Freitag, 18. März 2011

mal so - mal so

Heute ab 18 Uhr große Eröffnungsparty eines kleinen neuen Cafés am Böhmischen Platz. Beziehungsweise knapp dran. Am Platz. In der Böhmischen Straße 14.

Zwischendurch Live-Musik und um Mitternacht Zauberhaftes mit Stefan van Rode.

Mal so, mal so.

Montag, 14. März 2011

Pi mal Daumen

"Ich hab das so Pi mal Daumen gemacht", bezeichnet etwas sehr ungenaues, möglicherweise ungefähr 20 cm langes.
Ca. 6 cm (Daumen) mal ca. 3,14 (Pi).
Oder auch nicht.

Heute ist Tag der Zahl Pi, auch "Kreiszahl" genannt.

Wozu muss man den Umfang eines Kreises berechnen?
Um einen neuen Bezug für die Nackenrolle zu nähen?
Dafür gibt es flexible Maßbänder. Wenn man allerdings nur ein Lineal hat, kann man den Durchmesser der Nackenrolle abmessen und dann die benötigte Stoffmenge ausrechnen (Nahtzugabe nicht vergessen!).
Oder: Ich brauche Umleimer für eine runde Tischplatte und ich bin zu ungeschickt, um mit dem Maßband an der Kante entlang zu messen.
Andere praktische Beispiele fallen mir leider überhaupt nicht ein.

PS: 3,14 ist, wie schon gesagt etwas ungenau. Die Zahl Pi hat da nämlich noch ein bisschen mehr hinterm Komma. Die ersten 10 Millionen Stellen auf 1000 Seiten gibt es deshalb hier als PDF.

PPS: Zum Schluss die schönsten internationalen Pi-"Geburtstags"kuchen:

Oben hat sich ein Fehler eingeschlichen.
Wer findet ihn?


Sonntag, 13. März 2011

Zeitverschiebung?

Ob in sechs Tagen wirklich der astronomische Frühlingsbeginn ist, kann man nicht so genau sagen, da sich die Erdachse um etwa 10cm und damit natürlich auch die Zeit verschoben haben soll, seit in Japan mal wieder tektonische Platten übergeschnappt sind. Ganz Japan ist dabei ca. 2,4 Meter beiseite gefluppst, Richtung Westen. Nun geht im Land der aufgehenden Sonne eben diese etwas später auf!
2,4 Meter sind, was die exakt ausgerichtete Feng Shui-Position des Bettes betrifft, eine ganze Menge, was die Zeitordnung der gesamten Erde betrifft hält sich das dann doch in Grenzen.

"Die Erde drehe sich nun etwas schneller, sagte ein Geophysiker der Raumfahrtbehörde NASA. Der Tag werde deshalb um 1,6 Mikrosekunden kürzer" (DRS-Nachrichten).
Hm.

Das heißt aber nicht, dass jetzt weniger gearbeitet, sondern dass weniger Pause gemacht wird, klar!

Quelle unbekannt
Wenn aber nun diese Mikrosekunden die gleiche Auswirkung haben, wie der berühmte Schmetterlingsflügelschlag der Chaostheorie - heißt das dann, dass es noch stürmischer wird? Oder dass Milchsäurebakterien die Drehrichtung wechseln? Der Sommer noch schneller vorbei ist als er begonnen hat? Hühner desorientiert der Grippe hinterherlaufen?

Da es sich um die Chaostheorie handelt, sind Voraussagen nicht mal ansatzweise möglich aber es eröffnen sich auf der Stelle Kathedralen der Spekulation, Festsäle der freien Phantasie ...


DOB

Wenn man Kleidung tragen möchte, die nicht jede/r zweite über die K-M-Str. trägt, muss man sich im Schneidern üben. Die Stoffabteilungen von Karstadt und Hertie waren zu früheren Zeiten gute Anlaufpunkte, um sich mit dem nötigen Material einzudecken. Seit aber die Bekleidungsbilligware aus China die Nähfreude deutlich gebremst hat, sind die Preise für einen Meter hübschen Stoff wegen zu geringen Absatzes deutlich in die Höhe gestiegen.
Aber nun gibt es inzwischen auch minderwertige Meterware aus dem asiatischen Raum. Und das Selbernähen kann wieder echte Freude verbreiten!

Nun folgt jedoch flugs die nächste Frage: 

Was ist hip? Und was ist out?
Und wo bekommt man den richtigen Schnitt her? 1
Sehr in Mode sind ja immer noch die Retroklamotten aus den 60er und 70er Jahren und manches davon ist auch durchaus hübsch anzusehen.
Aber manchmal lohnt es sich, alte Serien wie "Schirm,Charme und Melone" 2 anzusehen, wenn man  besonders schräge Meisterwerke der Damenoberbekleidung sucht.

Normalerweise kennt man Emma Peel ja in hautengen, hochgeschlossenen Lack und Leder-Gymnastikanzügen, aber wenn Sie schon mal eine Stoffjacke anzieht, muss das Design auch perfekt sein, wie in diesem Beispiel. Bei solch einer adretten Brustbinde mit Applikationen weiß auch Melonenträger John Steed nicht mehr, wo er hingucken soll...
Und wenn doch - bitte nicht an den Knöpfen drehen!

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1) Keine Ahnung! Selber machen. Ein paar kostenlosen Schnitte sind allerdings auch im Internet zu finden.
2) 1965, Staffel 4, Folge 9 "The Hour That Never Was".

Samstag, 12. März 2011

Flämmchen empor!

Nun sind wir - in den Wochen um das Äquinoktium rum - wieder bei der Jahreszeit angekommen, in der allabendlich das Estrell in Flammen aufgeht. Sehr hübsch!

Freitag, 11. März 2011

Große Welle

Angesichts (-gehörs) der morgendlichen Erdbeben- und Tsunaminachrichten aus Japan dachte Kater Pelle, der ständig auf Abenteuersuche ist, "ach, da mach ich mal mit!" und fegte mir meinen Morgentee vom Tisch. Danke. Man kann dem Kater die fehlende Ernsthaftigkeit zur Lage nicht ankreiden.

Der Japaner ansich behält weitgehend die Fassung, ist tapfer und diszipliniert, hat er doch seinen jährlichen "Tag der Katastrophenverhütung" 1. Der findet am 1. September statt und man trifft sich zu Erdbebensimulationen, testet Schwimmwesten und ähnliches. Auch für deutsche Touristen gibt es ganz klare Anweisungen.

Da der 1. September weit entfernt vom 11. März, also quasi komplementär ist, und die letzte Begebenheiten heutiger Art noch ein bisschen länger her, hat dies zur Folge, dass man einerseits nicht mehr genau weiß, wo man seinen Notfallrucksack eigentlich deponiert hat
und andererseits mit den in der Zwischenzeit errichteten Atomkraftwerken keine praktischen Erfahrungen vorweisen kann. Und eigentlich auch nicht möchte, denn der Japaner ansich umgibt sich gerne mit Reaktoren. Hie und da soll's dann wohl auch schon brennen unter den Kuppeln...

Da Deutschland weit entfernt von Japan, also quasi komplementär ist, brauchen wir hier nicht gleich in Panik auszubrechen, sollten aber mal wieder sehr, sehr nachdenklich werden. Die Sorge um die Atommeiler, die durch die russischen Torfbrände im letzten Jahr bedroht waren, hat sich ja weitgehend in Luft aufgelöst, obwohl die sehr viel näher dran waren!

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1) Im Jahr 1923 am 1. September hat das Erdbeben der Magnitude 7,9 auf der Richterskala Tokio erschüttert. Dabei sind 142807 Leute ums Leben gekommen oder waren verschollen. Daraus haben wir unsere Lehren gezogen, wurde der ersten September "Tag der Katastrophenverhütung".  Aus http://anigon.net/tgb/archives/2004/09/ 

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Nachtrag am Abend:
AKW Fukushima, Tagesthemen extra
Es gibt inzwischen ernstzunehmende Probleme in mindestens zwei japanischen Kernkraftwerken.
In Fukushima steht wohl die Kernschmelze bevor.
Aber Herr Umweltminister Röttgen hat meine morgendliche Einschätzung inzwischen auch bestätigt: Für Deutschland besteht voraussichtlich keine Gefahr.

Na, dann können wir uns doch alle entspannt zurücklehnen und über unsere landeseigenen Reaktoren brauchen wir auch nicht besorgt nachdenken, denn hier gibt es schließlich keine Tsunamis.
"Ich dachte, ich muss sterben"

Vielleicht lernen wir ja auch mal, nicht bei jedem kleinen Unfall gleich zu jammern und zu zetern sondern zu lächeln, lächeln und noch mal lächeln - für die JapanerInnen ansich die leichteste Übung, auch wenn einem gerade das Dach des Nachbarhauses auf den Kopf fällt...



Donnerstag, 10. März 2011

Verhörer des Tages

Trepanation (Wiki)
"Wo ist Dana, die wollte mir doch noch das Gehirn aufschneiden!"

Da ich nicht die einzige war, die diesen Satz genau so gehört hat, muss die junge Sprecherin dieser Worte, die eigentlich von eine Melone redete, wenigstens ein bisschen mitschuldig an dem Verhörer sein.

Melonen werden ja gerne als Ersatz für das Hirn genommen, zum Beispiel um dessen leichte Verletzlichkeit ohne Fahrradhelm effektvoll darzustellen. Oder auch punktuelle Kopfverletzungen durch den unsachgemäßen Umgang mit Schusswaffen (was wäre eigentlich der sachgemäße Gebrauch?). Oder falsch gezündete Airbags. Oder...
Dass Melonen wirklich nur dem Showeffekt dienen, dürfte jedem klar sein. Ein echtes Hirn ist nicht so wunderbar pinkfarben und sollte auch nach Möglichkeit keine schwarzen Körnchen enthalten!

Ambulante Hirnaufschneidereien auf grüner Wiese (siehe Abb. oben) sind heutzutage gemeinhin nicht mehr üblich und müssen gegebenfalls unbedingt von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden. Ein Skalpell ist kein Spielzeug!

PS: Schöner Melonenhelm.


Dienstag, 8. März 2011

Mäuse

... soweit das Auge blickt.

Die Maus-Maus wird gerade 40 Jahre alt, die ersten Skizzen einer Computermaus angeblich sogar schon 50! Kaum zu glauben. Abgesehen von der langsam senilen Mickey Mouse, die ja nun schon 83 wird. Nur noch ein paar Jahre, und es wird keine Generation mehr geben, die ohne die eine oder/und andere Maus ihre Kindheit (und nicht nur die) verbracht hat.

Wer will, kann sich hier ne Origami-Maus falten.
Oder Art Spiegelmanns "Maus" lesen.

Warum man Geld auch "Mäuse" nennt, habe ich keine belegbare Begründung gefunden, aber die Vermutung liegt nahe, das man Mäuse (wie" Mücken") nur schwerlich festhalten kann...

(leider) ringlose Aseli-Mäuse
Auf meinem Schulweg gab es einen sogenannten "1-Pfennig-Laden", das heißt, man konnte Gummibärchen, Bonbons und kleine bunte Mäuse einzeln kaufen. So lernte man, mit dem knappen Taschengeld sehr scharf zu kalkulieren...
Und es gab größere weiße und graue Mäuse, die trugen einen Ring um den Hals und kosteten 10 Pfennig - ja, früher war alles besser....


Als Mäuschen (Quiiiik!) bezeichnet man auch den "Nervus ulnaris" - sonst "Musikantenknochen" genannt.

"Mit Speck fängt man Mäuse" - besser funktioniert's mit Nougatcreme, die kann nicht wegtragen werden und ist viel leckerer!
"Wo Mäuse sind, sind keine Ratten" - solange, bis die Ratten kommen, um die Mäuse zu fressen und dann heißt es: Wo Ratten sind, sind keine Mäuse.
"Weiße Mäuse" 1. Halluzinationen im Vollrausch
                              2. weiß gekleidete Polizisten auf Motorädern.
                                 Dieser Begriff wurde angeblich um 1935 in Berlin geprägt

PS: Alles gute zum Frauentag, all ihr süßen oder grauen Mäuslein und frechen Ratten!