"Das ist aber erstaunlich", sagt der Arzt zu mir, "dass Sie noch leben!" Ich hatte ihm erzählt, dass ich vor zwei Jahren einige Monate (ohne es zu ahnen) mit einem Blinddarmdurchbruch herumgelaufen bin...
Der Arzt staunt.
Und ich? Ich sollte dankbar sein und mein Leben seit dem nicht leichtsinnig auf's Spiel setzen, indem ich verstahlte Pfifferlinge aus Osteuropa esse und sie auch noch ein zweites mal erwärme!!!
Verstrahlte Pilze? Das Tschernobyl-Erbe, auch in Bayern
Pilze aufwärmen? Fragen wir doch mal Herrn Drösser...
Montag, 29. Oktober 2012
Lebe noch!
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Hinrichtung
Habe mich heute nach dem stoiberschen Vorbild der Blumenhinrichtung der Hinrichtung meines Ponys gewidmet.
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Jette
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Freitag, 26. Oktober 2012
Ein Fall für's Nummergirl
Leider nicht zum mit nach Hause nehmen und in die Sammelkiste stecken:
eine Rixdorfer Pumpennummer.
Bei näherer Betrachtung wird deutlich: Man könnte sie rein theoretisch doch mitnehmen. Aber ohne Pumpe ist diese charakterlose Klebefolie nichts wert. Und mit Pumpe passt sie nicht in die Kiste.

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Donnerstag, 25. Oktober 2012
Schrödingers Katze lebt!
Oder auch nicht.
Am besten befragt man zu diesem Phänomen die Nachwuchstalente und Physik-Nobelpreisträger 2012 Haroche und Wineland. Ich denke immer noch, dass die Katze im Betonei hinterm Schrödingerzentrum spukt, gefangen in der quantenmechanischen Zwischenwelt und auf Erlösung aus diesem unwürdigen Zustand wartend.
Ach, wenn doch ein Gottesteilchen vorbeiflöge und sie mitnähme. Da wären dann aber alle überrascht, wenn da mal einer die Tür öffnet und es fände sich weder eine lebende noch eine tote Katze, noch eine in irgend einem Zwischen- oder Doppelzustand, sondern einfach gar keine! Die erstaunten Augen möchte ich sehen.
"Hui!" macht es alle paar Nanobruchteile von Sekunden, wenn Schrödingers Katze auf dem Gottesteilchen herum und herum saust. Für uns hört sich das nur wie ein zartes Heulen an, eine winzige Komponente dessen, was das theoretische "weiße Rauschen" in den Grenzbereich zum "farbigen Rauschen" verschiebt.
Apropos weißes Rauschen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mir "An electric Storm" von "White Noise" auf CD organisiert habe. Besitze sie zwar auch noch auf Vinyl, habe aber schon ewig keinen Plattenspieler mehr...
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Dienstag, 23. Oktober 2012
blutig...
Wonach schmeckt Blut?
Viele Menschen behaupten: Nach Eisen. Das sei logisch, weil Blut doch Eisen enthalte, sonst wäre es nicht rot. Nun, da mag was dran sein. Allerdings habe ich zu selten Eisen im Mund gehabt, geschweige denn roten Rost, dass ich das vergleichen und bestätigen könnte.
Nun findet man (als Normalsterblicher) so gut wie keine Angaben über Prozent-, Gewichts- oder Volumenangaben der geschmackvollen Inhaltsstoffe von Blut. Und wenn, dann sind sie lückenhaft oder auch stark voneinander abweichend. Die Quellen für den Eisenanteil sind sehr spärlich und beschränken sich auf eine Behauptung von 2 Gramm auf drei Liter Blut (oder auch 3-5 g im gesamten Körper). Häufiger gibt es noch geheimnisvolle Millimol(mmol)-pro-Liter-Angaben, aber ich habe keine Ahnung, wie man die Millis in Liter, Gramm oder prozentuale Anteile umrechnet.
Eine Quelle (Wiki) aber sagt, dass der Eisenanteil im Hämoglobin bei einem 70 kg schweren Mann 66,1 % / 2800 mg (2,8 g) sei (geteilt durch ca. 6 Liter Blut kann nicht sein, beim Nachrechnen kommt heraus, dass hier eine Blutmenge von ca. 4,25 Liter angenommen wurde. Das ist für einen durchschnittlichen Mann recht spärlich, nichtsdestotrotz...), daraus ergibt sich die folgende Rechnung:
2,8g : 4,25 = 0,66g pro 1l/1060g
Wir nehmen dabei das gleiche (oder sehr ähnliche) spezifische Gewicht an, wie beim gesamten Blutgemisch (andere Informationen gibt es auch nicht).
Der Hämoglobinanteil im Blut beträgt laut gleicher Quelle durchschnittlich
15 g pro 1 dl , also 150g Hämoglobin pro 1l/1060g Blut
150g sind ca. ein Siebtel von 1060g
also teilen wir 0,66g Eisen durch 7
= 0,094g Eisen pro 1l/1060g Blut
Wer hier bei meist höchstens einem Tröpfchen (weniger als ein 33tausenstel eines Liters) das sauerstoffgesättigte Eisen herausschmeckt, muss schon eine sehr feine Zunge haben!
Aber wonach schmeckt Blut denn dann?
Ich sage: Nach Salz und Zucker.
Nach ähnlich vielen Rechnereien, wegen der unterschiedlichen Maßangaben, die nach einem gemeinsamen Nenner schreien, ergeben sich für Zucker je nach Autor, aber auch je nach Ernährungs- und Verdauungszustand des Probanden Angaben für einen gesunden Menschen zwischen 1-6 g Zucker pro 1l/1060g Blut
und durchschnittlich 9,5 g Salz pro 1l/1060g Blut.
Und warum das jetzt alles?
Ich frage mich schon lange, warum so viele Menschen der Ansicht sind, das man alles mit Salz und Zucker würzen muss, damit es richtig gut schmecke. Da wird - je nach dem - von "Aroma aufschließen" oder "abrunden" geredet. Aber warum gerade mit Zucker und Salz scheint einerseits ein Geheimnis zu sein, ist andererseits in der asiatischen Küche nicht wegzudenken.
Meine Theorie, ganz klar: Weil's nach rohem Fleisch und/oder Blut schmeckt.
Und das wilde Tier in uns verlangt ganz offenbar danach bei einigen häufiger, bei anderen eher selten und gerne auch beim Veganer.
Nun ist aber nicht gesagt, dass all die schönen errechneten Werte auch und selbstverständlich auf tierische Lebenssäfte zu übertragen sind, über die (z.B. freilaufende Rinder) hab ich nämlich überhaupt keine Auskünfte gefunden.
Wenn ich Fleisch esse, z.B. Tatar* oder richtige Stücken, wie Steak oder Braten (das ist das allerdings extremst selten, nämlich alle paar Jahre mal) aber wenn - dann darf's im Inneren auch gerne ein bisschen rot sein.
*) Heißt Tatar so wie es heißt, weil man von den Tataren erwartet, dass sie alles zu Hackfleisch machen?
PS: Das grüne Blut von Grünen Männchen kommt sicherlich vom hohen Kupferoxyd /Grünspan -Anteil.
Nachtrag (5 Wochen später): Hier hat sich jemand viel Mühe gegeben, die Sache mit der Maßeinheit Mol näher zu erläutern, so das Otto N. und Lieschen M. vielleicht auch verstehen, worum es geht. Aber als Nicht-Chemiker hat man da wirklich nur eine winzige Chance...
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Jette
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Montag, 22. Oktober 2012
würde mit Würde
Ich selbst habe früher in der vollen U-Bahn oft die Wendung
"Tschuldigung, ich würde gerne durch." benutzt, wenn ich bis zum Halt am nächsten Bahnhof noch die Tür erreichen wollte.
Niemand hat gefragt: "Ja was? Selber gehn oder geschubst werden?"
"Ich würde gerne durch" oder "...vorbei" hört man fast über all wo es eng wird.
Es gibt aber auch andere Variationen:
Zur Sekretärin:
"Ich würde gerne zum Chef."
Bestimmt hat manch eine Ulknudel oder schlechtgelaunte Vorzimmerdame auch schon mal mit:
"Ja was? ... getragen werden oder kriechen?" reagiert.
Denn irgend etwas fehlt der Formulierung, sonst würde sich die Gegenfrage nicht so leicht aufdrängen. Und zwar genau soetwas wie "aufdrängen" im letzten Satz. Nämlich der Infinitiv eines Verbs.
Hier ein paar Regeln der Konjunktiv I- und Konjunktiv II-Bildung. Achtung: Der Abschnitt Konjunktiv im Futur, gebildet mit würden + Infinitiv ist so knapp, dass man dran vorbeischliddern kann...
Und: durch und vorbei sind keine Kurzformen der Infinitive der Verben durchgehen und vorbeigehen. Ohne gehen ist ersteres eine nur eine schlichte Akkusativ-Präposition und letzteres eine Dativ-Präposition, die eigentlich auch noch mit an gebildet werden müsste. Der vollständige, an die Mitfahrenden in der U-Bahn gerichtete Satz würde also folgendermaßenlauten: "Ich würde gerne an Ihnen vorbei gehen."
Egal wie grammatikalisch richtig, heißt das aber noch lange nicht, dass die anderen daraufhin Platz machen. Denn die Äußerung von Wünschen und deren Erfüllung sind, wie wir alle wissen, zwei völlig verschiedene Schuhe.
Ernst gemeint: Sollte ich jetzt selbst besserwisserisch in eine fiese Grammatikfalle geschliddert sein und hier Bockmist erklärt haben, bitte ich um sofortige Korrektur von besseren Neunmalklugen! (Gerne auch anonym!)
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Sonntag, 21. Oktober 2012
Pilzpelz
Und das obwohl's doch kaum geregnet hat. Da reicht offenbar die Herbstnebelfeuchtigkeit gänzlich aus. Bestes Pilzwetter.
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Freitag, 19. Oktober 2012
Tja, Herr Doktor
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| Schnaubunfall |
"...und dann soll ich durch den Mund atmen! Wie komm ich denn dazu? Mund weit aufmachen, hat der Doktor gesagt. Wofür soll das denn gut sein? Wozu schnaube ich mir denn die Nase? Damit ich durch die Nase atmen kann. Und das mache ich dann auch. Ich atme immer durch die Nase. Durch den Mund atmen! Habe ich aber nicht, ich hab einfach weiter durch die Nase geatmet. Mit offnem Mund."
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