt ist Ruhe und wenn irgendwo noch Jungläuse sind, dann haben jetzt auch die Marienkäfer wieder eine Chance. Der erste ist gegen Mittag eingetroffen, der hat sich in der entbehrungsreichen letzten Zeit in die Punkte von den Flügeln geleckt...

*) Vor drei Jahren war ich geduldiger....

Nachtrag 2016: Heute weiß ich, dass es sich bei diesem Nullpunktkäfer mit weißem Schild und Kopf um eine Variation des Zehnpunkt(!)-Marienkäfers (Adalia decempunctata) handelt.

Sonntag, 1. Juni 2014

Wochenendeende

umzingelt von Geziefer:

     

Anmerkung: "Die aus Amerika stammende Kiefernwanze ist groß, aber harmlos." So beschreibt die Badische Zeitung das Monstrum auf dem mittleren Bild.
"(...) die amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (wissenschaftlich: Leptoglossus occidentalis) (...), die 1999 nach Italien eingeschleppt wurde und sich seitdem nordwärts ausbreitet: Bereits 2005 ist sie in Österreich heimisch geworden..."
...und nun auch in Rixdorf angekommen, ernährt sie sich mit ihren Kumpels von den Blüten und Samen der zwei übriggebliebenen Tannen vorm Balkon? Harmlos?

Dienstag, 27. Mai 2014

Pseudo-Peloria

= vorgetäuschte Monstrosität (Ungeheuerlichkeit)
"Ungeheuerlichkeit" wäre ja auch wohl auch der falsche Ausdruck für das kleine Blütenwunder, dass ich dieser Tage im Garten entdeckte. "Monströs" klingt auch so negativ.
"Kleines" Blütenwunder ist allerdings vielleicht auch wiederum etwas untertrieben, denn eine Pseudo-Peloria-Blüte ist um einiges größer, als die normalen Blüten der betreffenden Pflanze.
Im Grunde handelt es sich um eine Spezialausführung, um den spontanen Zusammenschluss vieler kleiner embryonaler Knospen zu einem großen Ganzen, um eine hübsche Mutation?
Beim Fingerhut kommt sie wohl ähnlich häufig vor, wie die Vier- bis Vielblättrigkeit beim Weißklee.
Vor Jahren hatte ich auch mal eine solche Überraschungsblüte an einem Brutblatt. Neben den vielen kleinen rosa-bläulichen Blüten wuchs an einem Extrastengel ein großes rundes gelbliches Wunder.

Nachtrag: Nachdem sich an der Spitzes des Fingerhuts die Monsterblüte entfaltete war dort die Aussicht auf weitere normale Blüten natürlich gestorben. Weil die Pflanze aber noch viel zu viel Power hat, entschloss sie sich ungewöhlicher Weise mehrere Zweige zu bilden, an deren Spitzen allüberall kleinere Monsterblüten in Glockenblumenblütenform sitzen...

Mittwoch, 7. Mai 2014

Wilde Natur!


Jedes Jahr neue Überaschungen auf meinem Balkon! Das Exotischste, was mich in den letzten Jahren aufsuchte, war wohl ein Schleimpilz. Der war so langweilig hässlich und graubeige, als hätte mir jemand eine dünne Schicht feinen Zement hingegossen, so dass ich ganz vergessen hatte, ein Foto zu machen. Er breitete sich in dem einen Blumenkasten aus, und als er fast den gesamten Boden übezog, breitete er sich in den benachbarten Kasten aus, schlängelte sich bis zur Ecke vor, um dann mit einer eleganten Kurve auch den Rest zu erobern. Aber da hatte ich endlich die richtige Gegenmittelempfehlung gefunden, um ihm Einhalt zu gebieten: Vogelsand. (Der Pilz stirbt ziemlich schnell ab und zerfällt, wenn man eine gleichmäßige Schicht über den Pilzkörper streut und dann kommen die anderen überlebenden Pflänzchen auch wieder durch.)
Jedes Jahr auf's neue bin ich gespannt, was mir irgendein Vögelchen in die Erde gepupst oder ein Wind zu mir gepustet hat. In diesem Jahr überrascht mich eine Pflänzchen, das im Moos mit kleinen brauen Flecken um Aufmerksamkeit heischt. Zunächst dachte ich, da machen sich kleine Wiesenpilzchen breit, aber dann:



Was ist das denn? Mikro- Venusfliegenfallen für ganz kleine Läuschen? Im Internet kann ich nichts Vergleichbares finden, vor allem was die geringe Dimension von weniger als ein bis drei Millimetern betrifft. Aber vielleicht werden sie ja noch größer, oder kriegen laaange Stengel. Vielleicht ist die Überraschung ja erst gaaanz am Anfang...
Vielleicht wachsen ihnen noch Pupillen ins schimmernde Rehbraun hinein und sie blinzeln mir eines Tages mit ihren seidigen schwarzen Wimpern freundlich zu, bevor ich mich über sie beuge und sie mich mit einem perfekten hundertfachen Gemeinschafthaps - hastenichgesehn - verschlingen.
Wer weiß?

Montag, 5. Mai 2014

Monster Blümchen Mutationen


Da hat sich doch eins meiner Tausendschönchen entschlossen einen, nein, sogar zwei kleine - ja wie soll man's nennen? - spätgezündete siamesische Zwillinge (oder Drillinge?) hervorzubringen. Man stelle sich vor, Menschen könnten sowas auch fabrizieren!



Man stelle sich vor... ach - da fällt mir ein, das haben sich ja tatsächlich schon mal drei finnische Mädels vorgestellt:

"Benigni", Finnland 2009. Ein kleiner überraschender Film von Elli Vuorinen, Pinja Partanen und Jasmiini Ottelin.