Heute hat mich mal wieder ein Wort aus meinem ungenutzen Wortschatz hinterrücks überfallen, gleich mitsamt einem Halbsatz: "dir zu frommen" und - zack! - wusste ich überhaupt nicht, was diese fromm-Wendung eigentlich genau bedeuten könnte.
Mit Frömmigkeit, wie man sie heutzutage (kaum noch) von Christen, dafür mehr und mehr von Muslimen wahrnimmt kann's wohl nicht viel zu tun haben, vermutete ich und schlug im Herkunftswörterbuch nach. Und da es sowas inzwischen auch in einer ernstzunehmenden Version online gibt, können jetzt alle Leser daran teilhaben. Ich werde die dort stehenden Bemerkungen jetzt nicht per copy-paste hierher holen, sondern gleich zu meinen Schlussfolgerungen springen.
Wenn frommen/fromm eigentlich nützlich heißt, ist Frömmigkeit die auf den Dienst an (heutzutage fast ausschließlich) der Kirche/für den Glauben eingesetzte Nützlichkeit oder auch Rechtschaffenheit und Tapferkeit.
Frömmelei würde dann wohl bedeuten, dass es sich hier um vorgespielte Nützlichkeit und lediglich den Anschein von Rechtschaffenheit handelt.
Die Formulierung "dir zu frommen" ist als einzige glaubensunabhängige Form übrig gebrieben und heißt nichts anderes als "dir zu Nutzen", manchmal auch nur "dir zu Gefallen". Geht auch mit mir, ihm, ihr, uns, euch und ihnen.
Donnerstag, 7. April 2011
Nützlich
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Jette
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Bröckchen: Fragen, Fundstück, Kommunikation, lernen, neunmalklug, online, Sprache
Dienstag, 5. April 2011
Post aus...
...Kanada.
Liebe Z., liebe N.!
Mich erreichte heute morgen ein Expressbrief mit einem Foto vom gestrigen Tag der Löffelwanderung. Offensichtlich fand das Ereignis in diesem Jahr überraschend an der Ostküste von New Brunswick stattfand. Holla! Da ist es aber matschig.
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PS: Wen's interessiert: Das passierte in den letzten Jahren...
PPS: Die Löffelwanderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Ausserleiten haben nichts mit den hier erwähnten Ereignissen zu tun.
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Sonntag, 3. April 2011
Aufgewertet
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Jette
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Samstag, 2. April 2011
Architektentraum
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Jette
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Freitag, 1. April 2011
Was stimmt?
2) Frau Merkel will mindestens drei AKWs entgültig abstellen.
3) Naturschützer haben es geschafft: Dies Jahr gibt es zu Ostern keine niedlichen Kaninchenbraten aus Brandenburg.
Eine Aussage ist richtig, zweimal heißt es April-April!
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Jette
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Donnerstag, 31. März 2011
Schnirkelschnecken
Wenn Kinder zu Besuch sind gibt es Fragen.
Und Antworten, auf die Kinder nicht immer gefasst sind.
Z.B.: "Was sind denn das für Schnecken?"
Antwort: "Leckere!"
Und dann erkläre ich, dass das zwei übriggebliebene Schneckenhäuser sind, eine Erinnerung an ein Geburtstagsessen bei Freunden auf Sizilien. Auf der Wiese frisch gesammelt und ab in den Topf!
Die Kinder schauten mich etwas zweifelnd, aber doch sehr neugierig an. Dann wechselten sie das Thema.
Nach einigen Recherchen gehe ich davon aus, dass es sich hier um die sogenannte Nudelschnecke (Eobania vermiculata) oder auch Divertikelschnecke handelt. Eine Art Schnirkelschnecke, die im Mittelmeerraum vorkommt, also auch auf Sizilien.
Und verzehrt haben wir sie natürlich mit Nudeln. Und viel Gemüse (Kartoffeln, Mangold, Zucchini, Zwiebeln, ... oder was gerade so da ist).
Gemüse kleingeschnitten mit den Nudeln in heißes Olivenöl in einem Topf geben und so lange anschmurgeln und dabei umrühren, bis die Nudeln nicht mehr klappern. Dann vorsichtig mit Wasser auffüllen und garkochen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, zu welchem Zeitpunkt die abgespülten Schnecken (samt Haus) dazu kamen. Noch ins Öl oder erst ins kochende Wasser? Gewürzt wurde jedenfalls nur sparsam, denn die Zutaten bringen alle ausreichende eigene Geschmackskomponenten mit. Lecker!
PS: Ich glaube, es war noch etwas Weißwein mit drin.
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Mittwoch, 30. März 2011
Esthers Universum
oder: Warum ich meine Versprechen manchmal doch nicht einhalte
Namen und Orte – außer mein Schreibtisch und Balkon usw. – geändert.
Esther wurde mir angekündigt als „ein bisschen esotherisch aber ganz nett“.
Kein Problem, sagte ich, soll sie mal kommen, damit werde ich schon fertig.
Aber – ich nehme den Schluss vorweg – ich bin gescheitert, ich habe später den Auftrag für die Erstellung eines CD-Covers abgelehnt.
Spulen wir zurück zum Anfang.
Die Frau mit dem alttestamentarischen Namen setzte sich an meinen Schreibtisch und verbreitete eine unglaubliche Hektik. Zur Beruhigung bot ich ihr einen grünen Tee an, den sie unter Vorbehalt (denn so was kenne sie nicht) annahm, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie zwei gehäufte Teelöffel Zucker darin versenken konnte.
Dann reichte sie mir... Weiterlesen (pdf)
| Wikimedia Commons |
Wer's braucht.
Um wenigstens an irgendwas zu glauben.
Ach, da fällt mir wieder das gegen Arbeitslosigkeit(!) einzusetzende homöopathische Mittelchen aus Hundekack ein. Ergänzend hier die detaillierte Beschreibung (pdf) - die wurde vom Betreiber der verlinkten Seite gegen Werbung für sein Buch ausgetauscht.
Wer jetzt immer noch glaubt, dass das alles Quatsch ist - hier kann man Excrementum canium bestellen, wenn man's denn unbedingt kosten will.
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Jette
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Dienstag, 29. März 2011
Mein kleines Universum
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Jette
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