Demente Altenheimbewohner haben Fragen an Berlusconi:
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Ist Bunga-bunga ein Kartenspiel?
Caro Silvio, wischst du mir mal den Hintern ab?
Hilfe, was machen Sie in meinem Bett?
Sind das Erbsen?
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Warst du nicht der freche Bengel aus dem Nachbarhaus?
Wollen Sie sich nicht schon mal ausziehen?
Wo sind meine Zähne?
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Ach mein Kleiner, warum bist du eigentlich nicht Politiker geworden?
Willst du mal jemanden von der Mafia kennenlernen?
Brrrr, was ist denn das für ein Fraß?
Junger Mann, wer sind Sie denn?
Schon die hübsche neue Pflegerin flachgelegt?
Donnerstag, 15. Mai 2014
Wahlkampf auf italienisch
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Dienstag, 13. Mai 2014
Sag mal eon...
"Sag mal eon, habt ihr dafür eine Lösung?"
"Ja, wir gründen eine Stiftung und lassen euch den Dreck wegräumen."
Hemmungs- und schamlos.
Schämen sollte sich aber auch Mutti, die mal wieder abwartet, anstatt sofort laut und deutlich und keinen Widerspruch duldend ...
Oder ist das etwa schon wieder mal was für die "alternativlos"-Abteilung?
Jedem sein Fässchen Atommüll für zu Hause?
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Samstag, 10. Mai 2014
Flugfeldbesuch
Hörst du? Die Feldlerche singt!
Rund um ihr Brutgebiet ist Absperrband
locker gespannt
und im Wechsel mit dem Lerchengesang
flattert und knattert es im Wind.
Am Rande des Flugfeldlerchensperrgebiets
liegen wir auf den Bäuchen und sehen
den Krähen zu.
Sie starten und und landen
wie früher die Flugzeuge
nur viel leiser
und viel eleganter.
Ob sie wohl Feldlercheneier
zum Mittagsmahl mögen?
PS: Vergesst nicht die Volksabstimmung zum Erhalt von 100% Tempelhofer Feld!
Zur freundlichen Verwirrung des Wählers wurden ja gleich zwei Fragen formuliert:
1. Abstimmungsfrage (kurz zusammengefasst: dauerhaft 100%iger Erhalt):
JA
2. Abstimmungsfrage "Erhalt der Freifläche" (kurz zusammengefasst: Teilbebauung, vor allem auf Neuköllner Seite, adieu Feldlerche!):
NEIN
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Mittwoch, 7. Mai 2014
Wilde Natur!
Jedes Jahr neue Überaschungen auf meinem Balkon! Das Exotischste, was mich in den letzten Jahren aufsuchte, war wohl ein Schleimpilz. Der war so langweilig hässlich und graubeige, als hätte mir jemand eine dünne Schicht feinen Zement hingegossen, so dass ich ganz vergessen hatte, ein Foto zu machen. Er breitete sich in dem einen Blumenkasten aus, und als er fast den gesamten Boden übezog, breitete er sich in den benachbarten Kasten aus, schlängelte sich bis zur Ecke vor, um dann mit einer eleganten Kurve auch den Rest zu erobern. Aber da hatte ich endlich die richtige Gegenmittelempfehlung gefunden, um ihm Einhalt zu gebieten: Vogelsand. (Der Pilz stirbt ziemlich schnell ab und zerfällt, wenn man eine gleichmäßige Schicht über den Pilzkörper streut und dann kommen die anderen überlebenden Pflänzchen auch wieder durch.)
Jedes Jahr auf's neue bin ich gespannt, was mir irgendein Vögelchen in die Erde gepupst oder ein Wind zu mir gepustet hat. In diesem Jahr überrascht mich eine Pflänzchen, das im Moos mit kleinen brauen Flecken um Aufmerksamkeit heischt. Zunächst dachte ich, da machen sich kleine Wiesenpilzchen breit, aber dann:

Was ist das denn? Mikro- Venusfliegenfallen für ganz kleine Läuschen? Im Internet kann ich nichts Vergleichbares finden, vor allem was die geringe Dimension von weniger als ein bis drei Millimetern betrifft. Aber vielleicht werden sie ja noch größer, oder kriegen laaange Stengel. Vielleicht ist die Überraschung ja erst gaaanz am Anfang...
Vielleicht wachsen ihnen noch Pupillen ins schimmernde Rehbraun hinein und sie blinzeln mir eines Tages mit ihren seidigen schwarzen Wimpern freundlich zu, bevor ich mich über sie beuge und sie mich mit einem perfekten hundertfachen Gemeinschafthaps - hastenichgesehn - verschlingen.
Wer weiß?
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Dienstag, 6. Mai 2014
Wirklich!
Und dann kommt noch die Saison-Werbung. Kürzlich nervte ganz besonders "C and A" mit:
Alles reduziert! - bis auf nicht reduzierbare Artikel.
Super. Wer fühlt sich da wohl angesprochen zu überprüfen, was wohl auf gar keinen Fall reduzierbar ist? Sind es Luxus-BHs in Übergröße? Ist es die neue Jungmänner-Schlumpfmützen-Kollektion? Sind es alle Marken-Sportartikel? Oder sind es 90% des Warenangebots, die nicht reduzierbar sind?
Aber die übrigen 10% werden vollständig und absolut reduziert!
Mindestens um 10%.
Wirklich!
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Montag, 5. Mai 2014
Monster Blümchen Mutationen
Da hat sich doch eins meiner Tausendschönchen entschlossen einen, nein, sogar zwei kleine - ja wie soll man's nennen? - spätgezündete siamesische Zwillinge (oder Drillinge?) hervorzubringen. Man stelle sich vor, Menschen könnten sowas auch fabrizieren!
Man stelle sich vor... ach - da fällt mir ein, das haben sich ja tatsächlich schon mal drei finnische Mädels vorgestellt:
"Benigni", Finnland 2009. Ein kleiner überraschender Film von Elli Vuorinen, Pinja Partanen und Jasmiini Ottelin.
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Jette
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Sonntag, 4. Mai 2014
Wutzentrum aktivieren
"Macht dich das nicht richtig wütend?"
"Hmm, ja, eigentlich schon...!"
"Ja und? Also ich würde sofort Hass kriegen!"
"Weiß nich."
"Hau doch mal auf den Tisch, damit klar ist, wo die Glocke hängt!"
"Hm."
"...?"
Nee, nee, nee, so geht's aber nicht! Wenn man's endlich in der Gesprächsführung geschafft hat, jemanden durch geschickte Konfrontation mit unangenehmen Situationen dazu zu kriegen, Hass und Wut als persönliche Empfindung anzunehmen, dann muss man auch dabei bleiben und ordentlich nachlegen!
Ständiges Unterstellen und Abfragen des aktuellen Hass- oder Wutstatus einzelner Personen oder Gruppen ist seit der Etablierung des deutschen "Wutbürgers" am Stuttgarter Bahnhof Standard und sollte bei der Grundausbildung von Reportern, volksnahen Politikern und engagierten Sozial-Experten auf keinen Fall fehlen.
Wut ist eine wichtige Emotion, die den Menschen am Denken hindert (wie, wenn der Rückschluss erlaubt sei: Adorno schon feststellte) und damit zu Ruhe und Ordnung führt, auch wenn das mancheinem im ersten Moment unverständlich klingt. Hier ein einfaches, leicht nachvollziehbares Beispiel: A haut dem nervigen B kraft- und wirkungsvoll eins in die Fresse und sofort und ohne Verzögerung tritt Ruhe ein. Dabei ist völlig egal, womit B genervt hat, ob mit Nörgeln, Lachen, Plappern, Kneifen, Stehlen oder Grillen. Für den Wutbürger ungefährlicher (Stauchungsgefahr der Finger- und Handgelenke) und effektiver ist natürlich der Gebrauch von Schusswaffen auch im privaten Bereich.
"Vom Auffinden des individuellen Wutzentrums" ist der neue Titel von Anita Peng, die damit einen wichtigen Betrag zum praktischen Eradikation anpassungsunwilliger Individuen, Randgruppen und die wirtschaftlichen Abläufe störender Völker nicht nur in Afrika leistet. 104 Seiten, Verlag Heckler und Koch, 2014
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Jette
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Samstag, 3. Mai 2014
Schulweg
Gerade erinnerte ich mich - warum auch immer - an ein Stück Schulweg meiner Kindheit, auf dem es eine Drogerie mit für meine Kinderaugen übergroßer "Klosterfrau Mesissengeist"-Werbung gab. Vier gotisch anmutende Fenster mit den freundlichen, vermutlich katholischen Klosterfrauen in blauem Licht in trauter harmonischer Einheit mit der danebenstehenden evangelischen Kirche.
Und da dachte ich, fahr doch mal (mit dem Finger auf der Landkarte) hin und sehe mal nach...
Am Zielort angekommen könnte nun Google Streetview wirklich gut sein, wenn die Bilder nicht schon wieder sechs Jahre alt wären. Ich finde Google sollte seine Aufnahmen monatlich aktualisieren, besser täglich. Dann kriegt man auch einen besseren Überblick, wie es auf den verschiedenen Baustellen so vorangeht. Haben die bei Google denn immer noch keine eigene Satellitenflotte? Am Geld kann's ja wohl nicht liegen. Die Menschen auf den Bildern können von mir aus gerne auch automatisch ausgeblendet werden, was ja mit heutigen technischen Möglichkeien (im Vergleich zu vor sechs Jahren) nicht so schwierig sein dürfte, denn meistens Menschen verstellen einem sowieso nur immer nur die Aussicht. Bei besagter Drogerie ist es aber nicht so mit den im Weg stehenden Personen.
Das Gebäude ist rottig geworden.
Die inhaltlosen Klosterfrau-Fensterrahmen auch.

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Jette
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