Montag, 28. März 2011

Nach knapp 28 Jahren

hat der Rübezahl-Naturkostladen in der Donaustraße geschlossen.

Und hier ist er: der allererste Flyer.
Zur Eröffnung im April 1983:

Sonntag, 27. März 2011

Chromocosmisch

Wie jedes Jahr, wünschen wir uns auch in diesem noch mehr blauen Himmel.
Da das Wetter in letzter Zeit bisweilen aus dem Ruder läuft, hat die Wissenschaft verschiedene Untersuchungen zur Himmelsvermehrung vorgenommen.

Mehr Blau heißt in diesem Fall: künstliche Zellteilung. Damit aber die unerwünschten Gene, die für übermäßige Wolkenbildung zuständig sind, schon im Befruchtungsstadium entsprechend beeinflusst werden können, musste eine umfassende eine Chromosomenanalyse gemacht werden.


Jedes Chromosom wurde gedreht, gewendet und klassifiziert, was nicht immer einfach ist. Zur besseren Erkennbarkeit färbt Laborassistentin Jasmina M. die Erbinformationsstränge ein. "So geht das Sortieren viel schneller", erklärt Jasmina M. und macht eine neue Palette mit gereinigten Objektträgern für das Mikroskop fertig.

Später erläutert der Institutsleiter: "Manche Chromosomen lassen sich wie Gummibänder auseinanderziehen und andere wiederum lösen sich bei falscher Behandlung sofort in Luft auf. Das erschwert die Arbeit erheblich."

Dennoch - wir können uns sicher schon bald auf noch mehr blauen Himmel freuen!

Samstag, 26. März 2011

Diebsgesindel

Es ist wieder so weit:
der staatlich verordnete Stundenklau findet heute Nacht statt.
Ich habe versucht, eine Diebstahlsversicherung abzuschließen, bei der Stunden mitinbegriffen sind.

Hat nicht geklappt.
Zeit sei unersetzbar, meinten die Versicherungsvertreter, deshalb sei es unsinnig, sie zu versichern.
Seitdem schließe ich Ende März das Uhrenzimmer doppelt ab und schiebe einen zusätzlichen Riegel vor.
Hilft aber auch nichts.
Zeitdiebe sind transzendent.

Freitag, 25. März 2011

Toter Winkel

Irgendwer behauptete mal vor Jahren, dass der 25. März der "Tag des toten Winkels" sei.
Man sollte ja meinen, dass der mit zusätzlicher Spiegelpflicht inzwischen beerdigt sein könnte. Wer aber häufig mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß, dass viele Autofahrer (und nicht nur die -Hersteller) sich strikt dagegen wehren. Sie pflegen und kultivieren die toten Winkel, sehen selbst da welche, wo keine sind und ich sehe ihnen in ihren eigenen Rückspiegeln dabei zu.
Zack!!! - schon wieder abgeklemmt, die Vorfahrt, Durchfahrt - oder welche Rechte im öffentlichen Straßenverkehr auch immer - genommen.

"Ach tut mir leid, hab ich nicht gesehen, muss wohl der tote Winkel gewesen sein", wäre noch die harmloseste Reaktion, normalerweise muss man sich aber in der Situation, in der man gerade noch um sein Leben gezittert hat, auch noch zusätzlich zusammensch... lassen.

Dass Neukölln nicht gerade radfahrerfreundlich ist, hatte ich meines Erachtens schon an dieser Stelle beklagt. Dass man in bestimmten Gegenden und/oder zu bestimmten Uhrzeiten lieber auf den Fußweg ausweicht, weil es auf der Straße lebensgefährlich ist, ist natürlich gegenüber Polizeibeamten und Ordnungsamtsangestellten kein zugkräftiges Argument. Da ich hier nicht zu Ordnungswiedrigkeiten aufrufen will, während ich an den Schutz des Leben vieler Neuköllner Radfahrer denke, halte ich jetzt vor dem weiteren Verlauf des laut Denkens lieber die Klappe...

PS: Ich hab gerade einen toten Winkel in meiner Wohnung entdeckt, da wohnen drei dicke Staubmäuse. Die kuscheln sich schön warm aneinander, als gäbs keinen Frühling. Ich glaub ich schick sie mal nach draußen!

Dienstag, 22. März 2011

Wasser, Wasser, Wasser

es schwappt, schlürft, blubbert, plätschert, siedet, sickert, sprudelt, schwillt,  läuft, schießt, brandet, fließt, quellt, quillt, rauscht, flutet, stömt, rinnt, zischt, schwemmt, rieselt, tropft, träufelt, drippelt, brodelt, gluckert, schluppert, planscht, plitscht und platscht, pitscht und patscht, quitscht und quatscht.

Dieses Element, ohne das Leben auf der Erde nicht denkbar ist, wird immer mehr zur Ware für Profitgangster. Hat eigentlich schon ein Lebensmittelkonzern versucht, auf Wasser ein Patent anzumelden?
"Wer hat's erfunden?" würde ein gewisser Herr Gott dann sicherlich protestieren, denn Patente können eigentlich nur vom Erfinder eingereicht werden. Und Wasserhändler sind bestenfalls Finder ohne "Er".

Ja, dafür sind Vorsilben da, um eindeutige Unterschiede anzuzeigen.
Mut und Demut, Verschämtheit und Unverschämtheit sind zwei nicht ganz zufällige Beispiele, die mir heute dazu einfallen.

Montag, 21. März 2011

Ein neues Kleid

zum Frühlingsanfang - zumindest für den Bildschirm:

Einfach runterladen (Ziel speichern unter) und dann "als Desktophintergrund verwenden". Eventuell über die Systemeinstellungen noch mal nachjustieren.

Hier gibt's noch mehr...


Sonntag, 20. März 2011

Kristalliner Frohsinn

Trafen sich ein Doppelspat und ein Milchquarz in einem Alabasterschälchen.
(Oder: ein optischer Calcit und Siliciumdioxid in kristallinem Gips.)

Sagt der Milchquarz: "Ach, wie schön!
Brauch ich nicht mehr zu Fielmann gehn,
kann ich alles doppelt seh'n!" *

"Ja, doppelt seh'n!" sprach der Calcit,
"da machen alle gerne mit!"

Tatsächlich, nur so habe ich herausgefunden, dass es sich um einen optischen Calcit handelt, auch Doppelspat genannt.
Durch den kann man nämlich, egal wie klar er ist, nicht einfach hindurchsehen, sondern nur doppelt.


* Original:
"Sind's die Augen, geh zu ..."
siehe "Elefant am Strand"

Samstag, 19. März 2011

Groß, größer, am größten

Der besonders groß angekündigte Vollmond des heutigen Tages hat seine Ursache in der besonderen Erdnähe. Wechselnde Erdferne und -nähe sind ein ganz normaler Vorgang, nur dass die größte Nähe mit dem Vollmond zusammentrifft, kommt ein wenig seltener vor, letztes Mal vor 18 Jahren. Der Mond geht knapp nach Sonnenuntergang auf (ca. 18.45), aber natürlich auf der andern Seite. Ostfenster und -Balkone sind zu Betrachtung des Ereignisses zu bevorzugen.

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Ziemlich genau um 18:42 Uhr sah es dann so aus: