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Mittwoch, 1. Juli 2015

Dienstag, 30. Juni 2015

Marmelade - Konfitüre


Heute wieder ein eurozonales Luxusthema:

Marmelade (abgeleitet vom portugiesischen Wort für Quitte "marmelo") besteht per EU-Definition ausschließlich aus Zitrusfrüchten. Da frage ich mich natürlich spontan (SPONTAN!) - seit wann eine Quitte irgendwas mit Zitrusfrüchten zu tun haben könnte.
EU hin - EU her - was für'n Quatsch macht ihr da?
Und warum heißt Erdbeermarmelade trotzdem nach wie vor Erdbeermarmelade?
"Dit heißt Konfitüre!" höre ich die Aufschreie, "Kon-fi-tüüüüüre!"
Mach die Tüüüre zu, et zieht.
Jenau.
Weil's zieht.
Die ganze gewöhnliche Marmelade heißt Konfitüre, weil's so schön französisch klingt, - det zieht.
Und Orangenkonfitüre heißt Marmelade, weil: die ist ja sowieso exklusiv.

Icke jedenfalls freue mich auf die ersten leckeren Marmeladen (regionale Ausnahmebezeichnungen sind möglich!), die die Rixdorfer wieder für alle kochen werden (Mit der Erdbeerernte hat's gerade nicht geklappt, aber Erdbeermarmelade mag ich sowieso nicht sonderlich).
Der Holunder wird bestimmt lecker!



Dienstag, 24. März 2015

Wald des Jahres



And the winner is?

Na sieh mal einer an: der Grunewald wurde zum Waldgebiet des Jahres gewählt.
Was im 16. Jahrhundert noch Teltower und Spandower Heide genannt wurde, wuchs nach und nach zu einem grünen Wald zusammen. Und so wurde der Grunewald als Forst von alters her ein königlicher und vor exakt 100 Jahren vom "Zweckverband Groß-Berlin" gekaufter Nutzwald.
Und wer hat's gewählt? Die deutschen Förster.

Als Kinder und Jugendliche sind wir ständig im Grunewald herumgestromert. Wir hatten ja nicht anderes. Außer den Tegler Forst. Aber zu dem haben wir nie eine Beziehung entwickelt. Wie zu fast allem, was im Norden Westberlins lag. Besuche in Spandau, dem Wedding oder im Strandbad Lübars waren eher ungewöhnlich. Die Grenze zum Norden verlief in etwa auf der Höhe der Kantstraße. Ein einziges Mal war ich zu eine "Fete" im nördlichsten Norden, in der Invalidensiedlung hinterm Frohnauer Wald eingeladen und war für die Heimfahrt völlig verloren. Gegen 23:30 Uhr gestartet und gut vier Stunden später mit diversen Nachtbussen, Fußwegen und langen Wartezeiten angekommen...
Das sagt alles. Das wiederholt man nicht.


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Gefährliche Photovoltaik!


Landesweite Rückrufaktion der Photovoltaikindustrie: Aus Brandschutzgründen müssen alle bisher auf Dächern installierten Photovoltaikanlagen innerhalb der nächsten drei Wochen abgebaut werden. Nicht nur die Bauämter haben Alarm geschlagen, nachdem wieder einmal schwerste Behinderungen der
Feuerwehreinsatzkräfte festgestellt werden mussten. Besonders beklagt werden herumfliegende Scherben und Splitter vom Dach stürzender Anlagen, die erfolgreiche Löscharbeiten auf schwerste behindern, so der Sprecher der Feuerwehr Oberhirnfeld-Kniebach. Dazu kommen die Gefahren durch sogenannte Lichtbögen. "Diese Lichtbögen sind unberechenbar, wenn man die PV-Module aus den Anlagen herausnehmen will, um das Dach darunter zu löschen", beklagt Feuerwehrmann Werner S., nur in der Nacht bräuchte man sich keine Sorgen machen, weil dann kein Strom mehr produziert wird, "aber wir können doch nicht immer warten, bis es dunkel ist und dann erst mit dem Löschen anfangen!"
Damit dürfte der Energiewende entgültig das Genick gebrochen sein, bedauert auch Umweltminister Altmeier und zieht in Erwägung sein Amt aufzugeben, weil er nicht mehr bereit sei, die Folgen dieses Desasters zu verantworten. Die konventionellen Stromkonzerne reiben sich dagegen schon die Händchen und überarbeiten zur Seite gelegte Kohleabbaupläne.

Hier nun ein praktischer Tipp für die Feuerwehr: Weiterbildung!

Samstag, 18. Oktober 2014

Alex & Dörte


Bald werden ja auch die letzten freundlich-wärmenden Glühbirnen aus dem Verkehr gezogen und gegen sogenannte "Energiesparbirnen" ausgetauscht. Und wohin mit den schönen alten Glasballonsballönchen?
Ratlos?

Die schmucken Stückchen sollen nicht achtlos im Müll landen, und da sie auch kein Sondermüll sind, wie die neumodischen Geräte, kann man sie doch auch prima verbasteln.
Das haben sich zumindest Alex und Dörte gedacht.
Und einen Film gemacht (leider ist das der einzige Film mit Alex und Dörte!) :

 

Toll!
Glühbirnen aus den Lampen drehen und gleich losbasteln!
Und wo bekommt man diese Drahtbügel mit so hübsch zerplatzender Kunststoffbeschichtung?



Mittwoch, 5. März 2014

Winterschlaf beendet


Musste mich heute von einer gemeinen Gartenwanze wecken lassen, die heftig ans Fenster pochte um hinausgelassen zu werden. Offenbar behagte ihr meine Indoor-Gartenanlage nicht so sehr, sie entspricht vermutlich nicht ihrer gewohnten Speisekarte. Das konnte sie mir aber nicht sagen, denn sie war erst mal damit beschäftigt, ihre Stinkdrüsen anständig aufzupumpen, um mir dann beim Einfangen eine ordentliche Wolke entgegenzupusten. Jetzt ist sie auf dem Weg zu Nachbars Biogarten, wo sie sich sicherlich auf einem alten Holzapfelbaum häuslich einrichten wird...

Montag, 14. Oktober 2013

Bruchpilot


Ja, da schaut er dumm, der kleine Marienkäfer mit Migrationshintergrund (erinnert ein bisschen an Willi, Abb.links). Nach einer missglückten Landung hat unser gepunkteter Pilot ziemlich viel zu reparieren. Ganz offensichtlich hatte sich auch der Notfallschirm nicht geöffnet.
Entsprechend der Verlautbarungen der für gewöhnlich einigermaßen zuverlässigen Quellen, kann man davon ausgehen, dass es sich hier um einen asiatischen Importarbeiter handelt, der über die USA zur ökologischen Blattlausvernichtung eingeschleust wurde. Auch in der Futter-Branche, vor allem den Konsum schmackhafter Insekten betreffend, sind die Asiaten ganz offenbar effektiver, als ihre europäischen Kollegen!

Samstag, 29. Juni 2013

Zu Besuch in einer Rixdorfer Läusefarm

Auf meinem Balkon versuchen unentwegt und immer wieder sowohl Blattläuse als auch Ameisen ihr Zelt aufzuschlagen. Was das für Konsequenzen haben wird, kann man in der Läusefarm in einem Garten an der Karl-Marx-Straße gut erkennen (Bilder bitte zum Vergrößern anklicken.) :

Links sehen wir eine Farmer-Ameise, die den lausigen Mitgliedern ihrer HPG (Honigtau-Produktions-Genossenschaft) den Leistungsplan für die kommende Woche darstellt. Auf dem rechten Foto kann man gut erkennen, wie mehrere HPG- Kleinbetriebe friedlich nebeinander und auf mehreren Etagen einer Rosenblüte ihrem Tagewerk nachgehen.

Eine HPG- Arbeitsgruppe besteht im allgemeinen aus einer Ameise, die für Schutz, Ungestörtheit und die Streicheleinheiten ihrer Arbeiter, der ca. 18 schwarzen Läuse verantwortlich ist, während die Blattläuse beim Verzehr verschiedener Pflanzenteile pausenlos Honigtau produzieren, der dann am Ende eines Produktionstages wiederum von den Ameisen gut im Bauch verpackt und abtransportiert wird.
In unserem Beispiel wird Honigtau mit einem besonders beliebten Heckenrosen-Aroma produziert. Erst wenn eine Blüte komplett verdaut wurde, zieht auch die letzte Arbeitgruppe an einen anderen Produktionsort.

Nicht alle honigtauproduzierenden Schnabelkerfen sind für ein Leben auf der Läusefarm geeignet, wie z.B. die wollige Buchen-Zierlaus, die den Honigtau in ihre Wolle schmiert, aus der das edle Produkt, das wir beispielsweise auch aus dem herben "Waldhonig" kennen, nur sehr mühselig wieder herauszufiltern ist.



Dienstag, 11. Juni 2013

Och nööö!

Mein derzeitiger Lieblingssatz zum unverhofften Tod eines Aquariumpfleglings:
"Och nööö. Ist der blöde Katzenhai in die Anemone reingeschwommen - und jetzt verdaut sie ihn."
Tja. Ob die große dicke Anemone den kleinen Katzenhai aber vollständig im Bauch versteckt, da kann man sich nicht sicher sein, denn "vielleicht reicht ihr schon der Kopf und den Rest lässt sie dann einfach runterfallen. Das muss man abwarten."
Oder auch nicht.

Ich jedenfalls warte nicht ab, denn die nächste Nachricht aus der wunderbaren Welt der Tiere klopft schon an die Tür und schliddert elegant auf meinen Tisch:

Juppidu, Trari-trara,
der Hulafrosch ist wieder da!

Und so wird im Chula-Tal in Nord-Israel seit Tagen oder gar Wochen ein Froschtanz aufgeführt, der sich gewaschen hat!
Da hieß es doch seit einigen Jahrzehnten, der Latonia nigriventer/ schwarzer Scheibenzüngler (was für ein Name!) sei ausgestorben und nun quakt er wieder. Wo hat er sich wohl so lange Zeit versteckt? Im Libanon? Im Flausenraum? Im Urlaub am Atlantik? Mit einer Zeitmaschine bei Verwandten in der Urzeit?


Nachtrag:  Wurde nicht neulich auch noch irgendwo ein frischfleischiges Mammut aus dem Eis gekratzt?

Mittwoch, 5. Juni 2013

Komm' ich wieder zurück?

Sieh an, sieh an ... endlich einmal den Rechner richtig mit Rohrfrei und Sagrotan durchgeschrubbt und schon funktioniert hier auch wieder alles wie gehabt! Lag's an irgendeinem komatösen klebrig-verkrümelten Cookie, der sich irgendwo zwischen den synaptischen Bits und Bytes verkeilt hatte, nun vor sich hinschimmelte und auf normalem Wege nicht verdaut und ausgeschieden wurde?
Und wie lange dauert's, bis der nächste Keks klemmt?
Vielleicht sollte ich mal den Bits und Bytes-Recycling-Anbieter wechseln? (Ach so, das war ich ja selber.... man-o-man!)
Ich weiß es nicht.


Samstag, 24. November 2012

meatfan bei feelman


Ein Beitrag für Brillen- und Wurstliebhaber.

Ja, Wurst kann man auch lieb haben. Irgendwann wird es nicht nur Bärchenwurst sondern auch Wurstbärchen zum nebenbei Wegknabbern geben, anstelle von oder als Ergänzung zu Gummibärchen und Pombärchen. Und so wie es Pombärchen mit Sauerrahm oder Paprika und Gummibärchen in allen Farben gibt, so wird es Salami- oder Mortadellabärchen geben. Bis jetzt scheint es mit den Maschinen zur Formgebung noch nicht so richtig zu klappen, aber ich bin sicher, sie experimentieren schon seit einiger Zeit daran... Und das alles nur, um die Kinder von Veganern wieder auf die andere Seite zu locken!

Aber am Ende ist dann eh alles Wurst: "...die Brille von meiner Frau ist auch da in einem Laden ... und das ist letztendlich das Gleiche."

PS: Nicht neu, aber frisch entdeckt und sehr dekorativ: chinesische Wassermelonenwurst

Montag, 29. Oktober 2012

Lebe noch!


"Das ist aber erstaunlich", sagt der Arzt zu mir, "dass Sie noch leben!" Ich hatte ihm erzählt, dass ich vor zwei Jahren einige Monate (ohne es zu ahnen) mit einem Blinddarmdurchbruch herumgelaufen bin...
Der Arzt staunt.
Und ich? Ich sollte dankbar sein und mein Leben seit dem nicht leichtsinnig auf's Spiel setzen, indem ich verstahlte Pfifferlinge aus Osteuropa esse und sie auch noch ein zweites mal erwärme!!!

Verstrahlte Pilze? Das Tschernobyl-Erbe, auch in Bayern
Pilze aufwärmen? Fragen wir doch mal Herrn Drösser...


Mittwoch, 5. September 2012

Wer nicht will...

So, meine lieben Gemüslis: Wer sich heute noch bei den richtig Abgebrühten einreihen will, hebt dann schon mal ein Blatt!
...
Hm, hm, hm, wie ich sehe, sind die Kartoffeln nicht dabei.
...
Der Fenchel drängelt sich mit unlauteren Mitteln vor.
...
Also, ich kann auch ohne Gemüse kochen, ihr müsst nicht dabei sein sein.
...
Ph!

Mittwoch, 9. Mai 2012

Alles für die Katz

Ich war nicht in einem Gartencenter (siehe neulich), sondern in einem verwilderten Garten und habe dort zweierlei Grasbüschel entführt, die offenbar genau das richtige für Fräulein Julenka sind. Bei der botanischen Einordnung der Arten bin ich allerdings bislang unschlüssig, da muss man wohl noch auf die Blüte warten, und da gibt es - Gräserpollen-Allergiker (Heuschnupfler) wissen das - sehr viele Möglichkeiten.
Aber ich tippe jetzt mal auf eine Queckenart. Mal sehen was der Sommer bringt.
Auf jeden Fall ist es wohl eins der 12.000 Arten von ca. 700 Gattungen der Süßgräser...

So sieht das aktuelle vollständige balkonische Katzenmenü aus

Süßgräser?
Gibt es auch Sauergräser, Bittergräser oder Scharf- und Salzgras?
Zu den Süßen zählen jedenfalls unter anderem Bambus, Weizen und Zitronengras.
Zu den Sauren gehören die Binse und das Zyperngras.
Merke: Zitronengras ist nicht sauer! Jedenfalls botanisch betrachtet.

Die anderen Geschmacksrichtungen scheint es unter den Gräsern nicht zu geben. Obwohl sicherlich einige ziemlich bitter schmecken und manche bestimmt auch scharf.
Salzwiesen werden neben vielen Blumen von verschiedenen Süßgrasarten und ein paar Binsen bewachsen.

Gräserpollen
PS: Wieso drehen Heuschnupfler eigentlich durch, wenn sie das jetzt im Frühling erstmalig frisch gemähte Gras riechen? Ich dachte immer, es geht bei der Allergie um das Einatmen von Pollen und nicht um den Duft geschnittener Halme vor der Blüte.
Mich erinnert das gerade an ein Mädchen in meiner Schulklasse, das schon beim entfernten Anblick von Erdbeeren sogenanntes "Nesselfieber" bekam, wie gesagt: ohne den Erdbeeren nahe zu kommen, geschweige denn, sie zu berühren oder gar zu essen. Manchmal reichte es sogar, wenn man das Wort "Erdbeere" einfach nur aussprach. Nein - nicht dass jetzt alle denken, wir hätten die Ärmste absichtlich auf diese Weise gequält, - aber das Wort kommt nun mal im ganz normalen Schuluntericht ab und zu mal vor...

Sonntag, 8. April 2012

Obstfälschung

Nicht nur Bioobst wird gerne gefälscht, nein, auch ganz normale Importware. Zum Beispiel kann man aus Chili (Schoten oder Pulver?) eine schmucke Traube roter Weinbeeren rausholen.
Scharfe Sache.







Samstag, 7. April 2012

Das Beulenei


Kirikirei, kirikirei,
das Huhn, das legt ein Beulenei
es ist zerfurcht und unegal
und bleibt zurück im Eiregal

Dort blickt es mich ganz traurig an,
wie ein Ei nur blicken kann:
"Nimm mich doch mit, ach bitte sehr,
ein schönes Fest ich dir beschehr!"

"Feiern? Was erzählst du mir?"
"Das Osterfest steht vor der Tür!"
Ach ja, die große Eierei -
ob weiß, ob bunt ist einerlei,

- hier schnurrt mich nun ein Braunes an,
zieht seine Stirne kraus und dann
schmeißt es sich flüsternd an mich ran:
"Vom Biohof da komm ich her!"
- nun ist das Beulenei bei mir.


Sonntag, 1. April 2012

Öko-Fan

"Das ist ja toll, ich bin sowieso Ökofan!" freut sich die junge Frau beim Lesen eines Infoblatts über die Weiterverwendung von alten PET-Flaschen.
Ökofan.
Klingt wie ein Hobby das man jederzeit wechseln kann und wird. Aber jetzt wird sie erstmal viele PET-Flaschen kaufen, damit Recycle-Spezialisten all die wunderbaren angepriesenen Sachen daraus fertigen können. Eine Flasche für 1km Nähfaden oder 12 Flaschen für eine komplette Umhängetasche. Wenn es noch mehr leere Flaschen gibt, dann werden die Taschen vielleicht auch mal billiger?

Während sie darüber nachdenkt, trinkt sie noch ein Bier für die Rettung des Regenwalds und wäscht ein paar Joghurtbecher aus, damit sie später der "energetischen" oder "thermischen" Verwertung, also Verbrennung zugeführt werden...
Dann wickelt sie nach Öko-Fan-Art eine zweite Öko-Flasche mit Öko-Bier für ihren Öko-Freund in moosgrüne Öko-Bastel-Wellpappe und bindet sie mit grasgrünem "Natur"-Bast fest.

PS: Jette, die völlig echauffierte und trotz erstem April heute weitgehend humorlose Meckertante fand übrigens schon immer - ohne bewusst öko im Kopf gewesen zu sein - Klopapier "für'n Arsch", wo (damals) auf jedem dritten Blatt - als Widerspruch in sich - mit fetter blauer Farbe ein sogenannter Umweltengel aufgedruckt war.

PPS: Sehr hübsch kann allerdings die Herstellung von "Berliner Blau" (Fe7C18N18) im Laborexperiment aussehen.

Freitag, 6. Januar 2012

Tipp des Tages

Wer sich in diesem Winter noch Schneegestöber in Berlin erhofft, schreibt an:
frau.holle@himmel.de
oder
holle@wolkenkuckucksheim.com
Aber nicht zu viel!

Was ich ganz bestimmt nicht möchte, sind zu früh sprießende Blumen auf dem Balkon, die dann im März alle erfrieren.  Oder, falls es gar kein Eis und Schnee gibt, dass all die Pflanzen ein- bzw. nicht aufgehen, die auf eine überlebensnotwendige Frostportion angewiesen sind.
Zu den "Kalt- und Frostkeimern" gehören zum Beispiel
Königskerzen (gegen Husten und Rheuma)
Brennesseln (einzige Nahrung für ein paar hübsche Schmetterlingsarten)
Pimpernuss (am Aussterben, wird in Baumschulen notfalls in den Tiefkühler gestellt)
Bärlauch (trendiger Knoblauchersatz)
Schachblume (eine der lustigsten Vertreter der Lilienartigen, vom Aussterben bedroht)
und verschiedene fleischfressende Pflanzenarten.

Dem Schneeglöckchen ist es egal ob's kalt ist, das hat nämlich in der Zwiebel eine kleine eingebaute Bioheizung, die die Umgebung sowieso auf ca. 8° aufheizen würde.

Freitag, 23. Dezember 2011

Kein Apfelkern


Na schau mal an, auch in unserer durchnormierten Großstadtwelt findet ein erstaunlich verbeulter Apfel seinen Weg durch sämtliche Kontrollstellen und den Supermarkt bis in meine Küche!
Der seitlich im rechten Winkel zur Achse angelegte Kernausgang hat zuverlässig für die komplette Ableitung der möglicherweise erbgutgeschädigten Saat geführt und so konnte das verbliebene saftige Fruchtfleisch störungsfrei und mit großem Genuss verzehrt werden.

Samstag, 17. Dezember 2011

Negativ-Deklaration

Jajaja, der Kunde will jetzt endlich mal ein ordentliche Deklaration!

"Sie kaufen regelmäßig Saft? Was, denken Sie, sollte denn da alles draufstehen?"
"Alles! Und am besten sollte er naturrein sein. Zum Beispiel: Ohne Zusatzstoffe, ohne Zucker, ohne Konservierungsstoffe, ohne..."

Also, die neuen Deklarationen sollten so oder ähnlich lauten:

Naturreiner Apfelsaft
Bestandteile: Saft

ohne Zucker
ohne Konservierungsstoffe
ohne Verdickungsmittel
ohne Farbstoffe
ohne Teer und Nikotin
ohne Spuren von Nüssen
ohne Schnürsenkelenden
ohne Fernsehprogramm
ohne Gardinenbrett
ohne Wasseranschluss
ohne Stützräder
ohne Parkuhr
ohne Vertrag
ohne Erstazbatterien
ohne Arsen und
ohne Uranabfälle