Vielleicht, Monsieur de Maiziere, sollten Sie einfach mal die Klappe halten, wenn Sie nichts zu sagen haben!
Genau genommen sollten Sie ab sofort nie wieder was zu sagen haben. Wie irre muss man denn sein um derart dumm daher zu stammeln!
Entsetzt über soviel innenpolitische Unfähigkeit,
Jette
PS: Was ich noch dazu zu sagen hätte, wäre mit Sicherheit in Teilen zu verunsichernd für Sie.
Aber hören Sie sich doch bitte selbst noch mal zu...
**************************
Und für alle andern: #DoItLikeDeMaiziere
Mittwoch, 18. November 2015
Schweigen ist Gold
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Jette
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Mittwoch, 30. September 2015
SM-Dialog
"Machst Du auch SM?"
"Hä?"
"Na SM?"
"Spinnst du?!"
"Man ey, soziale Medien!"
Wenn das letzte Wort dann auch noch wie "Mädchen" klingt, ist wirklich alles klar...
PS: Heute ist internationaler Tag der Übersetzung
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Jette
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Montag, 14. September 2015
Karriere

Karriereberater machen manchmal seltsame Vorschläge.
Doch wer es ernst meint mit der eigenen Zukunft, sollte sehr vorsichtig sein mit "einen Schritt weiter gehen".
Vor allem, wenn der Zug gleich einfährt.
Dann könnte es mit der Zukunft, selbst als Zugführer schnell zu spät sein.
Psssst, ich hab noch ein paar Ns zu verkaufen.
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Jette
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Donnerstag, 16. April 2015
Keine Schreckensmeldung
Komisch, ich habe das Gefühl, dass zur Zeit die täglichen Horrormeldungen (abgesehen vom brennenden Flüchlingsheim) ausbleiben. Kein weiterer Flugzeugabsturz, kein neuer Seuchenausbruch, keine Flut, kein Orkan, kein weiterer Kriegsausbruch, keine Rücktritte, kein Dioxin in Ostereiern, heimliches Schweinefett in Veganerkeksen, keine Menschenfresser, Massenmörder oder Kinderpornoangucker.
Irgendwie habe ich ja schon eine gewisse Erwartungshaltung eingenommen.
Stattdessen einfach nur Frühling.
Was ist los, ihr Medien, die ihr euch der Informationsverbreitung verpflichtet habt?
Ihr nehmt euch Zeit zum Erinnern an vergangene Horrormeldungen, wie zum Beispiel die inzwischen tausendfachen Mädchenentführungen der unsäglichen Boko Haram-Terroristen. Irgendwo in oder um Nordnigeria dürfen sie sich jetzt mit schweren Waffen und/oder gewalttätigen fremden Männern rumschlagen (lassen), um den "wahren Islam" ihrer Anführer gegen westliche Bildung zu verteidigen, wenn sie das Umerziehungslager überhaupt überleben.
"Wir können da gar nichts machen, wir wissen doch gar nicht, wo wir die Mädchen suchen sollen", meint der neue nigerianische Präsident Muhammadu Buhari und hat damit vermutlich Recht.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich Boko Haram und die IS-Terroristen angeblich seit? in Kooperationsverhandlungen befinden... Dadurch würde sich das Suchgebiet gleich ziemlich extrem erweitern: bis zum Iran und dem Jemen.
Hier nochmal zur Erinnerung die Karte des 5-Jahres-Plans der IS vom letzten Sommer. Nun habe ich aber tatsächlich noch einen anderen 5-Jahres-Plan gefunden, auch vom letzten Sommer, in dem Europa , insbesondere Portugal, Spanien, der gesamte Balkan und die Krim(!) NICHT (wie im ersten Plan) betroffen sind, dafür geht die Landnahme in der anderen Richtung bis vor die Strände Australiens.

Ist die Karte speziell für ängstliche Europäer, damit sie sich in Sicherheit und Frieden fühlen können?
Und die andere für China, Australien & Co?
Ach, "grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum".
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Jette
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Samstag, 28. Februar 2015
isch ower
"Am achtntschwazischstn um viernzwanzisch Uhr isch ower." (...sagt das Schäuble zu den Griechen)
Und ich sag:
Genau.
Nach dem 28. würde ich mein schönes Überraschungspaket aus Hamburg zwar immer noch gerne in Empfang nehmen, aber da die DHL einen neuen Ferienkalender hat, dessen Existenz mir (und dem Absender) bis jetzt nicht bekannt war, ist natürlich völlig unklar, wann und wo dieses Paket überhaupt jemals ankommt.
Status vom Do, 26.02.2015 11:36
Die Sendung wird vorübergehend wegen Ferien, Betriebsferien oder Feiertagen in der Zustellbasis gelagert.Nächster Schritt
Die Sendung wird dem Empfänger nach Ablauf der vereinbarten Lagerfrist zugestellt.Niemand kann mir sagen, wer mit der DHL im Namen des Absenders/Empfängers eine Vereinbarung über eine Lagerfrist getroffen hat, wo die entsprechenden Vertragsklauseln öffentlich ausgehängt sind, wie lange die Frist mindestens oder längstens dauert und wo sich das Lager befindet.
In diesem Fall vermutlich in Rüdersdorf.
Eine Beschwerdestelle hat die DHL natürlich nicht und vor der (natürlich gebührenpflichtigen) "Hotline" bin ich gewarnt worden, weil die Callcenter-Damen und Herren noch weniger wissen, als meine im Paketempfang weitgehend ungeübte Nachbarin.
Die Damen und Herren am örtlichen DHL-Schalter auf dem Postamt (ja, sowas gibt es an manchen Orten!) haben heute ganz besonders viel Glück gehabt, denn ich bin zu spät gekommen. Und ich hatte mich auf dem Weg dorthin einigermaßen dämonisch auf Krawall gebürstet....
Glück gehabt.
Jetscht isch ower.
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Donnerstag, 12. Februar 2015
Bruch- und Dezimalrechnung
Liebe - laut TU-Dresden-Umfrage - gebildete Damen und Herren aus den wohlhabenderen Schichten Dresdens und Umgebung, die ihr nach eigenen Angaben zu mehr als ¾ gar nicht gegen den Islam seid, aber trotzdem unter dem Titel "...gegen die Islamisierung..." demonstriert,
WARUM demonstriert ihr dann trotzdem gegen den Islam? Weil ihr mit euern eigenen deutschtümelnden Minderheiten, in diesem Fall mit dem übrigen ¼ von dem ⅓ interviewbereiter Demonstranten solidarisch seid? Das finde ich sehr ehrenwert! Aber habt ihr mal überlegt, was das für einen merkwürdigen Eindruck auf die MuslimInnen macht, gegen die ihr doch gar nichts habt? Habt ihr denen schon mal euer Solidaritätskonzept erklärt?
Ich find's toll, dass ihr euch überhaupt von dem Viertel eines Drittels (......Moment.... Bruchrechnung..... drei mal vier .... hundert durch zwölf .....) 8,333 % der Bevölkerung eurer Gegend habt mobilisieren lassen! Und dann mit so wohl durchdachten Parolen, die euern Bildungshintergrund auch so deutlich erkennen lassen, - gefällt mir. Weiter so!
Ach, noch ne Frage: wenn ihr doch so gut situierte Mittelständler seid, warum interessiert euch dann für HartzIV und Mindestlohn? Ach so, ja, wegen den 8,333 %. Find ich gut. Ich find's auch völlig OK, dass euch die 0,2% Moslems in Sachsen am Arsch vorbei gehen, man kann sich ja schließlich nicht mit jeder kleinen kleinen Ausnahmebefindlichkeit gemein machen.
Weiter so, ihr Nicht-gegen-Ausländer-und-den-Islam-seienden Pegida-Demonstranten und sonstigen (christlichen?) Abendländler!
Eure, noch auf ein einleuchtendes Solidaritätskonzept wartende
Jette
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Freitag, 26. September 2014
Respekt!
Ich ärgere mich mal
wieder über die Menschen, die ständig von anderen "Respekt!" einfordern
aber selbst ganz offenbar nicht wissen, was das ist und Respekt! mit
Selbstherrlichkeit und Befehlsmacht verwechseln. Von Kindern mit Migrationshinter- oder
vordergrund mal ganz abgesehen, sind es eher die Erwachsenen (auch ganz
ohne -grund), die sich den Teufel darum scheren, womit ihre Kinder z.B.
gerade auf der Bühne glänzen, weil ihnen der lautstarke Smaltalk am
Kuchenstand einfach wichtiger ist. Oder die, die sich habgierig an Sachen vergreifen, die nicht für sie gedacht sind. Oder auch
die, die einen aus dem BMW als ...otze beschimpfen (wie schon gestern beiläufig erwähnt), weil man
fahrradfahrend den dafür nötigen Teil der Straße in Anspruch nimmt.
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Jette
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Mittwoch, 16. Juli 2014
Nur Worte, Worte, Worte... (?)
Erstaunlich, was die deutsche Sprache so hervorbringen kann, wenn Anglizismen unterlassen werden.
Drei Beispiele:
Verhinderungspflege
Was ist das?
Eine Pflege, die etwas verhindert? Vielleicht verhindert sie einen Aufenthalt in einem Heim oder einem Krankenhaus? Nein, es ist viel einfacher: Die Verhinderungspflege ersetzt verhindertes Pflegepersonal, wobei mit letzterem nicht angestelltes Personal gemeint ist, sondern pflegerisch tätige Angehörige, die möglicherweise selbst krank sind oder - Gott bewahre! - auch mal Urlaub machen wollen.
Ortsabwesenheit (OAW)
Was ist das?
Klar! Das Wort sagt es ja schon: Die Abwesenheit vom Ort. Aber auf die macht nicht der abwesende Beamte an seiner Bürotür mit Hilfe eines kleinen "Bin in der Mittagspause"- Zettels aufmerksam. Stattdessen wird mit der Vokabel "Ortsabwesenheit" in der Arbeitslosenverwaltung der Anspruch auf Urlaub bezeichnet. Ein Urlaubsantrag heißt nun "Ortsabwesenheitsantrag" und bezeichnet die Genehmigung eines Aufenthalts in sehr relativer Mindestentfernung. Wer seinen Urlaub innerhalb eines geringeren Radius verbringen will, kann dies unter bestimmten organisatorischen Bedingungen auch ohne Antrag tun. Das ganze basiert auf der "Erreichbarkeitsanordnung" (EAO).
Wirkmittel
Was ist das?
Wer bei Wirkmitteln an heilende Salben oder Haarwasser, berauschende Drogen oder Chemikalien für eine schützende Oberflächenbehandlung von Gartenmöbeln denkt, befindet sich auf Glatteis. "Wirkmittel" sind einzig und allein Kriegswaffensysteme verschiedener Art, normalerweise solche, die man von der Größe her gerade noch so über die Schulter hängen und mit nach Hause nehmen kann. Ob größere Geschütze, Raketen etc. dazuzuzählen sind, konnte ich nicht zuverlässig in Erfahrung bringen.
Die anderen (wirklich dummen Ideen) heißen: Wirkstoffe, Heilmittel und Rauschmittel. Dazu gibt's dann auch noch die Wirkdauer oder die Einwirkungszeit.
Bei "Wirkmitteln" geht die Einwirkungszeit ratzifatzi und die Dauer meist unendlich.
PS: Wirkmittel für Hausfrauen habe ich kürzlich schon vorgestellt.
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Mittwoch, 11. Juni 2014
777 - Das Interview
(jmz) Immer mehr Krimer sind verzweifelt: "Wenn wir dass gewusst hätten, hätten wir nicht dafür gestimmt!" Ehemalige Ukrainer sind schwer enttäuscht über Zar Putins Gesetz, dass jegliches Privateigentum der Ur-Krimer jetzt mit der 777 gekennzeichnet werden soll. "Ausgerechnet die Nummer, der im März verschwunden Boeing! Das bedeutet großes Unglück!", jammert Mira Pleskona (43) mit Tränen im Gesicht. "Die Krim wird untergehen, wir verschwinden im Bauch eines großen Ungeheuers", fügt ihr Mann (42) hinzu, Vater von sechs Kindern.
"Deshalb wollen wir ja auch kein siebtes Kind."
"Was glauben Sie wohl, warum auf der Krim nur sechs große Städte zu finden sind?"
Die Menschen auf der Halbinsel Krim glauben auch heute noch an die Gebote des Xerxo Phlox aus dem 3. Jh. v.Chr., demzufolge die Zahl 7 für Bewohner dieses wunderschönen Landes im Schwarzen Meer großes Unglück verheißt und deshalb strikt zu meiden ist.
Das Gebot beruft sich auf eine noch viel ältere Legende, in der es heißt, dass zu Urzeiten sieben giftige Riesenseeschlangen im Meer hausten und jedes Jahr zur Sommersonnenwende die Insel umzingelten, um sich die sieben schönsten Jungfrauen zu holen. Ansonsten würde sie die Insel so fest umklammern, dass alles auf ihr verdorren und sterben würde. Erst, nachdem es einem mutigen Helden, ein Vorvorvorfahr von Xerxo Phlox mit seinem Gefolge gelang, einen dieser Seedrachen zu bezwingen, konnte der Bann gebrochen werden.
Dieser Hintergrund lässt natürlich verstehen, warum sich viele Krimer gegen die 777-Vorschrift wehren und plötzlich gar nicht mehr so begeistert von der Russifizierung sind.
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Montag, 9. Juni 2014
Nicht mehr
Da kann man schon mal was falsch verstehen: Die Aussage des Sprechers der US-Regierung "Angela Merkels Handy wird nicht mehr abgehört" wird vom ersten Moment an und immer wieder mit einer falsch angenommenen Feststellung kombiniert: "Also wurde es bisher abgehört!". Hier handelt es sich jedoch um einen schweren Trugschluss, denn das Handy wird selbstverständlich weiterhin abgehört - nur eben nicht mehr als vorher, sondern einfach genauso viel und oft, also 24 Stunden und 100%.
Und das betrifft alle anderen Handys der Nation natürlich auch.
Und warum machen die das ? Weil sie es können.
Und sie können auch noch mehr...
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Donnerstag, 22. Mai 2014
Endlich, endlich, endlich!
König Buschi live auf dem Platz der Stadt Hof Alfred-Scholz-Platz (der Platz vor der Sparkasse, Quelle, Sinleffers, gegenüber von Hertie, ihr wisst schon), am Freitag zum "Europafest".
Und dann regelmäßig:
Der Saubermänner SuperGAU.
Durch's Dorf gejagt wird jede Sau -
Die Rixdorfer Nachrichtenschau.
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Donnerstag, 15. Mai 2014
Wahlkampf auf italienisch
Demente Altenheimbewohner haben Fragen an Berlusconi:
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Ist Bunga-bunga ein Kartenspiel?
Caro Silvio, wischst du mir mal den Hintern ab?
Hilfe, was machen Sie in meinem Bett?
Sind das Erbsen?
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Warst du nicht der freche Bengel aus dem Nachbarhaus?
Wollen Sie sich nicht schon mal ausziehen?
Wo sind meine Zähne?
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Ach mein Kleiner, warum bist du eigentlich nicht Politiker geworden?
Willst du mal jemanden von der Mafia kennenlernen?
Brrrr, was ist denn das für ein Fraß?
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Schon die hübsche neue Pflegerin flachgelegt?
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Sonntag, 4. Mai 2014
Wutzentrum aktivieren
"Macht dich das nicht richtig wütend?"
"Hmm, ja, eigentlich schon...!"
"Ja und? Also ich würde sofort Hass kriegen!"
"Weiß nich."
"Hau doch mal auf den Tisch, damit klar ist, wo die Glocke hängt!"
"Hm."
"...?"
Nee, nee, nee, so geht's aber nicht! Wenn man's endlich in der Gesprächsführung geschafft hat, jemanden durch geschickte Konfrontation mit unangenehmen Situationen dazu zu kriegen, Hass und Wut als persönliche Empfindung anzunehmen, dann muss man auch dabei bleiben und ordentlich nachlegen!
Ständiges Unterstellen und Abfragen des aktuellen Hass- oder Wutstatus einzelner Personen oder Gruppen ist seit der Etablierung des deutschen "Wutbürgers" am Stuttgarter Bahnhof Standard und sollte bei der Grundausbildung von Reportern, volksnahen Politikern und engagierten Sozial-Experten auf keinen Fall fehlen.
Wut ist eine wichtige Emotion, die den Menschen am Denken hindert (wie, wenn der Rückschluss erlaubt sei: Adorno schon feststellte) und damit zu Ruhe und Ordnung führt, auch wenn das mancheinem im ersten Moment unverständlich klingt. Hier ein einfaches, leicht nachvollziehbares Beispiel: A haut dem nervigen B kraft- und wirkungsvoll eins in die Fresse und sofort und ohne Verzögerung tritt Ruhe ein. Dabei ist völlig egal, womit B genervt hat, ob mit Nörgeln, Lachen, Plappern, Kneifen, Stehlen oder Grillen. Für den Wutbürger ungefährlicher (Stauchungsgefahr der Finger- und Handgelenke) und effektiver ist natürlich der Gebrauch von Schusswaffen auch im privaten Bereich.
"Vom Auffinden des individuellen Wutzentrums" ist der neue Titel von Anita Peng, die damit einen wichtigen Betrag zum praktischen Eradikation anpassungsunwilliger Individuen, Randgruppen und die wirtschaftlichen Abläufe störender Völker nicht nur in Afrika leistet. 104 Seiten, Verlag Heckler und Koch, 2014
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Jette
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Montag, 14. April 2014
Phobiephobie?
Ich muss zugeben, ich habe in den letzten Tagen zur falschen Uhrzeit durch die falschen Fernsehprogramme gezappt und bin auf diese Weise für einen eigentlich uninteressanten kurzen Augenblick an einer Kochsendung hängengeblieben. "Eigentlich uninteressant" deshalb, weil ein fremder Herr mit Kochschürze zwei andere namenlose Personen mit Kochschürze begrüßte.

Die Dame wollte - wie ich fand, deutlich erkennbar - einer zu engen körperlichen Nähe gerne ausweichen, erfolglos, denn der begrüßende Herr forderte eine Umarmung samt rechts-links-Küsse, und zwar exakt und angesagt: vier Stück. Dann ging er einen Schritt auf den männlichen Gast zu mit (ungefähr*) diesen Worten: "Na, willst etwa auch welche? - Nee, nee!!! Für dich reicht five high." Ich spürte fast körperlich die innere Angewidertheit jenes Herren, dessen homophobische Angstphantasien da ganz öffentlich mit ihm durchgingen. Immerhin hat er nicht noch ein paar freundschaftlich harte Schläge auf die Schulter folgen lassen, dann hätte ich mich vermutlich verschluckt.
Bin ich jetzt phobiephobisch?
PS: Ich weiß, dass diese importierte Abklatschgeste "high five" heißt, aber das nur am Rande. Ich treffe die Hand des Klatschpartners sowieso nie. Oder brech mir beim Abrutschen fast den kleinen Finger.
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Jette
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Montag, 10. März 2014
Die Abnutzung der Gerechtigkeit

Dass sehr vielen Menschen (auch mir mitunter) der Unterschied zwischen Recht
und Gerechtigkeit nicht immer augenfällig ist, ist zwar blöd, aber oft
auch wirklich schwer eingängig.
Was mich aber richtig nervt, ist die inflationäre
Unterbringung der Frage nach der Gerechtigkeit bei Dingen, die weder
was mit Recht noch mit Gerechtigkeit zu tun haben, wie beispielsweise:
Ist es gerecht, dass heute bei Bäcker K. schon um 11 Uhr die Käse-Kümmelbrötchen ausverkauft waren?
Ist es gerecht, dass im ehemaligen Buchladen jetzt ein Spielkasino ist?
Ist es gerecht, dass meine Freundin den extra für sie mühevoll gebackenen Kuchen nicht essen mag?
Ist es gerecht, dass Lisa rosa Hausschuhe zum Geburtstag geschenkt kriegt?
Wenn man 'gerecht' mit 'gut' gleichsetzt, könnte man zumindest bei den ersten beiden Beispielen ganz klar "nein" sagen, bei den nächsten beiden wäre etwas Ursachenforschung zur Klärung der Fragen nötig.
Weiter mit dem letzten Beispiel:
Ist es gerecht, dass arme Menschen im Alter hungern und frieren?
Klar ist, dass niemand hungern oder frieren sollte, bei armen Menschen kommt es aber häufiger vor.
Statt "arme" müsste die Formulierung wie bei der vorhergehenden Frage lauten, die mit "manche (einige, viele)" gestellt wurde, damit sie sinnvoll beantwortet werden kann.
Schon lange vorher sollte natürlich die immer unerfreulichere Gesamtsituation verändert werden, die solche Sätze überhaupt möglich macht!
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Bröckchen: Alltag, aufgeschnappt, Ecken + Kanten, Fragen, hm., Kommunikation, Recht und billig, Sozialprogramm, Verdruss
Freitag, 7. März 2014
Vor dem Fenster
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Ein Spatz lernt langsam
aber gnadenlos.
Ein Stottern beim tschib,
ein Zögern vorm tschiiiiiiiiih!,
doch dann geht's weiter,
- Spatzseidank! -
immer leichter, denn ohne
tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
wird er heut abend beim
Spatzenvorfrühlingsball
gewiss nicht eingelassen.
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
Tschib tschib tschib tschiiiiiiiiih!
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Jette
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Donnerstag, 6. März 2014
Wem gehört die Welt?
Fast'n Ascherdonnerstag.
Als vor über einem halben Jahr die Wahlen bevor standen, stellte ich mir und auch anderen die Frage, warum wohl das Thema "Stabilisierung der Demokratie" ganz offenbar von den "Volks-"Parteien in ihren Programmen und Diskussionen gründlich vermieden wurde.
Sehr irritierender Weise - jedenfalls für mich - schien das ein allgemein komplett uninteressantes Thema zu sein außer für wenige (eher links orientierte) Parteien und Gruppierungen, Einzelpersonen, Journalisten, Philosophen etc..
Die fanden aber kein ausreichendes Echo und schon gar keine Auseineinandersetzung in den Ebenen, wo Entscheidungen für das gern vergessene Gemeinwohl (noch sind wir eine Republik!) getroffen werden.
Auch die Menschen, die ich beiläufig ansprach, fanden das Thema Demokratie völlig überflüssig.
"Mach dir mal keine Sorgen."
"Was willst'n da diskutieren?"
"Es gibt ja nun wirklich wichtigere Themen."
Seltsam, ich meinte, dass das bei der auch nur eventuellen Aussicht auf eine vielleicht allzugroße Koalition zumindest eines der wichtigsten Themen ist, weil es die Basis für viele andere Entscheidungen bildet.
Doch offenbar sah das nicht jeder so, stattdessen wurde mir recht gerne ein surrealistischer Mix aus Verfolgungsangst und Verschwörungstheorie angehängt.
„Es
kommt nicht so sehr darauf an, dass die Demokratie nach ihrer
ursprünglichen Idee funktioniert, sondern, dass sie von der Bevölkerung
als funktionierend empfunden wird.“ (Rudolf Augstein, Spiegel)
Diesen Satz scheint sich unsere (mehrheitlich gewählte?) Regierung zur Prämisse gemacht zu haben.
Ob sie ihn von Herrn Augstein übernommen hat oder doch viel eher von "den Märkten", den hochverehrten, angebeteten, alles bestimmenden, die Erde drehenden Märkten abgeguckt hat, die ja schon lange nur noch danach handeln, dass es sich für den Verbraucher "gut anfühlt", "wertig aussieht" oder "als nachhaltig empfunden" wird.
Was tatsächlich drin steckt, ist doch vollkommen egal.
Und erst recht das, was sie oder er wirklich bräuchte.
Da könnte ja jeder kommen!
Und außerdem wäre es unprofitabel.
"Das rechnet sich nicht".
Nö.
Genauso wenig wie anständige Bezahlung für Arbeit aller Art, nicht nur für Bundestagsabgeordnete oder organisierte Schwermetallarbeiter, sondern ganz besonders auch für Arbeit, die kaum einer machen will, wie Klofrau, Müllsortierer und ähnliches.
Oder Teilzeitarbeit für alle, nicht nur bei Nachweis mehrfacher Elternschaft.
Oder mehr Zeit für Gemeinsamkeit statt 60-Stunden-Wochen am Rande des Wahnsinns.
Oder schnelle Hilfe für Bedürftige statt jahrelanger absurder Verzögerung durch immer neue Antragsformulare.
Oder die Förderung und Unterstützung kleiner Fachbetriebe und -geschäfte statt flächendeckender Freigabe zur Übernahme anonymer Megakonzerne.
Oder, oder, oder es gibt sovieles was "sich nicht rechnet".
(Davon abgesehen, das nicht's sich selbst rechnen kann. )
Aber es könnte die Menschen zufriedener und glücklicher machen.
Und nicht nur satt, träge und komplett desinteressiert am Wohlergehen anderer.
Ich bin aber froh, dass es immerhin hie und da einzelne kleine Lichtblicke gibt, z. B. bei den - wenn auch immernoch sehr wackligen -Ideen für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Bei unabhängigen Gutachtern für Pflegestufen und nicht zuletzt bei den sich mehrenden Pfeifenpustern, die den unterkühlten Welteigentümern ein bisschen Feuer unterm Arsch machen. Noch brennt das Feuer nicht so richtig, das Aufgeben scheinbarer Sicherheit macht vielen noch zu viel Angst....
Das verhält sich so ähnlich, wie bei einer schweren chronischen Depression: Der Patient hat sich mit ihr arrangiert und möchte sie nur ungern hergeben, denn in einem Leben ohne diese alte hässliche Weggefährtin kennt man sich erst recht nicht aus.
Der deutsche Mehrheitswähler ist dringend (!) therapiebedürftig.
PS: Was sich in Augen der Marktleiter rechnen würde, wäre vermutlich, wenn es den lästigen menschlichen Verbraucher (in grauer Vorzeit "König Kunde" genannt) gar nicht mehr gäbe, sondern Verbrauchsgüter/Waren aller Art von Computern an Computer verkauft würden. Ach, wenn es doch endlich nicht nur vereinzelte selbständig für Nachschub sorgende Testkühlschränke gäbe...
PPS: Darauf dass die CDU das C aus ihrem Namen entfernen sollte, wird ja schon Jahrzehnte lang hingewiesen, ich plädiere jetzt außerdem, das D zu entfernen. Was übrig bleibt wäre zwar ein bisschen wenig, aber ehrlich. U.
PPPS: Eine Demokratie braucht eine starke Opposition, sonst ist sie von einer Diktatur schwer zu unterscheiden. Da muss man der Oppositionsführung in der Person vom diktaturerfahrenen Herr Gysi die Daumen drücken, dass es ihm gelingt, nicht nur seine Linken, sondern auch die aufstandsmüden Grünen ausreichend anzupeitschen.
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Jette
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Dienstag, 18. Februar 2014
Café-Gespäch
"Wie findste das denn mit dem..."
Ich verstand den Namen nicht, denn die Kaffeemaschine hinter mir zischte plötzlich los.
"Wem?"
"Na der Kinderpornotyp im Bundestach, haste nich mitgekriegt?"
Doch hab ich, war ja kaum möglich, das Gefetze nicht mitzukriegen.
"Interessiert mich nicht, wenn immer wieder nur einzelne Leute gevierteilt werden, am besten noch von genau denen, die damit von sich selbst ablenken wollen und in einem halben Jahr selbst nach Ausreden suchen."
Es macht mich zornig, dass gerade bei dem Thema sexueller Kindesmissbrauch irgendwelche verirrten "Einzelfälle" wutschnaubend in der Luft zerrissen werden, die ganze restliche Bande sich auffallend künstlich empört oder unauffällig zurückhält, in der Hoffnung selbst nicht ins Rampenlicht geschubst zu werden.
Wenn es im Bundestag ansehnliche Belohnungen für alle die gäbe, die (natürlich garantiert vertraulich) zugeben, dass sie schon mit Minderjährigen zu Gange waren, - na, was käme wohl dabei raus?
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Jette
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Dienstag, 11. Februar 2014
Aufgeplustert
Wer sich schon am Morgen aufplustert
macht am Abend keinen Pieps mehr.
Eine alte Spatzenweisheit, die seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben wird und die vielfältige Anwendung erfährt:
Vom ökonomischen Umgang mit dem persönlichen Wärmehaushalt in kalten Jahreszeiten bis zur Warnung vor Herzinfarkt, wenn man schon am Anfang des Tages keine Aufregung auslässt.
Die meisten Spatzen geben diese Weisheiten nur innerhalb ihres Familienverbandes weiter. Manche Jungvögel geben ihre neu erworbenden Weisheiten auch gerne an andere Vogelarten weiter, so wie hier auf dem Foto zu sehen ist. Was der noch junge und unerfahrene Sperlingsvogel aber nicht weiß: Er hat eine echte Plustertaube vor sich. Echte Plustertauben gelten eigentlich als ausgestorben. Etwa ab dem vierten Lebensmonat bildet sich das typische aufgeplusterte Federkleid. Wenn sich erwachsene Plustertauben tatsächlich aufplustern, erscheinen sie fast doppelt so dick als im ungeplusterten Zustand (siehe Diagramm).
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| junge Plustertaube |
erwachsene Plustertaube |
aufgeplusterte Plustertaube |
Eine aufgeplusterte Plustertaube erinnert einen Spatzen nun aber sofort an die Warnung vor dem großen bösen Monsterspatz, der immer eine Nacht nach dem 11. Februar kommt und alle naseweisen Jungspatzen entführt.
Da heißt es nun schnell Abschied nehmen, denn morgen werden wir das Spätzchen nicht mehr sehen. Viel Spaß beim großen bösen Monsterspatz!
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Jette
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Dienstag, 12. November 2013
Sozusagen
...ist sozusagen das neue relative Füllwort der Nation.
Kaum einer kommt sozusagen ohne das Wort aus, um so wichtiger der Sprecher und um so unwichtiger das Ausgesprochene, desto häufiger taucht sozusagen sozusagen auf.
Die Mutti sagt's, Pressesprecher, Moderatoren, Minister und andere Politiker, Konzerninhaber, Firmenvorstände, teure Berater und Prominente aller Couleur scheinen ohne das Wort nicht mehr auszukommen.
Mit sozusagen legt man sich nicht fest, aber häufig einigt man sich mit Hilfe des Wortes irgendwie auf irgendwas scheinbar Vergleichbares.
Also: der Sprecher einigt sich.
Mit sich selbst.
Er ist sozusagen mit sich selbst im Konsens.
Und teilt uns das mit, als wäre es eine allgemein bekannte Erkenntnis.
Mit fast unsichtbarem Hintertürchen.
Und er kann bei einigem Geschick gedankliche Inhalte manipulieren, ohne selbst sonderlich viel Inhalt zu produzieren. Und schon gar keine Festlegung.
Bezeichnet ein Politpromi eine gelockertere Flüchtlingspolitik mit sozusagen einer "faulen Pflaume am Baum", haben alle nur noch das Bild der faulen Pflaume vor Augen.
Und mehr braucht's bei vielen nicht.
Manche benutzen auch noch die leicht veraltete Formel "wie gesagt", selbst wenn nie was gesagt wurde. Sozusagen hat's da leichter, es braucht keinen Vorausgänger.
Weder einen wirklichen, noch einen behaupteten.
Aber irgendwie ist das am Ende irgendwo auch egal.
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Jette
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Bröckchen: Alltag, aufgeschnappt, Gift und Galle, hoppsala, Kommunikation, Sprache, Verdruss





