In diesem Jahr waren Urlaubsreisen nach Schottland der totale Renner!
Und irgendwie erzählten alle das gleiche und brachten die gleichen Fotos mit. Als wären sie gar nicht dort gewesen, sondern wie in der Geschichte "Amerika gibt es nicht" von Peter Bichsel im Flugzeug oder von mir aus auch auf der Fähre instruiert worden, was sie bei der Rückkunft den Daheimgebliebenen berichten sollten.
Schottland ist schön.
Fast überall und einsam.
Immer einsamer je weiter man in den Norden kommt.
Alles voller Heidekraut, Schafe, Castles und Lochs.
Letztere wassergefüllt.
Und an allen Küsten rundherum voll der wunderschönsten weißsandigen Strände.
"Totale Strandverschwendung!", sagen alle.
Und wenn man sich doch mal in Badekleidung wirft, würde man sehr verständnislos angesehen. Einheimische gingen, wenn überhaupt, nur im Ganzkörper-Neoprenanzug ins Wasser, auch in laueren Gefilden.
Was unterscheidet den Burkini eigentlich vom Neoprenanzug mit Kapuze?
Das Röckchen!
Wie süß!
Donnerstag, 1. September 2016
Baden gehn in Neopren
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Dienstag, 26. April 2016
Caesium-137
...hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren.
1986 lernten wir ziemlich schnell die Halbwertzeiten verschiedener flüchtiger radioaktiver Isotope:
Jeder kannte Cäsium-137 (30 Jahre), Strontium-90 (28 jahre) und Iod-131 (8 Tage).
"Flüchtig" heißt: sie verbreiten sich schnell überall.
Und der Verfall der drei genannten ist gerade noch überschaubar.
Andere radioaktive Aus- und Abfälle werden, um Menschen in der Verfallszeit nicht einer gesundheitsschädigenden Bestrahlung auszusetzen, "zwischengelagert". "Endlager" gibt es nicht und wird es auch nie geben.
Bei Plutonium sind es schon 24tausend Jahre und wer weiß, ob dann der Planet Erde überhaupt noch existiert, wenn die erste Halbwertzeit erreicht ist.
Damit Flüchtige, Flüchtlinge oder auch neuerdings "Flüchtende" genannte Menschen sich nicht unkontrolliert leicht und überall verbreiten, werden sie an den EU-Außengrenzen zwischengelagert. In der Hoffnung auf eine möglichst baldige Halbwert- oder gar Verfallszeit?
Flüchtende Menschen sind aber kein nukleares Abfallprodukt. Das scheint vielen noch nicht ganz klar zu sein. Und doch würden wahrscheinlich ihrer einige eher ein Fässchen Atommüll im Vorgarten endlagern, als sich um eine Flüchtlingsfamilie kümmern zu wollen oder sie wenigstens in ihrer Nähe zu dulden.
Ich hab gut reden, denn ich besitze keinen Vorgarten, nur ein kleines Balkönchen, und da geht kein Fass rauf. Also hab ich keine Wahlmöglichkeit. Um so mehr freue ich mich, dass um die Ecke viele Flüchtlinge im ehemaligen C&A-Gebäude eine Unterkunft gefunden haben!
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Jette
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Sonntag, 22. November 2015
Fernwärme
Gerade eben: Ich öffne die Balkontür und sehe als erstes fünf rauchende Kraftwerks-Schornsteine.
Ich habe das Gefühl, das werden jedes Jahr mehr. Warum wird denn da so heftig geheizt? Haben wir plötzlich 20° minus? Ich atme ein. Nö. Dann fällt mein Blick auf's naheliegende, die düsteren Konturen auf dem Balkon. Die sind ja gar nicht so düster wie sonst - es hat geschneit! Oder gematscht.
Wegen der langen Belichtungszeit und meinem chronischem Stativmangel ist das Bild natürlich einigermaßen verwackelt...
Für die Flüchtlinge am "LaGeSo", die morgen einen Termin haben, heißt es: durchhalten und im Schneematsch übernachten. Die Wärme bleibt fern.
Ich wünsche ihnen allen viel Kraft und Hilfe und Glück für eine friedliche Zukunft!
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Sonntag, 28. Juni 2015
So, Freunde, ich hab's verdaut*
Man, man, man.
Es gibt ja bekanntlicherweise Menschen auf der Welt, die versuchen auch aus dem letzten Mist Geld zu pressen. Abmahnungen zum Beispiel. Ich hoffe nur, dass den Menschen, denen offenbar nichts besseres zum Geldmachen ("Verdienen" kann man das nicht nennen) einfällt, irgendwann vielleicht doch noch die große Scham kommt.
Punkt. Soviel dazu.
Und was ist in den letzten zwei Monaten noch alles passiert?
Zuviel.
Ich hab mindestens die Hälfte schon wieder vergessen.
Oder verdrängt.
Keine Nachrichten ohne Rumgehacke auf die griechische Regierung. Nur sehr, sehr zögerlich und vorsichtig mischen sich ein paar andere Stimmen dazwischen, die sagen - wenn man's mal deutlich sagen würde (was bislang noch nicht öffentlich verständlich geklappt hat) - was Schäuble und seine Freunde nicht offen zugeben, aber ganz offensichtlich einfach nicht ertragen können, nämlich: dass sie diese sozialistischen wilden Griechenbengels, die sich da in der Athener Regierung breitgemacht haben, unterstützen sollten. Hä?
Und so wird gehofft und gewartet, dass diese verrückten roten Kommunistenschweine endlich wieder abgewählt werden... Würde es sich um eine kapitalistisch orientierte Regierung mit Hang zur Diktatur oder auch Rechtsnationalismus handeln, wäre das Geld zur "Eurorettung" längst geflossen und das Thema seit Monaten keine Silbe wert. Wetten? Was passiert da nur gerade? Und wieso sind die Deutschen schon wieder die Bestimmer???
Und ich bin "völlig genervt" von diesen schwachgeistigen IS-Terroristen, die sich in egomanischer Splatter-Freude und triefenden Mordlüsternheit gottgleich fühlen und alles niedermetzeln, was nicht sich bei drei in Luft aufgelöst hat.
"Völlig genervt" scheint eine total falsche Beschreibung zu sein, aber ich habe das Problem, dass ich nicht wirklich hassen kann. Vielleicht liegt das an meiner christlichen Basiserziehung.
Letztere ist den Pegida-Freunden ja offenbar auch gänzlich erspart
geblieben, die hassen auch einfach so um sich herum, wenn auch nicht
ganz so blutrünstig, aber nichtsdestotrotz gegen alles, was nicht die
Füße unter den eigenen Tisch stellt.
Dazu gehören schon mal gar nicht die täglich im Mittelmeer ersaufenden Flüchtlinge, denen mit einer erschütternden Vehemenz "Sozialschmarotzerei" als einziger Grund unterstellt wird, nach Europa kommen zu wollen.
Was sind das für eitle Wohlstandsjammerer, die glauben, dass Afrikaner dafür wissentlich ihr Leben riskieren?
P.S. Der Titel "ich hab's verdaut" stimmt eigentlich nicht. Ich hab's jede Menge gekotzt und werde jetzt langsam und vorsichtig wieder mit der Nahrungsaufnahme beginnen.
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Donnerstag, 12. Februar 2015
Bruch- und Dezimalrechnung
Liebe - laut TU-Dresden-Umfrage - gebildete Damen und Herren aus den wohlhabenderen Schichten Dresdens und Umgebung, die ihr nach eigenen Angaben zu mehr als ¾ gar nicht gegen den Islam seid, aber trotzdem unter dem Titel "...gegen die Islamisierung..." demonstriert,
WARUM demonstriert ihr dann trotzdem gegen den Islam? Weil ihr mit euern eigenen deutschtümelnden Minderheiten, in diesem Fall mit dem übrigen ¼ von dem ⅓ interviewbereiter Demonstranten solidarisch seid? Das finde ich sehr ehrenwert! Aber habt ihr mal überlegt, was das für einen merkwürdigen Eindruck auf die MuslimInnen macht, gegen die ihr doch gar nichts habt? Habt ihr denen schon mal euer Solidaritätskonzept erklärt?
Ich find's toll, dass ihr euch überhaupt von dem Viertel eines Drittels (......Moment.... Bruchrechnung..... drei mal vier .... hundert durch zwölf .....) 8,333 % der Bevölkerung eurer Gegend habt mobilisieren lassen! Und dann mit so wohl durchdachten Parolen, die euern Bildungshintergrund auch so deutlich erkennen lassen, - gefällt mir. Weiter so!
Ach, noch ne Frage: wenn ihr doch so gut situierte Mittelständler seid, warum interessiert euch dann für HartzIV und Mindestlohn? Ach so, ja, wegen den 8,333 %. Find ich gut. Ich find's auch völlig OK, dass euch die 0,2% Moslems in Sachsen am Arsch vorbei gehen, man kann sich ja schließlich nicht mit jeder kleinen kleinen Ausnahmebefindlichkeit gemein machen.
Weiter so, ihr Nicht-gegen-Ausländer-und-den-Islam-seienden Pegida-Demonstranten und sonstigen (christlichen?) Abendländler!
Eure, noch auf ein einleuchtendes Solidaritätskonzept wartende
Jette
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Dienstag, 27. Januar 2015
Hitlers Gartenzwerge
Eigentlich ein langerwarteter Treffer für die ...Versprechen-Sammlung:
"...patriotische Europäer für die Befreiung des Abendlandes äh..."
aber irgendwie doch nicht wirklich schön, weil: auch ohne Verhaspelung unsinnig.
Kann denn jetzt tatsächlich jeder kleine Nazi-Hansel mit oder ohne Zipfelmütze seine eigene Pegida-Veranstaltung anmelden? Neu auf der Randale-Bühne ist ein Montags-Demo-Projekt, angemeldet von H. Müller, dem Chef der Brandenburger REPs:
BraMM-Pegida = "Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung - patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes."
Ich kenne auch eine schöne Abkürzung mit 11 Buchstaben: DBDDHKPUAKM*
Wer die auch kennt, weiß wovon ich rede.
*) im Internet nur ohne, bei uns in Neukölln immer mit a (= auch), schon allein wegen des besseren Sprechrhythmusses!
PS: Man glaubt es erst, wenn man es sieht. Ja, es gibt sie: Die Hitler Gartenzwerge-Kollektion, gestaltet von Ottmar Hörl, dem man deshalb auch eine Klage anhängen wollte, weil man Hörls kritischen Aspekt übersah. Aber wer, bitteschön, kauft sich (oder andern) einen kritisch gemeinten, schwarz angemalten Nazi-Zwerg?
PPS: "Hitlers Gartenzwerge" ist (bis jetzt noch) keine Folge in Guido Knopps History-Zyklus.
Quelle Originalsound: radioeins, Das Schönste aus dem Schönen Morgen vom 26. Januar
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Jette
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Donnerstag, 1. Januar 2015
Neujahrsbesuch
Habe eine Stippvisite beim zukünftigen "Asylantenheim" in Harvestehude (Sophienstraße 1a, Hamburg) absolviert. Standort ist prima. Schräg gegenüber steht allerdings ein denkmalgeschütztes Haus mit zweifelhaftem Geschichtshintergrund. Ein ehemals prunksüchtiger, hässlichgrauer Nazibau wurde totalentkernt, um ihn anschließend mit neuer Innerarchitektur und luxuriösen Apartments zu füllen. Ich würde ja sagen, nicht die sogenannten "Superreichen" sind unpassend in der Umgebung einer Flüchtlingsunterkunft, sondern die gruselig düsteren Nazi-Hinterlassenschaften und vielleicht auch die Menschen, die in sowas gerne einziehen mögen.
Es könnte möglicherweise was bringen, wenn man das aufdringliche Gebäude grün mit rosa Punkten anstreicht, da würden die Asylsuchenden wenigstens was Lustiges sehen, wenn sie dann aus dem Fenster schauten. Aber der Denkmalschutz erfordert mit Sicherheit nicht nur den Erhalt der architektonischen Formgebung sondern auch (und ganz besonders) der schmutziggrauen Düsternis.
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Mittwoch, 17. Dezember 2014
Ein Satz mit x
Gerechtigkeit hin, Gerechtigkeit her: Der Vorschlag mit dem X wird ja wohl nix....
Mitsamt allen angepassten Artikeln könnten wir uns sonst auf solch herrliche Sätze freuen:
X Bäckx ist ganz perplex.
X Potsdamx Postkutschx putzt x Postkutschkasten...
Gebt x Kaisx was x Kaisx ist!
Nach etwas Übung (mit Verpflichtung für alle Deutschen auch in den eigenen vier Wänden) fiele es uns dann ganz leicht, die eine oder andere Khoisansprache (Xhosa) besser auszusprechen. Sprachen lernen kann im Übrigen auch gegen möglicherweise aufkeimende Fremden-Phobie hilfreich sein...
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Montag, 8. Dezember 2014
Schnee für Arme
30% Schnee zu Weihnachten in Brandenburg (Berlin meist -10%) lautete die unter Meterologen eigentlich verbotene Prognose am 8. Dezember, also über drei Wochen im Voraus...
Aber dieser Tage soll es vielleicht schon Raureif geben, "Schnee für Arme" murmelte der Wetterfrosch und behauptete anschließend, dass ihm diese Bezeichnung "beinahe" rausgerutscht sei. Das war nicht "beinahe", das war ganz konkret rausgerutscht. Hatte er etwa Sorge, dass sich der raue Reif darüber ärgert? Oder die Armen?
Egal. Ich nähe mir jetzt endlich mal einen Muff. Wollte ich schon immer haben und jetzt ist es soweit. Kapok zum Ausstopfen ist noch übrig. Weil man einen Muff ja nicht ständig waschen muss, ist Kapok bestimmt prima. Und außenrum gesteppte rot-bunte Stoffreste? Und innen schöner schwarzer Wuschel, der an den Seiten rausguckt?
Und: Wichtig für alle, die nicht rausgehen um ihren Muff spazieren zu tragen, sondern in der heimischen warmen Stube bleiben: Deutsch sprechen! Nicht Schwedisch, klingonisches Platt oder gar Arabisch! Sondern Deutsch. Alles klar?
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Freitag, 7. November 2014
Winterspielplatz

Unbedingt empfehlenswert: Der neueröffnete Rixdorfer Indoor-Spielplatz für Winzlinge in Begleitung Erwachsener. Immer Donnerstags und immer zwischen 15 und 18 Uhr. Immer im Gemeindesaal hinter der St. Richardkirche in der Schudomastraße. Zur Premiere kamen mehr als 25 Kids verschiedener Nationen und Religionen zwischen 0 und 5 Jahren und hatten viel Gaudi, als über 100 Luftballons auf sie nieder purzelten.
Wenn sich noch mehr ehrenamtliche Helfer finden, kann in Zukunft vielleicht sogar noch an einem weiteren
Tag geöffnet werden?
Die Einrichtung wurde initiiert von sämtlichen Rixdorfer Kirchengemeinden (Evangelische, Katholische, Freie, Brüder und Reformierte) und für die Grundausstattung unterstützt vom QM und einigen anderen.
Sehr schön!
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Samstag, 18. Oktober 2014
Alex & Dörte
Bald werden ja auch die letzten freundlich-wärmenden Glühbirnen aus dem Verkehr gezogen und gegen sogenannte "Energiesparbirnen" ausgetauscht. Und wohin mit den schönen alten Glasballonsballönchen?
Ratlos?
Die schmucken Stückchen sollen nicht achtlos im Müll landen, und da sie auch kein Sondermüll sind, wie die neumodischen Geräte, kann man sie doch auch prima verbasteln.
Das haben sich zumindest Alex und Dörte gedacht.
Und einen Film gemacht (leider ist das der einzige Film mit Alex und Dörte!) :
Toll!
Glühbirnen aus den Lampen drehen und gleich losbasteln!
Und wo bekommt man diese Drahtbügel mit so hübsch zerplatzender Kunststoffbeschichtung?
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Samstag, 4. Oktober 2014
Gelenkig
Jette hatte in diesem gerade vergehenden Sommer die Gelegenheit, eine Gelenkblume kennenzulernen. Diese Staudenpflanze gehört auch zu den vielen Einwanderern, diesmal nicht aus Asien, sondern aus Nordamerika. Und sie gehört zu den wenigen, über die man bei Wikipedia so gut wie gar nichts erfährt. Nicht mal die Erwähnung, warum sie "Gelenkblume" genannt wird.
In den unendlich vielen Gartencenterseiten wird zwar das namensgebende Phänomen erwähnt, aber nicht erklärt, denn Jette fragt sich natürlich mal wieder, warum macht das das und wie macht das das, ohne sich die Lebenssaftzufuhr abzudrehen?
DAS sind Fragen, die das Leben stellt!*
Die zweite Frage dürfte ein kleiner Film von "Wissen macht Ah!" anschaulich beantworten:
Aber die berühmte Warum-Frage bleibt noch offen.
Vielleicht gibt's irgendwann für die Ursachen- oder Sinn und Zweck-Forschung ein so starkes Interesse unter den Bionikern, dass Jette auch noch davon erfährt.
Vielleicht ist der Mensch ansich aber auch mit der solcher Spitzfindigkeiten komplett überfordert.
Oder das Portemonnaie des Projektfinanciers.
Oder dessen Einsicht in die Sinnhaftigkeit.
Oder: Außer Jette interessiert's mal wieder (fast) niemand.
Ich bin mir sicher, Ulrich Roski hätte es auch interessiert.
*) Ulrich Roskis Fragenkatalog von 1970 ist hier nachzulesen
Nachtrag: Warum ist eigentlich ein Eichenblatt so zerklüftet? Und warum heißt der Bagger Bagger und nicht Graber?
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Freitag, 26. September 2014
Respekt!
Ich ärgere mich mal
wieder über die Menschen, die ständig von anderen "Respekt!" einfordern
aber selbst ganz offenbar nicht wissen, was das ist und Respekt! mit
Selbstherrlichkeit und Befehlsmacht verwechseln. Von Kindern mit Migrationshinter- oder
vordergrund mal ganz abgesehen, sind es eher die Erwachsenen (auch ganz
ohne -grund), die sich den Teufel darum scheren, womit ihre Kinder z.B.
gerade auf der Bühne glänzen, weil ihnen der lautstarke Smaltalk am
Kuchenstand einfach wichtiger ist. Oder die, die sich habgierig an Sachen vergreifen, die nicht für sie gedacht sind. Oder auch
die, die einen aus dem BMW als ...otze beschimpfen (wie schon gestern beiläufig erwähnt), weil man
fahrradfahrend den dafür nötigen Teil der Straße in Anspruch nimmt.
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Jette
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Donnerstag, 25. September 2014
O Ungläubige aller Welt...
(...mit was für einem Scheiß man sich heutzutage so beschäftigen muss...)
... nehmt euch in Acht!
Wer nicht zur eigenen Glaubenswelt gehört ist Heide, Kuffar oder Goj - je nachdem, welcher der großen monotheistischen Weltreligionen man angehört.
Nur dass alle drei Bezeichnungen etwas völlig anderes bedeuten.
Am harmlosesten ist die jüdische Variante: Goj heißt einfach nur und völlig neutral "nicht dem jüdischen Glauben angehörig", dem Glauben an den einzigen, allmächtigen Gott, der keine anderen Götter neben sich duldet, so wie es in den 10 Geboten des Alten Testaments der Bibel niedergeschrieben ist.
Die christlich-katholische Variante geht da einige Schritte weiter:
Heide ist in der christlich-katholischen Welt jeder, der neben jenem biblischen Gott nicht auch an das Neue Testtament, an Jesus nebst Maria und den heiligen Geist (Monotheismus adieu!) glaubt. Für viele, sehr orthodox-katholische Menschen bedeutet das: jeder Heide muss bekehrt werden und auch die evangelischen, evangelikalen oder sonstewie-freikirchlichen Christen gehören dann wahrscheinlich zu den Heiden.
Als Kuffar wird man von muslimischen Gesellschaft bezeichnet, wenn man nicht ihrer Religionsgemeinschaft angehört. Dabei stehen die Lehren des Propheten Mohammed allerdings häufig noch vor dem, was Allah sich möglicherweise so gedacht hat. Wenn man nun dem, was dieser Mohammed im frühen Mittelalter so dachte, keine ernstzunehmende Bedeutung beimisst, bedeutet das für die immer größer werdende Anzahl von Islamisten, Salafisten und Co, dass man (nicht nur) gegen die Lehren Mohameds sei, sondern außerdem, wenn schon nicht bekehrbar, auf jeden Fall bekämpft werden muss. Schlimmstenfalls getötet.
Die zunächst wenigen Kuffarjäger
haben unser Leben in den letzten zehn, zwanzig Jahren rund um die Welt immer mehr beeinflusst und verändert. Egal, ob es sich dabei um das Aushalten von Beschimpfungen blonder Frauen weit unter der Gürtellinie oder die komplizierten Vorbereitungen für Flugreisen handelt.Wir sollen zwischen "guten" und "bösen" Muslimen unterscheiden und dabei keinesfalls Vorurteile haben. Zauselbärte mit langen Kleidern müssen nichts Schlimmes bedeuten (siehe rechts) und "brave Deutsche" namens Sven und Volker mutieren plötzlich zu Selbstmordattentätern bei der Eroberung neuer Lebensräume für den islamistischen Fanatismus.
Das macht das Leben mal wieder um einiges komplizierter.
Ich habe da - ganz vorurteilsfrei - eigentlich keinen Bock drauf...
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
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Samstag, 7. Juni 2014
Der Platz...
... da wo Kasper und Prinzessin Franzi regelmäßig eng tanzen.
"Vielfalt am Boden
Immerhin, die Vielfalt spielt eine Rolle: Die deutsch-tunesische Künstlerin Nadia Kaabi-Linke gewann den Wettbewerb zur Neugestaltung des Platzes mit der Idee, die Neuköllner Bevölkerung und ihre Herkunft im Pflaster abzubilden. Das Mosaik symbolisiert nun alle im Bezirk vertretenen Nationalitäten, auch an die Staatenlosen hat sie gedacht." Tagesspiegel
"...ein Projekt, (....) nicht mehr hinter verschlossenen Türen, sondern transparent und partizipativ. Neuköllner wurden nach ihren Wünschen, Eigenschaften, ihrer Biografie befragt. Ihre Antworten wurden mittels eines Computerprogramms ausgewertet und in eine Grafik umgewandelt, die die Lage der Steine bestimmt."Aktion Karl-Marx-Straße

Quizfrage: Welche Ethnie wurde hier künstlerisch dargestellt?
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Sonntag, 1. Juni 2014
Wochenendeende
umzingelt von Geziefer:
Anmerkung: "Die aus Amerika stammende Kiefernwanze ist groß, aber harmlos." So beschreibt die Badische Zeitung das Monstrum auf dem mittleren Bild.
"(...) die amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (wissenschaftlich:
Leptoglossus occidentalis) (...), die 1999 nach Italien eingeschleppt
wurde und sich seitdem nordwärts ausbreitet: Bereits 2005 ist sie in
Österreich heimisch geworden..."
...und nun auch in Rixdorf angekommen, ernährt sie sich mit ihren Kumpels von den Blüten und Samen der zwei übriggebliebenen Tannen vorm Balkon? Harmlos?
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Mittwoch, 5. März 2014
Winterschlaf beendet
Musste mich heute von einer gemeinen Gartenwanze wecken lassen, die heftig ans Fenster pochte um hinausgelassen zu werden. Offenbar behagte ihr meine Indoor-Gartenanlage nicht so sehr, sie entspricht vermutlich nicht ihrer gewohnten Speisekarte. Das konnte sie mir aber nicht sagen, denn sie war erst mal damit beschäftigt, ihre Stinkdrüsen anständig aufzupumpen, um mir dann beim Einfangen eine ordentliche Wolke entgegenzupusten. Jetzt ist sie auf dem Weg zu Nachbars Biogarten, wo sie sich sicherlich auf einem alten Holzapfelbaum häuslich einrichten wird...
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Donnerstag, 23. Januar 2014
Kapuzen
Mindestens einmal pro Woche begegnet mir ein Kapuzenträger der besonderen Art.
Komplett in schwarz, Frühling, Sommer, Herbst, immer die gleiche Kleidung. Nur im Winter ist er mir noch nicht begegnet. Ansonsten trägt er immer die gleiche zu weite dicke Hose, die gleiche zu große dicke Jacke, das Gesicht weitgehend vom Schatten eines Basecapschirms und der darübergezogenen großen Kapuze verdunkelt, den Rest des Gesichts versteckt ein krauser Rauschebart. Bis auf die Nasenspitze.
Den Blick gesenkt, der Schritt leicht federnd, die Hände in den Taschen.
Schwere Depressionen? Sonnenallergie?
Nur manchmal sehe ich ein kleines Blitzen in seinen Augen, dann schickt er kurze, taxierende Seitenblicke durch die leicht zusammengekniffenen Augen in seine Umgebung.
Nach mehrfacher innerer Überprüfung und Hinterfragung meiner eigenen Gesinnung kann ich mich nicht dagegen wehren, dass ich ihn weder für depressiv noch für sonnenallergisch (also möglicherweise schutz- und mitgefühlsbedürftig) halte, sondern für einen Menschen mit nicht ganz koscherer Gesinnung, vielleicht ein Salafist "in Zivil" oder jemand der sich als Salafist in Zivil verkleidet hat. Beides würde Begründungen erfordern, die ich mit großer Sicherheit nicht akzeptabel fände.
Wobei - in einem Punkt könnte ich mich voreilig geirrt haben - vielleicht ist er ja erst zu dem geworden, was er ist (egal ob echt oder verkleidet, militarstisch oder zivil) nachdem er weder mit seiner Lichtallergie, noch den darauf folgenden Depressionen zurande kam....
So oder so, die verdunkelnde Kapuze, die ein Gesicht quasi verschwinden lässt und seit altersher auch als Symbol für den Tod verwendet wird, arbeitet sich als neuzeitliches Symbol für kriminelle Verhaltensweisen hoch und löst nach und nach das Standardsymbol ab, das - bisweilen recht lustig anmutendes - Diebsgesindel mit Waschbärenbrille auf der Nase und Weihnachtsmannsack auf dem Rücken darstellte. Ihr erinnert euch?
Illustration zum aktuell stattgefundenen
Datendiebstahl...
PS: Ah, - wie ich gerade hörte, sind nun - endlich auch nachweislich - die ersten neueren deutschen Waffensysteme bei der al-Qaida im Gebrauch... . Im August hätte mich Muttis Diener, der für Waffenhandelsbeziehungen zuständig ist, vom Gegenteil zu überzeugen versucht.
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Jette
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Freitag, 6. Dezember 2013
Zwangsverpufft
![]() |
| Puffbeleuchtung selber basteln |
Was wird das denn nun wieder für eine seltsame Gesetzeseskapade: "Freier, die wissentlich zu Zwangsprostituierten gehen, sollen bestraft werden".
Nicht etwa, dass ich was dagegen hätte, aber: Wenn der Polizei nachweislich bekannt ist, dass da jemand bei einer Zwangsprostituierten war, was ja die Basis für eine Bestrafung wäre, wieso schließt sie dann nicht das jeweilige Etablissement, bevor es der später zu bestrafende Freier überhaupt betreten kann? Wie will man denn herausfinden, ob der Freier tatsächlich von einer Zwangssituation wissen musste?
Ist das nicht ein bisschen verkehrte Welt?
Ich kapier's nicht.
Ist die Situation etwa tatsächlich so, dass die Polizei genau weiß, wo überall Zwangsprostitution stattfindet, aber - aus welchen Gründen auch immer - unfähig ist, diese Örtlichkeiten zu schließen und die Betreiber festzusetzen? Stattdessen liegen sie draußen vor der Tür auf der Lauer und fangen alle ab, die wieder rauskommen! Warum warnen sie nicht die, die da reingehen wollen? Das würde den Mädels drinnen vielleicht was ersparen. Dem Staat erspart es dann allerdings auch diese geradezu genialistisch, neu erfundene Einnahmequelle...
Und darum geht's bei dieser Gesetzesidee doch wohl eigentlich, und nicht um die Einschränkung oder gar Abschaffung von Zwangsprostitution! Man muss halt nur sehen, wie man daran mitverdienen kann. Wie beim Alkohol und dem Tabak (bei gleichzeitiger Todesandrohung)... Ich wundere mich auch, dass ich bislang keine/n Kommentator/in gesehen, gehört oder gelesen habe, der/die eben diesen Gedanken mal thematisiert hätte.
Vielleicht sollte man mal alle Prostituiertenbesuche mit 'ner richtig fetten Freier-Steuer belegen. Alle Prostitutionsbetriebe werden zur ordentlicher Buchhaltung verpflichtet, alle Besuche werden quittiert. Die auf der Lauer liegenden Polizisten werden für die Steuerfahndung umgeschult und dann geht's ab, heidiwitzka! Nun können sie mit Recht registrieren, wer die Institutionen verlässt und ihnen die Steuerbescheide gleich hinterherschicken. Und wer schlampert kriegt 'ne Zwangsvollstreckung.
Nun ja, man merkt wahrscheinlich, dass ich von diesem Gewerbe nicht den blassesten Schimmer habe.
Apropos: Bei meinem letzen Hamburgbesuch (bei vorhergehenden hatte es mich nie interessiert) war ich einigermaßen enttäuscht von der reichlichen Mickrigkeit der "Großen Freiheit". In Film und Fernsehen vermittelte sich mir der Eindruck kompletter Überdimensioniertheit, die Realität dagegen ist ja fast lächerlich.
PS: Mir ist ganz und gar unnikoläusisch, hab noch nicht mal Schokolade im Haus!
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Montag, 14. Oktober 2013
Bruchpilot
Ja, da schaut er dumm, der kleine Marienkäfer mit Migrationshintergrund (erinnert ein bisschen an Willi, Abb.links).
Nach einer missglückten Landung hat unser gepunkteter Pilot ziemlich viel zu reparieren. Ganz offensichtlich hatte sich auch der Notfallschirm nicht geöffnet.
Entsprechend der Verlautbarungen der für gewöhnlich einigermaßen zuverlässigen Quellen, kann man davon ausgehen, dass es sich hier um einen asiatischen Importarbeiter handelt, der über die USA zur ökologischen Blattlausvernichtung eingeschleust wurde. Auch in der Futter-Branche, vor allem den Konsum schmackhafter Insekten betreffend, sind die Asiaten ganz offenbar effektiver, als ihre europäischen Kollegen!
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Jette
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Bröckchen: Fundstück, hoppsala, Magenknurren, Migrationshintergrund, Öko, wilde Natur



