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Mittwoch, 20. April 2016

Kreative Pause?


Vielleicht auch.

Aber zuvörderst (schönes Wort!) handelt es sich um eine leicht verkrampfte Schreibhemmung aufgrund sprachloser Erschütterungen über die Dinge, die um uns herum nun wirklich immer näher einschlagen. Ob es nun die (mitangezettelten und zumindest) mit Waffenlieferungen unterstützten Kriege sind, deren aktuelle Folgen in Form von heimatlosen Flüchlingen niemand verantworten will, - den Zündlern im eigenen Land, die sich durch die Situation immer sicherer fühlen, das Aufkeimen rechtsnationalen Gedankenguts, ihrer Freunde in den Nachbarländern und - den Selbsmordattentätern (noch "nur") drumherum, bis hin zur Merkel-Erdogan-Liaison mit ihren haarsträubenden Folgen auf den verschiedensten Ebenen...

Mir ist (hoffentlich nur vorübergehend) vor allem die Phantasie vergangen, an dieser Stelle locker rumzufrotzeln oder mich sonst kritisch zu irgendwas zu äußern. Ich bin (leider) keine gelernte Satirikerin und ständig mit meinen schlichten Worten zu wiederholen, was andere andere viel, viel treffender und schneller zu formulieren wissen, wird genauso langweilig, wie die Lückenfüller in Form von Eisblumen oder Fuchskinderfotos.

Oder eine Nebelkrähe (Corvus corone) mit Rückenwind auf Nachbarhausschornstein:



Aber das heißt nicht, dass ich schriftlich völlig untätig war, zuletzt entstand dieses hübsche Gedicht:

Heißgeliebter Erogan,
schau Böhmi nicht so böse an!
Er hat den Deutschen was erklärt,
das leider deinen Zorn genährt.

Ein Scheinangriff, eine Chimäre
biss deinen Stolz und deine Ehre.
doch statt die Wunde wegzuputzen
weißt du den Angriff wohl zu nutzen...

Denn du bist groß und schön und mächtig,
so stolz und dein Palast so prächtig!
Du liebst dein Volk wohlwollend huld,
regierst mit gütiger Geduld.

Du Lichtgestalt, so strahlend hell,
ich liebe dich, bei meiner Seel!


Na ja. Das war jetzt nicht so der Knaller, aber wat raus muss, muss raus! Ansonsten gibt's noch folgendes:

Am 30. 4. findet die vorerst letzte Aufführung von "Hotel Rixdorf" (Wiederaufnahme  im Herbst ist vorgesehen) im "Theater Hotel Rixdorf" am Böhmischen Platz statt und das neue Stück "M41", Premiere am 13./14. Mai brummt am Start. Weitere Infos und Kommentarmöglichkeiten auf der öffentlichen Facebookseite.

Viel Spaß!


Sonntag, 28. Juni 2015

So, Freunde, ich hab's verdaut*


Man, man, man.
Es gibt ja bekanntlicherweise Menschen auf der Welt, die versuchen auch aus dem letzten Mist Geld zu pressen.  Abmahnungen zum Beispiel. Ich hoffe nur, dass den Menschen, denen offenbar nichts besseres zum Geldmachen ("Verdienen" kann man das nicht nennen) einfällt, irgendwann vielleicht doch noch die große Scham kommt.

Punkt. Soviel dazu.

Und was ist in den letzten zwei Monaten noch alles passiert?
Zuviel.
Ich hab mindestens die Hälfte schon wieder vergessen.
Oder verdrängt.

Keine Nachrichten ohne Rumgehacke auf die griechische Regierung. Nur sehr, sehr zögerlich und vorsichtig mischen sich ein paar andere Stimmen dazwischen, die sagen - wenn man's mal deutlich sagen würde (was bislang noch nicht öffentlich verständlich geklappt hat) - was Schäuble und seine Freunde nicht offen zugeben, aber ganz offensichtlich einfach nicht ertragen können, nämlich: dass sie diese sozialistischen wilden Griechenbengels, die sich da in der Athener Regierung breitgemacht haben, unterstützen sollten. Hä?
Und so wird gehofft und gewartet, dass diese verrückten roten Kommunistenschweine endlich wieder abgewählt werden... Würde es sich um eine kapitalistisch orientierte Regierung mit Hang zur Diktatur oder auch Rechtsnationalismus handeln, wäre das Geld zur "Eurorettung" längst geflossen und das Thema seit Monaten keine Silbe wert. Wetten? Was passiert da nur gerade? Und wieso sind die Deutschen schon wieder die Bestimmer???

Und ich bin "völlig genervt" von diesen schwachgeistigen IS-Terroristen, die sich in egomanischer  Splatter-Freude und triefenden Mordlüsternheit gottgleich fühlen und alles niedermetzeln, was nicht sich bei drei in Luft aufgelöst hat.

"Völlig genervt" scheint eine total falsche Beschreibung zu sein, aber ich habe das Problem, dass ich nicht wirklich hassen kann. Vielleicht liegt das an meiner christlichen Basiserziehung.

Letztere ist den Pegida-Freunden ja offenbar auch gänzlich erspart geblieben, die hassen auch einfach so um sich herum, wenn auch nicht ganz so blutrünstig, aber nichtsdestotrotz gegen alles, was nicht die Füße unter den eigenen Tisch stellt.

Dazu gehören schon mal gar nicht die täglich im Mittelmeer ersaufenden Flüchtlinge, denen mit einer erschütternden Vehemenz "Sozialschmarotzerei" als einziger Grund unterstellt wird, nach Europa kommen zu wollen.
Was sind das für eitle Wohlstandsjammerer, die glauben, dass Afrikaner dafür wissentlich ihr Leben riskieren?


P.S. Der Titel "ich hab's verdaut" stimmt eigentlich nicht. Ich hab's jede Menge gekotzt und werde jetzt langsam und vorsichtig wieder mit der Nahrungsaufnahme beginnen.

Donnerstag, 26. März 2015

Von der Sehnsucht nach Gefahr


 "Warum finden so viele Menschen Krimis toll?" fragt M. 

"Unser Leben kennt kaum noch Gefahren", sage ich spontan, "und so ein Krimi vermittelt zumindest  theoretisch eine gewisse Ahnung davon. Manche gehen weiter. Hausfrauen lassen sich heimlich mit Bondage traktieren. Jugendliche stechen mit Messern auf einander ein oder opfern sich dem Gott des Cristal meth. 15jährige Mädchen ziehen nach Syrien in die Schlachten des IS. Und der Rest guckt eben Krimis. - Nicht mal Autofahren ist mehr gefährlich, wenn die Dinger rundum mit Sensoren ausgestattet sind."

"Meinst Du, wir hätten hier zu lange keinen Krieg gehabt?"
Kaum bemerkbar schwingt in dem Satz die Befürchtung mit, dass ein solcher schon direkt an die Tür klopft.

Ich weiß es nicht. Und schon gar nicht ahne ich auch nur, aus welcher Richtung und in welcher Form die Bedrohung kommen wird. Vielleicht müssen wir, wie die Litauer, wieder die Wehrpflicht einführen und auch im zivilen Bereich "Krieg üben"? Die Angst vor Krieg gärt an vielen Enden und aus verschiedenen Gründen. Vielleicht haben die "Putinversteher" sogar die größte Angst. Paris ist auch nicht gerade weit weg. Viele bauen wieder wie in den Zeiten des kalten Krieges Bunker in den Garten und sammeln Vorräte für Monate. Das ist in einer städtischen Mietwohnung natürlich nicht möglich, da muss man fatalistischer denken. Aber der Westberliner ansich hat ja Übung aus Mauerzeiten, wo man hier ja noch nicht mal Waffen besitzen durfte. Jetzt decken sich viele vielleicht mit recht fragwürdigen Gerätschaften zur Selbstverteidigung ein und wenn dann doch keine Not kommt? Ballern sie aus lauter Frust in der Gegend herum?

Bis an die Zähne bewaffnete "Prepper" decken sich mit allem ein, was man angeblich zum Überleben bei Cyberangriffen, Ebola, Blackout, konventionellem Krieg, Atomkraftwerksunfällen oder der Landung von Außerirdischen braucht und rudern zum Teil gefährlich nah an den sumpfigen Gewässern der einen oder anderen Verschwörungstheorie. Die Prepper glauben, dass man sich für ALLE Eventualitäten vorbereiten muss und: Sie haben genug Geld, um ihre Ängste als Überlebensstrategie zu kultivieren. UND: viele von ihnen erwarten den "Doomsday", den Tag der Rache, das jüngste Gericht. Womit haben die sich denn das wohl eingehandelt?

PS: Ich decke mich schon mal mit Trockenwasser ein.

Samstag, 29. November 2014

Salafistin vs Hooliganne


Na, da hat eine Überkorrekte ja was losgetreten...
Jetzt macht manin sich Gedanken, ob es politisch korrekt ist, dass es auch Frauen gibt, die dem Salafismus frönen könnten?
Erschreckenderweise tun sie das auch.
Und ja, es gibt auch Frauen mit einer Neigung zum Hooliganismus.
Den jeweiligen Vereinsstatuten entspechend sind beide, die Hooliganne und die Salafistin, wenn sie nicht gerade mit Straßenschlachten beschäftigt sind, brave Heimchen am Herd. Da konkurriert die salafistische Festtagsküche mit einem gestandenen hooliganischen Schweinebraten.
Geeignete Kandidatinnen sollten sich von ihren Vereinsvorständen für die nächste Küchenschlacht vorschlagen und anmelden lassen...

Mittwoch, 24. September 2014

Prima!


Man sagt mir eine leichte Primzahlenmacke nach, weil mein Kopf, ohne dass ich bewusst Einfluss darauf nehme, gehörte Zahlen, wie Hausnummern oder Altersangaben automatisch auf ihre Primzahlfähigkeit überprüft. Da sich dieser Automatismus nur auf etwas mehr als den Zahlenraum des kleinen Einmaleins beschränkt, bezeichne ich es als kleine Macke. Bei Zahlen ab - sagen wir mal - etwa 140 tritt nur ein verdächtiges Gefühl ein, dem ich aber eher selten nachgehe.
Primreime sind auch schön. Also Wörter, auf die man sich keinen Reim machen kann. Manchmal erwische ich mich dabei, in der U-Bahn oder sonstewo einem aufgeschnappten Wort nachzugehen, das im Verdacht steht, keinen Reim zuhaben. Die meisten haben aber einen, auch wenn's nur ein einziger ist, oder zumindest einen mehr oder weniger erfolgreich, z.B. auf 'Kugel' hingedrehten:


Scarabäus' täglich Müh
Wenn ich den Mist zusammendreh
und überall recht schön verfugel,
wird's am Ende doch nur eine
stinkend braune Kackekugel.



Weitere Primfaktoren (nach dem Grad des Beitrags zur Lebensqualität geordnet, wobei sich immer zwei um einen Platz streiten):
1. Primel, Primhorn (eine Art Waldhorn)
2. Primaner, Primetime
3. Primitivität, Primark

Samstag, 30. August 2014

Ursel macht Krieg


In den diesen Tagen wird von exakt sechs Bundeswehrsoldaten im Irak altes Bundeswehrgerümpel hochwertige Hilfsgüter an die "guten Kurden" verteilt, - exakt 4000 Schutzwesten (von denen man auch schon munkeln hörte, dass sie wegen unzureichender Funktionstüchtigkeit ausgemustert wurden), 4000 Helme, 700 Funkgeräte, 20 Metallsuchgeräte, 30 Minensonden, 40 Werkzeugsätze zur Munitionsbeseitigung und 680 Nachtsichtgeräte. Sollte sich das Sechserpack bei dieser Arbeit bewähren, dürfen sie anschließend möglicherweise ein paar Waffen verteilen, noch ist nicht klar, ob überhaupt und wenn ja, ob es sich um nagelneue, gebrauchte, ausgemusterte oder sicherheitshalber harmlose Wasserpistolen handeln wird. Sollte die Wahl auf letztere, sogenannte sanfte Waffen fallen, ist allerdings noch nicht geklärt, wer das Wasser liefert. Notfalls wird man auf irakische Erdölreserven zurückgreifen müssen.

"Das flutscht wie Butter", weiß Urselchen, "ist aber leider leicht brennbar", und dann bräuchte man doch wieder Wasser - zum Löschen. Möglicherweise werden kriegerische Außeinandersetzungen nur noch auf Privatgrundstücken mit Pools gestattet.

Ja, Krieg ist nicht einfach.
Schon gar nicht, wenn es genaugenommen für wirtschaftsabhängige Politiker keine Entscheidungsfreiheit gibt.


Sonntag, 10. August 2014

Orange Day


(noch ne Giftgeschichte)

In Vietnam ist seit 2009 am 10. August der Orange Day offizieller Gedenktag für die Opfer von Agent Orange. Einmal hätte ich beinahe selbst Agent Orange in Händen gehalten, wenn...

Ja, ich geriet in die sehr spezielle Situation, mich im Chemieunterricht mit der Herstellung von "Agent Orange" zu beschäftigen. Der Chemielehrer reichte mir für meine Projektarbeit ein Buch mit dem prickelnden Titel "Herbizide in Vietnam".
Darin fand ich neben vielen notwendigen politschen Ausführungen auch verschiedene Formeln für verschiedene Gifte. Hei! Da kommt gute Laune auf! Beim Entwirren der Formeln in ein durchführbares Experiment nahm ich die Hilfe meines chemiebaukastenerfahrenen kleinen Bruders in Anspruch, was allerdings nicht für die Herstellung von Agent Orange reichte. Wir entschieden uns dann für ein übersichtlicheres Gift, das aber gar kein extra fieses Herbizid sondern "nur" ein Insektizid werden sollte.



Agent Orange-Fässer waren mit einem orangefarbenen Streifen gekennzeichnet und lagerten auf einsamen pazifischen Inselflug-plätzen (z.B. hier)...








Das Experiment dauerte einige Zeit anstrengender Arbeit unterm Abzug und als ich am Ende ein paar uninteressante Krümel geerntet, ein paar Blattläuse aus dem angrenzenden Park geholt und beides dekorativ in einer Porzellanschale zu einem Folge-Experiment arrangiert hatte, lachten die Blattläuse sich eins und sahen zu, dass sie ohne Umwege wieder nach draußen kamen.
Vermutlich hätte man das Gift auflösen und durch die Gegend sprühen müssen, aber da erklärte der Lehrer die Arbeit für beendet, vielleicht wurde es ihm jetzt doch auch etwas zu ausufernd...

Dienstag, 18. März 2014

Pariser Luft

  Großartig! Die Pariser haben endlich endlich auch dicke Luft für alle. Leider hat eine von der Regierung gesponsorte Frischluftlobby sich zwischenzeitlich durchgesetzt und für Autofahrverbote gesorgt! Dadurch wird die Pariser Luft leider wieder unmäßig und auf geradezu homöopathische Art und Weise verdünnt, dass die weitaus größere Bevölkerungsgruppe der Dickluft-Verbraucher sich vorbehalten, gerichtlich gegen solch eine Volksverarsche vorzugehen. Die totale Dilution der dicken Luft durch massive Autofahrverbote bedeutet für die meisten Pariser eine weitreichende Katastrophe, schon allein deshalb, weil sie keine Erfahrung in der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel haben und nun zu abertausenden hilflos im Nebel herumirren müssen. Das kann ja wohl bitteschön nicht im Sinne der Behörden sein!

Mittwoch, 12. März 2014

Schwarze Magie


Liebe Bakinka, ich kann deine Sorge zutiefst verstehen, das würde mir auch Angst machen!
Glaube den andern im Esoterikforum nicht, wenn sie das Gegenteil behaupten, denn natürlich wird dort keiner freiwillig zugeben, dass er/sie sich mit der höchst gefährlichen schwarzen Magie auskennt. 
Mir ist das mit dem Ring auch mal passiert: über Nacht wurde er schwarz und fünf Wochen später habe ich mir das Bein gebrochen! Kannst du dir das vorstellen? Seit dem trage ich keine Silberringe mehr (nur noch Plastik, reines Gold und Platin) und habe vor allem Angst, was über Nacht schwarz werden kann.
Am schlimmsten ist das für mich mit dem Himmel. Hier in Rixdorf wird der Himmel gerade im Winter und bei Neumond schon manchmal ziemlich dunkel und dann kann ich gar nicht richtig schlafen, weil ich Angst habe, dass er mal richtig schwarz wird und mir dann die Haare ausfallen oder dass ich von einem Schulbus überfahren werde oder noch schlimmeres. 
Das blöde ist, man kann dagegen einfach rein gar nichts tun. Ich bin auch schon völlig verzweifelt.
Ich hoffe ich konnte dir helfen, LG Jette

Samstag, 15. Februar 2014

Satte Trägheit


Tagtäglich werden wir vielfach belogen und betrogen. Die Unmöglichkeit niedrigerer Fahrscheinpreise oder die Alternativlosigkeit der so genannten Bankenrettung. Doktortitel sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, Pharmalobbyisten fälschen Forschungen und Autolobbyisten fälschen Untersuchungsergebnisse, Bioeier kommen aus konventioneller Käfighaltung und der gute alte Klassiker: Schummelpackungen.
Ich habe heute mal wieder eine Schummelpackung erstanden, einen USB-Stick, der 16 GB zur Verfügung stellen soll, aber was sehe ich da:

Das sind immerhin glatte 10% Differenz* zur Deklaration!
Der weltweite Betrug schont niemanden, auch Betrüger werden betrogen. Weil sie mit ihresgleichen verkehren.
Nur macht's denen nicht soviel aus, weil's selten ums letzte Hemd geht.

Ums letzte Hemd ging's und geht's seit Jahrhunderten bei den Afrikanern. Erst hat man die Menschen verkauft, dann ihren Grund und Boden okkupiert und weil das nicht reichte, hat man ihnen schließlich wirkungsvolle Kriegsgerät in die Hände gedrückt, alle gegeneinander aufgehetzt, damit sie sich gegenseitig ausrotten (Heutzutage muss man sich ja nicht mehr selber die Hände schmutzig machen). Wer da nicht mitmacht, wird alternativ konsequent  mit Medikamenten, Wasser oder was sonst noch zum Überleben nötig wäre, unversorgt.

Aber nun soll sich ja nach Kindergarten-Urselchens Idee Deutschland wieder mehr in afrikanischen Krisengebieten engagieren. Nicht etwa im Kampf gegen Aids, mit Bildungsangeboten für alle, dem Beenden der gezielten Austrocknung ganzer Landstriche etc., sondern (nicht vergessen: sie ist jetzt für die Kriegsabteilung zuständig) mit noch mehr Waffen, Militäreinsätzen und einer anständigen Ausbildung für Soldaten.
Weil das die humanitäre Not lindern würde oder diktatorische Systeme ändert?
Quatsch!
In Afrika geht es, wie eh und je um die Sicherung und Abschöpfung von Rohstoffen und anderen Ressourcen für den mitteleuropäischen Lebensstandard. Und der hat nun mal ständig zu steigen.
Egal wer oder was dafür ausgebeutet wird. Wer das womit bezahlen kann oder muss.
Der geraubte Reichtum muss steigen, sich mehren, in den Himmel wachsen, damit wir satt und zufrieden die Klappe halten und uns nicht aufregen, wenn Tag für Tag, manchmal Stunde für Stunde neue Unsäglichkeiten aufs Tapet kommen, die alle zu erfassen wir schon lange nicht mehr fähig sind.
Und Politiker (welchen Staates und welcher Couleur auch immer) genauso wenig. Oder Wirtschaftsmanager, Heerführer, Charttechniker und "die fünf Weisen" zusammen.

So. Genug lamentiert.
Meine Laune sinkt enorm, um so länger ich mich mit dem Thema beschäftige.
Ich gehe jetzt mal ein bisschen konsumieren und dann sitze ich weiter meine satte Trägheit breit und frage mich, ob der 'Charttechniker' ein schöner empfehlenswerter "Beruf" ist, der immernoch Zukunft hat?
Oder ob Börsenmakler sich doch wieder der guten alten Kaffeesatzleserei zuwenden, die auch nicht besser oder schlechter ist...


* Orientieren sich die USB-Stick-Speicherplatz-Konstrukteure in China etwa an unseren deutschen Wohnungsmietflächenregelungen, die bis zu 10% Abweichung keinen Widerspruch dulden?


Mittwoch, 1. Januar 2014

Dem Wahnsinn nahe

könnte man sein, wenn es letzte Nacht wirklich so zugegangen wäre, wie das Foto locker flockig illusioniert:


Entstanden ist das Bild etwa 15 Minuten nach Mitternacht auf der Karl-Marx-Straße mit einer ganzen halben Minute Belichtungszeit. Und da kommt in der Nähe und Ferne schon einiges zusammen, was man sonst alles schön sauber voneinander getrennt und nacheinander zu sehen bekommt.
Dieses Mal weigere ich mich, aus dem feurigen Foto ein Orakel für das frisch angelandete Jahr zu stellen, denn ich sehe gerade nur was wirr-wild-buntes, wie vermutlich jede andere auch, doch wer weiß ...

Es hat aber schon mal gut angefangen, beim erstaunlicherweise absolut gefahrlosem Nachhauseradeln (kurz nach dem Foto) verfolgten mich statt nerviger Böller viele gute Wünsche fürs neue Jahr, die ich hiermit vertrauensvoll an alle Bedürftigen weiterreiche!

Sonntag, 8. Dezember 2013

Alzheimer lässt grüßen!


Zwei Tage lang war mein Bad blockiert, weil verschiedene Handwerker sich an meinem Badewannenabfluss zu schaffen machten. Das hatte zur Folge, dass sich die überfällige Wäsche meiner Haare weiter verzögerte. Aber dann endlich war es soweit und ich hielt den Kopf unter die Dusche.

Sozialistisches Zündholz-Schachtel-Design
Anschließend mit dem Handtuch kräftig durchgerubbelt und gestriegelt, wartete ich eine angemessene Zeit der Lufttrocknung ab, die ich mir mit der Gestaltung eines hübschen Plakates vertrieb.
Dann schüttelte ich mein kniekehlenlanges goldgelocktes Haar für mich und mein Spiegelbild und stutzte. Wieso sah der Pony so strähnig aus? Ich fuhr mit den Fingern hindurch. Das fasste sich aber gar nicht gut an. Zwar glänzend , aber absolut nicht frisch. Ich fassste mir an der Hinterkopf. Hatte das Shampoo versagt?
Welches Shampoo hatte ich heute überhaupt benutzt?
Ich starrte auf die bunten Plastikflaschen am Badewannenrand.

Leise stieg in mir eine dunkle Ahnung auf und bei nochmaliger Betrachtung des Elends, das von meinem Kopf herunterhing, fühlte ich meinen Verdacht bestätigt: Der Vorgang des Haarewaschens beginnt zwar mit dem Nassmachen und später kommt das Abtrocknen. Aber was macht man dazwischen, was war das noch mal? Ja, richtig! WASCHEN! Ich hatte den Hauptwaschgang vergessen!

So fängt's an. Variationen: Rechnen ohne Ergebnis, Kaffee kochen ohne Kaffee, Nudeln abgießen ohne Sieb, Wäsche waschen ohne Wäsche.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Umlenkung

Berge von Papier, Kraut und Rüben, das unterste zu oberst, verlaufende Meter, klammernde Büros, konsequente Besserungsngsresistenz, niveauloses Jammern, niederschwelliges Gnadenbrot, getrennter MÜ-LL und der ungebrochene Wille, aber komplett irrationale Traum, alles zu verstehen und zu bewältigen.

Doch zwischendurch kommt Kater Pelle, der mich mit einem blauen und einem grünen Auge prompt an "Die kahle Sängerin" von Ionesco erinnert und von all den scheinbar großen, zumindest jedoch umfangreichen Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, zwar keine Ahnung hat aber erfolgreich ablenkt...
...um mir beispielsweise möglichst viele Schlangensätze aus dem Hirn zu melken, ohne dabei den roten Faden, respektive das angesteuerte Ziel samt verständlicher Formulierung aus dem blauen oder grünen Auge zu verlieren, denn dafür braucht es auch eine gehörige Portion Unfugsvermögen und dann noch jede Menge Optimismus, vor allem, was die Lust der Angeschriebenen betrifft, ein solches Wortwurstgebilde bis zum Ende zu verfolgen und gegebenenfalls auch noch zu genießen, anstatt...


An letzterem hapert's vermutlich.
Und womit? Mit Recht.

Und jetzt entlasse ich die kahle Sängerin (Pelle schläft auch schon) und mache aus der Ablenkung eine Umlenkung, - also da weiter, wo ich ich vorhin aufgehört habe.

PS: Der Link oben im Text führt leider nicht zum Text des Theaterstücks, sondern zur einzigen gefundenen Komplettabfilmung einer Aufführung. Der Ton ist ein bisschen mau bei diesem Volkshochschulabend und macht so den Inhalt eines wirklich absurden Theaterstücks noch schwerer verständlich, als er ohnhin schon ist - aber einen Versuch ist es durchaus wert.

Mittwoch, 7. August 2013

Noch mehr Dopingfälle

geheime Laboraufnahmen
Was bis jetzt niemand ahnte: Nicht nur Hoch- leistungskatzen im Objektschutz, auch Laufstegmodels, soge- nannte Freigänger oder auch fusselnde Streichel- einheiten wurden und werden systematisch gedopt!
Ohne Wissen der Katzenbesitzer beteiligen sich fast alle Katzenfutter- konzerne am Tarnen und Täuschen bei der Herstellung völlig normal erscheinenden Futters. In Wahrheit aber bestehen die vermeindlichen Fleischbreibröckchen nicht wie angenommen, aus beliebigen Tierabfällen, die mit beliebigen Sojaabfällen verklebt wurden, sondern aus reinen Kaffeebohnen!
Geheime Aufnahmen aus einem Catfood-Testlabor zeigen die noch ungetarnten Dopingbohnen, an die sich die Testkatzen in kürzester Zeit nicht nur gewöhnt, sondern diese auch in völlige Abhängigkeit gebracht haben.
Hoffentlich weist bald jemand der skrupellosen Dopingmafia die Schranken, damit sie sich weiterhin auf erwachsene Sportler beschränkt und nicht auch noch willenlose Haustiere zu ihren Opfern macht!


Dienstag, 27. November 2012

Fische im Tee

Ich bin erstaunt:
in meiner Tasse
schwimmen Fische,
winzig kleine,
graugrünbraune
und ich staune,
schaue ihren
eleganten
Kurven hinterher.

Bei genauerer
Betrachtung,
ich gestehe,
in mir schwimmt
die Phantasie
mal wieder
wild entfesselt
quer durchs Hirn
bis an die Stirn
und schwappt zurück
bis dass die Fischlein...

Ja, bis sie sich
als ganz banale
Blättchen aus dem
Tee entpuppen.
Hat das alte
Sieb im Laufe
seines Lebens
ein ganz kleines
Loch bekommen?

Kann ein Sieb
ein Loch bekommen?
Hat es nicht schon
viele, viele,
sonst wär es doch
bestimmt kein Sieb!


Wenn das Leben doch nur mal aufhören würde,
mir ständig Unfug zwischen die Neuronen zu werfen...



Samstag, 3. November 2012

Noch sieben Wochen

Nur noch sieben Wochen bis zum Weltuntergang und wie wir sehen, hat's an der Ostküste der USA schon angefangen. Was wollen wir mehr?

Es ist doch immer wieder schön, wenn Prognosen auch eintreten. Das ist gut, das ist verlässlich, das verleiht uns ein Gefühl von Sicherheit.
Und das beste: Wir brauchen uns nicht um Weihnachtsgeschenke zu scheren!
Nie wieder.
Karriereplanung adieu, gute Vorsätze für's neue Jahr adieu, Vorratshaltung überflüssig.
Was rege ich mich über maßlose Mieterhöhungen auf?
Wozu braucht man den neuen Flughafen eigentlich?
Und wozu das ganze Theater um die "Energiewende"?

Energiewende?
Ach, wenn die Energie doch nur wüsste, wohin sie sich wenden sollte?
Meine Energien wenden sich gerade auch nirgendwo speziell hin. Sie sind hier und da einfach da.
Bei prügelnden Tilidin-Konsumenten wendet sich die Energie vornehmlich gegen andere.

Nur noch sieben Wochen.
Ich denke, wir sollten die Zeit bis zum Weltuntergang genießen.
Mal so richtig aus dem Vollen schöpfen.
Das Gegenteil von "sieben Wochen fasten" vor Ostern.
Und deshalb: "Husch, husch, verpfeift dich, du fatalistisches Gedankengut und such dir einen anderen Planeten!"

Vielleicht werde meine Energien mal wieder in die Richtung eines Kinos lenken. "Die Vermessung der Welt" (nicht des Weltuntergangs, - manno!) bringt einen vielleicht auf andere Gedanken. Ich müsste doch auch endlich mal wissen, wer der Herr Gauß eigentlich war, wenn ich doch fast täglich seinen Weichzeichner benutze....



Dienstag, 20. März 2012

Immer schneller

Hopp, hopp, hopp, von einer ungesunden Lebensmittelproduktionsschandmeldung zur nächsten.

Katastrophe mag ich's nicht mehr nennen, weil dann bleibt als Steigerung ja kaum noch was, außer beispielsweise ein Supergau...

Woran die Beigabe von Uran zum Trinkwasser aber irgendwie unangenehmerinnert. Auch wenn das Uran nicht von einem Kernkraftwerk stammt sondern aus Dünger.

Wenn mehr Uran als üblich im Trinkwasser ist, dann ist es doch auch in allem, was mit diesem Wasser versorgt wird, oder?

Ich denke, ich nehme heute Abend zur Ganzkörperimmunisierung ein ausgiebiges Uranbad....

Wie ist das eigentlich mit der Urangewinnung aus Trinkwasser?

Donnerstag, 23. Februar 2012

Eine Minute


Alles was uns bleibt, ist Schweigen.

Wurde nicht über Jahrzehnte genug geschwiegen, wenn es um Gewalt von rechts, bzw. Nazis aller Couleur  ging?
Schweigen scheint das einzige zu sein, was den Verantwortlichen in den Sinn kommt.
Wenn man die Presseüberschriften liest, ist man sich auch nicht ganz sicher, wogegen jetzt eigentlich geschwiegen wird:

  • gegen rechts im allgemeinen, was auch immer das bedeutet
  • gegen Gewalt im allgemeinen
  • gegen Gewalt von rechts
  • gegen Naziterror
  • gegen Rechtsextremismus
Mit Schweigen wird man gegen geistige Unbedarftheit und Freude an Gewalt wohl kaum ankommen.
Und deshalb ist die heutige Schweigeminute nicht gegen irgendwas sondern für! Für das Gedenken an die Opfer!


Dienstag, 3. Januar 2012

Funkenorakel für 2012

Zum Jahresanfang meldet sich Dolores mal wieder. Auf verschlungenen Wegen wurde ihr eine Momentaufnahme der ersten Sekunden des neuen Jahres zugespielt, die sie freundlicherweise für die nächsten zwölf Monate interpretierte.

Zunächst die Fakten:
Als erstes deutlich zu erkennen ist ein starker Seitenwind. Es ist allerdings weder die exakte Richtung bestimmbar, noch ob die seitliche Verwehung nicht möglicherweise durch andere Einflüsse herbeigeführt wurde, z.B. starke Achsbewegung des Orakels selbst.

Die Konstellation der einzelnen davonstrebenden Funken von links nach rechts:
1. Eine kleine Gruppe sternloser Strichfunken gefolgt von 2. einer Gruppierung aufragender Dornfunken mit kleinen Sternköpfen. 3. Der sich anschließende Abschnitt sternloser und kleinsterniger Funken enhält erste Lichtverwehungen, die sich durch eine zarte Bogenform darstellen. 4. Abschnitt mit auffälligen bogenförmigen Verwehungen, die sich vom Hauptorakel deulich abgelöst haben 5. Größter Abschnitt mit dichter Anordnung gerade ausgerichteter Nadelfunken. Hier sind die Lichtverwehungen gradlinig, die Köpfe ähneln Pfeilspitzen.

Außerdem befindet sich
a. ganz links unten ein leicht grün schimmernder fünf-siebtel-Mond
b. eine auffällige Lücke zwischen 3. und 4.
c. gleich anschließend im Hintergrund ein leicht rückwärts gewandter Nadelfächer
d. kleinere Schnuppen und Krümelfunken
e. Im äußeren Bereich befindet sich ein ausgedehntes Funkloch, dass durch ausgeprägte Dunkelheit dargestellt ist.

Nun, was will uns das Orakel damit sagen?
Zunächsteinmal kann man ganz klar sagen, dass erwartete Kontakte mit Außeridischen  - kein einziges Element reicht weit genug in die Peripherie (e), bzw. von draußen herein.
Die Basis (f) hat eine beachtenswerte Schieflage, was zunächst der ersten Jahreshäfte mehr Gewichtigkeit zuschreibt.
Zu den einzelnen Monatsabschnitten:
Der Januar beginnt zunächst mit einer fremdartigem Lichterscheinung (a). Hier könnte es sich um eine erweiterte Form des "arabischen Halbmondes" handeln, der sich vom schmalen Grat einer Sichel hin zu neuer Prallheit wendet. Vorsicht bei kopflosem (1) Entscheidungen!
Februar: Zum Ende des Januars und weit in den Februar hinein drängen viele (2) interessante Fragen und Problemstellungen auf einmal nach Antworten und Lösungen, dass es schwer fallen wird, die richtige Reihenfolge einzuhalten. Mitte des Monats gibt es dann Gelegenheiten zur Entspannung.
März: Nach einer kurzen Erholungspause müssen die ersten Brücken in die Zukunft geschlagen werden, jetzt wird die Basis gelegt für Ereignisse (3), die noch bis in den Juni reichen können. Möglicherweise handelt es sich um die erste, der zu erwartenden Naturkatastrophen des Jahres, vielleicht aber auch nur um neuerliche politische Fehlfunktionen, die dann die entsprechenden Folgen nach sich ziehen.
Im April heißt es abwarten, geguldig sein, aber ohne die Zielrichtung (Jahresende) aus den Augen zu verlieren.
Der Mai beginnt mit einem überraschenden Großereignis (ohne Markierung). Ob es sich hier aber um den Umfall des Fernsehturms oder eine einmalige, aber großzügige Sonderzahlung für alle Neuköllner Arbeitslosen ist noch unentschieden. Möglicher Weise werden auch noch weitere Alternativen in Betracht gezogen.
Der Juni geht sehr ruhig (b) vorbei, auch "48 Stunden Neukölln" und "275 Jahre Böhmisches Dorf" könnten recht unspektakulär, wenn nicht sogar unbemerkt vorübergehen, bzw. in einem vorgefühlten Sommerloch verschwinden. Auch das Wetter ist gleichmäßig und milde bis sommerlich warm.

Genug gelabert, jetzt mal ein bisschen schneller, sonst werden wir hier ja nie fertig!
Die Details kann sich dann jeder selbst zusammenreimen:

Juli wird stürmisch auf allen Ebenen.
August lässt die Hunde von der Leine.
September  - alles nur Peanuts!
Oktober bis Dezember  fliegen der Zukunft entgegen...


Puh! Geschafft.
Dolores weiß nun wieder, was Orakelei für eine schwere Arbeit ist und ist froh, dass es noch fertig geworden ist, bevor das Jahr plötzlich schon wieder vorbei ist...

PS: Die Welt geht in den Tagen vor Weihnachten 2012 nicht unter. Rechtzeitig wurden Kalender gefunden, die weiterreichen als die der Maya. Gottseidank!
Kopien in verschiedenen Qualitäten kann man im Fachhandel kaufen oder kostenlos aus dem Internet herunterladen.


Mittwoch, 28. Dezember 2011

Haste 'n Knall?

Die Katzen befinden sich seit heute im Sylvester-Trainingscamp und werden dort fachgerecht auf Krawall gebürstet.
Bei dem Trainingscamp handelt es sich um eine neue bezirkliche Einrichtung, die mit vielen Fördermitteln nach fast zwölf Jahren Planung und Aufbau nun endlich an den Start gebracht werden konnte.
Hier werden völlig entspannte Katzen durch verschiedenartigste Knall- und Pfeiflaute in immer wieder neuen und überraschenden Folgen und Lautstärkegraden so auf Touren gebracht, dass sie Silvester als wahre Entspannung erleben können. Am Ende des Seminars erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat.