Wenn ich dann ab und zu bei der Werbung im Radio doch hinhöre, stutze ich nur eins ums andere Mal.
Vor einiger Zeit war es die seltsame Vokabel "wertig",
heute:
Die Werbeware
Der vollständige Slogan: "20% auf alles außer Werbeware".
Was soll das denn heißen? In dem Augenblick, wo der Anbieter in seiner Werbung das Wort "alles" benutzt, hat er doch für sein komplettes Warenangebot geworben und so bleibt nichts für die 20%-Aktion übrig!
Dass ich mit meiner Interpretation nicht ganz falsch liege, bestätigt mir dann auch ein juristisches Internetportal...
Ein anderes Bespiel seltsamer Werbung brachte mich um Weihnachten ins Stutzen, nämlich die "0%-Finanzierung". Die Bezeichnung sagt ja eigentlich schon alles: Hier wird Nullkommanüscht finanziert. Und dass es Menschen gibt, die reihenweise darauf reinfallen, kann man an vielen Stellen im Internet lesen.
Selbst das pure %-Zeichen ohne nähere Angaben scheint auch bei durchaus intelligenten Menschen das Gehirn erfolgreich außer Funktion zu setzen.
Ist es eine biochemischer Reflex?
Eine neuronale Fehlfunktion?
Und warum klappt das bei mir nicht?
Bin ich nicht ganz normal oder schlichtweg zu blöd?
Ich muss zugeben, eine Zeitlang habe ich peinlicher Weise nicht kapiert, dass das Prozentzeichen ohne Mengenangabe tatsächlich für schon reduzierte Ware werben soll. Anfangs dachte ich, dass es sich nur um die Ankündigung eines bevorstehenden Ausverkaufs handelt und wenn's soweit ist, werden die Beträge auch noch angegeben...
So kann man sich irren.
Samstag, 23. Januar 2010
wertige Werbevokabeln
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Jette
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Donnerstag, 21. Januar 2010
Postironisch
Heute morgen hüpfte mich aus dem Radio heraus direkt das Wort "postironisch" an. Gemeint war wohl eine künstlerlische Genrebezeichnung (Ich hatte aber nicht genau zugehört um welchen Künstler es gerade ging).
Spontan dachte ich, mit der Bezeichnung ist sowas gemeint, wie die vielen lustigen Variantionen auf die "Mona Lisa" oder "American Gothic".
Wer aber weiß das schon genau?
Es gibt ein paar, die glauben es zu wissen und übersetzen das Wort mit:
"Danach wird man ironisch" oder "Die Ironie der Ironie".
Andere brauchen ein paar Wörter mehr:
http://postironie.blogspot.com/2005/11/postironie.html
http://postirony.com/blog/?page_id=48
Dazu noch ein kurzer Ausschnitt aus einem Zeit-Beitrag:
... der »Postironie«, also jener Strategie, mit der man Ironie und Ernst ununterscheidbar macht, dingfest gemacht, nämlich »den Ironieverdacht als Ausdruck pauschalen Wohlwollens«. Daran erfreut sich vor allem die Kunst, »wird doch jedem Künstler, dessen Werk provoziert oder verstört, eine ironische Absicht unterstellt«.Hm. Ich weiß nicht, wo die Grenzen von Provokation und Verstörung bei jedem einzelnen sind, aber im Großen und Ganzen könnte die Postironie demnach zu einem meiner Lieblingsbetätigungsfelder gehören. Oder?
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Jette
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Samstag, 16. Januar 2010
Soundgeneration
Das kann man auch Buchstabe für Buchstabe erledigen, bis man das ganze Alphabet zusammen hat und dann....
Und das ist die Strophe
aus dem Celan-Gedicht:
Außerdem und Innerdem,
Polikarp und Polyphem,
Russruss, Landam, Erika
Und der ganze Laden da –
Wozu – Weil – Jaweilwozu
Hättenhätten wirdennruh.
Nachtrag:
Als Alternative gibt es das Gedicht hier auch noch gemorst.
Dabei verlängert es sich auf stattliche Länge von 1'45'' nerviges Gepiepse - wer hätte das gedacht!
Paul Celan gewiss nicht.
Und Herr Morse?
Ob der Gedichte gemorst hat?
Bestimmt. Erfinder sind verspielter und romantischer als man gemeinhin denkt.
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Jette
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Dorfromantik
Ich verlange auf der Stelle und umgehend, dass nach wochenlanger Bedecktheit die Sonne wieder scheint! Schneeverzierte schwarze Äste, glitzerndes Eis im Sonnenschein ist noch tausendmal schöner als ihr - Frau Schneekönigin - und täte Herz und Seele auch um einiges besser!
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Jette
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Donnerstag, 14. Januar 2010
Regelsätze
Guck doch einfach mal im Internet, da findest du alle Spielregeln.
Gesagt, getan - und wenn mans nicht gleich versteht, lässt man sich's übersetzen, z. B. mit elmundo:
Fünf Würfel wurden 2 bis 6, mit einem Fisch fleckig, der den 1 Punkt ersetzt. der Fisch auf einem Punkt ist ein Schwarzer Crappie.
Der Gegenstand ist, den grössten Teil der Zahl des Fisches zu fangen.
Spieler haben drei Schriftrollen(Listen) der Würfel. Der Spieler rollt alle fünf Würfel auf seiner oder ihrer ersten Schriftrolle(Liste), versuchend, 6 zu erzeugen. Wenn auf der ersten Schriftrolle(Liste) der Spieler 6, die Spieler-Sätze bekommt, die beiseite und Hunderte jeder als Teil seines oder ihres Fangs geworfene Fisch sterben. Der Spieler rollt dann dem Bleiben vier Würfel zwei zusätzlichen Malen, Versuchen, seinen oder ihren Fang des Fisches zu vergrößern.
Jede Umdrehung wird derselbe gespielt. Ein Spieler muß 6 vor Zählen des Fangs des Fisches bekommen. Wenn ein Spieler 6 während seiner oder ihrer drei Schriftrollen(Listen) pro Umdrehung nicht rollt, kann der Spieler nicht Fisch auf dieser Umdrehung einkerben, und passiert an den Würfeln.
Der Spieler, der fängt, hat der grösste Teil des Fisches nach jedem Spieler drei Umdrehungen gehabt, ist der Gewinner.
Na dann - viel Spaß!
PS: Bei einem "Black Crappie" handelt es sich um eine Sonnenbarschart, den Pomoxis nigromaculatus.
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Jette
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Mittwoch, 13. Januar 2010
Upps
Vielen Dank für Ihr und euer aller Interesse!
Dafür gibts dann heute auch mal keinerlei weiteren relevanten Inhalt.
Ich muss mich erst mal erholen....
PS: und die heutige Zahl steigt immernoch....
PPS: auf 125 - was ist los hier?
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Jette
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Dienstag, 12. Januar 2010
Daisys Rache
- ein Wintermärchen.
Erschütternd! Hilfloses Huhn steckt in Schneewehe fest. Weit und breit kein Bernhardiner, Dalmatiner oder zumindest ein Zwergsilberpudel, der helfen könnte!
Bei Daisy handelt es sich nämlich um die ziemlich unziemlich schlechtgelaunte Schneekönigin, die das Gelaber über die seichten Winter nicht mehr länger ertragen kann und will. Seit nunmehr fünf Jahren gibt sie sich Mühe, uns zu zeigen, was ein ordentlicher Schneeschieber ist und es gelingt ihr jedes Jahr ein bisschen besser.
Und keiner weiß, wie das weiter geht.
Ob man Ende Januar schon wieder in mediterraner Laune im Straßencafé sitzen kann, ist fraglich, wirtschaftliche Einbußen sind diesbezüglich absehbar.
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Jette
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Montag, 11. Januar 2010
Mini-Museum Part 4
Weiter gehts. (Part 3 noch mal ansehen)
Die nächste Abteilung in meinem Mini-Museum, diesmal:
Dazu gehören dann auch die beiden Helden darüber: Pittyplatsch und der Unkerich. Hinter der Maus steckt ein Brief aus Japan, auch noch nicht uralt, aber ich schätze, es wird der einzige bleiben. Hinter dem Brief zwei typische 80ger-Jahre Holzspiele, rechts ein Fischpuzzle, links ein selbstgesägtes Steck-Halma.
Rechts neben der Maus von hinten nach vorne: Das Foto einer mir fremden Dame mit Dackel steht auf einer alten, schwarz-gold-karierten Pappschachtel. Davor ein gläserner Briefbeschwerer auf einem noch älteren Rommé-Spiel. Rechts auf der schicken Lederfettdose sitzt ein Porzellanfrosch, der zum Anbieten von Streichhölzern diente. Auf dem Rücken hat er eine Reibefläche!
Neben dem Frosch liegt ein Landkarten-Ei, das wie eine Matroschka noch weitere Eier enthält. Auf jedem Ei ist jeweils ein Kontinent dargestellt. Vor dem Ei steht ein volles, zugekorktes Tintenfass und davor ein Landschaftslegespiel.
Der Lutscher im Vordergrund ist auch ziemlich neu, aber nach altem Vorbild hergestellt.
Und nun die linke Seite von vorne nach hinten:
Ganz links vorne schaut der Griff einer kleinen Fotoschneidemaschine hervor und daneben eine Schale meiner (Ur-?)Großmutter mit der Aufschrift "Auch in der Ferne hab ich dich gerne". Die stammt aus den Zeiten des ersten Weltkrieges, genauso wie ihr Inhalt: Eine schwarze Madaille von 1916 mit der Aufschrift "Gold gab ich zur Wehr - Eisen nahm ich zur Ehr". Na ja - wer auch immer einem das Gold mehr oder weniger hinterhältig abzockt, am Ende wird man sich ärgern. Der Schale mitsamt Medaille habe ich den kleinen fußlosen Bleisoldaten zur Seite gestellt. Er lehnt an einer Marmorschatulle, unter deren Deckel sich zwei runde Löcher befinden. Ob diese Löcher einst kleine runde Tintenfässchen beherbergten oder doch irgendwas anderes, habe ich bis jetzt nicht mit Sicherheit herausgefunden. Auf der Marmorschatulle steht ein kleines Glaspyramidchen, dass manches mal, wenn die Sonne scheint, lustige kleine Regenbogen an die Wände malt.
Hinter der Pyramide steht ein seltsames Gerät, dessen Funtion völlig im Dunkeln verborgen ist. Einerseits sieht es aus wie eine große Klammer, andererseits drückt die eingebaute Feder aber die beiden Seiten auseinander. Auf diese Weise könnte man das Gerät gut zur Stärkung der Finger- und Handmuskulatur benutzen. Allerdings versuchen die Gebrauchsspuren mir eine ganz und gar andere Geschichte zu erzählen - aber ich verstehe die Sprache nicht!!!
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Jette
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