Dienstag, 22. März 2011

Wasser, Wasser, Wasser

es schwappt, schlürft, blubbert, plätschert, siedet, sickert, sprudelt, schwillt,  läuft, schießt, brandet, fließt, quellt, quillt, rauscht, flutet, stömt, rinnt, zischt, schwemmt, rieselt, tropft, träufelt, drippelt, brodelt, gluckert, schluppert, planscht, plitscht und platscht, pitscht und patscht, quitscht und quatscht.

Dieses Element, ohne das Leben auf der Erde nicht denkbar ist, wird immer mehr zur Ware für Profitgangster. Hat eigentlich schon ein Lebensmittelkonzern versucht, auf Wasser ein Patent anzumelden?
"Wer hat's erfunden?" würde ein gewisser Herr Gott dann sicherlich protestieren, denn Patente können eigentlich nur vom Erfinder eingereicht werden. Und Wasserhändler sind bestenfalls Finder ohne "Er".

Ja, dafür sind Vorsilben da, um eindeutige Unterschiede anzuzeigen.
Mut und Demut, Verschämtheit und Unverschämtheit sind zwei nicht ganz zufällige Beispiele, die mir heute dazu einfallen.

Montag, 21. März 2011

Ein neues Kleid

zum Frühlingsanfang - zumindest für den Bildschirm:

Einfach runterladen (Ziel speichern unter) und dann "als Desktophintergrund verwenden". Eventuell über die Systemeinstellungen noch mal nachjustieren.

Hier gibt's noch mehr...


Sonntag, 20. März 2011

Kristalliner Frohsinn

Trafen sich ein Doppelspat und ein Milchquarz in einem Alabasterschälchen.
(Oder: ein optischer Calcit und Siliciumdioxid in kristallinem Gips.)

Sagt der Milchquarz: "Ach, wie schön!
Brauch ich nicht mehr zu Fielmann gehn,
kann ich alles doppelt seh'n!" *

"Ja, doppelt seh'n!" sprach der Calcit,
"da machen alle gerne mit!"

Tatsächlich, nur so habe ich herausgefunden, dass es sich um einen optischen Calcit handelt, auch Doppelspat genannt.
Durch den kann man nämlich, egal wie klar er ist, nicht einfach hindurchsehen, sondern nur doppelt.


* Original:
"Sind's die Augen, geh zu ..."
siehe "Elefant am Strand"

Samstag, 19. März 2011

Groß, größer, am größten

Der besonders groß angekündigte Vollmond des heutigen Tages hat seine Ursache in der besonderen Erdnähe. Wechselnde Erdferne und -nähe sind ein ganz normaler Vorgang, nur dass die größte Nähe mit dem Vollmond zusammentrifft, kommt ein wenig seltener vor, letztes Mal vor 18 Jahren. Der Mond geht knapp nach Sonnenuntergang auf (ca. 18.45), aber natürlich auf der andern Seite. Ostfenster und -Balkone sind zu Betrachtung des Ereignisses zu bevorzugen.

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Ziemlich genau um 18:42 Uhr sah es dann so aus:


Freitag, 18. März 2011

mal so - mal so

Heute ab 18 Uhr große Eröffnungsparty eines kleinen neuen Cafés am Böhmischen Platz. Beziehungsweise knapp dran. Am Platz. In der Böhmischen Straße 14.

Zwischendurch Live-Musik und um Mitternacht Zauberhaftes mit Stefan van Rode.

Mal so, mal so.

Montag, 14. März 2011

Pi mal Daumen

"Ich hab das so Pi mal Daumen gemacht", bezeichnet etwas sehr ungenaues, möglicherweise ungefähr 20 cm langes.
Ca. 6 cm (Daumen) mal ca. 3,14 (Pi).
Oder auch nicht.

Heute ist Tag der Zahl Pi, auch "Kreiszahl" genannt.

Wozu muss man den Umfang eines Kreises berechnen?
Um einen neuen Bezug für die Nackenrolle zu nähen?
Dafür gibt es flexible Maßbänder. Wenn man allerdings nur ein Lineal hat, kann man den Durchmesser der Nackenrolle abmessen und dann die benötigte Stoffmenge ausrechnen (Nahtzugabe nicht vergessen!).
Oder: Ich brauche Umleimer für eine runde Tischplatte und ich bin zu ungeschickt, um mit dem Maßband an der Kante entlang zu messen.
Andere praktische Beispiele fallen mir leider überhaupt nicht ein.

PS: 3,14 ist, wie schon gesagt etwas ungenau. Die Zahl Pi hat da nämlich noch ein bisschen mehr hinterm Komma. Die ersten 10 Millionen Stellen auf 1000 Seiten gibt es deshalb hier als PDF.

PPS: Zum Schluss die schönsten internationalen Pi-"Geburtstags"kuchen:

Oben hat sich ein Fehler eingeschlichen.
Wer findet ihn?


Sonntag, 13. März 2011

Zeitverschiebung?

Ob in sechs Tagen wirklich der astronomische Frühlingsbeginn ist, kann man nicht so genau sagen, da sich die Erdachse um etwa 10cm und damit natürlich auch die Zeit verschoben haben soll, seit in Japan mal wieder tektonische Platten übergeschnappt sind. Ganz Japan ist dabei ca. 2,4 Meter beiseite gefluppst, Richtung Westen. Nun geht im Land der aufgehenden Sonne eben diese etwas später auf!
2,4 Meter sind, was die exakt ausgerichtete Feng Shui-Position des Bettes betrifft, eine ganze Menge, was die Zeitordnung der gesamten Erde betrifft hält sich das dann doch in Grenzen.

"Die Erde drehe sich nun etwas schneller, sagte ein Geophysiker der Raumfahrtbehörde NASA. Der Tag werde deshalb um 1,6 Mikrosekunden kürzer" (DRS-Nachrichten).
Hm.

Das heißt aber nicht, dass jetzt weniger gearbeitet, sondern dass weniger Pause gemacht wird, klar!

Quelle unbekannt
Wenn aber nun diese Mikrosekunden die gleiche Auswirkung haben, wie der berühmte Schmetterlingsflügelschlag der Chaostheorie - heißt das dann, dass es noch stürmischer wird? Oder dass Milchsäurebakterien die Drehrichtung wechseln? Der Sommer noch schneller vorbei ist als er begonnen hat? Hühner desorientiert der Grippe hinterherlaufen?

Da es sich um die Chaostheorie handelt, sind Voraussagen nicht mal ansatzweise möglich aber es eröffnen sich auf der Stelle Kathedralen der Spekulation, Festsäle der freien Phantasie ...


DOB

Wenn man Kleidung tragen möchte, die nicht jede/r zweite über die K-M-Str. trägt, muss man sich im Schneidern üben. Die Stoffabteilungen von Karstadt und Hertie waren zu früheren Zeiten gute Anlaufpunkte, um sich mit dem nötigen Material einzudecken. Seit aber die Bekleidungsbilligware aus China die Nähfreude deutlich gebremst hat, sind die Preise für einen Meter hübschen Stoff wegen zu geringen Absatzes deutlich in die Höhe gestiegen.
Aber nun gibt es inzwischen auch minderwertige Meterware aus dem asiatischen Raum. Und das Selbernähen kann wieder echte Freude verbreiten!

Nun folgt jedoch flugs die nächste Frage: 

Was ist hip? Und was ist out?
Und wo bekommt man den richtigen Schnitt her? 1
Sehr in Mode sind ja immer noch die Retroklamotten aus den 60er und 70er Jahren und manches davon ist auch durchaus hübsch anzusehen.
Aber manchmal lohnt es sich, alte Serien wie "Schirm,Charme und Melone" 2 anzusehen, wenn man  besonders schräge Meisterwerke der Damenoberbekleidung sucht.

Normalerweise kennt man Emma Peel ja in hautengen, hochgeschlossenen Lack und Leder-Gymnastikanzügen, aber wenn Sie schon mal eine Stoffjacke anzieht, muss das Design auch perfekt sein, wie in diesem Beispiel. Bei solch einer adretten Brustbinde mit Applikationen weiß auch Melonenträger John Steed nicht mehr, wo er hingucken soll...
Und wenn doch - bitte nicht an den Knöpfen drehen!

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1) Keine Ahnung! Selber machen. Ein paar kostenlosen Schnitte sind allerdings auch im Internet zu finden.
2) 1965, Staffel 4, Folge 9 "The Hour That Never Was".